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1735)
aus
08.12.03 15:54
eMail: URL: http://www.paraneuabioeuledez03.de.vu

Nachricht:

www.paraneuabioeuledez03.de.vu

1734)
kabbalah-optimismus!
aus
24.11.03 8:41
eMail: URL: http://www.jokerbioeule´1.de.vu

Nachricht:

www.paraneua.de/menschistsonnenwesen23nov03reprise.htm

1733)
nachtigallaktuell!
aus
22.11.03 8:00
eMail: URL: http://www.nachtigallaktuell.de.vu

Nachricht:

Gruß Paraneua-Bioeule-www.nachtigallaktuel.de.vu-www.paraneuaheute.de.vu

1732)
test!
aus
19.11.03 15:21
eMail: URL: http://www.

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251 Einträge

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Formularende

211

Datum: Mittwoch, der 12. Februar, 2003 um 15 Uhr 10
Jokerbioeule1 (keine e-Mail / http://www.jokerbioeule1.de.vu) schrieb:

Gruß Jokerbioeule1.de.vu!

210

Datum: Mittwoch, der 12. Februar, 2003 um 09 Uhr 46
Goethes Farben-"Theologie" mit Anmerkungen Rudolf Steiners: (keine e-Mail / http://www.amazon.de) schrieb:





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Farbenlehre.
von Johann Wolfgang von Goethe, Rudolf Steiner (Mitarbeiter), Gerhard Ott (Herausgeber), Heinrich O. Proskauer (Herausgeber)

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Broschiert (2003)
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Rezensionen
Kurzbeschreibung
Die Goethe'sche Farbenlehre, deren Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, liegt hier in einer einmaligen Gesamtausgabe in 5 Bänden vor, bereichert durch die wertvollen Kommentare Rudolf Steiners.Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) verbrachte seine Jugend in Frankfurt, zog in seiner Studienzeit nach Leipzig und Straßburg und arbeitete ab 1771 als Anwalt wieder in seiner Heimatstadt Frankfurt. 1775 wurde er an den Hof von Weimar berufen, wo er (mit Unterbrechungen wie der Italienischen Reise) bis zu seinem Tod blieb.
Autorenportrait
Johann Wolfgang v. Goethe geboren am 28.8.1749 in Frankfurt a.M., gestorben am 22.3.1832 in Weimar. Jurastudium in Leipzig und Strassburg. Lebenslanges Wirken in Weimar. Reisen zum Rhein, nach der Schweiz, Italien und Böhmen. Frühe Erfolge mit den Sturm und Drang-Stücken "Götz" und "Werther", Gedichte (herrliche Liebeslyrik), Epen, Dramen ("Faust", "Tasso", "Iphigenie" u.v.a.), Autobiographien. Zeichner und Universalgelehrter: Botanik, Morphologie, Mineralogie, Optik. Theaterleiter und Staatsmann. Freundschaft und Korrespondenz mit den grössten Dichtern, Denkern und Forschern seiner Zeit (Schiller, Humboldt, Schelling...)

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Gruß Paraneua!

209

Datum: Mittwoch, der 12. Februar, 2003 um 09 Uhr 34
Text zum folgenden Eintrag mindestens so gültig wie die durch die computer-Technologie rehabilitierte Farben-Theologie" Goethes: (keine e-Mail / http://www.beepworld3.de/members28/jokerbioeulemai4/auferstehung.htm) schrieb:



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Wahres Christentum kann niemals eine bloße Volksreligion sein, ja mehr noch, es ist im Grunde überhaupt keine "Religion" im üblichen Sinne der Rückverbindung (re-ligio) zur geistigen Welt. Vielmehr ist das für die ganze Erdenentwicklung zentrale Christus-Ereignis eine weltgeschichtliche Tatsache, die weniger ein "Bekenntnis" fordert, sondern vielmehr bei klarem Bewußtsein erkannt werden will. Christus ist der neue Adam, der die Erbsünde, d.h. die Fesselung des Geistes durch die niederen Wesensglieder, überwunden hat, indem er sie vergeistigte. Strebt ihm die freie Individualität nach, nimmt sie an der Auferstehung teil – und zwar an der Auferstehung des "Fleisches": die niederen Wesensglieder bis hinunter zum physischen Leib werden nicht einfach abgestreift oder abgetötet, sonder veredelt. In unserem Zusammenhang bedeutet das: die Rasse wird nicht abgestreift, sondern vergeistigt; das Volkstum wird nicht abgelegt, sondern ins Geistige erhöht; der Egoismus wird nicht vernichtet, sondern vergeistigt, indem er sich von den engen Grenzen des Einzelnen auf die ganze Welt ausdehnt – im Sinne des Christus-Wortes: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", wobei aber nicht nur alle Mitmenschen, sondern zugleich die ganze Natur mitumfaßt ist. Daß wir auf diesem Weg noch nicht sehr weit fortgeschritten sind, braucht wohl kaum erwähnt werden, aber in jedem einzelnen Individuum liegt die Kraft, ihn zu gehen.
Der Weg der Auferstehung kann nur beschritten werden, wenn man all jene Kräfte genau kennt, die der freien Individualität entgegenstehen. Daß es nicht die Rassen, Völker oder das einzelne Ego als solche sind, dürfte aus den obigen Ausführungen klar geworden sein; es handelt sich dabei um notwendige Stufen der menschheitlichen Entwicklung. Wer sie leugnet oder für unwesentlich hält, verfällt ihnen erst recht. Dem will Anthroposophie aufklärend entgegentreten; sie ist Erkenntnis-Christentum, das den Menschen zur leiblichen Auferstehung im Geiste führt, d.h. zur freien Individualität.

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http://www.anthroposophie.net Email: Wolfgang.PETER@ycn.com





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208

Datum: Mittwoch, der 12. Februar, 2003 um 09 Uhr 32
Interkulturellergalilaeer: (keine e-Mail / http://www.beepworld3.de/members28/jokerbioeulemai4/auferstehung.htm) schrieb:

www.beepworld3.de/members28/jokerbioeulemai4/auferstehung.htm
Gruß Paraneua!

207

Datum: Samstag, der 08. Februar, 2003 um 18 Uhr 00
Interkulturellergalilaeer! (keine e-Mail / http://www.interkulturellergalilaeer.de.vu) schrieb:



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206

Datum: Samstag, der 08. Februar, 2003 um 17 Uhr 59
Buddha und Christus! Hier tiefsinniger als bei Dorothee Sölle und Küng in einer Betrachtung von Rudolf Steiner, TB 704, S.222-224: (keine e-Mail / http://www.interkulturellergalilaeer.de.tf) schrieb:

TB 704, Rudolf Steiner, S.221: "Rufen wir uns zum besseren Verständnis noch einmal ins Gedächtnis, daß der physische Leib eines Himmelskörpers, ebenso wie der eines Menschen, nur ein Teil des gesamten betreffenden Wesens ist, und daß beide subtilere Prinzipien haben, die als Aura dem Hellseher sichtbar sind. Wie der Mensch die aus Astral- und Ätherleib gebildete Aura, die kleine Aura hat, so unterscheiden wir im Makrokosmos die große Aura, 'Ahura Mazdao', wie sie Zarathustra nannte. Aus diesem Namen wurde dann später Ormuzd, gleichbedeutend mit Lichtgeist. Christus war damals noch fern von uns, deshalb sagte Zarathustra zu seinen Schülern: Solange euer Blick auf der Erde haftet, werdet ihr Ihn nicht sehen, doch erhebt ihr euch mit hellseherischer Kraft in die hohen Himmelsräume zur Sonne empor, so werdet ihr finden den großen Sonnengeist.
Ebenso spricht die althebräische Geheimlehre vom großen Geiste, der den Weltenraum durchwebt und den der Seher in den hohen Sphären zu suchen hat (anders der wahrscheinlich 'sadduzäische'? Verfasser von: Die Caine war ihr Schicksal! Anm. Paraneua-Bioeule. Es folgt jedoch die Prohezeiung, daß er herabsteigen undsich mit der Erdenaura vereinigen wird. Einer von denen, die ihn in unserer Erdenaura wahrgenommen haben, war Paulus.Er wußte als Saulus wohl, daß der Messias kommen würde und die Erde mit dem Sonnengeiste vereint werden würde, er glaubte ihn jedoch noch in weiter Ferne. Auf dem Wege nach Damaskus wurde er plötzlich hellsehend und erkannte, daß das große Ereignis bereits stattgefunden hatte und daß Jesus von Nazareth der Langerwartetewar. Dieses Erlebnis wandelte ihn zum Paulus um, und er verkündete fortan als begeisterter Apostel das Geschehene.
Der Christus-Impuls istnicht nur als eine Erleuchtung einzelner Menschen aufzufassen. Der Hellseher darf sagen, daß die ganze Erde durch ihn etwas Neues geworden ist. Als Christi Blut auf Golgotha floß, trat eine innige Vereinigung unserer Erde mit dem höchsten Wesen ein, welches aus unerreichbaren Himmelshöhen herabgestiegen ist zum Heile der Menschheit. Von vielen ister bereits erkannt worden als derjenige, auf dessen Kommen die Bodhisattvas durch lange Jahrtausende hindurch hier untenvorbereiteten, wenige jedoch sind es, in denen das Christentum zum wahren Leben geworden ist. Der Christus-Impuls ist noch im Keimen begriffen, und die Menschheit wird noch lange Zeit brauchen und von manchen Führern angefacht werden müssen, bis er in allen Äußerungen des sozialen Lebens zur Geltung kommen wird.
Einen gewaltigen Fortschritt in der Lebensanschauung haben wir jedoch zu verzeichnen in der kurzen Zeit, die Buddha von Christus trennt. Eine Tatsache zeigt ihn so anschaulich wie möglich. Als der junge Königssohn Siddharta, der künftige Buddha, einst aus seinem Palast trat, in welchem er nie anderes als Lust und Glanz, als Jugend und Schönheit zu sehen bekommen hatte, erblickte er einen Krüppel, dessen Anblick ihn entsetzte und er sagte sich: Das Leben bringt Krankheit, und Krankheit ist Leiden. - Ein anderes Mal begegnete er einem Greise, und betrübt folgerte er: Das Leben bringt das Alter, und Alter ist Leiden. - Bald darauf sah erdas Abschreckendste, eine verwesende Leiche, und voller Grauenwiederholte ersich: Das Leben bringt denTod, und Tod ist Leiden. - Wo er hinblickte fand er Gebrechen des Körpers und Seelenschmerzen und Trennung von alledem, was einem im Leben lieb und teuer ist. Alles Leben ist Leiden-, sagte er sich und baute auf diesen Lebensgrundsatz die Lehre von der Lebenverzichtung. Der Mensch, so lehrte er, sollte, um dem Leiden zu entgehen, danach trachten, so rasch wie möglich aus dem Kreislauf der Inkarnationen sich zu erheben, um sich für immer dem leidvollen Wechsel von Leben und Tod zu entziehen (SATOR-Formel? Anm. Paraneua-Bioeule!).
Schreiten wir jetzt wenige Jahrhunderte voran, so sehen wirunzählige Menschen, die keine Buddhas, sondern schlichte Seelen waren, welche jedoch die Gwalt des Christus in sich ahnten, hinsehen auf einen Leichnam, doch nicht mit Schaudern. Sie sind nicht von dem alleinigen Gedanken erfüllt: Tod ist Leiden -, denn sie haben im Tode des Christus den vorbildlichen Tod erlebt, der da bedeutet: Tod ist Sieg des Geistes über alles Leibliche. Tod ist Sieg des Ewigen über alles Zeitliche.
Noch nie ist vorher ein solcher Impuls gegeben worden wie dieser, der von dem Mysterium von Golgotha kam, und niemals wird auf Erden ein größerer dem Menschen zuteil werden. Solches empfanden jene naiven Seelen, wenn sie zum Kreuze aufblickten, dem gewaltigsten der Sinnbilder. Da fühlten sie, daßes etwas Höheres und Stärkeres gibt als den verfallenden Leib, der der Krankheit, dem Alter und dem Tode unterworfen ist.
Betrachten wir nun die anderen Sätze der Lehre des Buddha mit unserer christlich-geisteswissenschaftlichen Anschauung: Krankheit und Alter können uns nicht entmutigen und zur Flucht treiben, da wir ihren Grund erkannt haben. Wir haben gesehen, wie diese neu erworbenen Fähigkeiten unseres Astralleibes den ungeschmeidigen physischen Körper immer unwohnlicher machen und wie die wachsende Disharmonie zwischen seele und Körper den letzteren allmählichzerstört und er schließlich abgestreift wird. Das Alter schreckt uns nicht, denn wir wissen, daß wenn das Leben hier den Höhepunkt erreicht hat und der Leib zu welken anfängt, in ihm das Neuerrungene sichzu einem juhngen Keime zusammenzieht, der einst zu reicherem Leben aufblühen wird. Diese Entwickelung im Geiste, wie sie das Christentum lehrt, birgt einen unendlichen Trost in sich und macht uns die Trennung von denen, die wir lieben, weniger schmerzlich, denn wir wissen, daß das Getrenntsein nur durch die physischen Schranken bedingt ist und wir im Geiste den Weg zu unseren Lieben finden können.
Denken und empfinden wir so, so bekommtdas ganze Leben hier unten ein neues, durchgeistigtes Antlitz und gewinnt immer mehr an Wert für uns. Unser geistiges Auge durchschaut die physischen Gebrechen und hilft uns, sie mit Gleichmut zu ertragen. Wir wissen, daß unser Arbeitsfeld hier unten ist und hier gesät werden muß die Saat zu neuem Leben. Was wir heute aus der Geistlehre erkennen können, wird uns auf den künftigen Entwickelungsstufen zur Gewißheit werden. Die erst im Werden begriffene Christus-Kraft wird bald eine Steigerung in unserer Wahrnehmung hervorrufen. Wir sind am Ende der Übergangsepoche, welche den tiefstenPunkt des Untertauchens und geistigen Erblindens in der Materie bedeutet, und in nicht ferner Zeit wird zu der physischen Sinneswahrnehmung ein beginnendes Hellsehen hinzutreten. ..."
Rudolf Steiner, Rom, 13.April 1910, Notizen zu Vorträgen: Das Ereingnis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt, TB 704, S.222-224.
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!

205

Datum: Samstag, der 08. Februar, 2003 um 12 Uhr 26
Der geist der Sonne! (keine e-Mail / http://www.unsichtbarekirchechristi.de.tf) schrieb:

Fortsetzung von Eintrag 822 jokerbioeule1.de.vu: Rudolf Steiner: Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt, Notizen zum Vortrag, Rom, 13.April 1910, TB 704, S.220:
"Am Ende seiner hohenlaufbahn wird ein Bodhisattva ein Buddha und braucht nicht mehr einen physischen Körper anzunehmen. Die Buddhastufe schließt den Zyklus seiner Inkarnationen ab ( Schlüssel zur SATOR-Arepo-Formel? Anm. Paraneua), und er tritt in eine neue, höhere Evolution über. Sein unterstes Wesenglied ist dann nicht mehr ein physischer Körper, sondern ein Ätherleib und er ist fortan nur dem hellsichtigen Auge wahrnehmbar. Der Seher allein kann verfolgen, wie Gautama Buddha nach seinem Tode fortwirkte zum Heile der Menschheit und alle Kräfte auf der Erde entwickeln half, damit der Christus sich im Fleische verkörpern konnte, in einem irdischen Werkzeuge, das zu seiner Persönlichkeitwurde: in Jesus von Nazareth. Vieles mußte hierzu geschehen und eine Serie großer Ereignisse war damit verknüpft, wie wir es aus dem Lukasevangelium sehen können. Esheißt da, daß die Hirten auf dem Felde die Gnade erhielten, zu schauen, was sonstein irdisches Auge nicht zu schauen vermag. Sie wurden hellsichtig und sahen über der Stätte, an welcher das Jesuskind geboren wurde, Engel schweben. Was waren diese himmlischen Geister? Es wardie Gabe, die Buddha spendete, indem er sich zum Opfer brachte. Ihn sahen sie, in seinen Kräften, in die Aura verwoben, die jene Stätte umgab. Doch nicht er allein hatte zu diesem größten der Ereignisse beigetragen, jederder vorangegangenen Bodhisattvas hatte seinen Teil zu spenden. Buddhas Teil, der größte, ward als Engelaura sichtbar.
Diese Auslegung mag vielen als nicht übereinstimmend erscheinen mit dem, wassie von Buddha und dem Buddhismus wissen. Sie bedenken nicht, daß ihr Wissenaus alten Schriften stammt und daß der Buddha nicht der geblieben ist, welcher er bei seinem Tode war. Sie vergessen, daß auch er in der Evolution vorwärtsgeschritten ist. Der damalige Buddha bereitete das Christentum vor, der jetzige ist im Christentum darinnen.
Blicken wir nun auf seine Vorgänger zurück, so sehen wir aus ihren Lehren, daß das Christus-Wesen schon in der fernsten Vergangenheit den menschen bewußt gewesen ist. Die großen Führer aller Völker und aller Zeiten haben von ihm gesprochen. So zum Beispiel finden wir im alten Indien in den Veden einen wenn auch nur geringen Teil der gewaltigen lehren derheiligen Rishis. Vishva-Karman nannten sie das unerfaßliche Wesen, das sie jenseits ihrer Sphäre ahnten. Später, im alten Persien, verkündete Zarathustra, was sein geistiges Auge erblickte. Es war, wie es im ersten Vortrag behandelt wurde, das, was man durch die Initiation erreichte: Das Sehen der Sonne um Mitternacht. - Durch die physische Materie hindurchblickend, sah er den Geist derSonne."
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!

204

Datum: Freitag, der 07. Februar, 2003 um 09 Uhr 55
Mehr als "Schimmel"-Ökumenen samt Konfusius-Anstrengungen! (keine e-Mail / http://www.unsichtbarekirchechristi.de.tf) schrieb:

Darf es etwas mehr sein als NewWorlOrder-Freiburg-Blavatsky-Tibet-Theosophie? aus Kein 07.02.03 - 9:29
eMail: Keine URL: http://www.shockfreshwave.de.ms
Nachricht:
"Zwischen Buddhas Lehre und Christi Kraft ist ein Unterschied wie zwischen einem Kunstkenner vor einem Bilde Raffaels und Raffael selber. Darin besteht gerade der große Irrtum vieler, daß sie in Buddha den höchsten aller Geister in Menschengestalt sehen. Sie wissen nicht, daß derjenige, der 600 Jahre nach ihm sich in Jesus von Nazareth inkarnierte, die Inkarnation des Logos selber war. Buddha hatte den Impuls des Mitleidens und der Liebe vorzubereiten. Er bereitete die Seelen vor für das, was Christus bringen sollte. Im großen betrachtet ist sein Vorbereitungswerk das bedeutsamste, das je geleistet worden ist. Zum besseren Verständnis seiner Persönlichkeit müssen wir uns den Unterschied klarmachen zwischen einem Bodhisattva und einem Buddha. ...So sehen wir, daß ein Boddhisattva ein menschliches Wesen ist, welches beständig mit der geistigen Welt verbunden ist und nicht ganz in der physiscvhenWelt lebt. Seine Wesenheit ist gleichsam zu groß, um in einem menschlichen Körper Platz zu finden, nur ein Teil reicht bis in die irdische Hülle herab, der größere Teil bleibt in den höheren Welten. Der Bodhisattva ist infolgedessen stets im Zustande der Inspiration.
Als solch ein Wesen wurde Gautama Buddha geboren. Im neunundzwanzigsten Jahre erst wurde seine Erdenpersönlichkeit so stark, daß sie den höheren Teil in sich aufnehmen konnte. Der Legende nach ließ er sich unter einem Feigenbaum nieder und erhielt die Erleuchtung, die ihn zum Buddha machte. Er stieg auf zu einer höheren Würde, gemäß der Rangfolge, wie sie in der geistigen Welt herrscht. Ein anderer rückte gleichzeitig auf und nahm den von ihm verlassenen Platz ein. ...
Welche Bedeutung hat es nun für die Menschheit, daß der Bodhisattva ein Buddha wurde? Es wurdeihr dadurch ermöglicht, neue Fähigkeiten zu erwerben. Es herrscht vielfach die Ansicht, dieselben Fähigkeiten seien in mehr oder minder hohem Grade stets vorhanden gewesen. Das ist jedoch durchaus nicht der Fall. Es sind im Laufe der Evolution immer neue Fähigkeiten hinzugekommen, und jedesmal, wenn die Menschheit reif wurde, mit einer neuen Gabe ausgestattet zu werden, mußte die neue Fähigkeit einmal zuerst in einem großen Menschen inkarniert werden. In ihm manifestierte sie sich zuerst, und er legte dann die Keime in die Seelen, diedazu bereit waren. Daher war alles Fühlen und Denken vor dem Erscheinen des Gautama Buddha ein anderes, als es bei den späteren Menschen der Fall war. Halb unbewußt, wie eine Suggestion, empfingen sie, was die Bodhisattvas als Inspiration erhielten und als Kraft in ihre Schüler überströmen ließen. Durch Gautama Buddha erst erhielten die Menschen den Trieb zum Mitleid und zur Nächstenliebe und wurden so vorbereitet, den Christus-Impuls zu empfangen. Es genügt jedoch nicht, diese Fähigkeit zu fühlen, sie muß zur leitenden Lebenskraft werden und nachgelebt werden können.
Woher erhalten nun, können wir fragen, alle diese Bodhisattvas ihre Kraft und ihre Lehre?-Hoch oben in den geistigen Welten, in welchesie hineinragen, inmitten ihres hohen Chores, thront einer, der der Lehrer aller ist und zugleich der unversiegliche Quell allen Lichts und aller Kraft und aller Weisheit, die auf sie überströmen: Christus. Aus ihm schöpften sie und stiegen als seine Vorläufer nieder unter die Menschen. Dann kam er selbst zur Erde herab und verkörperte sich in Jesus von Nazareth. Und nach ihm werden sie wiederkommen, um seinen Plan auszuführen. ..."
Rudolf Steiner: Das Ereignis der Christus-erscheinung in der ätherischen Welt, Der Christus-Impuls und seine großen Verkündiger, Notizen aus dem Vortrag , Rom, 13.April 1910, TB 704, S.219ff.
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!

203

Datum: Montag, der 03. Februar, 2003 um 08 Uhr 13
Erziehung ist eine unserer wichtigsten Aufgaben! (keine e-Mail / http://www.jokerbioeule1.de.vu) schrieb:


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245
Datum: Montag, der 03. Februar, 2003 um 08 Uhr 05
Sinniges Erzählen für Kinder! Auszug aus nachfolgendem Eintrag, gefunden bei GOOGLE unter Eingabe von: sturz der geister der finsternis (keine e-Mail / http://www.google.de) schrieb:
Rudolf Steiner
Über die "Sinnige Geschichte" Rudolf Steiner Über die "Sinnige Geschichte"
Aus dem Vortrag vom 21. Oktober 1917 in GA 177
Nehmen sie die äussere Wissenschaft - welchen Weg nimmt sie? Sie nimmt immer mehr den Weg nach allerlei Abstraktionen hin, sie wird sogar am nützlichsten dadurch, dass sie den Weg nach allerlei Abstraktionen hin nimmt. Diese Naturwissenschaften werden die Menschen brauchen zu dem äusseren Leben; sie muss übergehen in die menschliche Kultur. So wie sie nun ist, als äussere naturwissenschaftliche Kultur sie für die Erziehung zu verwenden, wird in der nächsten Zeit von ganz besonderem Nachteil sein. Kindern beizubringen, was die Menschen vom Naturleben und den Naturgesetzen und an Gesetzen der abstrakten Naturwissenschaft wissen müssen, das wird eine Absurdität in der nächsten Zeit werden. Dagegen wird wichtig werden - ich kann überall nur Beispiele anführen -, dass eine Art liebevoller Betrachtung eintritt über das Leben der Tiere, über besondere Lebensverhältnisse der Tiere, recht bildlich zu schildern, wie sich die Ameisen benehmen in ihrem Zusammenhang, wie diese Ameisen zusammen leben und so weiter. Sie wissen ja, in solchen Werken wie in Brehms "Tierleben" sind Ansätze zu diesen Dingen vorhanden, aber sie werden nicht ausgebaut. Sie müssen immer mehr und mehr ausgebaut werden, diese symbolisierten Geschichten, die sich im Tierleben abspielen. Recht sinniges Erzählen von einzelnen individuellen Geschichten, das wird Platz greifen müssen. Und das werden wir den Kindern beibringen müssen, statt jener schauderhaften Art, wie elementare Zoologie an die Kinder verzapft wird: wir werden ihnen erzählen müssen von besonderen Taten des Löwen, des Fuchses, der Ameise, des Sonnenkäferchens und so weiter. Ob die Dinge geschehen oder nicht, das ist im einzelnen recht gleichgültig; dass sie sinnig sind, darauf kommt es an. Und was man heute den Kindern eintrichtert, was ja ein Extrakt ist aus der Naturwissenschaft, das soll erst in späteren Jahren kommen, wenn die Kinder sich erbaut haben an solchen Erzählungen, die von dem individuellen im Tierleben handeln.
Besonders wichtig wird es sein, dass man auch das Pflanzenleben in einer solchen Weise betrachtet, dass man viel zu erzählen weiss über das Verhältnis der Rose zum Veilchen, über das Verhältnis der Sträucher zu den Unkräutern, die um sie herum wachsen, dass man ganz lange Geschichten zu erzählen weiss über dasjenige, was da vorgeht in den springenden Geistern über die Blumen hin, wenn man über eine Wiese geht, und dergleichen. Das muss als Botanik den Kindern erzählt werden. Und erzählt werden muss den Kindern, wie da gewisse Kristalle mit grüner Farbe, die in der Erde wohnen, sich zu farblosen Kristallen verhalten, wie sich ein Kristall, der würfelförmig ist, zu einem verhält, der in Oktaedern kristallisiert. Statt einer abstrakten Kristallographie, wie man sie heute schon in sehr früher Jugend zum Unheil der Jugend verzapft, wird man haben müssen eine symbolistische Darstellung des Lebens der Kristalle im Innern der Erde. Man wird seine Anschauungen über dasjenige, was im Innern der Erde vorgeht, nur dann befruchten können, wenn man sie eben befruchtet mit dem, was Sie in unseren Schriften finden an Schilderungen über das Innere der Erde und so weiter. Das blosse Aufzählen wird nicht genügen, sondern darauf kommt es an, dass dieses Dinge anregen, dass sie solche Vorstellungen geben, dass man viel zu erzählen vermag über das gegenseitige Leben der Diamanten und Saphire und so weiter. Sie werden, wenn Sie darüber nachdenken, verstehen, was ich eigentlich meine.
(...) Sie sehen, worauf das hinausläuft. Es läuft darauf hinaus, die Seele des Kindes wirklich mit lebendigen Inhalten zu erfüllen (...). Und Sie sollen sehen, wie der Mensch weniger dürr werden wird in seinem Seelenleben, wie er weniger nervös werden wird, wenn er solche im Sinne der Weltgesetze gehaltene Erzählungen in seinem späteren Lebensalter herausholen kann. Dann hat er auch die Naturgesetze kennengelernt, dann kann er einen Einklang schaffen zwischen dem, was ihm in lebendigen Lebensformen vorgeführt wurde, und den Naturgesetzen, während sein Geist nur verödet, wenn er die abstrakten Naturgesetze empfängt.
Gruß Paraneua-Bioeule!
244
Datum: Montag, der 03. Februar, 2003 um 08 Uhr 02
GA 177: Sturz der Geister der Finsternis, Rudolf Steiner! (keine e-Mail / http://www.google.de) schrieb:
Erhard Fucke
Der zweckrationale und der pflegerische Arbeitstypus
Vortrag, gehalten im Herbst 1995 vor Lehrern und Landwirten in Norddeutschland
(Aus Pädagogischer Gartenbau 2)
Liebe Kollegen,
Ich meine mit dieser Bezeichnung nicht nur die Lehrer in diesem Kreise, sondern auch die Landwirte. Beide haben ja einen pflegerischen Beruf. Das Thema "Arbeiten und Lernen" ist ein Zentralthema der Menschenkunde. Deshalb ist es auch in einem Vortrag nicht abzuschreiten. Was vielleicht möglich sein kann, ist eine Ahnung davon zu erwecken, welche "abgrundtiefen Fragen" damit aufgeworfen werden.
Da die meisten von Ihnen mich kaum kennen, zwei kurze biographische Bemerkungen. Mir ist die bäuerliche Arbeit seit Kindheit her vertraut, da mein Grossvater von einem Bauernhof kam. Ich erinnere mich noch deutlich, welche Probleme ich hatte, barfuss über ein Stoppelfeld zu laufen. Ich hatte dann zwischen dem 19. und 22. Lebensjahr mir fast drei Jahre lang den Lebensunterhalt durch landwirtschaftliche Arbeit verdient.
Zu dieser Zusammenkunft eingeladen wurde ich wohl, weil ich mich seit fast dreissig Jahren mit dem Thema der Arbeit befasse. Das kam daher, weil mir als verhältnismässig jungem Lehrer die sogenannten "Volkspädagogischen Vorträge" gewissermassen "ins Herz" fielen. Denn sie zeichnen eine Ur-Gestalt der Waldorfschule, die durch das, was dann die konkrete Gestalt der Waldorfschule - aus den verschiedensten Gründen - nicht erreicht hat. Es war mir unter anderem ein Anliegen, mit Freunden den Bildungswert von Arbeit zu erkunden. Dabei ergab sich relativ früh eine Seitenlinie des Suchens aus Bemerkungen Rudolf Steiners zum anthroposophischen Schulungsweg. Rudolf Steiner charakterisiert dabei zuerst den Bildungswert der Lebensschule. Er meint, dass die Lebensschule alle Fähigkeiten ausbilde, welche für das Leben in der historischen Epoche, in die man hineingeboren wird, notwendig sind. Man müsse sich auf diese Lebensschule nur einlassen. Der anthroposophische Schulungsweg habe nur die Funktion eines Zeitraffers. Mit ihm könnte schneller erreicht werden, was in der Lebensschule ausgebildet wird.
Diese Bemerkung regte die Frage an, wo denn in der Arbeit Schulungselemente aufzuspüren sind. Meine Freunde und ich richteten das Augenmerk erst einmal auf handwerklich-industrielle Arbeit. Darüber gibt es eine Reihe recht gründlicher Untersuchungen. Tatsache ist, dass diese von grossen Firmen (etwa Ford, Bayer, Phillips, Waiku-Chemie usw.) zur Kenntnis genommen und wir beauftragt wurden, deren Ausbildungen nach diesen Gedanken neu zu gestalten. An den Waldorfschulen selbst gingen diese Gedanken (obwohl sie doch ihrer eigenen Grundlage entsprangen) erst einmal "vorbei".
Ich möchte Ihnen jetzt, natürlich ist das nur stichwortartig möglich, einige Schulungsmomente andeuten, die auf allen vier Ebenen des Menschen zu beobachten sind:
1. Der Bewegungsmensch wird den Arbeitsvorgängen angepasst, anders beim Schreinern oder Schmieden, wieder anders beim Feilen oder Löten (und so bei jeder Arbeit). Genauer müsste man sagen: die Eigentätigkeit des Schülers gibt eine neue, der Arbeit entsprechende Bewegungsgestalt ein und das Ergebnis ist gesteigerte Geschicklichkeit. Sie wird vor allem am Widerstand, den das Material dem gestaltenden Eingriff entgegensetzt, entwickelt.
2. Auch auf der Ebene der Verhaltensweisen (der Gewohnheiten) fordert und fördert die Arbeit die Gestaltung spezifischer Fähigkeiten. Wir wissen: ein aufgeregter Arbeiter ist ein schlechter Arbeiter. Besonnenheit ist gefragt. Ihre Voraussetzung ist innere Ruhe. Hier stossen wir auf eine Grundtugend des Schulungsweges, ohne die nichts gelingt. Besonnenheit verlangt aber auch gesteigerte Aufmerksamkeit, also Konzentration auf den Arbeitsvorgang. Konzentration ist wiederum eine Grundtugend des Schulungsweges. Ich belasse es bei einem dritten Hinweis: das Üben an der Arbeitsaufgabe erfordert Geduld. Ungeduld, etwas schnell erreichen zu wollen, ist eines der grössten Übel auf dem Schulungsweg. Anders gewendet: Arbeit übt Geduld.
Auch die dritte Ebene des Menschen, die der eigentlichen Seelenkräfte von Denken, Fühlen und Wollen, wird beeinflusst. Sofort einleuchtend ist, dass die Arbeit, die doch bewusste wiederholentliche Übung des gleichen Vorgangs ist, den Willen schult. Die zweite der sogenannten Nebenübungen ist doch nur eine Steigerung dieser Arbeitsübungen, insofern sie sich jetzt auf ein Ziel richtet, das nicht notwendig ist, das aber der Übende durchsetzt. Die Vornahme, also ein Gedanke, wird bei dem Übenden realisiert.
Jedes Produkt, das hergestellt wird, hat seine Gestalt durch Gedanken genommen. Sie stecken - gleichsam unsichtbar - in jedem Produkt. Wer sie gezielt wieder herstellen will, muss sich dieser Gedanken versichern, d.h. sie nachschaffen, wenn er sinnvoll arbeiten will. Das trifft besonders zu, wenn Arbeit mit der Methode des entdeckenden Lernens getrieben wird. Dann hat sie den grössten erzieherischen Effekt. Da, was gedacht wird, in der Arbeit auch realisiert werden muss, deckt das Arbeitsresultat auch alle Denkfehler auf, die sich unter Umständen in das Denken eingeschlichen haben. Arbeit erzieht also zu einem sachgemässen Denken.
Da der Arbeiter der einzige Fertiger eines Produktes ist, bildet sich auch (und zwar aus der Sache) Verantwortungsgefühl. In der arbeitsteiligen Herstellung von Produkten, die man ja schon früh einsetzen lassen kann, auch soziales Gefühl.
Ich könnte jetzt den Abend damit verbringen, Ihnen das an Beispielen weiter zu illustrieren. Das wäre sogar wünschenswert, um sich präzise Vorstellungen über den Bildungswert dieser Arbeitsform zu bilden. Da wir aber noch zum pflegerischen Arbeitstypus vorstossen müssen, nur noch einige Bemerkungen.
Es gilt: Den Hund kann man zum Jagen nicht tragen. Arbeit kann nur vom willigen Arbeiter sachgerecht geleistet werden. In der Eigentätigkeit stossen sie auf das Kostbarste, was der Mensch besitzt. Sie ist Ausdruck des Ich. Ferner: Mit den Produkten (auch den für deren Herstellung notwendigen Maschinen) stossen wir auf eine Welt, die einzig und allein vom Menschen geschaffen wurde. (Und für die er dementsprechend auch die alleinige Verantwortung trägt.) An deren Anfang steht ein Denken, das in der Auseinandersetzung mit der physischen Welt ganz vom Zweckrationalismus geprägt ist. Das Produkt ist deshalb (auch in seiner Funktion) bis in alle Einzelheiten durchschaubar. Deshalb hat Rudolf Steiner von einem anderen Gesichtspunkt diese "Menschenwelt" als ein "Loch im Kosmos" bezeichnet. Der Kosmos hat an ihrem Entstehen keinen Anteil. Selbst die Rohstoffe werden durch den Menschen mannigfaltig verwandelt. Deshalb ist alles vorausplanbar, selbst die Organisation der Arbeit.
Die Erfahrung dieses zweck-rationalen Arbeitstypus ist für den Jugendlichen ungemein wichtig, weil dieser gerade heute weite Felder unseres Lebens bestimmt. Am besten, weil am eindringlichsten mit eigener Erfahrung gesättigt, kann sich der Jugendliche arbeitend in dieser Welt behausen.
Das Arbeitsfeld des Landwirts verlangt einen ganz anderen Arbeitsstil als den zweckrationalen. Wir wollen ihn erst einmal den pflegerischen nennen. Die Misere, in der Sie leben, die Zwänge in der Landwirtschaft, sind ja gerade dadurch verursacht worden, dass zweckrationale Gedanken in die Landwirtschaft eingeführt wurden. Das hat sie zu weiten Teilen kaputt gemacht. Das wissen Sie viel besser als ich. Wenn ich aus der Fülle der Tatsachen, die das belegen, dennoch drei herausgreife, dann nur, um an ihnen das eigentlich ihnen zugrundeliegende Urphänomen aufzuzeigen:
1. Die aus dem Zweckrationalismus abgeleiteten Düngemethoden haben die lebendige Ackerkrume zerstört.
2. Die der Landwirtschaft übergestülpten Wirtschaftsmethoden, die alle aus dem Funktionieren der Industrie abgeleitet sind, bringen die bäuerliche Existenz an den Abgrund.
3. In den Formen der Tierhaltung und deren Brutalität wird der Zweckrationalismus besonders krass anschaubar.
Hinter all diesen grauenvollen Tatsachen versteckt sich ein Dilemma der Erkenntnis. Dieses Dilemma ist ins Auge zu fassen. Alle pflegerische Arbeit tritt einem Geschöpf gegenüber. Der Gärtner und Landwirt tritt Pflanzen und Tieren gegenüber, der Arzt, der Lehrer, der Sozialarbeiter, der Heilpädagoge dem Menschen. Für alle Geschöpfe gilt: die sinnliche Erscheinung wird durch ein Wesen bestimmt. Die sinnliche Erscheinung ist "Bild" für ein Wesen, das eine zeitlang erscheint und wieder vergeht, keimt und stirbt. Aufleben und Absterben zeugen von dem Wesen und seinem Verhältnis zur Erscheinung. Der Zweckrationalismus und der aus ihm entspringende Materialismus konzentrieren alle Aufmerksamkeit auf die Erscheinung. Dabei geht dem Bewusstsein das Wesen verloren. Pflegerische Arbeit, wenn sie sachgemäss sein soll, hat die Eigenart des Wesens zu berücksichtigen. Das ist ihre Grundaufgabe. Diese unterschiedlichen Wesen sind geistiger Art, aber nur durch übersinnliche Erfahrung konkret zu erfassen. Wir sind in der Regel keine Hellseher. Da liegt das Dilemma aller pflegerischen Berufe und das Dilemma unserer Kultur. Darin liegt aber auch die große Chance aller pflegerischen Berufe, sie als praktische Schulung zum Erfassen des Wesens zu verstehen. Schon in dem Wort "Pflege" liegt doch der aus der Sache uns anspringende Respekt vor dem Wesen, das uns in der Arbeit begegnet. Die Wesen wollen berücksichtigt, eben "gepflegt" sein.
Ein alter Osttiroler Bauer hat mir einmal auf seine Art den Niedergang der bäuerlichen Tradition beschrieben: "Wenn mein Vater am Morgen den Ofen anmachte, konnte er an der Art, wie sich das Feuer entfaltete, das Wetter für den Tag vorausagen. Das kann ich nicht mehr, aber ich habe noch einen Blick für Tiere. Mein Sohn kennt sich nur noch mit den Maschinen aus." Mit anderen Worten: der Zweckrationalismus macht blind für das lebendige Erfassen der Wesen, die uns in der Natur gegenübertreten.
Also: Der in den pflegerischen Berufen Tätige hat in der pflegerischen Arbeit die Chance eines Schulungsweges, welcher der gesamten Zeitkultur so not tut. Er könnte und müsste ein Vorreiter auf diesem Wege sein. Gleichzeitig besteht eine pädagogische Aufgabe: den Erfahrungen, die in der Erkenntnis durch den Jugendlichen zweckrational zu lösen sind, solche - und zwar eindringlich - hinzuzufügen, die nur durch eine andere Form des Denkes zu lösen sind.
Bevor ich Wege für beide Aufgaben andeutungsweise beschreibe, möchte ich einen Einschnitt machen. Er soll verdeutlichen, dass die Erfüllung beider Aufgaben knüppelharte Arbeit ist.
Ich schildere die knüppelharte Arbeit einmal für den Lehrer, wie sie da von Rudolf Steiner selbst verdeutlicht worden ist. Er sagt: "Sie erziehen durch das, was sie sind, bezwecks durch das, wozu sie sich selbst gemacht haben." Ich formuliere das etwas anders: nur das Sein erzieht, nicht die Gedanken, die sich ein Mensch macht. Oder wieder anders: die Idee, die nicht zum Ideal wird, ertötet in dir eine Lebenskraft. Verzeihen Sie die furchtbar drastische Formulierung: vom seelischen Tode gezeichnete Menschen können nicht erziehen. Die Gedanken der Erziehenden müssen verbindlich werden, das Handeln bestimmen, die Wirklichkeit gestalten, dann erst schaffen sie Leben. Dieses Leben allein erzieht, wirkt, gibt dem Schüler Orientierung, ruft sie zum Nachstreben auf. Da diese Sache so zentral wichtig ist, noch eine andere Formulierung Steiners gegenüber den Lehrern: "Erst wecken sich die Lehrer selbst auf, dann wecken sie die Schüler auf!"
Nun ist, wenn ich das ernst nehme, die erste und entscheidende Frage: Wie mache ich das? Ich bin kein Hellseher. Aber wenn ich meine Arbeitsaufgabe erfüllen soll, muss ich danach trachten, mich den Wesen, mit denen ich umgehe, zu nähern. Wie?
Ein erster Schritt auf diesem Wege ist, dass ich das Staunen lerne. Ich bin zum Beispiel immer ganz baff (verstehen Sie den Ausdruck?) wenn ich einen Kürbis sehe. Wie kommt die Kürbispflanze dazu, eine so überwältigende Frucht zu bilden? Noch grösser wird das Staunen, wenn ich Frucht und Wurzel miteinander vergleiche. Eine Voraussetzung hat das Staunen: es braucht eine erste innere Ruhe. Zwei Früchte hat das Staunen: Es veranlasst zum genauen Beobachten. Also die Ich-Aktivität wird in die Sinne gelenkt. Wie wichtig das heute ist, wissen Sie selbst. Aus dem Staunen entsteht die Frage. Und die Frage ist bekanntlich der Ausgangspunkt für alles Denken und alle Philosophie. Die Ich-Aktivität wird in das Denken gelenkt. Das Staunen belebt die Ich-Aktivität - und es weckt Gefühle.
Am leichtesten wird es an ungewöhnlichen Pflanzen entwickelt, etwa dem Briophyllum, der Zaunrübe, dem Bilsenkraut, aber schon die normale Zwiebel ist eigentlich ein Wunder. Gesteigert kann das werden durch den Vergleich: Kürbis und Lein etwa - ein weites Übungsfeld!
Gestatten Sie mir bitte eine ganz praktische Zwischenbemerkung: wenn ich durch Schulgärten gehe, vermisse ich oft ein besonderes "Gärtlein des Staunens". Das muss ja nicht besonders angelegt werden, aber eine Reihe von besonderen Pflanzen sollte im Schulgarten schon in Erscheinung treten. Man kann sich dem Wesen der Pflanzen mit Hilfe des Staunens schon ein beträchtliches Stück nähern, vor allem, wenn der Staunende allmählich einen Zielpunkt ins Auge fasst, zum Beispiel ein Forschungsergebnis Rudolf Steiners wie " Pflanzen sind Bilder der Erdenseele".
Verzeihen Sie mir eine "freche" Frage: kann eine solche Zusammenkunft wie diese ohne ein Stück übender Betrachtung, in einzelnen Pflanzen Bilder der Erdenseele zu entdecken, überhaupt auskommen?
Der zweite Schritt auf diesem Schulungswege ist die Entwicklung der Devotion. Sie ist ein bitter notwendiges Gegengewicht für die Brutalität der heutigen Zeit. Mancher von Ihnen wird sich sicher schon einmal gefragt haben, warum Rudolf Steiner sie an den Anfang seines Schulungsweges stellt. Die intellektuelle Antwort auf diese Frage ist recht einfach: ohne die Ausbildung der Ehrfurcht läuft nichts auf dem Schulungsweg. Sie ist eine der "eisernen" Bedingungen auf diesem Schulungsweg. Deswegen wird sie als erste Bedingung genannt. Rudolf Steiner weiss aber auch, dass sie gar nicht leicht zu erfüllen ist. Ich schliesse das aus dem Stil, mit dem er diese Übung abhandelt. Ist Ihnen aufgefallen, dass er dreimal hintereinander davon spricht, dass die Devotion energisch herzustellen ist? Das ist sonst nicht sein Stil. Man müsste nun breit und detailliert über diese Übung sprechen. Das geht heute nicht. Ich will nur noch eine Bemerkung zu ihr machen. Rudolf Steiner sagt: Ein Mensch, der in seiner Kindheit nicht das Gefühl der Ehrfurcht entwickeln konnte, kann im Alter nicht segnen. Segnen kann man aber nur aus der Kraft der menschenwürdigen Verwandlung der Persönlichkeit. Die Verwandlungskraft beginnt aber mit dem Gefühl der Ehrfurcht. Deshalb sollte sie früh in der Erziehung angeregt werden.
Vom dritten Schritt auf diesem Wege wird wenig gesprochen. Er lässt sich aus dem Werk Rudolf Steiners sehr genau begründen. Man nehme alle Abirrungen, die von einer menschengemässen Weltentwicklung geschehen so auf, wie man sonst nur persönliche Verletzungen aufnimmt: mit tiefem seelischen Schmerz. Sie werden das besonders gut und leicht verstehen, weil diese Fehlentwicklungen Ihnen fast die Existenz rauben. Aber nicht nur die Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft sind "mitleidend" zu erleben, sondern jede Fehlentwicklung. Das ist eine Bedingung (es gibt noch andere), das Herzdenken zu entwickeln. Man soll also sein Seelenleben diesem Schmerz aussetzen.
Dabei lauern zwei Gefahren:
- Man kann in solchem Schmerz gewissermassen ertrinken. Dann wird die Eigenaktivität gelähmt.
- Man kann sich mit der Kritik der Zeit gegen ihn wenden. Dann nimmt das Denken eine unproduktive Richtung. Das Denken sollte Kritik nur benutzen, um die Ansatzpunkte zu finden, welche die kritischen Punkte in eine produktive Richtung wenden. Die Frage ist: Wo kann die Misere ins Positive gewendet werden?
Sie werden sicher merken, dass damit ein Weg zur Ausbildung eines neuen Gewissens und eines neuen Verantwortungsgefühls gewiesen wird. An dieser Stelle möchte ich einem möglichen Missverständnis vorbeugen. Es könnte der Eindruck entstanden sein, dass ich das reine Erkenntnisstreben ausser Acht lasse. Das ist bestimmt nicht der Fall. Das Studium ist und bleibt der erste Schritt auf dem Schulungsweg. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, wie die Studienergebnisse zu behandeln sind bei den pflegerischen Berufen. Sie sollten in das Gemüt aufgenommen werden, sie sollten dadurch eine gewisse Seelenstimmung erzeugen. Diese sollte das Studium begleiten und kommt ihm zugute.
Ein zweiter möglicher Einwand wäre, dass das, was ich bisher vorgebracht habe, zu wenig "praktisch" ist. Diese Bemerkungen zur Schulung sind aber gerade die Voraussetzung für alle sachgemässe Arbeit. Aber sie müssen sicher noch ein wenig verifiziert werden.
Ich mache es mir heute einmal leicht und wähle dafür den Gartenbauunterricht an Rudolf-Steiner-Schulen aus. Da fallen alle existenziellen Sorgen, welche die Bauern plagen, weg. Die Schulgärtner sind die Privilegierten unter den Landwirten. Und doch haben auch sie noch Sorgen genug. Mich fragte vor kurzer Zeit einer dieser Gartenbaulehrer: "Sagen Sie mir, warum führt der Gartenbauunterricht an den meisten Schulen ein Rand-Dasein?" Ich hätte ihm damals antworten können: Weil das abgrundtiefe Thema dieser Zusammenkunft, Arbeiten und Lernen, in seiner Bedeutung nicht erfasst ist.
Ich muss hinzufügen, dass sein 5000 m2 grosser Garten ein wirkliches "Schmuckstück" ist, ein wirklich gesteigertes Stück Natur, das heisst, er ist ein Könner von hohem Grade.
Ich will Ihnen einmal eine Kette von Schwierigkeiten aufzählen, an der man meines Erachtens viel lernen kann. Die heutigen Kinder kommen oft unwillig in den Gartenbau. Woran liegt das? Lassen wir einmal die Zivilisationsverhältnisse, die so allerhand bewirken und mit allen möglichen, zum Teil fürchterlichen Inhalten die Seelen der Kinder besetzen, ausser Betracht. Denn die heutige Schule muss sich doch generell fragen, wie sie mit dieser Situation fertig wird. Vor dem Gartenbauunterricht liegt die Pflanzenkunde der 5. Klasse. Auch da ist es meist schon schwierig, die Kinder an die Betrachtungsweise heranzuführen, die Rudolf Steiner für richtig hält. Diese Pflanzenkunde hat zwei Vorbereitungen innerhalb des Lehrplanes der Rudolf-Steiner-Schulen:
- die Sachkunde-Epoche der dritten Klasse, welche ja auch die Landwirtschaft behandelt
- die sogenannten "Sinnigen Geschichten" der ersten drei Schuljahre.
Die letztere Vorbereitung, die "Sinnige Geschichte", trifft man bei Schulbesuchen nur noch ganz selten an. Geht man der Sache ein wenig auf den Grund, dann findet man, dass die Pflanzenkunde meist aus alten Epochenheften abgeschrieben, nein, schon "gelehrt" wird. Die gründliche Auseinandersetzung mit den drei Seminarvorträgen Rudolf Steiners über Pflanzenkunde ist fast verloren gegangen. Ich hoffe, dass die Landwirte unter Ihnen diese drei Perlen kennen. Studiert man sie genau, stellt man fest, dass viele Fragestellungen heute noch einer gründlichen Bearbeitung harren. Was sagt das aus?
Über die Bedeutung der sinnigen Geschichte für das Seelenleben der Kinder spricht Rudolf Steiner in den pädagogischen Vorträgen. Das Interessantere darüber sagt er in Mitgliedervorträgen der Anthroposophischen Gesellschaft. Man kann sich doch fragen, warum er in dem Vortragszyklus "Der Sturz der Geister der Finsternis", eine pädagogische Betrachtung der sinnigen Geschichte gibt, 1917, also vor der Begründung der Waldorfschule.
Ich will auf die Frage des Gartenbaulehrers und meine eigenen zwei Antworten versuchen:
Man erlebt in den Betrachtungen, die geschildert worden sind - denn es sind doch Beobachtungen! - die Schwierigkeiten unseres Bewusstseins in allen pflegerischen Berufen, zum Wesen dessen, mit dem man umgeht, wirklich vorzustossen. Sehr abstrakt gesprochen: Uns fehlt es an Imaginationskraft! So wie die Dinge liegen, ist das erst einmal "normal". Das Bedenkliche ist nun, dass dieser grundliegende Mangel immer weniger mit dem ganzen Menschen, vor allem mit dem Gemüt erlebt wird. Würde das geschehen, dann würden Gartenbau, Pflanzenkunde, "Sinnige Geschichte" als Herausforderung erlebt, das für unsere Kultur so bitter notwendige imaginative Bewusstsein zu üben! Jede Herausforderung enthält doch eine Chance, und die genannten eine heute zentral wichtige Chance dazu. Wenn das allgemein erkannt würde, bräuchte der Gartenbaulehrer doch kein Rand-Dasein an der Schule zu führen, dann wäre er doch, wenn schon keine Zentralfigur (ist die heute überhaupt noch gefragt?), aber ein wichtiger Genosse beim gemeinsamen Streben nach dem Zentrum aller pflegerischen Berufe.
Die zweite Bemerkung: Wenn man - so wie ich - fast ein halbes Jahrhundert Entwicklung der Waldorfpädagogik miterlebt hat, entsteht immer stärker eine Frage: Haben wir, die wir Menschen pflegen sollen - den Begriff "Menschenpfleger" finden wir schon im Grundsteinspruch für die erste Waldorfschule - ein wirkliches Bewusstsein von der Totalität der menschlichen Seele? Im Morgenspruch für die ersten vier Klassen der Waldorfschule finden Sie die rätselhafte Bezeichnung: der "Seele Geistesmacht". Haben wir von der "Geistesmacht der Seele" ein zulängliches Bild?
Ich behaupte einmal: Nur dann könnten wir - gewiss anfänglich - die Metamorphosen des Seelenlebens verstehen. Ich will diese umfassenden Fragen, die gewiss nicht schnellfüssig zu beantworten sind, an einem Beispiel des Gartenbaus festmachen. Sie wissen, es gibt nicht so viele Hinweise Rudolf Steiners für den Gartenbauunterricht. Darunter ist einer an Frau Stegemann, den ich vorlesen will: "Wenn Ihr Sohn das 12. Lebensjahr erreicht hat, nicht viel früher, dann lassen Sie ihn doch in der Woche einige Stunden im Garten und auf dem Feld helfen. So lernt er mit den Gliedmassen tätig den Jahreslauf erleben, das befruchtet den Schulunterricht. Man muss ihn hinlenken auf ein Beobachten, aus dem dann die Fragen auftauchen. Bei der Beantwortung soll immer vom Menschen ausgegangen werden. Die Früchte solcher Tätigkeit entstehen dann im Erwachsenen, sie metamorphosieren sich im Sozialen."
Da stossen Sie sofort auf die goldene Erziehungsregel des "entdeckenden Lernens". Aus der Seele des Kindes selbst sollen die Fragen entstehen. Also, nicht der Lehrer soll fragen, sondern das Kind. Der Lehrer sollte das Kind höchstens anschubsen: " Hast Du Dir die Zaunrübe schon genauer angesehen?" Die Gartenbaulehrer werden vielleicht einwenden: Die Fragen kommen heute nicht! Ja, Sie haben recht! Wenn in der kindlichen Seele nicht energisch die Stimmung durch die "Sinnige Geschichte" ab der ersten Klasse gepflegt wird, fällt es heute schon schwer, die Pflanzenkunde an die Kinder heran zu bringen. Das braucht doch bei den heutigen Zeitgewohnheiten, denen die Kinder ausgesetzt sind, niemanden zu erstaunen! Deswegen müssen die Lehrplanangaben Rudolf Steiners so ernst genommen werden. Das aber allein genügt noch nicht! Ich verweise auf den dritten Schritt der Gemütsbildung: Aus dem (bitte ganz unsentimentalen) objektiven Mit-Leiden an der Zeit sollte die Begeisterung entspringen, den Niedergangserscheinungen etwas entgegen zu setzen. Wie oft ruft Rudolf Steiner den Lehrern zu: Der Lehrer sei ein Mensch der Initiative! Ich will es behutsam formulieren: Eine gute Tradition ist ja etwas Schönes! Aber sie wird sehr schnell flügellahm, wenn sie nicht immer neu beflügelt wird durch die Begeisterung einer neuen Lehrergeneration. Und sie kann, so merkwürdig das klingen mag, aus dem Mitleiden am Zeitgeschehen entstehen. Meine Generation hatte es verhältnismässig leicht. Die Kriegserlebnisse waren zum Teil so furchtbar, dass sie die Fragen aus der Seele förmlich "herauspressten". Welche Erlösung, als wir in der Anthroposophie Antworten fanden und Begeisterung, sie zu verwirklichen. Die heutige Lehrergeneration hat es viel schwerer, weil die Zeitverhältnisse verdeckter, kaschierter an sie herantreten. Aber sie sind nicht minder brutal, als es der zweite Weltkrieg war.
Also, die Fragen sollen während der Arbeit entstehen. Wie heisst es? Bei der Beantwortung soll immer vom Menschen ausgegangen werden. Ich überspitze absichtlich: Durch praktischen Gartenbau zu einer Menschenkunde? Ja, wie macht man das denn? Da stossen wir auf eine goldene Regel der Waldorfpädagogik: Nicht die Dinge distanziert schildern, sondern in bezug auf den Menschen. Denn - ich glaube, dass das sofort einleuchtet: Dadurch wird das Interesse der Kinder geweckt, weil sie merken: Die Welt hat etwas mit mir zu tun! Aber wie? Verzeihen Sie eine zweite, gewissermassen freche Bemerkung: Müsste dieses Thema nicht ein fortlaufender Gegenstand Ihrer Besprechungen sein? Detailliert und konkret?
Also, in jedem Satz zu Frau Stegemann steckt ein Riesenthema. Übrigens gilt das auch für den ersten Satz: Gartenarbeit erst vom 12. Lebensjahre ab. Warum eigentlich?
Im letzten Satz wird wieder ein umfassendes Thema angeschlagen, vielleicht das schwierigste: Die Metamophose von Seelenkräften. Rudolf Steiner behauptet einfach: "Die Früchte solcher Tätigkeit erscheinen erst im Erwachsenen, sie metamorphosieren sich im Sozialen." Man kann ja Rudolf Steiner erst einmal glauben, den Gedanken ins Herz fallen zu lassen und ihn dort pflegen, meinetwegen ihn meditieren, ihn als Rätsel empfinden lernen. Das ist ja schon viel. Denn gewöhnlich hat man ihn in unserer schnellebigen Zeit ein paar Tage später vergessen. So bleibt er der Seele als Anruf erhalten.
Sie merken, ich habe in der zur Verfügung stehenden Zeit Ihnen nur ein Fragment abtreten können über die Arbeitsweise pflegerischer Berufe allgemein und über den Gartenbau im besonderen. Dieses Fragment ist nach vielen Seiten ergänzungsbedürftig. Meines Erachtens enthält es aber doch eine Struktur, mit der Schwerpunkte der pflegerischen Arbeit zu erkennen sind. Ich will wenige Seiten stichwortartig noch einmal artikulieren.
- Am ehesten wird man der Arbeitsweise pflegerischen Tuns gerecht werden, wenn man ihren Schulungscharakter aufdeckt, getreu der Aussage Rudolf Steiners, dass die "Lebensschule" alle für die Zeit erforderlichen Fähigkeiten weckt.
- Die Bedingung freilich ist, dass man sich auf diese Lebensschule wirklich einlässt.
- Der zweckrationale Arbeitstypus des Handwerks und der technischen Berufe enthält bereits diesen Schulungscharakter (aber nur in gewissen Grenzen).
- Der pflegerische Arbeitstypus sprengt diese Grenzen, weil er den Wesen der Schöpfung gegenüber tritt. Er kann nur sachgemäss ausgeführt werden, wenn eine Wesenserkenntnis erworben wird.
- Ein Weg dahin ist die Vertiefung der Gedanken mit den Kräften des Gemüts - oder anders gewendet: ein vertieftes Erleben der Gedanken.
- Es ist notwendig in der Pädagogik den pflegerischen Arbeitstypus neben dem zweckrationalen zu üben.
- Erlebenswirksam wird dieses Tun nur, wenn die Vermittler den Schulungsweg des pflegerischen Arbeitstypus ein Stück weit bei sich selbst realisiert haben.
Rudolf Steiner
Über die "Sinnige Geschichte" Rudolf Steiner Über die "Sinnige Geschichte"
Aus dem Vortrag vom 21. Oktober 1917 in GA 177
Nehmen sie die äussere Wissenschaft - welchen Weg nimmt sie? Sie nimmt immer mehr den Weg nach allerlei Abstraktionen hin, sie wird sogar am nützlichsten dadurch, dass sie den Weg nach allerlei Abstraktionen hin nimmt. Diese Naturwissenschaften werden die Menschen brauchen zu dem äusseren Leben; sie muss übergehen in die menschliche Kultur. So wie sie nun ist, als äussere naturwissenschaftliche Kultur sie für die Erziehung zu verwenden, wird in der nächsten Zeit von ganz besonderem Nachteil sein. Kindern beizubringen, was die Menschen vom Naturleben und den Naturgesetzen und an Gesetzen der abstrakten Naturwissenschaft wissen müssen, das wird eine Absurdität in der nächsten Zeit werden. Dagegen wird wichtig werden - ich kann überall nur Beispiele anführen -, dass eine Art liebevoller Betrachtung eintritt über das Leben der Tiere, über besondere Lebensverhältnisse der Tiere, recht bildlich zu schildern, wie sich die Ameisen benehmen in ihrem Zusammenhang, wie diese Ameisen zusammen leben und so weiter. Sie wissen ja, in solchen Werken wie in Brehms "Tierleben" sind Ansätze zu diesen Dingen vorhanden, aber sie werden nicht ausgebaut. Sie müssen immer mehr und mehr ausgebaut werden, diese symbolisierten Geschichten, die sich im Tierleben abspielen. Recht sinniges Erzählen von einzelnen individuellen Geschichten, das wird Platz greifen müssen. Und das werden wir den Kindern beibringen müssen, statt jener schauderhaften Art, wie elementare Zoologie an die Kinder verzapft wird: wir werden ihnen erzählen müssen von besonderen Taten des Löwen, des Fuchses, der Ameise, des Sonnenkäferchens und so weiter. Ob die Dinge geschehen oder nicht, das ist im einzelnen recht gleichgültig; dass sie sinnig sind, darauf kommt es an. Und was man heute den Kindern eintrichtert, was ja ein Extrakt ist aus der Naturwissenschaft, das soll erst in späteren Jahren kommen, wenn die Kinder sich erbaut haben an solchen Erzählungen, die von dem individuellen im Tierleben handeln.
Besonders wichtig wird es sein, dass man auch das Pflanzenleben in einer solchen Weise betrachtet, dass man viel zu erzählen weiss über das Verhältnis der Rose zum Veilchen, über das Verhältnis der Sträucher zu den Unkräutern, die um sie herum wachsen, dass man ganz lange Geschichten zu erzählen weiss über dasjenige, was da vorgeht in den springenden Geistern über die Blumen hin, wenn man über eine Wiese geht, und dergleichen. Das muss als Botanik den Kindern erzählt werden. Und erzählt werden muss den Kindern, wie da gewisse Kristalle mit grüner Farbe, die in der Erde wohnen, sich zu farblosen Kristallen verhalten, wie sich ein Kristall, der würfelförmig ist, zu einem verhält, der in Oktaedern kristallisiert. Statt einer abstrakten Kristallographie, wie man sie heute schon in sehr früher Jugend zum Unheil der Jugend verzapft, wird man haben müssen eine symbolistische Darstellung des Lebens der Kristalle im Innern der Erde. Man wird seine Anschauungen über dasjenige, was im Innern der Erde vorgeht, nur dann befruchten können, wenn man sie eben befruchtet mit dem, was Sie in unseren Schriften finden an Schilderungen über das Innere der Erde und so weiter. Das blosse Aufzählen wird nicht genügen, sondern darauf kommt es an, dass dieses Dinge anregen, dass sie solche Vorstellungen geben, dass man viel zu erzählen vermag über das gegenseitige Leben der Diamanten und Saphire und so weiter. Sie werden, wenn Sie darüber nachdenken, verstehen, was ich eigentlich meine.
(...) Sie sehen, worauf das hinausläuft. Es läuft darauf hinaus, die Seele des Kindes wirklich mit lebendigen Inhalten zu erfüllen (...). Und Sie sollen sehen, wie der Mensch weniger dürr werden wird in seinem Seelenleben, wie er weniger nervös werden wird, wenn er solche im Sinne der Weltgesetze gehaltene Erzählungen in seinem späteren Lebensalter herausholen kann. Dann hat er auch die Naturgesetze kennengelernt, dann kann er einen Einklang schaffen zwischen dem, was ihm in lebendigen Lebensformen vorgeführt wurde, und den Naturgesetzen, während sein Geist nur verödet, wenn er die abstrakten Naturgesetze empfängt.
Erhard Fucke
Der zweckrationale und der pflegerische Arbeitstypus
Vortrag, gehalten im Herbst 1995 vor Lehrern und Landwirten in Norddeutschland
(Aus Pädagogischer Gartenbau 2)
Liebe Kollegen,
Ich meine mit dieser Bezeichnung nicht nur die Lehrer in diesem Kreise, sondern auch die Landwirte. Beide haben ja einen pflegerischen Beruf. Das Thema "Arbeiten und Lernen" ist ein Zentralthema der Menschenkunde. Deshalb ist es auch in einem Vortrag nicht abzuschreiten. Was vielleicht möglich sein kann, ist eine Ahnung davon zu erwecken, welche "abgrundtiefen Fragen" damit aufgeworfen werden.
Da die meisten von Ihnen mich kaum kennen, zwei kurze biographische Bemerkungen. Mir ist die bäuerliche Arbeit seit Kindheit her vertraut, da mein Grossvater von einem Bauernhof kam. Ich erinnere mich noch deutlich, welche Probleme ich hatte, barfuss über ein Stoppelfeld zu laufen. Ich hatte dann zwischen dem 19. und 22. Lebensjahr mir fast drei Jahre lang den Lebensunterhalt durch landwirtschaftliche Arbeit verdient.
Zu dieser Zusammenkunft eingeladen wurde ich wohl, weil ich mich seit fast dreissig Jahren mit dem Thema der Arbeit befasse. Das kam daher, weil mir als verhältnismässig jungem Lehrer die sogenannten "Volkspädagogischen Vorträge" gewissermassen "ins Herz" fielen. Denn sie zeichnen eine Ur-Gestalt der Waldorfschule, die durch das, was dann die konkrete Gestalt der Waldorfschule - aus den verschiedensten Gründen - nicht erreicht hat. Es war mir unter anderem ein Anliegen, mit Freunden den Bildungswert von Arbeit zu erkunden. Dabei ergab sich relativ früh eine Seitenlinie des Suchens aus Bemerkungen Rudolf Steiners zum anthroposophischen Schulungsweg. Rudolf Steiner charakterisiert dabei zuerst den Bildungswert der Lebensschule. Er meint, dass die Lebensschule alle Fähigkeiten ausbilde, welche für das Leben in der historischen Epoche, in die man hineingeboren wird, notwendig sind. Man müsse sich auf diese Lebensschule nur einlassen. Der anthroposophische Schulungsweg habe nur die Funktion eines Zeitraffers. Mit ihm könnte schneller erreicht werden, was in der Lebensschule ausgebildet wird.
Diese Bemerkung regte die Frage an, wo denn in der Arbeit Schulungselemente aufzuspüren sind. Meine Freunde und ich richteten das Augenmerk erst einmal auf handwerklich-industrielle Arbeit. Darüber gibt es eine Reihe recht gründlicher Untersuchungen. Tatsache ist, dass diese von grossen Firmen (etwa Ford, Bayer, Phillips, Waiku-Chemie usw.) zur Kenntnis genommen und wir beauftragt wurden, deren Ausbildungen nach diesen Gedanken neu zu gestalten. An den Waldorfschulen selbst gingen diese Gedanken (obwohl sie doch ihrer eigenen Grundlage entsprangen) erst einmal "vorbei".
Ich möchte Ihnen jetzt, natürlich ist das nur stichwortartig möglich, einige Schulungsmomente andeuten, die auf allen vier Ebenen des Menschen zu beobachten sind:
1. Der Bewegungsmensch wird den Arbeitsvorgängen angepasst, anders beim Schreinern oder Schmieden, wieder anders beim Feilen oder Löten (und so bei jeder Arbeit). Genauer müsste man sagen: die Eigentätigkeit des Schülers gibt eine neue, der Arbeit entsprechende Bewegungsgestalt ein und das Ergebnis ist gesteigerte Geschicklichkeit. Sie wird vor allem am Widerstand, den das Material dem gestaltenden Eingriff entgegensetzt, entwickelt.
2. Auch auf der Ebene der Verhaltensweisen (der Gewohnheiten) fordert und fördert die Arbeit die Gestaltung spezifischer Fähigkeiten. Wir wissen: ein aufgeregter Arbeiter ist ein schlechter Arbeiter. Besonnenheit ist gefragt. Ihre Voraussetzung ist innere Ruhe. Hier stossen wir auf eine Grundtugend des Schulungsweges, ohne die nichts gelingt. Besonnenheit verlangt aber auch gesteigerte Aufmerksamkeit, also Konzentration auf den Arbeitsvorgang. Konzentration ist wiederum eine Grundtugend des Schulungsweges. Ich belasse es bei einem dritten Hinweis: das Üben an der Arbeitsaufgabe erfordert Geduld. Ungeduld, etwas schnell erreichen zu wollen, ist eines der grössten Übel auf dem Schulungsweg. Anders gewendet: Arbeit übt Geduld.
Auch die dritte Ebene des Menschen, die der eigentlichen Seelenkräfte von Denken, Fühlen und Wollen, wird beeinflusst. Sofort einleuchtend ist, dass die Arbeit, die doch bewusste wiederholentliche Übung des gleichen Vorgangs ist, den Willen schult. Die zweite der sogenannten Nebenübungen ist doch nur eine Steigerung dieser Arbeitsübungen, insofern sie sich jetzt auf ein Ziel richtet, das nicht notwendig ist, das aber der Übende durchsetzt. Die Vornahme, also ein Gedanke, wird bei dem Übenden realisiert.
Jedes Produkt, das hergestellt wird, hat seine Gestalt durch Gedanken genommen. Sie stecken - gleichsam unsichtbar - in jedem Produkt. Wer sie gezielt wieder herstellen will, muss sich dieser Gedanken versichern, d.h. sie nachschaffen, wenn er sinnvoll arbeiten will. Das trifft besonders zu, wenn Arbeit mit der Methode des entdeckenden Lernens getrieben wird. Dann hat sie den grössten erzieherischen Effekt. Da, was gedacht wird, in der Arbeit auch realisiert werden muss, deckt das Arbeitsresultat auch alle Denkfehler auf, die sich unter Umständen in das Denken eingeschlichen haben. Arbeit erzieht also zu einem sachgemässen Denken.
Da der Arbeiter der einzige Fertiger eines Produktes ist, bildet sich auch (und zwar aus der Sache) Verantwortungsgefühl. In der arbeitsteiligen Herstellung von Produkten, die man ja schon früh einsetzen lassen kann, auch soziales Gefühl.
Ich könnte jetzt den Abend damit verbringen, Ihnen das an Beispielen weiter zu illustrieren. Das wäre sogar wünschenswert, um sich präzise Vorstellungen über den Bildungswert dieser Arbeitsform zu bilden. Da wir aber noch zum pflegerischen Arbeitstypus vorstossen müssen, nur noch einige Bemerkungen.
Es gilt: Den Hund kann man zum Jagen nicht tragen. Arbeit kann nur vom willigen Arbeiter sachgerecht geleistet werden. In der Eigentätigkeit stossen sie auf das Kostbarste, was der Mensch besitzt. Sie ist Ausdruck des Ich. Ferner: Mit den Produkten (auch den für deren Herstellung notwend

1731)
initiation!
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210

Datum: Mittwoch, der 12. Februar, 2003 um 09 Uhr 46
Goethes Farben-"Theologie" mit Anmerkungen Rudolf Steiners: (keine e-Mail / http://www.amazon.de) schrieb:





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Farbenlehre.
von Johann Wolfgang von Goethe, Rudolf Steiner (Mitarbeiter), Gerhard Ott (Herausgeber), Heinrich O. Proskauer (Herausgeber)

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Broschiert (2003)
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Rezensionen
Kurzbeschreibung
Die Goethe'sche Farbenlehre, deren Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, liegt hier in einer einmaligen Gesamtausgabe in 5 Bänden vor, bereichert durch die wertvollen Kommentare Rudolf Steiners.Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) verbrachte seine Jugend in Frankfurt, zog in seiner Studienzeit nach Leipzig und Straßburg und arbeitete ab 1771 als Anwalt wieder in seiner Heimatstadt Frankfurt. 1775 wurde er an den Hof von Weimar berufen, wo er (mit Unterbrechungen wie der Italienischen Reise) bis zu seinem Tod blieb.
Autorenportrait
Johann Wolfgang v. Goethe geboren am 28.8.1749 in Frankfurt a.M., gestorben am 22.3.1832 in Weimar. Jurastudium in Leipzig und Strassburg. Lebenslanges Wirken in Weimar. Reisen zum Rhein, nach der Schweiz, Italien und Böhmen. Frühe Erfolge mit den Sturm und Drang-Stücken "Götz" und "Werther", Gedichte (herrliche Liebeslyrik), Epen, Dramen ("Faust", "Tasso", "Iphigenie" u.v.a.), Autobiographien. Zeichner und Universalgelehrter: Botanik, Morphologie, Mineralogie, Optik. Theaterleiter und Staatsmann. Freundschaft und Korrespondenz mit den grössten Dichtern, Denkern und Forschern seiner Zeit (Schiller, Humboldt, Schelling...)

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Gruß Paraneua!

209

Datum: Mittwoch, der 12. Februar, 2003 um 09 Uhr 34
Text zum folgenden Eintrag mindestens so gültig wie die durch die computer-Technologie rehabilitierte Farben-Theologie" Goethes: (keine e-Mail / http://www.beepworld3.de/members28/jokerbioeulemai4/auferstehung.htm) schrieb:



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Wahres Christentum kann niemals eine bloße Volksreligion sein, ja mehr noch, es ist im Grunde überhaupt keine "Religion" im üblichen Sinne der Rückverbindung (re-ligio) zur geistigen Welt. Vielmehr ist das für die ganze Erdenentwicklung zentrale Christus-Ereignis eine weltgeschichtliche Tatsache, die weniger ein "Bekenntnis" fordert, sondern vielmehr bei klarem Bewußtsein erkannt werden will. Christus ist der neue Adam, der die Erbsünde, d.h. die Fesselung des Geistes durch die niederen Wesensglieder, überwunden hat, indem er sie vergeistigte. Strebt ihm die freie Individualität nach, nimmt sie an der Auferstehung teil – und zwar an der Auferstehung des "Fleisches": die niederen Wesensglieder bis hinunter zum physischen Leib werden nicht einfach abgestreift oder abgetötet, sonder veredelt. In unserem Zusammenhang bedeutet das: die Rasse wird nicht abgestreift, sondern vergeistigt; das Volkstum wird nicht abgelegt, sondern ins Geistige erhöht; der Egoismus wird nicht vernichtet, sondern vergeistigt, indem er sich von den engen Grenzen des Einzelnen auf die ganze Welt ausdehnt – im Sinne des Christus-Wortes: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", wobei aber nicht nur alle Mitmenschen, sondern zugleich die ganze Natur mitumfaßt ist. Daß wir auf diesem Weg noch nicht sehr weit fortgeschritten sind, braucht wohl kaum erwähnt werden, aber in jedem einzelnen Individuum liegt die Kraft, ihn zu gehen.
Der Weg der Auferstehung kann nur beschritten werden, wenn man all jene Kräfte genau kennt, die der freien Individualität entgegenstehen. Daß es nicht die Rassen, Völker oder das einzelne Ego als solche sind, dürfte aus den obigen Ausführungen klar geworden sein; es handelt sich dabei um notwendige Stufen der menschheitlichen Entwicklung. Wer sie leugnet oder für unwesentlich hält, verfällt ihnen erst recht. Dem will Anthroposophie aufklärend entgegentreten; sie ist Erkenntnis-Christentum, das den Menschen zur leiblichen Auferstehung im Geiste führt, d.h. zur freien Individualität.

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208

Datum: Mittwoch, der 12. Februar, 2003 um 09 Uhr 32
Interkulturellergalilaeer: (keine e-Mail / http://www.beepworld3.de/members28/jokerbioeulemai4/auferstehung.htm) schrieb:

www.beepworld3.de/members28/jokerbioeulemai4/auferstehung.htm
Gruß Paraneua!

207

Datum: Samstag, der 08. Februar, 2003 um 18 Uhr 00
Interkulturellergalilaeer! (keine e-Mail / http://www.interkulturellergalilaeer.de.vu) schrieb:



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206

Datum: Samstag, der 08. Februar, 2003 um 17 Uhr 59
Buddha und Christus! Hier tiefsinniger als bei Dorothee Sölle und Küng in einer Betrachtung von Rudolf Steiner, TB 704, S.222-224: (keine e-Mail / http://www.interkulturellergalilaeer.de.tf) schrieb:

TB 704, Rudolf Steiner, S.221: "Rufen wir uns zum besseren Verständnis noch einmal ins Gedächtnis, daß der physische Leib eines Himmelskörpers, ebenso wie der eines Menschen, nur ein Teil des gesamten betreffenden Wesens ist, und daß beide subtilere Prinzipien haben, die als Aura dem Hellseher sichtbar sind. Wie der Mensch die aus Astral- und Ätherleib gebildete Aura, die kleine Aura hat, so unterscheiden wir im Makrokosmos die große Aura, 'Ahura Mazdao', wie sie Zarathustra nannte. Aus diesem Namen wurde dann später Ormuzd, gleichbedeutend mit Lichtgeist. Christus war damals noch fern von uns, deshalb sagte Zarathustra zu seinen Schülern: Solange euer Blick auf der Erde haftet, werdet ihr Ihn nicht sehen, doch erhebt ihr euch mit hellseherischer Kraft in die hohen Himmelsräume zur Sonne empor, so werdet ihr finden den großen Sonnengeist.
Ebenso spricht die althebräische Geheimlehre vom großen Geiste, der den Weltenraum durchwebt und den der Seher in den hohen Sphären zu suchen hat (anders der wahrscheinlich 'sadduzäische'? Verfasser von: Die Caine war ihr Schicksal! Anm. Paraneua-Bioeule. Es folgt jedoch die Prohezeiung, daß er herabsteigen undsich mit der Erdenaura vereinigen wird. Einer von denen, die ihn in unserer Erdenaura wahrgenommen haben, war Paulus.Er wußte als Saulus wohl, daß der Messias kommen würde und die Erde mit dem Sonnengeiste vereint werden würde, er glaubte ihn jedoch noch in weiter Ferne. Auf dem Wege nach Damaskus wurde er plötzlich hellsehend und erkannte, daß das große Ereignis bereits stattgefunden hatte und daß Jesus von Nazareth der Langerwartetewar. Dieses Erlebnis wandelte ihn zum Paulus um, und er verkündete fortan als begeisterter Apostel das Geschehene.
Der Christus-Impuls istnicht nur als eine Erleuchtung einzelner Menschen aufzufassen. Der Hellseher darf sagen, daß die ganze Erde durch ihn etwas Neues geworden ist. Als Christi Blut auf Golgotha floß, trat eine innige Vereinigung unserer Erde mit dem höchsten Wesen ein, welches aus unerreichbaren Himmelshöhen herabgestiegen ist zum Heile der Menschheit. Von vielen ister bereits erkannt worden als derjenige, auf dessen Kommen die Bodhisattvas durch lange Jahrtausende hindurch hier untenvorbereiteten, wenige jedoch sind es, in denen das Christentum zum wahren Leben geworden ist. Der Christus-Impuls ist noch im Keimen begriffen, und die Menschheit wird noch lange Zeit brauchen und von manchen Führern angefacht werden müssen, bis er in allen Äußerungen des sozialen Lebens zur Geltung kommen wird.
Einen gewaltigen Fortschritt in der Lebensanschauung haben wir jedoch zu verzeichnen in der kurzen Zeit, die Buddha von Christus trennt. Eine Tatsache zeigt ihn so anschaulich wie möglich. Als der junge Königssohn Siddharta, der künftige Buddha, einst aus seinem Palast trat, in welchem er nie anderes als Lust und Glanz, als Jugend und Schönheit zu sehen bekommen hatte, erblickte er einen Krüppel, dessen Anblick ihn entsetzte und er sagte sich: Das Leben bringt Krankheit, und Krankheit ist Leiden. - Ein anderes Mal begegnete er einem Greise, und betrübt folgerte er: Das Leben bringt das Alter, und Alter ist Leiden. - Bald darauf sah erdas Abschreckendste, eine verwesende Leiche, und voller Grauenwiederholte ersich: Das Leben bringt denTod, und Tod ist Leiden. - Wo er hinblickte fand er Gebrechen des Körpers und Seelenschmerzen und Trennung von alledem, was einem im Leben lieb und teuer ist. Alles Leben ist Leiden-, sagte er sich und baute auf diesen Lebensgrundsatz die Lehre von der Lebenverzichtung. Der Mensch, so lehrte er, sollte, um dem Leiden zu entgehen, danach trachten, so rasch wie möglich aus dem Kreislauf der Inkarnationen sich zu erheben, um sich für immer dem leidvollen Wechsel von Leben und Tod zu entziehen (SATOR-Formel? Anm. Paraneua-Bioeule!).
Schreiten wir jetzt wenige Jahrhunderte voran, so sehen wirunzählige Menschen, die keine Buddhas, sondern schlichte Seelen waren, welche jedoch die Gwalt des Christus in sich ahnten, hinsehen auf einen Leichnam, doch nicht mit Schaudern. Sie sind nicht von dem alleinigen Gedanken erfüllt: Tod ist Leiden -, denn sie haben im Tode des Christus den vorbildlichen Tod erlebt, der da bedeutet: Tod ist Sieg des Geistes über alles Leibliche. Tod ist Sieg des Ewigen über alles Zeitliche.
Noch nie ist vorher ein solcher Impuls gegeben worden wie dieser, der von dem Mysterium von Golgotha kam, und niemals wird auf Erden ein größerer dem Menschen zuteil werden. Solches empfanden jene naiven Seelen, wenn sie zum Kreuze aufblickten, dem gewaltigsten der Sinnbilder. Da fühlten sie, daßes etwas Höheres und Stärkeres gibt als den verfallenden Leib, der der Krankheit, dem Alter und dem Tode unterworfen ist.
Betrachten wir nun die anderen Sätze der Lehre des Buddha mit unserer christlich-geisteswissenschaftlichen Anschauung: Krankheit und Alter können uns nicht entmutigen und zur Flucht treiben, da wir ihren Grund erkannt haben. Wir haben gesehen, wie diese neu erworbenen Fähigkeiten unseres Astralleibes den ungeschmeidigen physischen Körper immer unwohnlicher machen und wie die wachsende Disharmonie zwischen seele und Körper den letzteren allmählichzerstört und er schließlich abgestreift wird. Das Alter schreckt uns nicht, denn wir wissen, daß wenn das Leben hier den Höhepunkt erreicht hat und der Leib zu welken anfängt, in ihm das Neuerrungene sichzu einem juhngen Keime zusammenzieht, der einst zu reicherem Leben aufblühen wird. Diese Entwickelung im Geiste, wie sie das Christentum lehrt, birgt einen unendlichen Trost in sich und macht uns die Trennung von denen, die wir lieben, weniger schmerzlich, denn wir wissen, daß das Getrenntsein nur durch die physischen Schranken bedingt ist und wir im Geiste den Weg zu unseren Lieben finden können.
Denken und empfinden wir so, so bekommtdas ganze Leben hier unten ein neues, durchgeistigtes Antlitz und gewinnt immer mehr an Wert für uns. Unser geistiges Auge durchschaut die physischen Gebrechen und hilft uns, sie mit Gleichmut zu ertragen. Wir wissen, daß unser Arbeitsfeld hier unten ist und hier gesät werden muß die Saat zu neuem Leben. Was wir heute aus der Geistlehre erkennen können, wird uns auf den künftigen Entwickelungsstufen zur Gewißheit werden. Die erst im Werden begriffene Christus-Kraft wird bald eine Steigerung in unserer Wahrnehmung hervorrufen. Wir sind am Ende der Übergangsepoche, welche den tiefstenPunkt des Untertauchens und geistigen Erblindens in der Materie bedeutet, und in nicht ferner Zeit wird zu der physischen Sinneswahrnehmung ein beginnendes Hellsehen hinzutreten. ..."
Rudolf Steiner, Rom, 13.April 1910, Notizen zu Vorträgen: Das Ereingnis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt, TB 704, S.222-224.
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!

205

Datum: Samstag, der 08. Februar, 2003 um 12 Uhr 26
Der geist der Sonne! (keine e-Mail / http://www.unsichtbarekirchechristi.de.tf) schrieb:

Fortsetzung von Eintrag 822 jokerbioeule1.de.vu: Rudolf Steiner: Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt, Notizen zum Vortrag, Rom, 13.April 1910, TB 704, S.220:
"Am Ende seiner hohenlaufbahn wird ein Bodhisattva ein Buddha und braucht nicht mehr einen physischen Körper anzunehmen. Die Buddhastufe schließt den Zyklus seiner Inkarnationen ab ( Schlüssel zur SATOR-Arepo-Formel? Anm. Paraneua), und er tritt in eine neue, höhere Evolution über. Sein unterstes Wesenglied ist dann nicht mehr ein physischer Körper, sondern ein Ätherleib und er ist fortan nur dem hellsichtigen Auge wahrnehmbar. Der Seher allein kann verfolgen, wie Gautama Buddha nach seinem Tode fortwirkte zum Heile der Menschheit und alle Kräfte auf der Erde entwickeln half, damit der Christus sich im Fleische verkörpern konnte, in einem irdischen Werkzeuge, das zu seiner Persönlichkeitwurde: in Jesus von Nazareth. Vieles mußte hierzu geschehen und eine Serie großer Ereignisse war damit verknüpft, wie wir es aus dem Lukasevangelium sehen können. Esheißt da, daß die Hirten auf dem Felde die Gnade erhielten, zu schauen, was sonstein irdisches Auge nicht zu schauen vermag. Sie wurden hellsichtig und sahen über der Stätte, an welcher das Jesuskind geboren wurde, Engel schweben. Was waren diese himmlischen Geister? Es wardie Gabe, die Buddha spendete, indem er sich zum Opfer brachte. Ihn sahen sie, in seinen Kräften, in die Aura verwoben, die jene Stätte umgab. Doch nicht er allein hatte zu diesem größten der Ereignisse beigetragen, jederder vorangegangenen Bodhisattvas hatte seinen Teil zu spenden. Buddhas Teil, der größte, ward als Engelaura sichtbar.
Diese Auslegung mag vielen als nicht übereinstimmend erscheinen mit dem, wassie von Buddha und dem Buddhismus wissen. Sie bedenken nicht, daß ihr Wissenaus alten Schriften stammt und daß der Buddha nicht der geblieben ist, welcher er bei seinem Tode war. Sie vergessen, daß auch er in der Evolution vorwärtsgeschritten ist. Der damalige Buddha bereitete das Christentum vor, der jetzige ist im Christentum darinnen.
Blicken wir nun auf seine Vorgänger zurück, so sehen wir aus ihren Lehren, daß das Christus-Wesen schon in der fernsten Vergangenheit den menschen bewußt gewesen ist. Die großen Führer aller Völker und aller Zeiten haben von ihm gesprochen. So zum Beispiel finden wir im alten Indien in den Veden einen wenn auch nur geringen Teil der gewaltigen lehren derheiligen Rishis. Vishva-Karman nannten sie das unerfaßliche Wesen, das sie jenseits ihrer Sphäre ahnten. Später, im alten Persien, verkündete Zarathustra, was sein geistiges Auge erblickte. Es war, wie es im ersten Vortrag behandelt wurde, das, was man durch die Initiation erreichte: Das Sehen der Sonne um Mitternacht. - Durch die physische Materie hindurchblickend, sah er den Geist derSonne."
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!

204

Datum: Freitag, der 07. Februar, 2003 um 09 Uhr 55
Mehr als "Schimmel"-Ökumenen samt Konfusius-Anstrengungen! (keine e-Mail / http://www.unsichtbarekirchechristi.de.tf) schrieb:

Darf es etwas mehr sein als NewWorlOrder-Freiburg-Blavatsky-Tibet-Theosophie? aus Kein 07.02.03 - 9:29
eMail: Keine URL: http://www.shockfreshwave.de.ms
Nachricht:
"Zwischen Buddhas Lehre und Christi Kraft ist ein Unterschied wie zwischen einem Kunstkenner vor einem Bilde Raffaels und Raffael selber. Darin besteht gerade der große Irrtum vieler, daß sie in Buddha den höchsten aller Geister in Menschengestalt sehen. Sie wissen nicht, daß derjenige, der 600 Jahre nach ihm sich in Jesus von Nazareth inkarnierte, die Inkarnation des Logos selber war. Buddha hatte den Impuls des Mitleidens und der Liebe vorzubereiten. Er bereitete die Seelen vor für das, was Christus bringen sollte. Im großen betrachtet ist sein Vorbereitungswerk das bedeutsamste, das je geleistet worden ist. Zum besseren Verständnis seiner Persönlichkeit müssen wir uns den Unterschied klarmachen zwischen einem Bodhisattva und einem Buddha. ...So sehen wir, daß ein Boddhisattva ein menschliches Wesen ist, welches beständig mit der geistigen Welt verbunden ist und nicht ganz in der physiscvhenWelt lebt. Seine Wesenheit ist gleichsam zu groß, um in einem menschlichen Körper Platz zu finden, nur ein Teil reicht bis in die irdische Hülle herab, der größere Teil bleibt in den höheren Welten. Der Bodhisattva ist infolgedessen stets im Zustande der Inspiration.
Als solch ein Wesen wurde Gautama Buddha geboren. Im neunundzwanzigsten Jahre erst wurde seine Erdenpersönlichkeit so stark, daß sie den höheren Teil in sich aufnehmen konnte. Der Legende nach ließ er sich unter einem Feigenbaum nieder und erhielt die Erleuchtung, die ihn zum Buddha machte. Er stieg auf zu einer höheren Würde, gemäß der Rangfolge, wie sie in der geistigen Welt herrscht. Ein anderer rückte gleichzeitig auf und nahm den von ihm verlassenen Platz ein. ...
Welche Bedeutung hat es nun für die Menschheit, daß der Bodhisattva ein Buddha wurde? Es wurdeihr dadurch ermöglicht, neue Fähigkeiten zu erwerben. Es herrscht vielfach die Ansicht, dieselben Fähigkeiten seien in mehr oder minder hohem Grade stets vorhanden gewesen. Das ist jedoch durchaus nicht der Fall. Es sind im Laufe der Evolution immer neue Fähigkeiten hinzugekommen, und jedesmal, wenn die Menschheit reif wurde, mit einer neuen Gabe ausgestattet zu werden, mußte die neue Fähigkeit einmal zuerst in einem großen Menschen inkarniert werden. In ihm manifestierte sie sich zuerst, und er legte dann die Keime in die Seelen, diedazu bereit waren. Daher war alles Fühlen und Denken vor dem Erscheinen des Gautama Buddha ein anderes, als es bei den späteren Menschen der Fall war. Halb unbewußt, wie eine Suggestion, empfingen sie, was die Bodhisattvas als Inspiration erhielten und als Kraft in ihre Schüler überströmen ließen. Durch Gautama Buddha erst erhielten die Menschen den Trieb zum Mitleid und zur Nächstenliebe und wurden so vorbereitet, den Christus-Impuls zu empfangen. Es genügt jedoch nicht, diese Fähigkeit zu fühlen, sie muß zur leitenden Lebenskraft werden und nachgelebt werden können.
Woher erhalten nun, können wir fragen, alle diese Bodhisattvas ihre Kraft und ihre Lehre?-Hoch oben in den geistigen Welten, in welchesie hineinragen, inmitten ihres hohen Chores, thront einer, der der Lehrer aller ist und zugleich der unversiegliche Quell allen Lichts und aller Kraft und aller Weisheit, die auf sie überströmen: Christus. Aus ihm schöpften sie und stiegen als seine Vorläufer nieder unter die Menschen. Dann kam er selbst zur Erde herab und verkörperte sich in Jesus von Nazareth. Und nach ihm werden sie wiederkommen, um seinen Plan auszuführen. ..."
Rudolf Steiner: Das Ereignis der Christus-erscheinung in der ätherischen Welt, Der Christus-Impuls und seine großen Verkündiger, Notizen aus dem Vortrag , Rom, 13.April 1910, TB 704, S.219ff.
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!

203

Datum: Montag, der 03. Februar, 2003 um 08 Uhr 13
Erziehung ist eine unserer wichtigsten Aufgaben! (keine e-Mail / http://www.jokerbioeule1.de.vu) schrieb:


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245
Datum: Montag, der 03. Februar, 2003 um 08 Uhr 05
Sinniges Erzählen für Kinder! Auszug aus nachfolgendem Eintrag, gefunden bei GOOGLE unter Eingabe von: sturz der geister der finsternis (keine e-Mail / http://www.google.de) schrieb:
Rudolf Steiner
Über die "Sinnige Geschichte" Rudolf Steiner Über die "Sinnige Geschichte"
Aus dem Vortrag vom 21. Oktober 1917 in GA 177
Nehmen sie die äussere Wissenschaft - welchen Weg nimmt sie? Sie nimmt immer mehr den Weg nach allerlei Abstraktionen hin, sie wird sogar am nützlichsten dadurch, dass sie den Weg nach allerlei Abstraktionen hin nimmt. Diese Naturwissenschaften werden die Menschen brauchen zu dem äusseren Leben; sie muss übergehen in die menschliche Kultur. So wie sie nun ist, als äussere naturwissenschaftliche Kultur sie für die Erziehung zu verwenden, wird in der nächsten Zeit von ganz besonderem Nachteil sein. Kindern beizubringen, was die Menschen vom Naturleben und den Naturgesetzen und an Gesetzen der abstrakten Naturwissenschaft wissen müssen, das wird eine Absurdität in der nächsten Zeit werden. Dagegen wird wichtig werden - ich kann überall nur Beispiele anführen -, dass eine Art liebevoller Betrachtung eintritt über das Leben der Tiere, über besondere Lebensverhältnisse der Tiere, recht bildlich zu schildern, wie sich die Ameisen benehmen in ihrem Zusammenhang, wie diese Ameisen zusammen leben und so weiter. Sie wissen ja, in solchen Werken wie in Brehms "Tierleben" sind Ansätze zu diesen Dingen vorhanden, aber sie werden nicht ausgebaut. Sie müssen immer mehr und mehr ausgebaut werden, diese symbolisierten Geschichten, die sich im Tierleben abspielen. Recht sinniges Erzählen von einzelnen individuellen Geschichten, das wird Platz greifen müssen. Und das werden wir den Kindern beibringen müssen, statt jener schauderhaften Art, wie elementare Zoologie an die Kinder verzapft wird: wir werden ihnen erzählen müssen von besonderen Taten des Löwen, des Fuchses, der Ameise, des Sonnenkäferchens und so weiter. Ob die Dinge geschehen oder nicht, das ist im einzelnen recht gleichgültig; dass sie sinnig sind, darauf kommt es an. Und was man heute den Kindern eintrichtert, was ja ein Extrakt ist aus der Naturwissenschaft, das soll erst in späteren Jahren kommen, wenn die Kinder sich erbaut haben an solchen Erzählungen, die von dem individuellen im Tierleben handeln.
Besonders wichtig wird es sein, dass man auch das Pflanzenleben in einer solchen Weise betrachtet, dass man viel zu erzählen weiss über das Verhältnis der Rose zum Veilchen, über das Verhältnis der Sträucher zu den Unkräutern, die um sie herum wachsen, dass man ganz lange Geschichten zu erzählen weiss über dasjenige, was da vorgeht in den springenden Geistern über die Blumen hin, wenn man über eine Wiese geht, und dergleichen. Das muss als Botanik den Kindern erzählt werden. Und erzählt werden muss den Kindern, wie da gewisse Kristalle mit grüner Farbe, die in der Erde wohnen, sich zu farblosen Kristallen verhalten, wie sich ein Kristall, der würfelförmig ist, zu einem verhält, der in Oktaedern kristallisiert. Statt einer abstrakten Kristallographie, wie man sie heute schon in sehr früher Jugend zum Unheil der Jugend verzapft, wird man haben müssen eine symbolistische Darstellung des Lebens der Kristalle im Innern der Erde. Man wird seine Anschauungen über dasjenige, was im Innern der Erde vorgeht, nur dann befruchten können, wenn man sie eben befruchtet mit dem, was Sie in unseren Schriften finden an Schilderungen über das Innere der Erde und so weiter. Das blosse Aufzählen wird nicht genügen, sondern darauf kommt es an, dass dieses Dinge anregen, dass sie solche Vorstellungen geben, dass man viel zu erzählen vermag über das gegenseitige Leben der Diamanten und Saphire und so weiter. Sie werden, wenn Sie darüber nachdenken, verstehen, was ich eigentlich meine.
(...) Sie sehen, worauf das hinausläuft. Es läuft darauf hinaus, die Seele des Kindes wirklich mit lebendigen Inhalten zu erfüllen (...). Und Sie sollen sehen, wie der Mensch weniger dürr werden wird in seinem Seelenleben, wie er weniger nervös werden wird, wenn er solche im Sinne der Weltgesetze gehaltene Erzählungen in seinem späteren Lebensalter herausholen kann. Dann hat er auch die Naturgesetze kennengelernt, dann kann er einen Einklang schaffen zwischen dem, was ihm in lebendigen Lebensformen vorgeführt wurde, und den Naturgesetzen, während sein Geist nur verödet, wenn er die abstrakten Naturgesetze empfängt.
Gruß Paraneua-Bioeule!
244
Datum: Montag, der 03. Februar, 2003 um 08 Uhr 02
GA 177: Sturz der Geister der Finsternis, Rudolf Steiner! (keine e-Mail / http://www.google.de) schrieb:
Erhard Fucke
Der zweckrationale und der pflegerische Arbeitstypus
Vortrag, gehalten im Herbst 1995 vor Lehrern und Landwirten in Norddeutschland
(Aus Pädagogischer Gartenbau 2)
Liebe Kollegen,
Ich meine mit dieser Bezeichnung nicht nur die Lehrer in diesem Kreise, sondern auch die Landwirte. Beide haben ja einen pflegerischen Beruf. Das Thema "Arbeiten und Lernen" ist ein Zentralthema der Menschenkunde. Deshalb ist es auch in einem Vortrag nicht abzuschreiten. Was vielleicht möglich sein kann, ist eine Ahnung davon zu erwecken, welche "abgrundtiefen Fragen" damit aufgeworfen werden.
Da die meisten von Ihnen mich kaum kennen, zwei kurze biographische Bemerkungen. Mir ist die bäuerliche Arbeit seit Kindheit her vertraut, da mein Grossvater von einem Bauernhof kam. Ich erinnere mich noch deutlich, welche Probleme ich hatte, barfuss über ein Stoppelfeld zu laufen. Ich hatte dann zwischen dem 19. und 22. Lebensjahr mir fast drei Jahre lang den Lebensunterhalt durch landwirtschaftliche Arbeit verdient.
Zu dieser Zusammenkunft eingeladen wurde ich wohl, weil ich mich seit fast dreissig Jahren mit dem Thema der Arbeit befasse. Das kam daher, weil mir als verhältnismässig jungem Lehrer die sogenannten "Volkspädagogischen Vorträge" gewissermassen "ins Herz" fielen. Denn sie zeichnen eine Ur-Gestalt der Waldorfschule, die durch das, was dann die konkrete Gestalt der Waldorfschule - aus den verschiedensten Gründen - nicht erreicht hat. Es war mir unter anderem ein Anliegen, mit Freunden den Bildungswert von Arbeit zu erkunden. Dabei ergab sich relativ früh eine Seitenlinie des Suchens aus Bemerkungen Rudolf Steiners zum anthroposophischen Schulungsweg. Rudolf Steiner charakterisiert dabei zuerst den Bildungswert der Lebensschule. Er meint, dass die Lebensschule alle Fähigkeiten ausbilde, welche für das Leben in der historischen Epoche, in die man hineingeboren wird, notwendig sind. Man müsse sich auf diese Lebensschule nur einlassen. Der anthroposophische Schulungsweg habe nur die Funktion eines Zeitraffers. Mit ihm könnte schneller erreicht werden, was in der Lebensschule ausgebildet wird.
Diese Bemerkung regte die Frage an, wo denn in der Arbeit Schulungselemente aufzuspüren sind. Meine Freunde und ich richteten das Augenmerk erst einmal auf handwerklich-industrielle Arbeit. Darüber gibt es eine Reihe recht gründlicher Untersuchungen. Tatsache ist, dass diese von grossen Firmen (etwa Ford, Bayer, Phillips, Waiku-Chemie usw.) zur Kenntnis genommen und wir beauftragt wurden, deren Ausbildungen nach diesen Gedanken neu zu gestalten. An den Waldorfschulen selbst gingen diese Gedanken (obwohl sie doch ihrer eigenen Grundlage entsprangen) erst einmal "vorbei".
Ich möchte Ihnen jetzt, natürlich ist das nur stichwortartig möglich, einige Schulungsmomente andeuten, die auf allen vier Ebenen des Menschen zu beobachten sind:
1. Der Bewegungsmensch wird den Arbeitsvorgängen angepasst, anders beim Schreinern oder Schmieden, wieder anders beim Feilen oder Löten (und so bei jeder Arbeit). Genauer müsste man sagen: die Eigentätigkeit des Schülers gibt eine neue, der Arbeit entsprechende Bewegungsgestalt ein und das Ergebnis ist gesteigerte Geschicklichkeit. Sie wird vor allem am Widerstand, den das Material dem gestaltenden Eingriff entgegensetzt, entwickelt.
2. Auch auf der Ebene der Verhaltensweisen (der Gewohnheiten) fordert und fördert die Arbeit die Gestaltung spezifischer Fähigkeiten. Wir wissen: ein aufgeregter Arbeiter ist ein schlechter Arbeiter. Besonnenheit ist gefragt. Ihre Voraussetzung ist innere Ruhe. Hier stossen wir auf eine Grundtugend des Schulungsweges, ohne die nichts gelingt. Besonnenheit verlangt aber auch gesteigerte Aufmerksamkeit, also Konzentration auf den Arbeitsvorgang. Konzentration ist wiederum eine Grundtugend des Schulungsweges. Ich belasse es bei einem dritten Hinweis: das Üben an der Arbeitsaufgabe erfordert Geduld. Ungeduld, etwas schnell erreichen zu wollen, ist eines der grössten Übel auf dem Schulungsweg. Anders gewendet: Arbeit übt Geduld.
Auch die dritte Ebene des Menschen, die der eigentlichen Seelenkräfte von Denken, Fühlen und Wollen, wird beeinflusst. Sofort einleuchtend ist, dass die Arbeit, die doch bewusste wiederholentliche Übung des gleichen Vorgangs ist, den Willen schult. Die zweite der sogenannten Nebenübungen ist doch nur eine Steigerung dieser Arbeitsübungen, insofern sie sich jetzt auf ein Ziel richtet, das nicht notwendig ist, das aber der Übende durchsetzt. Die Vornahme, also ein Gedanke, wird bei dem Übenden realisiert.
Jedes Produkt, das hergestellt wird, hat seine Gestalt durch Gedanken genommen. Sie stecken - gleichsam unsichtbar - in jedem Produkt. Wer sie gezielt wieder herstellen will, muss sich dieser Gedanken versichern, d.h. sie nachschaffen, wenn er sinnvoll arbeiten will. Das trifft besonders zu, wenn Arbeit mit der Methode des entdeckenden Lernens getrieben wird. Dann hat sie den grössten erzieherischen Effekt. Da, was gedacht wird, in der Arbeit auch realisiert werden muss, deckt das Arbeitsresultat auch alle Denkfehler auf, die sich unter Umständen in das Denken eingeschlichen haben. Arbeit erzieht also zu einem sachgemässen Denken.
Da der Arbeiter der einzige Fertiger eines Produktes ist, bildet sich auch (und zwar aus der Sache) Verantwortungsgefühl. In der arbeitsteiligen Herstellung von Produkten, die man ja schon früh einsetzen lassen kann, auch soziales Gefühl.
Ich könnte jetzt den Abend damit verbringen, Ihnen das an Beispielen weiter zu illustrieren. Das wäre sogar wünschenswert, um sich präzise Vorstellungen über den Bildungswert dieser Arbeitsform zu bilden. Da wir aber noch zum pflegerischen Arbeitstypus vorstossen müssen, nur noch einige Bemerkungen.
Es gilt: Den Hund kann man zum Jagen nicht tragen. Arbeit kann nur vom willigen Arbeiter sachgerecht geleistet werden. In der Eigentätigkeit stossen sie auf das Kostbarste, was der Mensch besitzt. Sie ist Ausdruck des Ich. Ferner: Mit den Produkten (auch den für deren Herstellung notwendigen Maschinen) stossen wir auf eine Welt, die einzig und allein vom Menschen geschaffen wurde. (Und für die er dementsprechend auch die alleinige Verantwortung trägt.) An deren Anfang steht ein Denken, das in der Auseinandersetzung mit der physischen Welt ganz vom Zweckrationalismus geprägt ist. Das Produkt ist deshalb (auch in seiner Funktion) bis in alle Einzelheiten durchschaubar. Deshalb hat Rudolf Steiner von einem anderen Gesichtspunkt diese "Menschenwelt" als ein "Loch im Kosmos" bezeichnet. Der Kosmos hat an ihrem Entstehen keinen Anteil. Selbst die Rohstoffe werden durch den Menschen mannigfaltig verwandelt. Deshalb ist alles vorausplanbar, selbst die Organisation der Arbeit.
Die Erfahrung dieses zweck-rationalen Arbeitstypus ist für den Jugendlichen ungemein wichtig, weil dieser gerade heute weite Felder unseres Lebens bestimmt. Am besten, weil am eindringlichsten mit eigener Erfahrung gesättigt, kann sich der Jugendliche arbeitend in dieser Welt behausen.
Das Arbeitsfeld des Landwirts verlangt einen ganz anderen Arbeitsstil als den zweckrationalen. Wir wollen ihn erst einmal den pflegerischen nennen. Die Misere, in der Sie leben, die Zwänge in der Landwirtschaft, sind ja gerade dadurch verursacht worden, dass zweckrationale Gedanken in die Landwirtschaft eingeführt wurden. Das hat sie zu weiten Teilen kaputt gemacht. Das wissen Sie viel besser als ich. Wenn ich aus der Fülle der Tatsachen, die das belegen, dennoch drei herausgreife, dann nur, um an ihnen das eigentlich ihnen zugrundeliegende Urphänomen aufzuzeigen:
1. Die aus dem Zweckrationalismus abgeleiteten Düngemethoden haben die lebendige Ackerkrume zerstört.
2. Die der Landwirtschaft übergestülpten Wirtschaftsmethoden, die alle aus dem Funktionieren der Industrie abgeleitet sind, bringen die bäuerliche Existenz an den Abgrund.
3. In den Formen der Tierhaltung und deren Brutalität wird der Zweckrationalismus besonders krass anschaubar.
Hinter all diesen grauenvollen Tatsachen versteckt sich ein Dilemma der Erkenntnis. Dieses Dilemma ist ins Auge zu fassen. Alle pflegerische Arbeit tritt einem Geschöpf gegenüber. Der Gärtner und Landwirt tritt Pflanzen und Tieren gegenüber, der Arzt, der Lehrer, der Sozialarbeiter, der Heilpädagoge dem Menschen. Für alle Geschöpfe gilt: die sinnliche Erscheinung wird durch ein Wesen bestimmt. Die sinnliche Erscheinung ist "Bild" für ein Wesen, das eine zeitlang erscheint und wieder vergeht, keimt und stirbt. Aufleben und Absterben zeugen von dem Wesen und seinem Verhältnis zur Erscheinung. Der Zweckrationalismus und der aus ihm entspringende Materialismus konzentrieren alle Aufmerksamkeit auf die Erscheinung. Dabei geht dem Bewusstsein das Wesen verloren. Pflegerische Arbeit, wenn sie sachgemäss sein soll, hat die Eigenart des Wesens zu berücksichtigen. Das ist ihre Grundaufgabe. Diese unterschiedlichen Wesen sind geistiger Art, aber nur durch übersinnliche Erfahrung konkret zu erfassen. Wir sind in der Regel keine Hellseher. Da liegt das Dilemma aller pflegerischen Berufe und das Dilemma unserer Kultur. Darin liegt aber auch die große Chance aller pflegerischen Berufe, sie als praktische Schulung zum Erfassen des Wesens zu verstehen. Schon in dem Wort "Pflege" liegt doch der aus der Sache uns anspringende Respekt vor dem Wesen, das uns in der Arbeit begegnet. Die Wesen wollen berücksichtigt, eben "gepflegt" sein.
Ein alter Osttiroler Bauer hat mir einmal auf seine Art den Niedergang der bäuerlichen Tradition beschrieben: "Wenn mein Vater am Morgen den Ofen anmachte, konnte er an der Art, wie sich das Feuer entfaltete, das Wetter für den Tag vorausagen. Das kann ich nicht mehr, aber ich habe noch einen Blick für Tiere. Mein Sohn kennt sich nur noch mit den Maschinen aus." Mit anderen Worten: der Zweckrationalismus macht blind für das lebendige Erfassen der Wesen, die uns in der Natur gegenübertreten.
Also: Der in den pflegerischen Berufen Tätige hat in der pflegerischen Arbeit die Chance eines Schulungsweges, welcher der gesamten Zeitkultur so not tut. Er könnte und müsste ein Vorreiter auf diesem Wege sein. Gleichzeitig besteht eine pädagogische Aufgabe: den Erfahrungen, die in der Erkenntnis durch den Jugendlichen zweckrational zu lösen sind, solche - und zwar eindringlich - hinzuzufügen, die nur durch eine andere Form des Denkes zu lösen sind.
Bevor ich Wege für beide Aufgaben andeutungsweise beschreibe, möchte ich einen Einschnitt machen. Er soll verdeutlichen, dass die Erfüllung beider Aufgaben knüppelharte Arbeit ist.
Ich schildere die knüppelharte Arbeit einmal für den Lehrer, wie sie da von Rudolf Steiner selbst verdeutlicht worden ist. Er sagt: "Sie erziehen durch das, was sie sind, bezwecks durch das, wozu sie sich selbst gemacht haben." Ich formuliere das etwas anders: nur das Sein erzieht, nicht die Gedanken, die sich ein Mensch macht. Oder wieder anders: die Idee, die nicht zum Ideal wird, ertötet in dir eine Lebenskraft. Verzeihen Sie die furchtbar drastische Formulierung: vom seelischen Tode gezeichnete Menschen können nicht erziehen. Die Gedanken der Erziehenden müssen verbindlich werden, das Handeln bestimmen, die Wirklichkeit gestalten, dann erst schaffen sie Leben. Dieses Leben allein erzieht, wirkt, gibt dem Schüler Orientierung, ruft sie zum Nachstreben auf. Da diese Sache so zentral wichtig ist, noch eine andere Formulierung Steiners gegenüber den Lehrern: "Erst wecken sich die Lehrer selbst auf, dann wecken sie die Schüler auf!"
Nun ist, wenn ich das ernst nehme, die erste und entscheidende Frage: Wie mache ich das? Ich bin kein Hellseher. Aber wenn ich meine Arbeitsaufgabe erfüllen soll, muss ich danach trachten, mich den Wesen, mit denen ich umgehe, zu nähern. Wie?
Ein erster Schritt auf diesem Wege ist, dass ich das Staunen lerne. Ich bin zum Beispiel immer ganz baff (verstehen Sie den Ausdruck?) wenn ich einen Kürbis sehe. Wie kommt die Kürbispflanze dazu, eine so überwältigende Frucht zu bilden? Noch grösser wird das Staunen, wenn ich Frucht und Wurzel miteinander vergleiche. Eine Voraussetzung hat das Staunen: es braucht eine erste innere Ruhe. Zwei Früchte hat das Staunen: Es veranlasst zum genauen Beobachten. Also die Ich-Aktivität wird in die Sinne gelenkt. Wie wichtig das heute ist, wissen Sie selbst. Aus dem Staunen entsteht die Frage. Und die Frage ist bekanntlich der Ausgangspunkt für alles Denken und alle Philosophie. Die Ich-Aktivität wird in das Denken gelenkt. Das Staunen belebt die Ich-Aktivität - und es weckt Gefühle.
Am leichtesten wird es an ungewöhnlichen Pflanzen entwickelt, etwa dem Briophyllum, der Zaunrübe, dem Bilsenkraut, aber schon die normale Zwiebel ist eigentlich ein Wunder. Gesteigert kann das werden durch den Vergleich: Kürbis und Lein etwa - ein weites Übungsfeld!
Gestatten Sie mir bitte eine ganz praktische Zwischenbemerkung: wenn ich durch Schulgärten gehe, vermisse ich oft ein besonderes "Gärtlein des Staunens". Das muss ja nicht besonders angelegt werden, aber eine Reihe von besonderen Pflanzen sollte im Schulgarten schon in Erscheinung treten. Man kann sich dem Wesen der Pflanzen mit Hilfe des Staunens schon ein beträchtliches Stück nähern, vor allem, wenn der Staunende allmählich einen Zielpunkt ins Auge fasst, zum Beispiel ein Forschungsergebnis Rudolf Steiners wie " Pflanzen sind Bilder der Erdenseele".
Verzeihen Sie mir eine "freche" Frage: kann eine solche Zusammenkunft wie diese ohne ein Stück übender Betrachtung, in einzelnen Pflanzen Bilder der Erdenseele zu entdecken, überhaupt auskommen?
Der zweite Schritt auf diesem Schulungswege ist die Entwicklung der Devotion. Sie ist ein bitter notwendiges Gegengewicht für die Brutalität der heutigen Zeit. Mancher von Ihnen wird sich sicher schon einmal gefragt haben, warum Rudolf Steiner sie an den Anfang seines Schulungsweges stellt. Die intellektuelle Antwort auf diese Frage ist recht einfach: ohne die Ausbildung der Ehrfurcht läuft nichts auf dem Schulungsweg. Sie ist eine der "eisernen" Bedingungen auf diesem Schulungsweg. Deswegen wird sie als erste Bedingung genannt. Rudolf Steiner weiss aber auch, dass sie gar nicht leicht zu erfüllen ist. Ich schliesse das aus dem Stil, mit dem er diese Übung abhandelt. Ist Ihnen aufgefallen, dass er dreimal hintereinander davon spricht, dass die Devotion energisch herzustellen ist? Das ist sonst nicht sein Stil. Man müsste nun breit und detailliert über diese Übung sprechen. Das geht heute nicht. Ich will nur noch eine Bemerkung zu ihr machen. Rudolf Steiner sagt: Ein Mensch, der in seiner Kindheit nicht das Gefühl der Ehrfurcht entwickeln konnte, kann im Alter nicht segnen. Segnen kann man aber nur aus der Kraft der menschenwürdigen Verwandlung der Persönlichkeit. Die Verwandlungskraft beginnt aber mit dem Gefühl der Ehrfurcht. Deshalb sollte sie früh in der Erziehung angeregt werden.
Vom dritten Schritt auf diesem Wege wird wenig gesprochen. Er lässt sich aus dem Werk Rudolf Steiners sehr genau begründen. Man nehme alle Abirrungen, die von einer menschengemässen Weltentwicklung geschehen so auf, wie man sonst nur persönliche Verletzungen aufnimmt: mit tiefem seelischen Schmerz. Sie werden das besonders gut und leicht verstehen, weil diese Fehlentwicklungen Ihnen fast die Existenz rauben. Aber nicht nur die Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft sind "mitleidend" zu erleben, sondern jede Fehlentwicklung. Das ist eine Bedingung (es gibt noch andere), das Herzdenken zu entwickeln. Man soll also sein Seelenleben diesem Schmerz aussetzen.
Dabei lauern zwei Gefahren:
- Man kann in solchem Schmerz gewissermassen ertrinken. Dann wird die Eigenaktivität gelähmt.
- Man kann sich mit der Kritik der Zeit gegen ihn wenden. Dann nimmt das Denken eine unproduktive Richtung. Das Denken sollte Kritik nur benutzen, um die Ansatzpunkte zu finden, welche die kritischen Punkte in eine produktive Richtung wenden. Die Frage ist: Wo kann die Misere ins Positive gewendet werden?
Sie werden sicher merken, dass damit ein Weg zur Ausbildung eines neuen Gewissens und eines neuen Verantwortungsgefühls gewiesen wird. An dieser Stelle möchte ich einem möglichen Missverständnis vorbeugen. Es könnte der Eindruck entstanden sein, dass ich das reine Erkenntnisstreben ausser Acht lasse. Das ist bestimmt nicht der Fall. Das Studium ist und bleibt der erste Schritt auf dem Schulungsweg. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, wie die Studienergebnisse zu behandeln sind bei den pflegerischen Berufen. Sie sollten in das Gemüt aufgenommen werden, sie sollten dadurch eine gewisse Seelenstimmung erzeugen. Diese sollte das Studium begleiten und kommt ihm zugute.
Ein zweiter möglicher Einwand wäre, dass das, was ich bisher vorgebracht habe, zu wenig "praktisch" ist. Diese Bemerkungen zur Schulung sind aber gerade die Voraussetzung für alle sachgemässe Arbeit. Aber sie müssen sicher noch ein wenig verifiziert werden.
Ich mache es mir heute einmal leicht und wähle dafür den Gartenbauunterricht an Rudolf-Steiner-Schulen aus. Da fallen alle existenziellen Sorgen, welche die Bauern plagen, weg. Die Schulgärtner sind die Privilegierten unter den Landwirten. Und doch haben auch sie noch Sorgen genug. Mich fragte vor kurzer Zeit einer dieser Gartenbaulehrer: "Sagen Sie mir, warum führt der Gartenbauunterricht an den meisten Schulen ein Rand-Dasein?" Ich hätte ihm damals antworten können: Weil das abgrundtiefe Thema dieser Zusammenkunft, Arbeiten und Lernen, in seiner Bedeutung nicht erfasst ist.
Ich muss hinzufügen, dass sein 5000 m2 grosser Garten ein wirkliches "Schmuckstück" ist, ein wirklich gesteigertes Stück Natur, das heisst, er ist ein Könner von hohem Grade.
Ich will Ihnen einmal eine Kette von Schwierigkeiten aufzählen, an der man meines Erachtens viel lernen kann. Die heutigen Kinder kommen oft unwillig in den Gartenbau. Woran liegt das? Lassen wir einmal die Zivilisationsverhältnisse, die so allerhand bewirken und mit allen möglichen, zum Teil fürchterlichen Inhalten die Seelen der Kinder besetzen, ausser Betracht. Denn die heutige Schule muss sich doch generell fragen, wie sie mit dieser Situation fertig wird. Vor dem Gartenbauunterricht liegt die Pflanzenkunde der 5. Klasse. Auch da ist es meist schon schwierig, die Kinder an die Betrachtungsweise heranzuführen, die Rudolf Steiner für richtig hält. Diese Pflanzenkunde hat zwei Vorbereitungen innerhalb des Lehrplanes der Rudolf-Steiner-Schulen:
- die Sachkunde-Epoche der dritten Klasse, welche ja auch die Landwirtschaft behandelt
- die sogenannten "Sinnigen Geschichten" der ersten drei Schuljahre.
Die letztere Vorbereitung, die "Sinnige Geschichte", trifft man bei Schulbesuchen nur noch ganz selten an. Geht man der Sache ein wenig auf den Grund, dann findet man, dass die Pflanzenkunde meist aus alten Epochenheften abgeschrieben, nein, schon "gelehrt" wird. Die gründliche Auseinandersetzung mit den drei Seminarvorträgen Rudolf Steiners über Pflanzenkunde ist fast verloren gegangen. Ich hoffe, dass die Landwirte unter Ihnen diese drei Perlen kennen. Studiert man sie genau, stellt man fest, dass viele Fragestellungen heute noch einer gründlichen Bearbeitung harren. Was sagt das aus?
Über die Bedeutung der sinnigen Geschichte für das Seelenleben der Kinder spricht Rudolf Steiner in den pädagogischen Vorträgen. Das Interessantere darüber sagt er in Mitgliedervorträgen der Anthroposophischen Gesellschaft. Man kann sich doch fragen, warum er in dem Vortragszyklus "Der Sturz der Geister der Finsternis", eine pädagogische Betrachtung der sinnigen Geschichte gibt, 1917, also vor der Begründung der Waldorfschule.
Ich will auf die Frage des Gartenbaulehrers und meine eigenen zwei Antworten versuchen:
Man erlebt in den Betrachtungen, die geschildert worden sind - denn es sind doch Beobachtungen! - die Schwierigkeiten unseres Bewusstseins in allen pflegerischen Berufen, zum Wesen dessen, mit dem man umgeht, wirklich vorzustossen. Sehr abstrakt gesprochen: Uns fehlt es an Imaginationskraft! So wie die Dinge liegen, ist das erst einmal "normal". Das Bedenkliche ist nun, dass dieser grundliegende Mangel immer weniger mit dem ganzen Menschen, vor allem mit dem Gemüt erlebt wird. Würde das geschehen, dann würden Gartenbau, Pflanzenkunde, "Sinnige Geschichte" als Herausforderung erlebt, das für unsere Kultur so bitter notwendige imaginative Bewusstsein zu üben! Jede Herausforderung enthält doch eine Chance, und die genannten eine heute zentral wichtige Chance dazu. Wenn das allgemein erkannt würde, bräuchte der Gartenbaulehrer doch kein Rand-Dasein an der Schule zu führen, dann wäre er doch, wenn schon keine Zentralfigur (ist die heute überhaupt noch gefragt?), aber ein wichtiger Genosse beim gemeinsamen Streben nach dem Zentrum aller pflegerischen Berufe.
Die zweite Bemerkung: Wenn man - so wie ich - fast ein halbes Jahrhundert Entwicklung der Waldorfpädagogik miterlebt hat, entsteht immer stärker eine Frage: Haben wir, die wir Menschen pflegen sollen - den Begriff "Menschenpfleger" finden wir schon im Grundsteinspruch für die erste Waldorfschule - ein wirkliches Bewusstsein von der Totalität der menschlichen Seele? Im Morgenspruch für die ersten vier Klassen der Waldorfschule finden Sie die rätselhafte Bezeichnung: der "Seele Geistesmacht". Haben wir von der "Geistesmacht der Seele" ein zulängliches Bild?
Ich behaupte einmal: Nur dann könnten wir - gewiss anfänglich - die Metamorphosen des Seelenlebens verstehen. Ich will diese umfassenden Fragen, die gewiss nicht schnellfüssig zu beantworten sind, an einem Beispiel des Gartenbaus festmachen. Sie wissen, es gibt nicht so viele Hinweise Rudolf Steiners für den Gartenbauunterricht. Darunter ist einer an Frau Stegemann, den ich vorlesen will: "Wenn Ihr Sohn das 12. Lebensjahr erreicht hat, nicht viel früher, dann lassen Sie ihn doch in der Woche einige Stunden im Garten und auf dem Feld helfen. So lernt er mit den Gliedmassen tätig den Jahreslauf erleben, das befruchtet den Schulunterricht. Man muss ihn hinlenken auf ein Beobachten, aus dem dann die Fragen auftauchen. Bei der Beantwortung soll immer vom Menschen ausgegangen werden. Die Früchte solcher Tätigkeit entstehen dann im Erwachsenen, sie metamorphosieren sich im Sozialen."
Da stossen Sie sofort auf die goldene Erziehungsregel des "entdeckenden Lernens". Aus der Seele des Kindes selbst sollen die Fragen entstehen. Also, nicht der Lehrer soll fragen, sondern das Kind. Der Lehrer sollte das Kind höchstens anschubsen: " Hast Du Dir die Zaunrübe schon genauer angesehen?" Die Gartenbaulehrer werden vielleicht einwenden: Die Fragen kommen heute nicht! Ja, Sie haben recht! Wenn in der kindlichen Seele nicht energisch die Stimmung durch die "Sinnige Geschichte" ab der ersten Klasse gepflegt wird, fällt es heute schon schwer, die Pflanzenkunde an die Kinder heran zu bringen. Das braucht doch bei den heutigen Zeitgewohnheiten, denen die Kinder ausgesetzt sind, niemanden zu erstaunen! Deswegen müssen die Lehrplanangaben Rudolf Steiners so ernst genommen werden. Das aber allein genügt noch nicht! Ich verweise auf den dritten Schritt der Gemütsbildung: Aus dem (bitte ganz unsentimentalen) objektiven Mit-Leiden an der Zeit sollte die Begeisterung entspringen, den Niedergangserscheinungen etwas entgegen zu setzen. Wie oft ruft Rudolf Steiner den Lehrern zu: Der Lehrer sei ein Mensch der Initiative! Ich will es behutsam formulieren: Eine gute Tradition ist ja etwas Schönes! Aber sie wird sehr schnell flügellahm, wenn sie nicht immer neu beflügelt wird durch die Begeisterung einer neuen Lehrergeneration. Und sie kann, so merkwürdig das klingen mag, aus dem Mitleiden am Zeitgeschehen entstehen. Meine Generation hatte es verhältnismässig leicht. Die Kriegserlebnisse waren zum Teil so furchtbar, dass sie die Fragen aus der Seele förmlich "herauspressten". Welche Erlösung, als wir in der Anthroposophie Antworten fanden und Begeisterung, sie zu verwirklichen. Die heutige Lehrergeneration hat es viel schwerer, weil die Zeitverhältnisse verdeckter, kaschierter an sie herantreten. Aber sie sind nicht minder brutal, als es der zweite Weltkrieg war.
Also, die Fragen sollen während der Arbeit entstehen. Wie heisst es? Bei der Beantwortung soll immer vom Menschen ausgegangen werden. Ich überspitze absichtlich: Durch praktischen Gartenbau zu einer Menschenkunde? Ja, wie macht man das denn? Da stossen wir auf eine goldene Regel der Waldorfpädagogik: Nicht die Dinge distanziert schildern, sondern in bezug auf den Menschen. Denn - ich glaube, dass das sofort einleuchtet: Dadurch wird das Interesse der Kinder geweckt, weil sie merken: Die Welt hat etwas mit mir zu tun! Aber wie? Verzeihen Sie eine zweite, gewissermassen freche Bemerkung: Müsste dieses Thema nicht ein fortlaufender Gegenstand Ihrer Besprechungen sein? Detailliert und konkret?
Also, in jedem Satz zu Frau Stegemann steckt ein Riesenthema. Übrigens gilt das auch für den ersten Satz: Gartenarbeit erst vom 12. Lebensjahre ab. Warum eigentlich?
Im letzten Satz wird wieder ein umfassendes Thema angeschlagen, vielleicht das schwierigste: Die Metamophose von Seelenkräften. Rudolf Steiner behauptet einfach: "Die Früchte solcher Tätigkeit erscheinen erst im Erwachsenen, sie metamorphosieren sich im Sozialen." Man kann ja Rudolf Steiner erst einmal glauben, den Gedanken ins Herz fallen zu lassen und ihn dort pflegen, meinetwegen ihn meditieren, ihn als Rätsel empfinden lernen. Das ist ja schon viel. Denn gewöhnlich hat man ihn in unserer schnellebigen Zeit ein paar Tage später vergessen. So bleibt er der Seele als Anruf erhalten.
Sie merken, ich habe in der zur Verfügung stehenden Zeit Ihnen nur ein Fragment abtreten können über die Arbeitsweise pflegerischer Berufe allgemein und über den Gartenbau im besonderen. Dieses Fragment ist nach vielen Seiten ergänzungsbedürftig. Meines Erachtens enthält es aber doch eine Struktur, mit der Schwerpunkte der pflegerischen Arbeit zu erkennen sind. Ich will wenige Seiten stichwortartig noch einmal artikulieren.
- Am ehesten wird man der Arbeitsweise pflegerischen Tuns gerecht werden, wenn man ihren Schulungscharakter aufdeckt, getreu der Aussage Rudolf Steiners, dass die "Lebensschule" alle für die Zeit erforderlichen Fähigkeiten weckt.
- Die Bedingung freilich ist, dass man sich auf diese Lebensschule wirklich einlässt.
- Der zweckrationale Arbeitstypus des Handwerks und der technischen Berufe enthält bereits diesen Schulungscharakter (aber nur in gewissen Grenzen).
- Der pflegerische Arbeitstypus sprengt diese Grenzen, weil er den Wesen der Schöpfung gegenüber tritt. Er kann nur sachgemäss ausgeführt werden, wenn eine Wesenserkenntnis erworben wird.
- Ein Weg dahin ist die Vertiefung der Gedanken mit den Kräften des Gemüts - oder anders gewendet: ein vertieftes Erleben der Gedanken.
- Es ist notwendig in der Pädagogik den pflegerischen Arbeitstypus neben dem zweckrationalen zu üben.
- Erlebenswirksam wird dieses Tun nur, wenn die Vermittler den Schulungsweg des pflegerischen Arbeitstypus ein Stück weit bei sich selbst realisiert haben.
Rudolf Steiner
Über die "Sinnige Geschichte" Rudolf Steiner Über die "Sinnige Geschichte"
Aus dem Vortrag vom 21. Oktober 1917 in GA 177
Nehmen sie die äussere Wissenschaft - welchen Weg nimmt sie? Sie nimmt immer mehr den Weg nach allerlei Abstraktionen hin, sie wird sogar am nützlichsten dadurch, dass sie den Weg nach allerlei Abstraktionen hin nimmt. Diese Naturwissenschaften werden die Menschen brauchen zu dem äusseren Leben; sie muss übergehen in die menschliche Kultur. So wie sie nun ist, als äussere naturwissenschaftliche Kultur sie für die Erziehung zu verwenden, wird in der nächsten Zeit von ganz besonderem Nachteil sein. Kindern beizubringen, was die Menschen vom Naturleben und den Naturgesetzen und an Gesetzen der abstrakten Naturwissenschaft wissen müssen, das wird eine Absurdität in der nächsten Zeit werden. Dagegen wird wichtig werden - ich kann überall nur Beispiele anführen -, dass eine Art liebevoller Betrachtung eintritt über das Leben der Tiere, über besondere Lebensverhältnisse der Tiere, recht bildlich zu schildern, wie sich die Ameisen benehmen in ihrem Zusammenhang, wie diese Ameisen zusammen leben und so weiter. Sie wissen ja, in solchen Werken wie in Brehms "Tierleben" sind Ansätze zu diesen Dingen vorhanden, aber sie werden nicht ausgebaut. Sie müssen immer mehr und mehr ausgebaut werden, diese symbolisierten Geschichten, die sich im Tierleben abspielen. Recht sinniges Erzählen von einzelnen individuellen Geschichten, das wird Platz greifen müssen. Und das werden wir den Kindern beibringen müssen, statt jener schauderhaften Art, wie elementare Zoologie an die Kinder verzapft wird: wir werden ihnen erzählen müssen von besonderen Taten des Löwen, des Fuchses, der Ameise, des Sonnenkäferchens und so weiter. Ob die Dinge geschehen oder nicht, das ist im einzelnen recht gleichgültig; dass sie sinnig sind, darauf kommt es an. Und was man heute den Kindern eintrichtert, was ja ein Extrakt ist aus der Naturwissenschaft, das soll erst in späteren Jahren kommen, wenn die Kinder sich erbaut haben an solchen Erzählungen, die von dem individuellen im Tierleben handeln.
Besonders wichtig wird es sein, dass man auch das Pflanzenleben in einer solchen Weise betrachtet, dass man viel zu erzählen weiss über das Verhältnis der Rose zum Veilchen, über das Verhältnis der Sträucher zu den Unkräutern, die um sie herum wachsen, dass man ganz lange Geschichten zu erzählen weiss über dasjenige, was da vorgeht in den springenden Geistern über die Blumen hin, wenn man über eine Wiese geht, und dergleichen. Das muss als Botanik den Kindern erzählt werden. Und erzählt werden muss den Kindern, wie da gewisse Kristalle mit grüner Farbe, die in der Erde wohnen, sich zu farblosen Kristallen verhalten, wie sich ein Kristall, der würfelförmig ist, zu einem verhält, der in Oktaedern kristallisiert. Statt einer abstrakten Kristallographie, wie man sie heute schon in sehr früher Jugend zum Unheil der Jugend verzapft, wird man haben müssen eine symbolistische Darstellung des Lebens der Kristalle im Innern der Erde. Man wird seine Anschauungen über dasjenige, was im Innern der Erde vorgeht, nur dann befruchten können, wenn man sie eben befruchtet mit dem, was Sie in unseren Schriften finden an Schilderungen über das Innere der Erde und so weiter. Das blosse Aufzählen wird nicht genügen, sondern darauf kommt es an, dass dieses Dinge anregen, dass sie solche Vorstellungen geben, dass man viel zu erzählen vermag über das gegenseitige Leben der Diamanten und Saphire und so weiter. Sie werden, wenn Sie darüber nachdenken, verstehen, was ich eigentlich meine.
(...) Sie sehen, worauf das hinausläuft. Es läuft darauf hinaus, die Seele des Kindes wirklich mit lebendigen Inhalten zu erfüllen (...). Und Sie sollen sehen, wie der Mensch weniger dürr werden wird in seinem Seelenleben, wie er weniger nervös werden wird, wenn er solche im Sinne der Weltgesetze gehaltene Erzählungen in seinem späteren Lebensalter herausholen kann. Dann hat er auch die Naturgesetze kennengelernt, dann kann er einen Einklang schaffen zwischen dem, was ihm in lebendigen Lebensformen vorgeführt wurde, und den Naturgesetzen, während sein Geist nur verödet, wenn er die abstrakten Naturgesetze empfängt.
Erhard Fucke
Der zweckrationale und der pflegerische Arbeitstypus
Vortrag, gehalten im Herbst 1995 vor Lehrern und Landwirten in Norddeutschland
(Aus Pädagogischer Gartenbau 2)
Liebe Kollegen,
Ich meine mit dieser Bezeichnung nicht nur die Lehrer in diesem Kreise, sondern auch die Landwirte. Beide haben ja einen pflegerischen Beruf. Das Thema "Arbeiten und Lernen" ist ein Zentralthema der Menschenkunde. Deshalb ist es auch in einem Vortrag nicht abzuschreiten. Was vielleicht möglich sein kann, ist eine Ahnung davon zu erwecken, welche "abgrundtiefen Fragen" damit aufgeworfen werden.
Da die meisten von Ihnen mich kaum kennen, zwei kurze biographische Bemerkungen. Mir ist die bäuerliche Arbeit seit Kindheit her vertraut, da mein Grossvater von einem Bauernhof kam. Ich erinnere mich noch deutlich, welche Probleme ich hatte, barfuss über ein Stoppelfeld zu laufen. Ich hatte dann zwischen dem 19. und 22. Lebensjahr mir fast drei Jahre lang den Lebensunterhalt durch landwirtschaftliche Arbeit verdient.
Zu dieser Zusammenkunft eingeladen wurde ich wohl, weil ich mich seit fast dreissig Jahren mit dem Thema der Arbeit befasse. Das kam daher, weil mir als verhältnismässig jungem Lehrer die sogenannten "Volkspädagogischen Vorträge" gewissermassen "ins Herz" fielen. Denn sie zeichnen eine Ur-Gestalt der Waldorfschule, die durch das, was dann die konkrete Gestalt der Waldorfschule - aus den verschiedensten Gründen - nicht erreicht hat. Es war mir unter anderem ein Anliegen, mit Freunden den Bildungswert von Arbeit zu erkunden. Dabei ergab sich relativ früh eine Seitenlinie des Suchens aus Bemerkungen Rudolf Steiners zum anthroposophischen Schulungsweg. Rudolf Steiner charakterisiert dabei zuerst den Bildungswert der Lebensschule. Er meint, dass die Lebensschule alle Fähigkeiten ausbilde, welche für das Leben in der historischen Epoche, in die man hineingeboren wird, notwendig sind. Man müsse sich auf diese Lebensschule nur einlassen. Der anthroposophische Schulungsweg habe nur die Funktion eines Zeitraffers. Mit ihm könnte schneller erreicht werden, was in der Lebensschule ausgebildet wird.
Diese Bemerkung regte die Frage an, wo denn in der Arbeit Schulungselemente aufzuspüren sind. Meine Freunde und ich richteten das Augenmerk erst einmal auf handwerklich-industrielle Arbeit. Darüber gibt es eine Reihe recht gründlicher Untersuchungen. Tatsache ist, dass diese von grossen Firmen (etwa Ford, Bayer, Phillips, Waiku-Chemie usw.) zur Kenntnis genommen und wir beauftragt wurden, deren Ausbildungen nach diesen Gedanken neu zu gestalten. An den Waldorfschulen selbst gingen diese Gedanken (obwohl sie doch ihrer eigenen Grundlage entsprangen) erst einmal "vorbei".
Ich möchte Ihnen jetzt, natürlich ist das nur stichwortartig möglich, einige Schulungsmomente andeuten, die auf allen vier Ebenen des Menschen zu beobachten sind:
1. Der Bewegungsmensch wird den Arbeitsvorgängen angepasst, anders beim Schreinern oder Schmieden, wieder anders beim Feilen oder Löten (und so bei jeder Arbeit). Genauer müsste man sagen: die Eigentätigkeit des Schülers gibt eine neue, der Arbeit entsprechende Bewegungsgestalt ein und das Ergebnis ist gesteigerte Geschicklichkeit. Sie wird vor allem am Widerstand, den das Material dem gestaltenden Eingriff entgegensetzt, entwickelt.
2. Auch auf der Ebene der Verhaltensweisen (der Gewohnheiten) fordert und fördert die Arbeit die Gestaltung spezifischer Fähigkeiten. Wir wissen: ein aufgeregter Arbeiter ist ein schlechter Arbeiter. Besonnenheit ist gefragt. Ihre Voraussetzung ist innere Ruhe. Hier stossen wir auf eine Grundtugend des Schulungsweges, ohne die nichts gelingt. Besonnenheit verlangt aber auch gesteigerte Aufmerksamkeit, also Konzentration auf den Arbeitsvorgang. Konzentration ist wiederum eine Grundtugend des Schulungsweges. Ich belasse es bei einem dritten Hinweis: das Üben an der Arbeitsaufgabe erfordert Geduld. Ungeduld, etwas schnell erreichen zu wollen, ist eines der grössten Übel auf dem Schulungsweg. Anders gewendet: Arbeit übt Geduld.
Auch die dritte Ebene des Menschen, die der eigentlichen Seelenkräfte von Denken, Fühlen und Wollen, wird beeinflusst. Sofort einleuchtend ist, dass die Arbeit, die doch bewusste wiederholentliche Übung des gleichen Vorgangs ist, den Willen schult. Die zweite der sogenannten Nebenübungen ist doch nur eine Steigerung dieser Arbeitsübungen, insofern sie sich jetzt auf ein Ziel richtet, das nicht notwendig ist, das aber der Übende durchsetzt. Die Vornahme, also ein Gedanke, wird bei dem Übenden realisiert.
Jedes Produkt, das hergestellt wird, hat seine Gestalt durch Gedanken genommen. Sie stecken - gleichsam unsichtbar - in jedem Produkt. Wer sie gezielt wieder herstellen will, muss sich dieser Gedanken versichern, d.h. sie nachschaffen, wenn er sinnvoll arbeiten will. Das trifft besonders zu, wenn Arbeit mit der Methode des entdeckenden Lernens getrieben wird. Dann hat sie den grössten erzieherischen Effekt. Da, was gedacht wird, in der Arbeit auch realisiert werden muss, deckt das Arbeitsresultat auch alle Denkfehler auf, die sich unter Umständen in das Denken eingeschlichen haben. Arbeit erzieht also zu einem sachgemässen Denken.
Da der Arbeiter der einzige Fertiger eines Produktes ist, bildet sich auch (und zwar aus der Sache) Verantwortungsgefühl. In der arbeitsteiligen Herstellung von Produkten, die man ja schon früh einsetzen lassen kann, auch soziales Gefühl.
Ich könnte jetzt den Abend damit verbringen, Ihnen das an Beispielen weiter zu illustrieren. Das wäre sogar wünschenswert, um sich präzise Vorstellungen über den Bildungswert dieser Arbeitsform zu bilden. Da wir aber noch zum pflegerischen Arbeitstypus vorstossen müssen, nur noch einige Bemerkungen.
Es gilt: Den Hund kann man zum Jagen nicht tragen. Arbeit kann nur vom willigen Arbeiter sachgerecht geleistet werden. In der Eigentätigkeit stossen sie auf das Kostbarste, was der Mensch besitzt. Sie ist Ausdruck des Ich. Ferner: Mit den Produkten (auch den für deren Herstellung notwend

1730)
Ounedy
aus Berlin
15.11.03 23:22
eMail: federfuchs@hotmail.com URL: http://www.federfuchs.here.de

Nachricht:

Hallo,
wie es der Zufall will, bin ich hier gestrandet,
darum möchte ich aus Berlin freundliche Grüße senden,
würde mich freuen, wenn Du auch mal mein Gästebuch besuchst
und es mit Deiner Anwesenheit bereicherst!
Lieben Gruß und alles Gute von Ouendy

1729)
paraneua!
aus
14.11.03 23:17
eMail: URL: http://www.paraneua.de

Nachricht:

Gruß Paraneua-Bioeule!
Es scheint, dieses Gästebuch klappt ja wieder für mich, nachdem es eine Zeitlang gekappt war?

1728)
test!
aus
07.11.03 12:29
eMail: URL: http://www.

Nachricht:

Test!

1727)
test!
aus
26.10.03 1:35
eMail: URL: http://www.nachtigallaktuell.de.vu

Nachricht:

Test!

1726)
Ouendy
aus Berlin
22.10.03 1:10
eMail: federfuchs@hotmail.com URL: http://www.federfuchs.here.de

Nachricht:

Hallo,
Wollt mich auch mal eintragen.
Bin noch nicht lange auf dieser Seite,
aber mir gefällt sie wirklich gut.
darum möchte ich aus Berlin freundliche Grüße senden,
hoffe doch, Du besuchst auch mal mein Gästebuch,
es würde sich freuen wenn Du es mit Deiner Anwesenheit bereicherst!
Hier mein Link zu meiner Seite: www.federfuchs.here.de
Lieben Gruß und alles Gute von Ouendy

1725)
Ouendy
aus Berlin
20.10.03 1:09
eMail: federfuchs@hotmail.com URL: http://www.federfuchs.here.de

Nachricht:

Hallo,
Wollt mich auch mal eintragen.
Bin noch nicht lange auf dieser Seite,
aber mir gefällt sie wirklich gut.
darum möchte ich aus Berlin freundliche Grüße senden,
hoffe doch, Du besuchst auch mal mein Gästebuch,
es würde sich freuen wenn Du es mit Deiner Anwesenheit bereicherst!
Hier mein Link zu meiner Seite: www.federfuchs.here.de
Lieben Gruß und alles Gute von Ouendy

1724)
Ouendy
aus Berlin
18.10.03 21:10
eMail: federfuchs@hotmail.com URL: http://www.federfuchs.here.de

Nachricht:

Hallo,
bin zufällig auf Deine Seite gelang!
darum möchte ich aus Berlin freundliche Grüße senden,
hoffe jedoch, Du besuchst auch mal mein Gästebuch,
es würde sich freuen wenn Du es mit Deiner Anwesenheit bereicherst!
Hier mein Link zu meiner Seite: www.federfuchs.here.de
Lieben Gruß und alles Gute von Ouendy

1723)
Ouendy
aus Berlin
18.10.03 0:39
eMail: federfuchs@hotmail.com URL: http://www.federfuchs.here.de

Nachricht:

Hallo,
bin zufällig auf Deine Seite gelang!
darum möchte ich aus Berlin freundliche Grüße senden,
hoffe jedoch, Du besuchst auch mal mein Gästebuch,
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Lieben Gruß und alles Gute von Ouendy

1722)
Makowicz
aus Kirchdorf
23.09.03 10:12
eMail: Cmakowicz@t-online.de URL: http://www.Einfachschlank.de.vu

Nachricht:



Hallo,ich finde diese Webseite sehr ansprechend und gut gemacht!Man merkt sofort,dass hier eine Menge Arbeit drin steckt.Ein gutes Beispiel für andere Seiten.

Grüsse,Makowicz

Http://www.Happymail.de.vu


1721)
stumer
aus Lübeck-Köln
09.09.03 9:38
eMail: stumer@hotmail.com URL: http://www.art-and-sport.beep.de

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Tolle Page!

Würde mich freuen, wenn Ihr mal auch auf meine guckt, habe dort zum einen die coolsten Snowboard-/Skigebiete vorgestellt und zum anderen meinen Berner-Sennen-Welpen ausgestellt (20er Bilderserie mit Geschichte).

www.art-and-sport.beep.de

Liebe Grüße

Stumer

1720)
Ich
aus hier
03.09.03 22:23
eMail: ich@ich.de URL: http://www.

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Testnachricht

1719)
Paraneua-Bioeules "Eyfer"
aus
03.09.03 1:31
eMail: URL: http://www.paraneua.de/jupiter.htm

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Bioeules zusätzliches Jupiter-Forum! Paraneua-Bioeule! www.paraneua.de/jupiter.htm ?



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1709) paraneuas "eyfer" gebremst? aus 22.08.03 19:02
eMail: URL: http://www.paraneua.de/jupiter.htm

Nachricht:
Bei www.jokerbioeule1.de.vu sind von meinem Computer aus nur neue Einträge zu machen, andere nicht einsehbar?

Gruß Buchweizen.de.vu, alias Paraneua-Bioeule, eine mögliche Ausweichstation ist: www.paraneua.de/jupiter.htm


1708) buchweizen.de.vu aus 22.08.03 18:53
eMail: URL: http://www.buchweizen.de.vu

Nachricht:
Gruß Paraneua-Bioeule, alias buchweizen.de.vu
Leider kann ich von meinem Hauscomputer nur mehr Einträge in diesem Forum machen, alte Einträge aber nicht mehr lesen!


1707) marx-gemurxe in trier: deutscher wald kann nichts dafür! aus 22.08.03 3:48
eMail: URL: http://www.paraneua.de/familie.htm.htm

Nachricht:
3119.) Name: musik für jorindeundjoringel.de.vu Datum: Mittwoch, der 06. August, 2003 um 03 Uhr 17
Homepage: http://www.paraneua.de/davidvorsaul.htm E-Mail: keine e-Mail
Vielleicht gelingt es mir ja irgendwann doch, von meinem Künstlervater Wilhelm Braun "DavidvorSaul" ins Netzzu bekommen?
Einstweilen werde ich gegen schwarzmagischen Kulturabbau gern auch Rembrandts Bild als Ersatz hernehmen!
Und gegen böses Ma(o)ndragor
steht die rote Blume mit der guten Muse davor!
Ich sah auch im Kräutergarten der Marxburg nah am Rhein
gute Kräuter wie Johanniskraut und Odermenning mit Alräunchen in Reih'n!
Sah' auch im Ausstellungssaal für Ritter klare Sympathie für Rom?
Borstigen Merowingern samt Galliern und Griechen bleibt hier der Hohn?
Ging auch noch weiter zum schönen See in der vulkanischen Eifel:
doch hinter dem Markus-Brunnen und Kreuzgang schürte Neu-Orthodoxie samt Christus und Baldachin angesichts soviel gewolltem Patchwork-Christentum die üblichen paraneuischen zweifel!
Der Rhein kann jedoch nichts dafür:
Viel jedoch Marx-Gemurxe aus dem römschen Trier!
Der Sozio-Faschismus weiter gärt schwarzrot:
David vor Saul die bösen Geister mit der Harfe schickt uns fort!
Gruß Paraneua-Bioeule!




1706) odermenning aus 22.08.03 3:41
eMail: URL: http://www.beepworld.de/cgi-bin/hp/gaestebuch.pl?m=odermenning;userid=983088

Nachricht:
www.beepworld.de/cgi-bin/hp/gaestebuch.pl?m=odermenning;userid=983088

Gruß Paraneua-Bioeule!


1705) test! aus 22.08.03 2:40
eMail: URL: http://www.

Nachricht:
Test!


1704) drachen-akzeptanz? aus 22.08.03 2:39
eMail: URL: http://www.google.de

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gegenevola1.de.vu johanniskraut1.de.vu
3116 Einträge
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3086.) Name: test! Datum: Mittwoch, der 21. Mai, 2003 um 18 Uhr 16
Homepage: http://www.paraneua.de/jupiter.htm E-Mail: keine e-Mail
Gruß Paraneua!



3085.) Name: Datum: Freitag, der 16. Mai, 2003 um 23 Uhr 50
Homepage: http://www.gastbuch24.de/gastbuch.php3?user=jupiter E-Mail: keine e-Mail
www.gastbuch24.de/gastbuch.php3?user=jupiter



3084.) Name: bioeule 3 jahre im netz! Datum: Freitag, der 09. Mai, 2003 um 18 Uhr 03
Homepage: http://www.bioeule.de E-Mail: keine e-Mail
Herrn Schröders zugesicherte Demokratie im Netz?
Für seit 3 Jahren im Netz präsente Bioeule eine ungeheure Farce in anbetracht der 3-jährigen Leide-Form des Hackens is' dös!
Nicht dass ich dies Erleben im Passivum erlitte:
Doch, Herr Schröder, wo is' die Demokratie im Netz, bitte?
Is' sie für mich von jungen "res"-Jesuiten-Hackern immer wieder "temporär" verschoben?
Is' dös Internet aus Lügen-Netzen gewoben?
Ich könnt' ja, statt am neuen Rock zu häkeln,
Hacker-Dateien in stundenlanger Arbeit aufmachen statt an inkompetenten Demokratie-Angeboten rumzumäkeln!?
Als brave Verbraucherin bezahl ich die Firma Microsoft samt ihren Jesuiten und Salesianern,
die mich schon öfters dummdreist versuchten zu verwarnen!
Als interessantes allergisches Syndrom
findet man wenig Akzeptanz für gewisse Anfragen bei der Stichwort-Politik schon!
"Polen-Gnosis-Jesuiten"
sich im Netz Kontroll-Organe gedanken-verbindend verbitten?
Auch der aktuelle Tanz im Chor,
kommt in auffälliger Verbindung hier vor?
Auch Evolas Traditionen
könnten elitäre Gruppen mit Snobismen voll entlohnen?
Viel zu gut ist Gutes für das ganz gewöhnlich Volk?
Massen-Kultur gibt's längst doch für den Pulk?
Kulturabbau und Chaos-Philososophie
drängt man gewöhnlichen Sterblichen auf -und wie!
Doch "man" selbst gönnt gern sich etwas Gutes? Längst schon abgezweigt wurd', was insgeheim war ein als "gut" Befundenes!
Was halt stört bei anthroposophischer Beute:
Die "heruntergekommene "Gottheit, die "jesuitische" Christus-Feinde nie erfreute!
Könnte man sie nur dem Herzen abgewöhnen!
Ob man Zuflucht deshalb muss zur Herzverpflanzung nehmen?
Oder könnt' man zukunftsträchtig überspringen Jetztzeit,
um für der Mongolen TAO unsren ICHTYS kollektiv mit DAFAS gleich bezwingen?
Ob beim neuen enervierenden Streit:
Katholisch Umschau Transsubstantiationen abbaut noch heut?
Leider geht auch dies nur kollektiv? Oh Mutabor-Metanoia! Euer Segen hängt bei den Kulturzerstörern schief!
Nicht nur der Irak wir jetzt entwurzelt!
Iggsdrasil! Wer fällt sie, dass sie purzelt?
Syrien wird leiser jetzt vernichtet,
dass ja nicht mehr die Magie in Weiss von Aleppo aus wird neu errichtet?
"Seltsame Geschichten" samt Voodoo die Salesianer mit 'ner Akzeptanz bescheiden (Kath. Umschau!)
Unsozialen Erkenntnisabbau weltweit muss der Mensch erleiden!?
Auserdem das Geld wird knapp?
Auch die des Stoibers Schnellstreck' zockt hier unsozial uns ab!
Doch er sagt ja, dass wer Arbeit schafft, sei sozial, auch Freud' gibt's durch Kraft?
Mein auf Steiners fussend Slogan anders lautet:
Sozial ist, wer Erkenntnisse schafft,
damit schädlich' Geheimniskrämerei man outet!
www.paraneua.de/sozialheute.gif
Gute Geister, die man anthroposophisch rief!
Was ist wichtige Zukunftsarbeit?Zwischen Ost und West die Sendung Michaels noch heut!
Hier gibt's keine Drachen-Akzeptanz!
gegen seinen Willen das jesuitisch Chamäleon erscheint im nackten Glanz!
Zwischen Luzifer und Ahriman
unbequemer gesunder Menschenverstand ist dran!
Zwischen Maschinen und den Drogen
gibt's noch Wahrheit unverbogen!
Stattsich vollzustopfen mit Synthetik-Vitaminen:
Licht der Wahrheit wird mit Metanoia uns erscheinen!
Und ich schick' 'nen Gruss nach Bagdad:
Mancher Münchner in dem Marionettentheater seinen Kalif Storchgehabt hat!
Und ich ruf als alte Sophien-Eule:
3 jahr jetzt im Internet stets aktuell samt Absturz und Geheule!
Wenn mein Internet-Anschluss is' wieder flott:
Öfters vom Geheul' man hat!
Gruß Paraneua-Bioeule! Bei www.jokerbioeule1.de.vu spamschutz? nicht von mir!




3083.) Name: golgotha! Datum: Samstag, der 19. April, 2003 um 04 Uhr 55
Homepage: http://www.paraneua.de/news.htm E-Mail: keine e-Mail
Test! Adresse zum folgenden Eintrag
eMail: keine
URL: keine
Beitrag:
www.beepworld3.de/members28/jokerbioeulemai4/auferstehung.htm
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!
94.) Eintrag vom 12.02.2003 / 09:28
Name: statt "rechts" und "links" in seiner soziofaschistisch-"jesuitischen"? chamäleonshaften verkleidung:
eMail: keine
URL: keine
Beitrag:

Zurück
Wahres Christentum kann niemals eine bloße Volksreligion sein, ja mehr noch, es ist im Grunde überhaupt keine "Religion" im üblichen Sinne der Rückverbindung (re-ligio) zur geistigen Welt. Vielmehr ist das für die ganze Erdenentwicklung zentrale Christus-Ereignis eine weltgeschichtliche Tatsache, die weniger ein "Bekenntnis" fordert, sondern vielmehr bei klarem Bewußtsein erkannt werden will. Christus ist der neue Adam, der die Erbsünde, d.h. die Fesselung des Geistes durch die niederen Wesensglieder, überwunden hat, indem er sie vergeistigte. Strebt ihm die freie Individualität nach, nimmt sie an der Auferstehung teil – und zwar an der Auferstehung des "Fleisches": die niederen Wesensglieder bis hinunter zum physischen Leib werden nicht einfach abgestreift oder abgetötet, sonder veredelt. In unserem Zusammenhang bedeutet das: die Rasse wird nicht abgestreift, sondern vergeistigt; das Volkstum wird nicht abgelegt, sondern ins Geistige erhöht; der Egoismus wird nicht vernichtet, sondern vergeistigt, indem er sich von den engen Grenzen des Einzelnen auf die ganze Welt ausdehnt – im Sinne des Christus-Wortes: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", wobei aber nicht nur alle Mitmenschen, sondern zugleich die ganze Natur mitumfaßt ist. Daß wir auf diesem Weg noch nicht sehr weit fortgeschritten sind, braucht wohl kaum erwähnt werden, aber in jedem einzelnen Individuum liegt die Kraft, ihn zu gehen.
Der Weg der Auferstehung kann nur beschritten werden, wenn man all jene Kräfte genau kennt, die der freien Individualität entgegenstehen. Daß es nicht die Rassen, Völker oder das einzelne Ego als solche sind, dürfte aus den obigen Ausführungen klar geworden sein; es handelt sich dabei um notwendige Stufen der menschheitlichen Entwicklung. Wer sie leugnet oder für unwesentlich hält, verfällt ihnen erst recht. Dem will Anthroposophie aufklärend entgegentreten; sie ist Erkenntnis-Christentum, das den Menschen zur leiblichen Auferstehung im Geiste führt, d.h. zur freien Individualität.
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Gruß Paraneua!

93.) Eintrag vom 12.02.2003 / 02:29
Name: Tiefsinniger als bei Sölle und Patchwork-Küng: Buddha und Christus in einer Betrachtung von Rudolf Steiner:
eMail: keine
URL: http://www.unsichtbarekirchechristi.de.tf
Beitrag:
TB 704, Rudolf Steiner, S.221: Rufen wir uns zum besseren Verständnis noch einmal ins Gedächtnis, daß der physische Leib eines Himmelskörpers, ebenso wie der eines Menschen, nur ein Teil des gesamten betreffenden Wesens ist, und daß beide subtilere Prinzipien haben, die als Aura dem Hellseher sichtbar sind. Wie der Mensch die aus Astral- und Ätherleib gebildete Aura, die kleine Aura hat, so unterscheiden wir im Makrokosmos die große Aura, Ahura Mazdao, wie sie Zarathustra nannte. Aus diesem Namen wurde dann später Ormuzd, gleichbedeutend mit Lichtgeist. Christus war damals noch fern von uns, deshalb sagte Zarathustra zu seinen Schülern: Solange euer Blick auf der Erde haftet, werdet ihr Ihn nicht sehen, doch erhebt ihr euch mit hellseherischer Kraft in die hohen Himmelsräume zur Sonne empor, so werdet ihr finden den großen Sonnengeist.
Ebenso spricht die althebräische Geheimlehre vom großen Geiste, der den Weltenraum durchwebt und den der Seher in den hohen Sphären zu suchen hat (anders der wahrscheinlich sadduzäische? Verfasser von: Die Caine war ihr Schicksal! Anm. Paraneua-Bioeule. Es folgt jedoch die Prohezeiung, daß er herabsteigen undsich mit der Erdenaura vereinigen wird. Einer von denen, die ihn in unserer Erdenaura wahrgenommen haben, war Paulus.Er wußte als Saulus wohl, daß der Messias kommen würde und die Erde mit dem Sonnengeiste vereint werden würde, er glaubte ihn jedoch noch in weiter Ferne. Auf dem Wege nach Damaskus wurde er plötzlich hellsehend und erkannte, daß das große Ereignis bereits stattgefunden hatte und daß Jesus von Nazareth der Langerwartetewar. Dieses Erlebnis wandelte ihn zum Paulus um, und er verkündete fortan als begeisterter Apostel das Geschehene.
Der Christus-Impuls istnicht nur als eine Erleuchtung einzelner Menschen aufzufassen. Der Hellseher darf sagen, daß die ganze Erde durch ihn etwas Neues geworden ist. Als Christi Blut auf Golgotha floß, trat eine innige Vereinigung unserer Erde mit dem höchsten Wesen ein, welches aus unerreichbaren Himmelshöhen herabgestiegen ist zum Heile der Menschheit. Von vielen ister bereits erkannt worden als derjenige, auf dessen Kommen die Bodhisattvas durch lange Jahrtausende hindurch hier untenvorbereiteten, wenige jedoch sind es, in denen das Christentum zum wahren Leben geworden ist. Der Christus-Impuls ist noch im Keimen begriffen, und die Menschheit wird noch lange Zeit brauchen und von manchen Führern angefacht werden müssen, bis er in allen Äußerungen des sozialen Lebens zur Geltung kommen wird.
Einen gewaltigen Fortschritt in der Lebensanschauung haben wir jedoch zu verzeichnen in der kurzen Zeit, die Buddha von Christus trennt. Eine Tatsache zeigt ihn so anschaulich wie möglich. Als der junge Königssohn Siddharta, der künftige Buddha, einst aus seinem Palast trat, in welchem er nie anderes als Lust und Glanz, als Jugend und Schönheit zu sehen bekommen hatte, erblickte er einen Krüppel, dessen Anblick ihn entsetzte und er sagte sich: Das Leben bringt Krankheit, und Krankheit ist Leiden. - Ein anderes Mal begegnete er einem Greise, und betrübt folgerte er: Das Leben bringt das Alter, und Alter ist Leiden. - Bald darauf sah erdas Abschreckendste, eine verwesende Leiche, und voller Grauenwiederholte ersich: Das Leben bringt denTod, und Tod ist Leiden. - Wo er hinblickte fand er Gebrechen des Körpers und Seelenschmerzen und Trennung von alledem, was einem im Leben lieb und teuer ist. Alles Leben ist Leiden-, sagte er sich und baute auf diesen Lebensgrundsatz die Lehre von der Lebenverzichtung. Der Mensch, so lehrte er, sollte, um dem Leiden zu entgehen, danach trachten, so rasch wie möglich aus dem Kreislauf der Inkarnationen sich zu erheben, um sich für immer dem leidvollen Wechsel von Leben und Tod zu entziehen (SATOR-Formel? Anm. Paraneua-Bioeule!).
Schreiten wir jetzt wenige Jahrhunderte voran, so sehen wirunzählige Menschen, die keine Buddhas, sondern schlichte Seelen waren, welche jedoch die Gwalt des Christus in sich ahnten, hinsehen auf einen Leichnam, doch nicht mit Schaudern. Sie sind nicht von dem alleinigen Gedanken erfüllt: Tod ist Leiden -, denn sie haben im Tode des Christus den vorbildlichen Tod erlebt, der da bedeutet: Tod ist Sieg des Geistes über alles Leibliche. Tod ist Sieg des Ewigen über alles Zeitliche.
Noch nie ist vorher ein solcher Impuls gegeben worden wie dieser, der von dem Mysterium von Golgotha kam, und niemals wird auf Erden ein größerer dem Menschen zuteil werden. Solches empfanden jene naiven Seelen, wenn sie zum Kreuze aufblickten, dem gewaltigsten der Sinnbilder. Da fühlten sie, daßes etwas Höheres und Stärkeres gibt als den verfallenden Leib, der der Krankheit, dem Alter und dem Tode unterworfen ist.
Betrachten wir nun die anderen Sätze der Lehre des Buddha mit unserer christlich-geisteswissenschaftlichen Anschauung: Krankheit und Alter können uns nicht entmutigen und zur Flucht treiben, da wir ihren Grund erkannt haben. Wir haben gesehen, wie diese neu erworbenen Fähigkeiten unseres Astralleibes den ungeschmeidigen physischen Körper immer unwohnlicher machen und wie die wachsende Disharmonie zwischen seele und Körper den letzteren allmählichzerstört und er schließlich abgestreift wird. Das Alter schreckt uns nicht, denn wir wissen, daß wenn das Leben hier den Höhepunkt erreicht hat und der Leib zu welken anfängt, in ihm das Neuerrungene sichzu einem juhngen Keime zusammenzieht, der einst zu reicherem Leben aufblühen wird. Diese Entwickelung im Geiste, wie sie das Christentum lehrt, birgt einen unendlichen Trost in sich und macht uns die Trennung von denen, die wir lieben, weniger schmerzlich, denn wir wissen, daß das Getrenntsein nur durch die physischen Schranken bedingt ist und wir im Geiste den Weg zu unseren Lieben finden können.
Denken und empfinden wir so, so bekommtdas ganze Leben hier unten ein neues, durchgeistigtes Antlitz und gewinnt immer mehr an Wert für uns. Unser geistiges Auge durchschaut die physischen Gebrechen und hilft uns, sie mit Gleichmut zu ertragen. Wir wissen, daß unser Arbeitsfeld hier unten ist und hier gesät werden muß die Saat zu neuem Leben. Was wir heute aus der Geistlehre erkennen können, wird uns auf den künftigen Entwickelungsstufen zur Gewißheit werden. Die erst im Werden begriffene Christus-Kraft wird bald eine Steigerung in unserer Wahrnehmung hervorrufen. Wir sind am Ende der Übergangsepoche, welche den tiefstenPunkt des Untertauchens und geistigen Erblindens in der Materie bedeutet, und in nicht ferner Zeit wird zu der physischen Sinneswahrnehmung ein beginnendes Hellsehen hinzutreten. ...
Rudolf Steiner, Rom, 13.April 1910, Notizen zu Vorträgen: Das Ereingnis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt, TB 704, S.222-224.
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!




3082.) Name: passion! Datum: Freitag, der 18. April, 2003 um 17 Uhr 36
Homepage: http://www.paraneua.de/wilhelmbraunpassion.gif E-Mail: keine e-Mail
Gruß Paraneua!



3081.) Name: test! Datum: Sonntag, der 13. April, 2003 um 17 Uhr 52
Homepage: http://www.paraneua.de/oupsbookparaneua.htm E-Mail: keine e-Mail
Hoffentlich bekommen Sie kein eingeblendetes Schild wegen "unerlaubter Vorgänge"!
Dann schnell den Stecker rausziehen!
Gruß Paraneua, gelobt sei, was gehackt wird!



3080.) Name: wilhelm braun kunstmaler 1906-1986 posthum im netz mindestens so gehackt wie paraneua-bioeule gelobt sei was gehackt wird Datum: Freitag, der 11. April, 2003 um 11 Uhr 38
Homepage: http://www.ichsagewasichdenkeweb.de.tf E-Mail: keine e-Mail

1383) angst lügen imperium darf es etwas mehr sein als hadayatullah hübsch samt erich fromm und dem wenig "hübschen" deutschen spenden-imperium! aus Kein 11.04.03 - 9:21
eMail: Keine URL: http://www.ichsagewasichdenkeweb.de.tf
Nachricht:
Dass "Nekrophile" kriegen, was sie wollen,
an dem Beispiel des zum Islam konvertierten Hadayatullah Hübsch und seiner organisierten Fatima-Drohbotschaften wir sehen können!
Da ich eine Bioeule in den"res"-Fängen des Welt-Ordens-"Jesuitismus" bin,
seh#' ich vor allem seit den Limburger Bioladen-Zeiten überall etwas genauer hin!
Im schönen Fritzlar las ich in der Bibliothek:
Oh, Menschheit, ist denn alles zu spät?
Solch gewollter "Nekrophilie"
widerstrebt die Probiotik Paraneua-Bioeules - aber wie!
Es hat sich ein "rechtskatholischer" Gauweiler-Parteigänger darüber mokiert,
dass "SOZIAL IST, WER ... ERKENNTNISSSE SCHAFFT!" auf meiner www.paraneua.de/sozialheute1.tif
steht!
Was sollten auch "Merowinger - oder die totale Familie" in ihrer Borstigkeit mit einer Persiflage auf Herrn Stoiber in den Mund gelegten Wahl-Grosssprechereien anfangen,
wo ihre Gedanken und Horizonte nicht über die Einsicht notwendiger Geisteswissenschaft (Böckenförde!) und ihrer Bennung der Notwendigkeit indiviodueller Ethik hinlangen!?
Das Angst-Imperium wirbt pastoral und jesuitisch:
Für die Zukunft nimmt uns die Patchwork-Religion mit ihren Ritualen unter ihre Fittich'!?
Ein Kompliment für meinen verstorbenen Künstlervater Wilhelm Braun,1906-1986, Kreuzau-München ist,
dass die Patchwork-HadayatullahHübsch-Jesuiten auch im Netz seine mutigen Waagrechten des Kreuzes ohne Ergebenheits-Gesten des Durchhängens mit "res"-Hackern bekämpfen mit List!
Die Frankfurter Deutsche Fatima-Stiftung
über geschürte Ängst und vorentschiedene "Babylon"-Strategen eine Evola-Banker-Angelegenheit ist!
Wie erbärmlich verhalten sich bestellte Prälaten,
die wie Herr Dr. Fellerer in München ein "tragisches Vergessen" als Kondolenz-Text beizusteuern hatten!
Gruß Paraneua-Bioeule!





3079.) Name: katzen! Datum: Donnerstag, der 10. April, 2003 um 18 Uhr 52
Homepage: http://www.paraneua.de/popupkatzen.gif E-Mail: keine e-Mail
Die Katzen www.paraneua.de/popupkatzen.gif, gestaltet von Kunstmaler Wilhelm Braun, (ausgeführt von Hofglasmalerei Gustav van Treeck, München) sind in der Schwindschule München zu bewundern!
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!
Leider ist mir meine "oupsbook"-www.bioeulebilder.de.ms und www.bioeulebilder2.de.ms-Bilder-Galerie momentan nicht zugänglich!




3078.) Name: Popupkatzen! Datum: Donnerstag, der 10. April, 2003 um 18 Uhr 43
Homepage: http://www.paraneua.de/popupkatzen.gif E-Mail: keine e-Mail
Katzen, gestaltet von Kunstmaler Wilhelm Braun, 1906-1986,Kreuzau-München!
Gruß Paraneua-Bioeule, voller Freude ein weiteres, mit vielen Hindernissen ins Netz gebrachte Werk meines Vaters betrachtend!



3077.) Name: test! Datum: Mittwoch, der 09. April, 2003 um 11 Uhr 57
Homepage: http://www.paraneua.de/Bild2_WEB.jpg E-Mail: keine e-Mail
Test!




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1703) pythagoras weltordnung aus 22.08.03 1:42
eMail: URL: http://www.google.de

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Pythagoras, der Gründer

Die Lehre von der Harmonie der Welt
Pythagoras, der Erfinder des Monochords, Entdecker der harmonikalen Grundgesetze, darf wohl als Begründer der Lehre von der Harmonie der Welt betrachtet werden. Das heisst allerdings nicht, dass es keine Vorstufen zu seinem Denken gegeben hätte. Er hat zweifellos aus ägyptischen und babylonischen Quellen geschöpft, wobei jedoch diese Beziehungen
noch kaum erhellt sind.
Die pythagoräische Lehre erscheint einerseits als ein im Religiösen verankerte Anweisung zur Gestaltung des Lebens und anderseits als ein auf systematischer Forschung
Charles Hummel*
beruhendes Lehrsystem, das insbesondere die Bereiche Mathematik, Musik und Astronomie umfasst. Man geht wohl kaum fehl in der Annahme, dass der erste Aspekt am unmittelbarsten von Pythagoras selbst, dem Stifter einer religiös, philosophisch und politisch orientierten Lebensgemeinschaft, geprägt ist, während die wissenschaftliche Forschung hauptsächlich von seinen Schülern und Nachfolgern betrieben wurde.
Das pythagoräische Lehrgebäude erscheint bei aller Vielfalt der Themen erstaunlich homogen: ein harmonisches Ganzes, in dem sich die verschiedenen Aspekte zusammenstimmend ergänzen. Das Mathematische spiegelt sich in der Seele; das Leben des einzelnen ist mit dem Kosmos verknüpft. Im Zentrum aber steht eine Theorie der Musik, die den Schlüssel zum Ganzen bildet.
Geboren wurde Pythagoras im ersten Viertel des 5. vorchristlichen Jahrhunderts. Er war also ein Zeitgenosse Buddhas, Lao Thses und Zarathustras. Sein Vater, Mnesarchos, war ein Juwelier und lebte auf der
Insel Samos. Nach der Legende soll allerdings Apollo - der Gott der Musik, der Dichtkunst, der Heilkunde und der Weissagung - der eigentliche Vater sein. Ob er in jungen Jahren ein Schüler Anaximandes und des Mathematikers Thales von Milet war, lässt sich nicht sicher nachweisen, ist aber ebenso wahrscheinlich wie die Berichte, wonach er nach Ägypten reiste, um in dortige Mysterien eingeweiht zu werden, sowie nach Babylon, um sich in Mathematik und Astronomie unterweisen zu lassen. Dagegen dürfte er kaum bis nach Indien gekommen sein, auch wenn seine Lehre von der Seelenwanderung fernöstlichen Ursprungs sein könnte.
Zur Zeit des Tyrannen Polykrates (538- 522) kehrte er für lange Zeit nach Samos zurück. Um 529 übersiedelte er nach Kroton in Grossgriechenland, wie Süditalien und Sizilien damals genannt wurden. Dort gründete er den pythagoreischen Bund. Es handelte sich dabei um eine Lebensgemeinschaft, die sich mit den Formen der damaligen Mysterien umgab. Ihre Zielsetzungen waren ebenso sehr ethisch-religiös, wie wissenschaftlich-philosophisch, ja auch politisch. Sie erinnern in mancher Hinsicht an mittelalterliche Klöster wie auch an esoterische Orden, wie beispielsweise die Freimaurerei. 509 geriet der politisch zu mächtig gewordene pythagoreische Bund in grosse Schwierigkeite und sein Gründer musste vor den Anfeindungen aus Kroton nach Metapont fliehen, wo er in hohem Alter - eine Legende spricht gar von 117 Jahren! - gestorben ist. Auf dem Sterbebett soll er seinen Jüngern nahegelegt haben, das Monochord zu spielen.
Die Figur Pythagoras, wie sie in den antiken Biographien erscheint, ist zweifellos stark idealisiert. Dennoch muss er eine ganz aussergewöhnliche Persönlichkeit gewesen sein. Er beeindruckte die alten Schriftsteller, die über ihn schrieben, wohl mehr noch durch seine Lebensführung denn durch sein Wissen und seine Lehren.
Wie Alexander der Grosse in der antiken Literatur als Prototyp des Eroberers, erscheint Pythagoras als das grosse Vorbild des Weisen, ja eigentlich als ein Heiliger. Er wird vorgestellt als eine ungewöhnlich schöne, in weisses Gewand gekleidete majestätisch würdevolle Erscheinung (Sohn Apolls!). In allem massvoll, war er ganz oder doch weitgehendst Vegetarier und trank, wenn überhaupt, kaum Wein. Sein Einfluss auf die Menschen, die ihm begegneten, muss aussergewöhnlich gewesen sein. Er pflegte u.a. auch die Heilkunst und soll sich dabei besonders auch der Musik bedient haben. Natürlich wurden ihm auch zahlreiche Wundertaten und die Gabe der Hellseherei zugeschrieben. Man hat daher in neuester Zeit gar einen Schamanen in ihm sehen wollen. Sein ausserordentlich vielseitiges und umfassendes Wissen erregte Bewunderung - auch Kritik. Heraklit bezeichnete ihn herablassend als einen "Alleswisser".

Seine Lehre

Was Pythagoras tatsächlich gelehrt hat, ist noch schwieriger zu erfassen als seine Lebensdaten. Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens war der pythagoräische Bund eine esoterische Gemeinschaft. Das bedeutet unter anderem, dass die Lehren des Meisters geheimgehalten wurden. Zweitens ist von Pythagoras, abgesehen von einigen zweifelhaften Fragmenten, keine Schrift überliefert. Es stehen also nur indirekte Zeugnisse zur Verfügung. Unter diesen sind diejenigen von Plato und Aristoteles* besonders aufschlussreich.
In welchem Masse die Schüler und Nachfolger des Pythagoras - die sogenannte Pythagoräer - seine Lehren unverfälscht weitergegeben haben, lässt sich schwer abschätzen. Dass sie das Gedankengut und die Forschungsergebnisse des Meisters weiterentwickelt und verfeinert haben, steht ausser Zweifel.
Die pythagoräischen Lehren können nur aus ihrer religiösen Verwurzelung verstanden werden. Pythagoras und seine Schüler suchten nicht nach wissenschaftlicher Erkenntnis um ihrer selbst willen, aus Wissensdurst oder gar in irgendeiner praktisch-technischen Absicht. Für sie war Philosophie, wozu insbesondere Mathematik, Musik und Astronomie gehörten, der beste Weg zur Reinigung der Seele und für deren künftige Wanderungen - ihr Leben richtig zu führen. Entscheidend dafür war ihnen die Einordnung des einzelnen in die Harmonie des Kosmos. Pythagoras soll übrigens der erste gewesen sein, der die Welt einen "Kosmos", d.h. ein geordnetes und schönes Ganzes, genannt hat.
Die Übereinstimmung wesentlicher Aspekte pythagoräischer Lehren mit jenen, die dem legendären Sänger und Religionsstifter Orpheus zugeschrieben werden, der wie kein anderer die Macht der Musik verkörperte, ist von verschiedenen Autoren aufgezeigt worden. Allerdings fehlt der Orphik die mathematischwissenschaftliche Dimension gänzlich. Dafür hatten beide Religionsgemeinschaften gleichermassen die folgenden Vorstellungen: Die Seele ist göttlichen Ursprungs und deshalb unsterblich. Sie muss von Körper zu Körper wandern, bis sie, gereinigt, in ihren Ursprung zurückfindet und mit dem Göttlichen wiedervereinigt wird. Die Reinigung der Seele besteht gewissermassen in einem Einstimmen in die göttliche Ordnung, in die Harmonie des Alls.
Für Pythagoras geschieht das durch die Philosophie, durch die Erkenntnis ebenjener Ordnung, wie sie in Mathematik, Musik und Astronomie erscheint. Durch Erkenntnis der Wahrheit nimmt die Seele teil am Wahren. Deshalb ist Mathematik, wo es um das Wahre in reinster Prägung geht, d.h. losgelöst von allem Schein, der Königsweg des Göttlichen. Und im musikalischen Urphänomen erklingt die Übereinstimmung zwischen der Harmonie, welche die Seele ist, und der göttlichen Harmonie des Alls.

Das tägliche Leben

In die Geheimnisse des pythagoräischen Bundes eingeweiht zu werden war nicht einfach. Erste Bedingung war der Verzicht auf persönlichen Besitz. Dann musste der Neophyt während fünf Jahren Schweigen üben - hören lernen!
Über den Tagesablauf der Pythagoräer berichtet Iamblichos folgendes: Der Tag begann mit einem einsamen Morgenspaziergang, denn Pythagoras lehrte, man solle nicht mit anderen Menschen zusammentreffen, solange die Seele nicht darauf vorbereitet und die Gedanken nicht geordnet seien. Nach dem Spaziergang folgten Lehrgespräche. Anschliessend Leibesübungen. Das Mittagessen bestand hauptsächlich aus Brot und Honig. Wein wurde tagsüber nicht getrunken. Auf gesunde Diät wurde grosser Wert gelegt. Der Nachmittag war Fragen der Politik und des Verhältnisses zu Freunden gewidmet. Abends ging man wiederum spazieren, aber diesmal zu zweit und zu dritt und unterhielt sich über die tagsüber betriebenen Studien. Nach dem Abendessen pflegte man die Lektüre. Vor dem Einschlafen vergegenwärtigte sich jeder die Begebenheiten des Tages und beurteilte sein Verhalten.
Iamblichos verdanken wir noch die folgende Ergänzung zum Abschluss und Beginn des Tagesablaufs: "Abends, wenn seine Jünger schlafen gingen, befreite er (Pythagoras) sie von dem verwirrenden Nachhall des Tages, reinigte völlig ihr von den Wogen der Erregung zugeschüttetes Denken und schuf ihnen ruhigen, von guten, ja prophetischen Träumen erfüllten Schlaf. Beim Aufstehen befreite er sie von der Schlaftrunkenheit und Benommenheit durch bestimmte eigentümliche Gesänge und Melismen."
Das Leben der Adepten des Bundes (unter denen sich auch Frauen befanden), (d.h. jene, die nicht nur die pythagoräischen Lebensregeln befolgten wie die Akusmatiker, sondern sich hauptsächlich den pythagoräischen Wissenschaften widmeten und damit höhere Stufen der Einweihung erreichten, folgte genau festgelegten Regeln, die in manchem klösterliche Disziplin vorwegnehmen. Bemerkenswert ist, wie alles Denken und Tun ins klare Licht des Bewusstseins gehoben wurde.

Politik

So wie Pythagoras und die Mitglieder seines Ordens über die richtige Lebensführung nachdachten, befassten sie sich auch mit den Ordnungsprinzipien der Gesellschaft. Pythagoras war an politischen Fragen interessiert, verliess er doch seine Heimat Samos sehr wahrscheinlich aus Widerspruch gegen die Gewaltherrschaft des Tyrannen Polykrates. Er soll auch eine Schrift über Politik verfasst haben. Seine Anhänger nahmen sehr aktiv am politischen Geschehen in Grossgriechenland teil, sogar so dominierend, dass der aristokratisch orientierte Bund in grosse Schwierigkeiten geriet und Pythagoras in vorgerücktem Alter nach Metapont übersiedeln musste. - Zu den politisch erfolgreichsten Pythagoräern gehörte Archytas von Tarent, ein bedeutender Mathematiker und Freund Platons. Er leitete die Geschicke der Stadt Tarent während Jahren.
Verschiedene Quellen berichten von vier Reden, die Pythagoras in Kroton an die jungen Männer, an den Senat, an die Knaben und an die Frauen gehalten habe. Diese Reden sind geprägt von der Idee, dass die gesellschaftliche und politische Ordnung mit den göttlichen Gesetzen des Kosmos ein harmonisches Ganzes bilden sollte. So beginnt die Rede an die jungen Männer (wie sie von Iamblichos überliefert wurde) mit einem direkten Hinweis auf die notwendige Übereinstimmung zwischen Kosmos, individuellem Leben, Gesellschaft und Natur.
In seiner Rede an den Senat unterstrich Pythagoras einmal mehr die notwendige Verknüpfung menschlicher und kosmischer Ordnung, und er führte dabei aus, dass im Staate die Gesetze dazu da sind, um zu verhüten, dass jemand zum "Frevler an der ganzen Weltordnung" werde.
In seiner Rede an die Frauen bewies Pythagoras die volle Macht seiner Überzeugungskraft. So berichtet Iamblichos: "Durch das Lob ihrer Frömmigkeit soll er eine gewaltige Veränderung bewirkt haben: sie kleideten sich fortan einfacher, keine wagte mehr die teuren Gewänder anzuziehen, vielmehr, hängten alle Frauen von Kroton Zehntausende von Kleidern als Weihgabe im Heraheiligtum auf."

Denkmethode

Das Denken der Pythagoräer kann charakterisiert werden als ein Denken in Vergleichen, ein Bestimmen von Verhältnissen, ein Aufzeigen von Proportionen oder Analogien (das griechische Wort "analogoi" - von "logos", was u.a. Proportion heisst - bedeutet Verhältnisse, Entsprechungen, Ähnlichkeiten). Die pythagoräische Geometrie und Zahlentheorie besteht im wesentlichen aus Analysen von Proportionen, die sich am eindrücklichsten in der Musik offenbaren. Dieser Denkweise entsprechend haben die Pythagoräer (und sehr wahrscheinlich schon Pythagoras selbst) eine Liste von Gegensätzen aufgestellt.
Nach Heraklit, der im übrigen Pythagoras nicht sehr schätzte - besteht die Harmonie aus dem Zusammenfallen der Gegensätze. Pythagoras war wohl der gleichen Ansicht.

Mathematik

Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass sich Pythagoras in Ägypten und Babylon die Kenntnisse der dortigen Mathematiker aneignete. So benützten beispielsweise schon die alten Ägypter den bekannten "pythagoräischen Lehrsatz". Nun waren aber die altägyptischen Geometer eigentlich nur Landvermesser. Man nannte sie Harpedonapten. Die Frage, wer die Brücke schlug zwischen den praktischen, utilitaristischen Kenntnissen, wie die der ägyptischen Bodenvermesser oder die den Babyloniern geläufigen "kaufmännischen" Rechenregeln, einerseits und der Geometrie und Zahlentheorie, wie sie von den alten Griechen entwickelt wurden, wird von den Spezialisten nicht immer übereinstimmend beantwortet.
Es scheint aber doch ausserordentlich wahrscheinlich, dass Pythagoras und vor allem seine Schule in diesem fundamentalen Prozess eine, wenn nicht gar die entscheidende Rolle spielten. Sie waren es doch wohl, die den pythagoräischen Lehrsatz nicht nur praktisch anwendeten - zum Beispiel im speziellen Falle des rechtwinkligen Dreiecks mit den Seiten 3, 4, 5 -, sondern den Beweis lieferten für die allgemeine Regel. Das gilt auch für zahlreiche andere mathematische Lehrsätze.
In der pythagoräischen Symbolik spricht auch die 5 (die Hälfte von 10) eine ganz wichtige Rolle. Sie entsteht aus der Verschmelzung des Weiblichen (2) und des Männlichen (3) und versinnbildlicht damit die Liebe, die Ehe, das Schöpferische, Kreative usw. Das Pentagramm, der Fünfstern, war das geheime Erkennungszeichen der Pythagoräer. Das auf dem regulären Fünfeck aufgebaute Dodekaeder verkörpert das Ganze des Kosmos (Ordnung und Schönheit).
Für die Pythagoräer bedeuteten die Zahlen viel mehr als nur ein Mittel, um Mengen zu zählen. Sie ordneten den Zahlen Qualitäten zu. Sie symbolisierten wesentliche Aspekte der Wirklichkeit. Sie haben nicht nur eine praktische, sondern auch eine mystische Bedeutung. Eben: die ganze Welt ist Harmonie und Zahl.

Musik

Über die Geschichte der Entdeckung der harmonischen Grundgesetze wissen wir nichts. Darüber, wie Pythagoras dazu kam, am Monochord zu experimentieren, ist nichts bekannt. Es gibt die von Iamblichus überlieferte absurde Legende, wonach Pythagoras die Hammerschläge eines Schmieds gehört haben soll, dessen Hämmer in Oktaven, Quinten und Quarten ertönten, und auf diese Weise die harmonischen Grundgesetze entdeckte.
Nun, Instrumente wurden schon früher gestimmt, und Pythagoras mag beim Stimmen seiner Leier ins Experimentieren geraten sein. Dass die Pythagoräer tatsächlich mit dem Monochord experimentierten und sich nicht auf reine Zahlenspekulation beschränkten, geht aus einer Stelle in Platons "Staat" hervor. Plato wirft dort den Pythagoräern vor, sie suchten "in den geordneten Tönen, die sie hören... die Zahlenverhältnisse, ohne sich zur Erforschung wahrer Probleme aufzuschwingen, zur Frage, in welchen Zahlenverhältnissen Wohlklang und Missklang begründet sind." Für Platon galt eben als wahre Erkenntnis, was unbefleckt von jeder sinnlichen Erfahrung war, wie es in der Mathematik der Fall ist. Die Pythagoräer dagegen hatten von ihrem Meister hören gelernt.
Pythagoras soll als Wesen der Seele die Harmonie bezeichnet haben, Harmonie verstanden als das Zusammenfallen der Gegensätze. "Harmonie der Wärme und der Kälte, des Feuchten und des Trockenen, der klassischen vier Qualitäten und zu gleicher Zeit ein Abbild der Harmonie des Himmels."
Da die Seele - als Harmonie - aufs engste mit der Musik verwandt ist, unterliegt sie auch deren - gutem oder schlechtem - Einfluss. Platon wird von der zerstörerischen Wirkung gewisser Arten von Musik sprechen. Im Zusammenhang mit Pythagoras ist mehr von der erzieherischen Wirkung und der Heilkraft der Musik die Rede. Darüber berichten die folgenden Ausführungen des Iamblichos: "Pythagoras wies der Erziehung durch die Musik die erste Stelle zu, der Erziehung durch bestimmte Weisen und Rhythmen, die auf die Wesensart und die Affekte des Menschen heilend wirkten. Die Seelenkräfte wurden dabei wieder in ihr ursprüngliches harmonisches Gleichgewicht gebracht. So erdachte er verschiedene Mittel, leibliche und seelische Erkrankungen einzudämmen und zu heilen. Ja, was noch mehr Beachtung verdient: für seine Gefährten stellte er sinnvoll die sogenannten Zurüstungs- und Zurechtweisungsmusiken zusammen, indem er mit dem Geschick eines Daimons Mischungen kreierte, durch die er die Affekte der Seele leicht umkehren und ins Gegenteil verwandeln konnte, solange diese in den Menschen noch ganz unbewusst entstanden und heraufwuchsen: Regungen des Schmerzes, des Zorns, des Jammers, sinnloser Eifersucht und Furcht, Begierden aller Art, Gemütswallungen, Bestrebungen, Hochgefühle, Depressionen und Wutausbrüche; jede dieser Regungen brachte er im Sinne der Tugend zurecht durch die passenden musikalischen Weisen, wie durch heilsam gemischte Arzneien."
Und an einer anderen Stelle lesen wir: "Auch war er der Auffassung, die Musik trage Wesentliches zur Gesundheit bei, wenn man sie in der rechten Weise betreibe. Im Frühjahr griff er zu einer melodischen Übung folgender Art: in die Mitte setzte er einen, der die Leier schlug, und rings um diesen liessen sich die Sänger nieder und sangen so gemeinsam zu seinem Spiel bestimmte Paione, durch die sie, wie sie glaubten, frohen Sinnes, harmonisch und rhythmisch wohlgeordnet wurden. Sie verwandten auch in der übrigen Zeit des Jahres die Musik als Heilmittel. Dabei gab es bestimmte Melodien, die auf die Affekte - etwa auf Anfälle von Mutlosigkeit und nagendem Kummer - zugeschnitten waren; diese waren sehr hilfreich erdacht. Andere wieder wirkten auf Zornes- und Gemütswallungen und auf jedes Aussersichgeraten der Seele, die dafür anfällig ist. Gegen die Begierden war ebenfalls eine bestimmte Art von Musik erfunden. Auch tanzten sie. Ihr Instrument war die Lyra, Pythagoras fand nämlich, die Aluoi (Oboen) hätten einen enthemmenden Klang, der für Festversammlungen passte, aber freier Menschen ganz unwürdig sei. Sie gebrauchten auch Verse Homers und Hesiods, die so ausgewählt waren, dass sie die Seele wieder ins Lot brachten."

Sphärenmusik

Dass für Pythagoras die musikalischen Harmonien auch die Ordnung des Kosmos bestimmten, wurde schon verschiedentlich angedeutet. Dabei ist das ganz wörtlich zu verstehen: die Bewegungen der Planeten erzeugen harmonisch abgestimmte Klänge. Pythagoras soll die Gabe gehabt haben, diese Sphärenmusik tatsächlich zu hören, wie Iamblichos berichtet: Pythagoras "richtete Kraft eines unsagbaren und schwer vorzustellenden göttlichen Vermögens sein Gehör und seinen Geist fest auf das erhabene Zusammenklingen der Welt. Dabei hörte und verstand er - wie er erklärte - ganz allein die gesamte Harmonie und den Wettgesang der Sphären und der Gestirne, die sich darin bewegten. Diese Harmonie ergab eine vollkommene und erfülltere Musik als die irdische, denn aus ungleichen und sich mannigfach unterscheidenden Geschwindigkeiten, Tonstärken und Schwingungsdauern von Klängen, die aber doch in einer klaren, überaus musikalischen Proportion aufeinander abgestimmt sind, werden Bewegungen und Umlauf zugleich überaus wohlklingend und in ihrer Farbigkeit unaussprechlich schön gestaltet. Von dieser Musik liess er sich gleichsam durchtränken, ordnete seinen Geist in diesen reinen Verhältnissen und übte ihn darin - wie ein Athlet seinen Körper trainiert. Davon gedachte er seinen Jüngern, so gut es ging, Abbildungen zu geben, indem er die Sphärenmusik auf Instrumenten und durch die blosse Stimme nachahmte. Glaubte er doch, ihm allein unter allen Irdischen seien die Weltraumklänge verständlich und hörbar, und er hielt sich für würdig, unmittelbar an der natürlichen Quelle und Wurzel etwas zu lernen, es sich ganz zu eigen zu machen und selbst im Nacheifern und Nachbilden den Himmelswelten ähnlich zu werden, da er allein von dem Göttlichen, das ihn erzeugt hatte, so glücklich mit zulänglichen Organen ausgestattet sei."
Man mag die Vorstellung der Sphärenmusik belächeln. Dabei vergisst man allerdings, dass die astronomischen Kenntnisse der Pythagoräer ihrer Zeit sehr weit voraus waren. Kopernikus teilweise vorwegnehmend, war für sie die Erde eine Kugel, die sich um sich selbst drehte und die sich nicht im Zentrum des Kosmos und des Planetensystems befand, sondern ein Zentralfeuer, Hestia genannt, umkreiste. Das Zentralfeuer war nicht sichtbar, weil wir diesem infolge der Erdrotation stets den Rücken zudrehen (aus dem gleichen Grund sehen wir ja auch vom Mond nur die eine Hälfte). Um das Zentralfeuer bewegen sich für die Pythagoräer auf konzentrischen Kreisen die Erde, der Mond, die Sonne, die fünf damals bekannten Planeten (Venus, Merkur, Mars, Jupiter und Saturn) sowie eine Gegenerde, die wir allerdings nicht sehen können, da sie von der Erde aus gesehen stets hinter dem Zentralfeuer steht. Weshalb diese Gegenerde? Weil das Planetensystem aus zehn Himmelskörpern bestehen muss.
Aristoteles und nach ihm die katholische Kirche haben dann die Erde wieder ins Zentrum der Welt gerückt, wo sie bis zur kopernikanischen Revolution ihren Platz einnahm.
Wie später Johann Kepler beschäftigten sich die Pythagoräer auch mit Astrologie. Das entspricht natürlich durchaus einem Weltbild, in dem alles mit allem zusammenhängt und ein Ganzes bildet, worin der Makrokosmos des Universums im Mikrokosmos des Individuums seine Entsprechung findet, in dem also die Struktur der unsterblichen Seele den Gesetzen des Kosmos entspricht. "Die Pythagoräer glaubten, nichts geschehe von selbst oder zufällig, sondern nach göttlicher Vorsehung", berichtet Iamblichus.

Kritik an der Lehre

Die ganze Lehre von der Harmonie der Welt ist im Pyhagoräismus vorweggenommen. Alle Aspekte sind da schon vorgegeben: das harmonikale Grundgesetz; die Symbolik der Zahlen; das Verhältnis von Mathematik und Welterkenntnis; die Übereinstimmung von Makro- und Mikrokosmos; der Ruf nach einer Lebensführung, die im Einklang steht mit Umwelt und Universum; die Wirkung der Musik auf körperliche und seelische Gesundheit; das analogische Denken; der Schöpfergott, der ein Mathematiker ist; die "Mathesis universalis" und so fort.
Pythagoras hat aus seinen Experimenten mit dem Monochord in Verbindung mit seinen geometrischen und zahlentheoretischen Kenntnissen den Schluss gezogen, dass der ganze Kosmos nach musikalischen Zahlengesetzen geordnet ist. "Der Himmel ist Harmonie und Zahl", so fasste Aristoteles die pythagoräischen Lehren zusammen. Für Pythagoras war also nicht mehr ein materielles Element Grundstoff der Welt, wie etwa bei Thales das Wasser oder für Anaximenes die Luft, für ihn war das Grundprinzip der Welt ein mathematisches. Das war ein ganz ungeheurer Schritt in der Entwicklung des menschlichen Denkens. Es war die eigentliche Begründung unserer Wissenschaften.
Der Physiker Werner Heisenberg (Nobelpreisträger und übrigens ein glänzender Pianist) hat mehrmals auf die Lehre des Pythagoras hingewiesen. So beispielsweise in einer Rede über "das Schöne in der exakten Naturwissenschaft": Von Pythagoras soll die berühmte Entdeckung gemacht worden sein, dass gleichgespannte schwingende Saiten dann harmonisch zusammenklingen, wenn ihre Längen in einem einfachen rationalen Zahlenverhältnis stehen. Die mathematische Struktur, nämlich das rationale Zahlenverhältnis als Quelle der Harmonie - das war sicher eine der folgeschwersten Entdeckungen, die in der Geschichte der Menschheit überhaupt gemacht worden sind...
Es war diese Entdeckung, die in der Lehre der Pythagoräer den Durchbruch zu ganz neuen Formen des Denkens bewirkt und dazu geführt hat, dass als Urgrund alles Seienden ein ideelles Formprinzip angesehen wurde. Damit war ein Grundgedanke ausgesprochen, der später das Fundament aller exakten Naturwissenschaften gebildet hat.
Diese hohe Einschätzung der pythagoräischen Lehren wird von zahlreichen Philosophen und Wissenschaftern geteilt. So hat etwa Bertrand Russell gesagt: "Ich kenne keinen anderen Menschen, der einen solchen Einfluss auf das menschliche Denken ausgeübt hat wie Pythagoras."
Es gibt aber auch kritische Urteile über die Pythagoräer. Wie schon erwähnt, bezeichnete Heraklit Pythagoras herablassend als einen Alleswisser. Aristoteles warf den Pythagoräern vor, Fakten zu verändern, damit sie in ihr Denkschema passten.
Zwei Kritiken treffen zweifellos zu: Die eine ist die, dass die Pythagoräer in unzulässiger Weise verallgemeinert haben, die andere Schwäche ist die zu grosse Vereinfachung komplexer Sachverhalte. "Die Suche nach Einfachheit hat sich im Laufe der Wissenschaftsgeschichte immer wieder als Falle erwiesen", stellte kürzlich ein Schüler des Physiknobelpreisträgers Priogine fest und folgte damit den Ansichten des grossen französischen Gelehrten Henri Poincaré.
Die Kritiken an Pythagoras lassen sich manchmal wohl auch auf seine Nachfolger bis in unsere Zeit anwenden. Sowohl im Positiven wie auch im Negativen jedoch ist seine Wirkung unglaublich gross.








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Geschichte des Illuminaten-Ordens
01. Juli 2003 16:16:08 - Fr. X. Zwack ~
1787] Beurkundete Geschichte des Illuminaten-Ordens von seiner Entstehung biss auf gegenwärtige Zeiten, mit ernstlichen Bemerkungen über die Gebrechen dieser Gesellschaft, über die Beschuldigungen, welche man in Bayern dem Orden und einzelnen Mitgliedern gemacht hat und über das Verfahren des Münchener Kabinets in dieser Sache.

§ 1.
Weishaupt, vorhin Professor auf der Hohen Schule zu Ingolstadt, nun herzöglich Sachssen-Gothaischer Hofrath, ein Mann, dessen Philosophische Schriften, seine in Bayern erlittene Verfolgungen und die von ihm verfaßte Apologie der Illuminaten [2] hinlänglich Beweisse seines durchdringenden Verstandes und edlen Herzens geben, war der Stifter des Ordens. Er wurde zu München in die Loge des Grafen Larossee, welche sich zu den reformirten Maurer System bekannten, aufgenohmen, fand aber bald darin, dass er dasjenige Ideal, welches er sich von geheimen Verbindungen seit mehreren Jahren aufgestellet hatte, nicht antreffen wurde, und da er die Uneinigkeiten, das Missvergnügen einiger seiner Brüder, auch die Absicht am Ende zu einem Tempel Ritter eingeweiht zu werden, nach und nach entdeckte, um eben diese Zeit auch ein Deputirter von der Unionisten Loge zu Burghausen in Ingolstadt erschien, welcher die Grade dieser Maurerischen Klasse austheillte und bekannt machte, so entschloss er sich diese Gelegenheit, wo da unter seinen Mitbürgern der Hang zu geheimen Gessellschaften erweckt war, zu benützen, und seinen längst durchdachten Plan zu entwerfen. Dieser Mann war ein Gelehrter, der sich in sein Studierzimmer einsteckte und die Welt wie Viele andere nur aus Büchern kannte und der auf das heftigste von Jesuiten und ihrem Anhange verfolgt wurde als Lehrer des Natur Rechtes und der Practischen Philosofie. Er empfand durch die beständigen verdriesslichen Auftritte, wie schädlich und gefährlich es vor den denkenden, wahrheitsliebenden Manne seyn, diesse Wissenschaften nach ihrem Umfang öfentlich zu lehren, man kann daher vor richtig nehmen, dass in seinem ersten Ordens- / [D 81] plan nichts anderes einfliessen konnte, als was er sich biss zur selbigen Zeit in wissenschaftlichen Fächern erworben hatte, dass er daraus vorzüglich dasjenige wählte, woran er am meisten Antheill nahm, um dessen Bekanntmachung er eine Menge Hindernisse fand und von welchem ihm sein Schicksal zeigte, dass sich andere geheime Gesellschaften entweder damit gar nicht beschäftigen, oder nicht im Stande waren, ihre Absichten zu erreichen, und ihren Anhängern darüber hinlanglichen Schutz zu gewehren.
Er bestimmte also dem neuen Orden den einzigen Zweck: Sammlung und geheimen Unterricht in wissenschaftlichen Kenntnissen, dass er eine geheime Weisheitsschule seyn solle, in welcher der Stifter nur junge Akademiker aufnehmen und diesen ungestört dasjenige lehren wolle, was Dummheit und Pfaffen-Eigennutz von den öffentlichen Katheder verbannt hatte. Diesen Plan teilte W[eishaupt seinen vertrautesten Freunden, die dortmals auf der Universitat studierten, dem dermalligen bayr. Hofkammer Rath v. Massenhausen, dem Kayss: Königl. legations Sekretair zur Kopenhagen von Merz, und dem fürstl. Freysingischen Hofrath Hohenaicher mit. Diese ermunterten ihn zu weiterer Ausführung desselben, und übernahmen es der neuen Gessellschaft Mitglieder zu verschaffen.
§ 2.
Von nun an war diesser Orden die Lieblingsbeschäftigung seines Stifters und seiner Mitarbeiter, alle Erhollungs Stunden wurden diessem gewidmet, jeder dachte, lass und samelte Materialien zu dem Gebäude, die er dem ersten vorlegte, um daraus zu ordnen, zu entnehmen, oder zu verwerfen. Es benutzte jeder seine Bekanntschaften, und suchte seine Freunde in eine Gessellschaft einzuführen, welche bald als ein Klubb von Gelehrten, bald als diejenige, welche die wahren Geheimnisse der Massonerie aufbewahrten, geschildert wurde, und so waren in kurzer Zeit schon Viele Mitglieder in Schwaben, in Franken, und in Bayern angeworben, unter denen sich auch der bayr. Hofrath Zwackh und der bayr. revisions Rath Berger befanden.
Weil man aber den Mitgliedern noch nichts von Ordensschriften geben konnte, so wurden sie mit gewissen vorgeschriebenen Büchern und dem Auftrag, daraus Auszüge zu machen, beschäftigt, sie mussten über bestimmte Aufgaben Abhandlungen verfertigen, und andere taugliche Mitglieder der / [D 82] Gesellschaft zuführen, jeder von den ersten Anwerbern behandelte seine Zöglinge nach der Arth, wodurch er am meisten Eindruck auf ihn zu machen hoffen konnte. Man bediente sich, um der Sache den Schein von Wichtigkeit zu geben, verschiedener geheimer Schreibarten unter selbst erdachten Buchstaben, biss endlich W[eishaupt) ein Aufsatz der allgemeinen Ordensstatuten zu Stande brachte. [2]
Man würde sich irren, wenn man glaubte, dass diesse dortmals schon so entworfen waren, wie sie dermallen gedruckt erscheinen. Es wurden nach der Zeit noch viele Verbesserungen darin vorgenohmen, deren Nothwendigkeit schon damals die Urheber der Gesellschaft einsahen, sich aber begnügten, biss die Anzahl derjenigen vergrössert werden konnte, welche mit den Absichten des Ganzen bekannter, auch desto vortheilhafter vor solches arbeiten wurden. Die nächsten, welchen W[eishaupt) das Geheimniss der Neuheit eröffnete, waren der oben genannte von Zwackh und Berger.
§ 3.
Durch den Beytritt dieser Mitwissenden wurde nun der Orden desto rühriger verbreitet und weil man vor vortheilhafter erachtete, wenn die Kenntnisse in Wissenschaften, die Anleitungen und Lehren dazu durch Zeremonien und Grade vorgetragen, mehreren Reiz gewinnen möchten, beschäftigte man sich die bisshero gesammelte Materialien in Stufen einzutheilen und von den Massonerie Zeremonien zu entlehnen, welche letztere Gattung aber bei W[eishaupt] damals noch keinen Beyfall fande, sondern er übernahm es neue zu entwerfen, und da er eben die Werke des Zendavesta [3] lass, so verfiel er auf den Gedanken, das neue Ordens System in die Zeremonie der Parsen [4] einzukleiden. Um diese Zeit wurde auch dem Orden der Titel, Minerva Orden geschöpft, aus welchem sich die Symbolischen Worthe der ersten Grade, Licht, Augen, Blendung, so anders die Verschiedenheit der Lampen bey den Initiationen, die Insignien und das Wappen erklären lassen.
Die Anzahl der schon dortmals vorhandenen Mitglieder zeigte den ersten Vorstehern der neuen Gesellschaft, dass Viele davon gar nicht brauchbar waren, und erforderte alsso die Klugheit mit mehrerer Sorgfalt solche in Zukunft zu erwählen. Damit dieses möchte befolget werden, so entwarfen sie vor jeden, der andere anwerben wollte, eigene Vorschriften, nach / [D 83] welchen man diesse beobachten, prüfen und bilden sollte um nun überzeugt zu seyn, dass die Untergebenen darnach handeln, so behändigten sie ihnen die Formularien der Tabellen und Diarien, welche monathlich sollten eingeschickt werden und gaben ihnen die Instructionen, Insinuationen, Partikularien, Statuten. Man kann sich leicht vorstellen, wieviele Verwirrung, Widersprüche und Wiederhollungen darin vorgekommen sind, indem die sogenannten Mitwissenden von Ingolstadt hinwegzogen, in verschiedenen Orthen indessen bedienstet worden, und in keinem genauen Zusammenhang weiter unter der Aufsicht ihres Stifters gestanden sind.
§ 4.
Sie fühlten freilich diesse Unvollkommenheiten selbst, allein die Veranlassungen dazu, welche einzig in der zu schnellen Verbreitung des Ordens lagen, muss ihnen nicht aufgefallen seyn, und anstatt diese einzustellen, dachten sie dem Übel damit abzuhelfen, wenn sie noch mehrere mit ihrer Stiftung bekannt machen, und auch deren Beystand haben würden.
Es wurde also Kanonikus Hertel und Prof. Bader, dann Baron Bassus aus Graubünden als ehmalliger Mitschüler des Hofrath W[eishaupt] von der Sache vollkommen unterrichtet. In Eichstett geschahe das nehmliche mit dem Regierungsrath Freyherrn von Schredsenstein, und dem Dompropsten Grafen Kobenzln, und nun schien die Sache eine andere Gestalt zu bekommen.
Es zeigte sich, dass man eine grosse Menge der Mitglieder sehr hohe Begriffe von dem Orden beygebracht habe, dass dann ihre Ideen und Erwartungen zu hoch gespannt worden, als man je im Stande seyn würde, sie zu befriedigen, es war jedes nach einem besonderen Zweck aufmerksam, jedes nach dem Eigendünkel seines Obern gebildet, sie hatten viele willkürliche, unnütze, selbst lächerliche Anleitungen und Vorschriften unter dem legalen Vorwand als Ordens Satzungen erhalten, so dass W[eishaupt] seinen ersten Plan gar nicht mehr kannte. Dieses bewog nun die sämmtlichen Stifter diesser Gesellschaft, welche den Namen areopagiten sich beylegten, nachstehenden gemeinschaftlichen Schluss festzusetzen, welchen ich seiner Kürze wegen hier sogleich ganz einrücke.
§ 5.
Erstens. Solle dem areopagus die gemeinschaftliche Einsicht und Direction über den ganzen Orden zustehen. / [D 84]
Zweitens, sollen diesse nun an dem ersten Plan des Prof. W[eishaupt], wel- cher biss auf einige Abänderungen ganz angenohmen wurde, mit vereinigten Kräften arbeiten.
Drittens, was jeder hierin samelt soll eben diessem noch ferner zugesendet werden, der es nach seinem Gutbefinden annehmen oder verwerfen könne.
Viertens. Das ganze System solle man in eigene Zeremonien und Grade stellen.
Fünftens. Der Zweck wissenschaftliche Kenntnisse zu erwerben, solche dem Untergebenen zu lehren, soll noch beygegeben werden, Verbreitung dieser Kenntnisse auch vor Profane, und thätige Unterstützung nicht nur der Ordensbrüder, sondern eines jeden rechtschaffenen Mannes.
Sechstens. Ersucht man den Prof. Weishaupt nun ohne Verzug die ersten Stufen des Ordens aus den vorhandenen Materialien auszuarbeiten, und solchen den übrigen um ihrer Erinnerungen mitzutheilen, damit man doch denen schon lange Zeit in Geduld stehenden Mitgliedern etwas begnügliches mittheilen könnte.
Siebendes, übernimmt es Prof. Bader die bisshero ausgetheilten allgemeinen und besonderen Ordens-Satzungen zu verbessern. Vorzüglich diejenigen Stellen, welche, obschon wider die Absicht der ersten Verfasser, darein eingeflossen sind und bedenklich scheinen möchten, auszustreichen. Darunter gehören vorzüglich die lächerlichen Aufträge von Annahme der Post-Sekretairs, der Apotheker, Handwerker pp. Die Sammlung medizinischer Rezepten, Kymischer Processe, und der Gebrauch so verschiedener, Mysteriösen Ordens-Schriften, unter welchen nur jene des Weishaupts mit Ziffern noch könne beybehalten werden.
Achtens, in den areopagus wäre in Zukunft keiner ohne Einstimmung aller aufzunehmen.
Nach diesser Vereinigung erschien auch bald der erste Minervalgrad und in mehreren Orten wurden nun diesse Verhandlungen gehalten.
§ 6.
Die Areopagiten arbeiteten zwar mit vielem Eyfer an dem Hauptplan des Ordens, allein einige wollten nur gewisse Wissen- / [D 85] schaften gelehrt wissen und dem Orden eine eigene Philosophie geben, andere forderten Unterricht in allen Wissenschaften und Künsten, jener bestand darauf man sollte das Kristenthum, wie es bey seinen ersten Zeiten gewesen ist, einzuführen trachten, diesser glaubte das grosse Geheimniss solle die Geschichte und Einsicht allein anderer Verbindungen seyn, indessen sich auch ein Theil mit Verbreitung einer guten Moral, mit inniger Freundschaft und wechselseitiger Unterstützung der Brüder allein begnügten, und auf diesse Arth kann man behaupten, dass jeder aus diessem hohen Rath ein eigenes Ordenssystem entwarf und um seine Lieblingsmeinung geltend zu machen die andere bestritt, welches um so heftiger wurde, als die gemeinschaftliche Direction ebenfalls vielen unnützen, verdriesslichen Arbeiten bisshero unterworfen war. Es wollte jeder gleiche Rechte darin ausüben, kein entscheidende Stimme eines andern gelten lassen und um auch diessen Punkt vor der Zukunft festzusetzen, so wurde die Frage aufgeworfen, welche Regierungsform dem Orden am angenehmsten wäre, worüber sich die Meinungen eben so durchkreuzten, wie über die Erweiterung des Ordens-Zweck. Eine Partei nahm hierin die Hierarchie der Katholischen Kirche die andere den Jesuiten Orden zum Modell, und Weishaupt war gewiss am übelsten daran, aus diessen verschiedenen Vorschlägen musste er die Aufsätze machen, sollte alle begnügen und behielt daher gezwungener weisse von jedem etwas bey, welches man auch aus den gedruckten Graden nicht missverstehen wird, denn sie zeigen klar, dass daran nicht ein Mann den Ton angegeben habe, und dass man sie aus vielerley Entwürfen zusammenstopelte, welchem auch die Verschiedenheit der directions Eintheillungen und dabey gebrauchten Nahmen zuzuschreiben ist. Zum Beyspiel: Kirchen, Hochwürdig, Erlauchter, Provinzial, Nazional, assistenten, general und die quibus licet, welche aus den Marianischen Jesuiter Kongregationen der Studenten entlehnt sind, wo man alle Monath verschlossen die bona opera übergeben musste.
§ 7.
Über all diesse Umstände wäre es bald zu einer Trennung gekommen und W[eishaupt] musste vor die gute Sache in seinen Briefen die nachdrücklichsten Schutzreden schreiben und seine Mitgessellen widerum ermuntern, die sich endlich nach langer / [d 86] Überredung und vielen Konkordenzen zu einem weiteren Entschluss vereinigten. Da diesser die eigentliche erste Grundstütze von der Illum. Gessellschaft ist, so lege ich ihn in der Beylage nach seinem ganzen Inhalt vor [5] und begnüge mich mit der einzigen Erinnerung daraus, dass die zweite Ordens Stufe der kleine Illuminat dabey zu Stande kam. Damit schliesset sich auch die erste Epoche von der Stiftung dieses Ordens, welche sich mit dem Jahre 1775[6] anfanget und mit 1779 endiget. / [D 88]
§ 8.
Bisshero war der Orden noch vor und unter sich allein bestanden, nun aber öffnet sich ein neuer Weg um ihm durch einen andern mehr Macht und Schutz zu verschaffen. Um diesse Zeit wurden von den areopagiten in München mehrere in die Unionisten-Maurer Loge "Theodor zum gutten Rath", wo der Burgpfleger Radl den Hammer führte, aufgenohmen. Diesse Loge vergrösserte sich von Zeit zu Zeit durch viele ansehnliche Brüder und erwarb sich durch die Constitution der grossen Landesloge zu Berlin Royal York eine Menge von französischen Graden, welches so viel bewirkte, dass die reforme in Bayern / [D 89] unthätig und beinahe ausseinander getretten war. Sehr viele von diessen äusserten den Wunsch sich an die des Radl anzuschmiegen, wenn nur noch einige mehrere Solidität darin hergestellt würde. Diesser Antrag schien den Stiftern des Illuminatenordens ein Gegenstand zu seyn, der all ihre Aufmerksamkeit verdiente, sie unterzogen sich also dem Geschäfte und brächten es dahin, dass Radl seinen Hammer niederlegte, der Prof. Bader zum Meister vom Stuhle erwählet und die ersten Logenamter mit ihren Anhängern besetzet wurden. Nachhero nahmen sie eine Verbesserung in den Logengesetzen vor, nahmen eine Auswahl und Minderung in den Maurerischen Graden und verbannten das überflüssige, geringfähige, vornehmlich an den Aufnahms Zeremonien. Durch diesse Einrichtung stand in kurzer Zeit diesse Loge in einen Kredit, den der Beytritt von vielen rechtschaffenen Brüdern aus der reforme und der ältern sogenannten Bognernischen Unionisten Loge so sehr vermehrte, dass sie um diessen Glanz und Vo

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Gruß Paraneua-Bioeule!
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29.08.03 9:29
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Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.


120 Jahre Deutsche Vegetarierbewegung, Eduard Baltzer, 1814-1887


Eduard Baltzer

Wo hinaus soll das, wenn wir fortfahren in der Hast und Jagd des heutigen unnatürlichen Lebens? Der Vegetarismus ist keine ???Schrulle" - sondern der tiefernste Versuch der Rettung aus den schwersten individuellen und sozialen Gefahren durch Rückkehr zur Einfachheit und Schönheit der Natur.
Eduard Baltzer
(Aus einem Vortrag im Jahre 1876)



In diesem Jahr gedenken wir des Gründers der deutschen Vegetarierbewegung. Er starb vor hundert Jahren: Eduard Baltzer.

Geschichtliche Rückblicke sind von Zeit zu Zeit notwendig. Ohne sie verliert der Mensch schnell seine Orientierung in der Gegenwart. Doch diese Rückblicke bergen auch eine Gefahr. Sie kommt aus der Trägheit des Geistes, aus dem Phlegma der Gewohnheit, auf das gerade wir Vegetarier immer wieder aufmerksam machen. Doch was soll diese Bemerkung? Sie soll daran erinnern, daß das Bild, das wir uns von einer historischen Persönlichkeit machen, stets das Produkt veränderter Gedankenkonstellationen in der Kette der Generationen ist. Der Blickwinkel bleibt nicht konstant. Er ist heute ein ganz anderer als ehedem. Wahrhaftiges Gedenken verlangt mehr als nur Dokumente. Es verlangt von uns, daß wir hinabsteigen in die Geschichte, in das vergangene geistig-kulturelle und politische Umfeld, das zu Eduard Baltzer gehörte. Der Leser muß bereit sein, in seiner Vorstellung ein Zeitgenosse von ihm zu werden. Ein Verlangen der Gerechtigkeit.

Dennoch, wie diesem Mann gerecht werden auf so beschränktem Raum? Aus der Fülle der zusammengetragenen Literatur - Baltzer selbst hat sehr viel in seinem Leben geschrieben - mußte eine winzige Auswahl getroffen werden. Die Redaktion hat sich dabei bemüht, Baltzer nicht zu idealisieren und zu verklären. Er soll als der erkannt werden, der er war: ein aufrichtiger, liebenswerter, hochgebildeter Mensch seiner Zeit. Ein Mensch voller Hoffnungen, voller Irrtümer und tiefer Religiosität. Ein Mensch, der den Vegetarismus in seiner ganzen ???gottgewollten Natürlichkeit" wiederentdeckte, der ihn durchdachte, vorlebte und unerschrocken und unermüdlich an der Verbreitung dieser alten Wahrheit arbeitete. Wir Gegenwärtigen aber gedenken seiner am würdigsten, wenn wir inmitten dieser von Verheerungen und Verwüstungen schon gezeichneten Welt geloben, niemals zu resignieren, um am Werk dieses Pionieres weiterzubauen. Unsere Hoffnung ist eine allgemeine Metamorphose menschlichen Bewußtseins, die sich aus Idee und Praxis vegetarischer Lebensweise entwickeln wird. Ohne diese Hoffnung wären die schon heransprengenden apokalyptischen Reiter nicht mehr aufzuhalten.

Unser Dank für dieses Heft gilt besonders Herrn Dr. Reinhold Braun, der sich mit der Persönlichkeit Eduard Baltzers eingehend beschäftigte, in mühevoller Kleinarbeit eine mit Anmerkungen versehene Auswahl aus dessen umfangreichen Schrifttum traf und eine Kurzbiographie erstellte. Zu danken haben wir auch Frau Elfriede Krebs aus Karlsruhe, einer Urenkelin Eduard Baltzers, für dessen Überlassung von Photos und einigen persönlichen Schriftstücken, die uns die Illustration dieses Heftes ermöglichten.

Das Redaktionskollegium


120 Jahre Deutsche Vegetarierbewegung, Eduard Baltzer, 1814-1887
Der Vegetarier, 38. Jahrgang, Nr. 1, Januar 1987, ISSN 0178-9104


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Eduard Baltzer

Woher er kam und wohin er ging

Dr. Reinhold Braun

Napoleon saß auf Elba, und der Wiener Kongreß tanzte. Zu dieser Zeit kam am 24. Oktober 1814 im protestantischen Pfarrhaus zu Hohenleina, einem kleinen Dorf unweit von Leipzig, Eduard Baltzer zur Welt. Goethe stand damals auf dem Gipfel seines Ruhmes, Schopenhauer hatte gerade promoviert und Darwin war ganze fünf Jahre alt. Man bewegte sich zu Fuß oder mit dem Pferde fort, es schnaufte noch keine Eisenbahn durchs Land. Das ist in aller Kürze der geschichtlich-kulturelle Rahmen, in den Baltzer hineingeboren wurde. Er war das fünfte Kind des Pfarrers von Hohenleina. Wer in seinen ERINNERUNGEN liest, sieht den Pfarrhof vor sich: den Ententeich, die zwei Pferde, die Kühe, den Knecht und die Mägde, die die Landwirtschaft besorgten. ???Ein Blick durch die Südfenster aber fiel ins Grüne", schreibt er, ???und da genossen und ernteten die dankbaren Enkel, was der sinnige Großvater gesät hatte. Köstliche Trauben umrahmten die Fenster, goldige Aprikosen und saftige Birnen reiften im Garten." In dieser beneidenswerten Idylle verbrachte Eduard Baltzer seine frühen Jahre.


Und dann mit dreizehn Schulpforta! Das militärischstrenge Bildungsreglement der alten Klosterschule! - Nebenbei: Genau dreißig Jahre später schlössen sich die gleichen Tore hinter einem anderen Zögling aus evangelischem Pfarrhaus: Friedrich Nietzsche. Diese Tatsache sei erwähnt der umfassenden humanistischen Bildung wegen, die dieser Ort vermittelte. Auch der Freund und Mitschüler Nietzsches, nämlich Paul Deussen, muß aus gleichem Grunde genannt werden. Er hat später die Upanischaden aus dem Sanskrit ins Deutsche übersetzt und gründete die Schopenhauer-Gesellschaft! Kein Zweifel, Schulpforta hat Bedeutung im deutschen Geistesleben. Unvergleichbar damit die Gymnasialbildung unserer Zeit . . .

Hier, in der berühmtesten der drei sächsischen Klosterschulen, empfing Eduard Baltzer von 1828-1834 die Grundlagen seiner humanistischen Bildung, und zeitlebens hat er dieser Schule mit Dankbarkeit gedacht: ???Wir lebten in der Tat in einem modernen Kloster. Die Welt draußen existierte für uns nicht. (...) Die Abgeschiedenheit von der zerstreuenden, verführerischen Außenwelt war allerdings geeignet, das Leben der Innerlichkeit zu nähren und zu stärken", schreibt er ein halbes Jahrhundert später. - 1834 wurde Baltzer Studiosus in Leipzig und belegte die Fächer Theologie und Philosophie.



Eduard Baltzer mit seiner Ehefrau Luise, geb. Reil.


Es war der Wunsch des Vaters, daß er Theologe werde. Mit der Philosophie hielt er sich aber noch die Tür zur Mathematik offen, zu der er sich damals stark hingezogen fühlte. Verständlich: Das unabhängige, freie Studentenleben brachte ihm, dem in der Abgeschiedenheit Herangewachsenen, viele neue Eindrücke. Eines mochte er jedoch nicht: den feucht-fröhlichen Kommers. Bald schon hatte er üble Erfahrungen dabei gemacht und ???war geheilt für immer". - Von Vegetarismus bei Baltzer aber noch-keine Spur. -1836 entschied er sich endgültig für die Theologie und ging nach Halle, um sein Studium an einer preußischen Universität fortzusetzen. Mit Fleiß verfolgte er dort sein Ziel. Zuzeiten aber brach er aus, sattelte und ritt zum Bruder nach Zwochen oder sprengte gar bis nach Hohenleina zu kurzem Besuch im Vaterhaus. Das bedeutete zehn Stunden Ritt, wenn er noch am gleichen Tag wieder in Halle sein wollte! Was für eine Zeit! Und doch schon so nah der unseren, der zerschundenen, der hastigen, ruhelosen!

Nach dem Examen (1838) wünschte der Vater ihn zu sich als Vikar. Es kam nicht dazu. Der Vater starb plötzlich, und die Ereignisse überstürzten sich. Der Pfarrhof von Hohenleina ging verloren. 80 Jahre hatte er zur Familie gehört. - 1841 sehen wir Eduard Baltzer als Diakonus und Hofprediger in Delitzsch wieder. Er heiratet, seine Frau schenkt ihm eine Tochter und stirbt am Kindbettfieber. Verzweiflung und Melancholie suchen seine Seele heim. Noch im Jahr darauf ist er in so schlechter Verfassung, daß seine Delitzscher Kollegen ihn zu einer Erholungsreise drängen. ???Es geschah - am 11. Juni reiste ich ab nach Rügen", heißt es in seinen ERINNERUNGEN. ???Zum ersten Mal sah ich Berlin ... In Stettin sah ich zum ersten Mal eine Hafenstadt, besuchte die Jakobi-Kirche... Es war gerade Militärgottesdienst, und der Prediger bewies dem gläubigen Publikum haarscharf, daß die Liebe Gottes uns auch nötige, uns im Kriege totzuschießen. Ich hatte genug und ging ..."

Auf Rügen begegnete er den Königen von Preußen und Dänemark, die - wie er erst bei seiner Ankunft erfuhr - in Puttbus ein Treffen vereinbart hatten. Bei dieser Gelegenheit sah er auch Alexander v. Humboldt. Warum das hier erwähnt wird? Weil so etwas damals ein großes Ereignis war! Und weil Baltzer seine Ankunft auf Rügen dessen ungeachtet so beschreibt: ???Der freundliche Hafen von Puttbus nahm mich auf in seinen Schoß. Im Parkhaus sah ich das erste Mal die Victoria regia blühen und wanderte nun durch die berühmte Insel. . . Diese einsame Majestät der Natur war mir wahlverwandt .. . Der Küstensaum an der Wassergrenze war so weich, die kleinen Wellen zischten so flach hin auf dem festen feinen Sand, da zog ich die Schuhe und Strümpfe aus..." Er kehrt nach Delitzsch zurück und fühlt, daß ihm diese Reise wohlgetan hat.

1844 heiratet er Luise Reil. ???So war denn meine Häuslichkeit neu begründet, das Gemüt beruhigt und meine Kraft einem Amte von neuem gewidmet, das meinem Ideale entsprach ..." - Baltzer wurde jedoch in den sogenannten Agende-Streit verwickelt, der insbesondere in Preußen seinerzeit den protestantischen Geistlichen schwer zusetzte. Es ging um die Einengung der liturgischen Freiheit. Baltzer ließ sich die Freiheit, unter der er angetreten und Pastor geworden war, nicht nehmen. Schließlich erklärte er dem Konsistorium noch im gleichen Jahr, daß er in der evangelischen, preußischen Landeskirche nicht mehr die Kanzel besteigen werde. Er zog nach Nordhausen, wo er Prediger der dort neugegründeten freien, also von der Landeskirche und Staatsgewalt unabhängigen Gemeinde wurde. Hinter diesen wenigen, nur skizzierenden Worten steckt ein reichhaltiges Geflecht persönlicher Schicksalslinien, wie der Leser sich denken kann. Resümierend schreibt Baltzer: ???Mir persönlich war über alle Zweifel erhaben, daß das oberste Prinzip des Christentums und des Protestantismus nur ein ethisches ist, immer gewesen ist und immer sein wird.


Helene Baltzer.
Die Tochter, verehelichte Lichtenauer, 1853-1944, übergab 1907 das Manuskript der ???Erinnerungen" ihres Vaters zum Druck.


Welche sonstigen dogmatischen Ansichten der Mensch oder die künftige Gemeinde haben möge, diese müßten der Ethik untergeordnet sein; denn ohne diese ist kein Heil, kein Friede, keine Einigkeit und kein Evangelium möglich ..." - Von Vegetarismus aber bei Baltzer noch immer keine Spur.

Sein Wirken in Nordhausen wird getragen von seiner tiefen christlichen Gläubigkeit. Der Leser muß sich dabei immer wieder die Zeit vorstellen! Die Zwänge dieser Zeit und ihre gnadenlosen gesellschaftlichen Klammern! Baltzer mußte für seine Familie sorgen, für sein Kind und dessen neue Mutter, und er entschied sich dennoch für diesen Weg! Ein Weg, der voller Unsicherheiten und Risiken steckte. Seine heißgeliebte junge Frau Luise schrieb ihm nach diesem Entschluß in sein Tagebuch:

???Ich folge Dir in die Wüste, durch Stürme folg' ich Dir nach,
Ich folge Dir zur Küste des Meeres in dunkle Nacht,
Ich folge Dir Verbanntem, ich folge dir zur Schmach,
Ja, selbst wenn Engel mich riefen, so folgt' ich doch einzig Dir nach."

Unmöglich hier jetzt ins Einzelne zu gehen. Eduard Baltzer gibt der freien protestantischen Gemeinde stärkste Impulse und wird trotz privater und öffentlicher Anfeindungen bald Stadtverordneter. Dem Kern der Bürgerschaft imponiert sein furchtloses Auftreten und seine wahrhaftige tiefe Frömmigkeit. - 1848, im Jahr der europäischen Revolutionen, sitzt er im Vorparlament in der Frankfurter Paulskirche! Kurze Zeit darauf schickt ihn der Kreis Nordhausen in freier Wahl als Abgeordneten zur konstituierenden Nationalversammlung nach Berlin. Es geht um die ???Vereinbarung einer Verfassung für Preußen mit der Krone Preußens". Hier Baltzers politisches Ziel: ???Meinen Wählern hatte ich vor der Wahl öffentlich erklärt, daß ich grundsätzlich Republikaner sei, und daß ich, wenn sie mich wählten, dahin wirken würde, die Vorzüge republikanischer Staatsverfassung, so weit möglich, mit der konstitutionellen Monarchie zu vereinen."

Auf einem kurzfristigen Urlaub daheim wird er anläßlich eines politischen Vertrages im nahen Ellrich von verhetzten und betrunkenen Gegnern so brutal zusammengeschlagen, daß er bis ins hohe Alter an den Folgen seiner Verletzungen zu leiden hat. Seine Ziele und sein tapferer Einsatz dafür bleiben natürlich davon unberührt. Dennoch, die parlamentarische Arena befriedigte Baltzer nicht, obwohl er immer wieder von Freunden gedrängt wurde, in dieser Sphäre seinen eigentlichen Beruf zu suchen. Seine Erfahrungen rieten ihm jedoch das Gegenteil: ???Ich hatte nicht nur hinter die Kulissen geblickt und gesehen, wie die Regisseure das politische Schauspiel arrangierten, ich hatte auch beobachtet, wie auf diesem Felde fast alle und jede Idealität verloren ging an niedere menschliche Eigenschaften; das stieß mich ab, das begann mich aufzureiben. (...) Mein ursprünglicher Beruf dagegen war ganz der idealen Seite des Lebens zugewendet, der Religion, allerdings nicht dem zelotischen Dogmatismus, der die Kirche beherrschte, sondern derjenigen, die dem Gemütsleben ethische Kraft und Reinheit verlieh." - Halten wir fest, dieser Mann stemmte sich gegen die Diktatur von Kirche und Staat und pochte auf das Recht, unter dem er als Priester angetreten war. Er ließ sich nicht in vorgestanzte Schablonen zwingen und vertrat seine christlichen Ansichten von Freiheit und Brüderlichkeit furchtlos bis in höchste politische Gremien.

Baltzer blieb Priester und zog sich schließlich wieder ganz in dieses Amt zurück. Trotz despotischer Verhältnisse in Kirche und Staat war sein Wirken in Nordhausen außerordentlich segensreich. So wurde dort u. a. mit seiner Tatkraft der erste Kindergarten Preußens ins Leben gerufen, auch eine Schule der freien Gemeinde entstand. - Und nun, verehrter Leser, nachdem Eduard Baltzer ein Alter von 53 Jahren erreicht hatte, sind wir endlich an jenem Punkt seiner Lebenslinie angelangt, der ihn für uns so bedeutsam werden ließ: Baltzer wurde Vegetarier! Vegetarier mit Leib und Seele! Doch hören wir ihn selbst:

???Es war zur Zeit des böhmischen Krieges, als ein anscheinend unbedeutendes Ereignis eintrat, welches mein Verhältnis zur Gemeinde einen Augenblick zu stören drohte, meinem ganzen Leben und Streben aber eine neue Richtung, ein harmonisches Kolorit verlieh. - Bereits im Frankfurter Vorparlament hatte ich Gustav Struve kennengelernt, von dem ich wußte, daß er grundsätzlich kein Fleisch aß. Die politische Erregtheit jener Tage ließ es nicht zu, ihn über solche Frage zu interpellieren. Jetzt besuchte mich ein mir unbekannter Herr Neuhaus, der sein Herenhuter Predigeramt in Neudietendorf niedergelegt hatte, weil er sich in dogmatischer Differenz mit der Gemeinde befand, und suchte Rat über seinen weiteren Lebensweg. Ich lud ihn zu Tisch ein; er lehnte das aber ab; er wollte lieber, wenn meine Zeit es gestattete, nach Tisch wiederkommen. Auf mein umso dringlicheres Zureden entschuldigte er sich damit, daß er Vegetarianer sei und kein Freund von Verlegenheiten. Das bestimmte mich, ihn nun erst recht festzuhalten, um über diese .wunderlichen' Leute näheres zu erfahren. Er ließ sich indeß auf diesen Gegenstand durchaus nicht ein, und alles, was ich erreichen konnte, war, daß er ein Buch nannte, durch welches man sich über diese Angelegenheit unterrichten könnte. Er nannte mir die Schrift von Theodor Hahn. Herr Neuhaus wurde übrigens Photograph, Mitglied unserer Gemeinde und lebte jahrelang in Nordhausen. Das Hahn'sche Buch enthielt soviel historischen Stoff, daß mir für diese Frage jetzt Tor und Türe aufgetan war. Ich las und ordnete mir die chaotisch hingeworfenen Notizen zum System, in steter Berücksichtigung meiner eigenen Lebenserfahrungen. Längst gewohnt, alle Grundsätze auf ihre Konsequenzen zu prüfen, machte ich mir klar, welche ungeheuren Umwälzungen im Leben der Menschheit aus dem Vegetarianismus fließen mußten, wenn die Welt ihn aufnahm. Eine neue materielle und geistige Welt trat wie eine Offenbarung vor mein Auge. Aber ich sah auch, wenn ich dieses neue Leben beginnen wollte, ich würde in schwere Konflikte kommen mit der eigenen Familie, mit der Gemeinde, mit der Welt. Sie würde mich für einen Narren halten, für einen Sektierer usw. Ich kam aber zu dem Resultate; Da dies neue Leben, so wie ich es auffaßte, in allen Beziehungen vernünftig ist, so mußt du es beginnen und durchführen, was auch geschehen werde. Nur die Art und Weise war mir zweifelhaft und bedurfte eines ruhigen Überlegens. Ich kam zu folgendem Ergebnis:

Vor der Hand, und bis eine sichere eigene Erfahrung mir die Richtigkeit des Systems bezeugen würde, wollte ich allein durch mein Beispiel auf andere einwirken, nicht durch Wort und Schrift. In der Familie sollte bezüglich der Diät nichts geändert werden; was ich bedurfte, fand ich ja; was ich etwa Besonderes wünschen würde, wollte ich meiner Frau sagen. In der Gemeinde, d. h. in den Vorträgen und im Jugendunterricht, kommt die Sache nicht zur Erörterung. So legte ich den 26. November 1866 die Zigarette für immer beiseite, aß nichts mehr, was von geschlachteten Tieren kommt, ordnete mein physisches Leben nach den Regeln des Systems, soweit sie mir zur Zeit klar waren, und kündigte das meiner Frau und Kindern an mit dem Bemerken: Wenn sie wissen wollten, weshalb ich das täte, sollten sie mich fragen oder vor der Hand das Buch von Th. Hahn lesen. Vier Wochen später waren sie alle Vegetarianer.



Es konnte nicht fehlen, daß die Sache aber doch ,auskam'. Meine nächsten Freunde, L. Belitski und Sei mär Müller, bemerkten und erfuhren die Sache und fielen ihr alsbald zu. Durch meine Vorträge ,über die Arbeit" war damals ein Männerbildungsverein zustande gekommen, der alle Woche eine öffentliche Sitzung mit Vortrag hielt. Eines Abends kam ich zu spät und setzte mich fern vom Vorstandstisch an die Tür hin, um nicht zu stören. Als zum Schluß der Versammlung die üblichen ,Fragekastenzettel' vorgelesen wurden, fand sich einer mit der Frage: ob es wahr sei, daß es in Nordhausen Leute gäbe, die grundsätzlich kein Fleisch äßen. Herr Belitski saß am Vorstandstisch, aber er schwieg, weil er wußte, daß ich z. Zt. noch nicht über die Sache öffentlich sprechen und gesprochen wissen wollte. Vor mir aber saß Dr. med. Riecke, der bat ums Wort und verkündete den zahlreich Versammelten: Als Arzt würde er davon wohl gehört haben, wenn es wahr wäre; es würde wohl ein Mißverständnis und an Leute gedacht sein, die armutshalber kein Fleisch äßen, weil sie keins hätten. Da erhob sich der um den Verein hochverdiente Belitski und sagte, soviel verdiene er wohl, daß er und seine Familie Fleisch kaufen könnten, aber er müsse doch der Wahrheit die Ehre geben und bekennen, daß er zu den Leuten gehöre, die grundsätzlich kein Fleisch äßen. Eine allgemeine Verwunderung rauschte durch den Saal. Da konnte ich meinen Freund doch nicht im Stiche lassen, bat ums Wort und sagte: .Auch ich gehöre zu den Leuten, die grundsätzlich kein Fleisch essen.' - .Auch Sie?' rief Dr. Riecke mir entsetzt zu. ,Ja, auch ich!' Heute sei es zu spät, wenn aber der Verein es wünschen sollte, zu wissen, weshalb wir grundsätzlich kein Fleisch äßen, so sei ich bereit, in der nächsten Versammlung darüber Vortrag zu halten. Mit großer Erregung nahm man den Vorschlag an. So kam die Sache ganz gegen meine Absicht in die Öffentlichkeit, ehe ich noch Zeit gehabt, sie gründlich zu bearbeiten. Es ist nicht hier der Ort, den Fortgang der Sache ausführlich zu schildern. Das ist in der vegetarischen Literatur ausgiebig zu finden. Hier ist nur am Platze zu sagen, welchen Einfluß die Sache auf mein eigenes Leben gehabt hat.

Gegenüber der Gesellschaft aller Klassen galt es zunächst, uns selbst zu helfen, uns selbst zu verteidigen. Zu diesem Zweck gründeten wir einen kleinen .Verein für natürliche Lebensweise' Ostern 1867, der sich alsbald nach außen hin erweiterte und sich zum .Deutschen Verein für natürliche Lebensweise' umgestaltete. Er hielt Jahresversammlungen und veranstaltete in den größten Städten zugleich Propagandaversammlungen, in denen ich meistens den Vortrag übernahm. Das periodische Blatt .Vereinsblatt für Freunde der natürlichen Lebensweise' wurde das Vereinsorgan. Die vegetarische Literatur des Altertums mußte sozusagen neu entdeckt werden; denn daß der Vegetarismus Grundlage der Bibel ist, wissen ja heute noch nur verhältnismäßig wenige Menschen, geschweige, daß sie von den Lehren des römisch-griechischen oder gar indischen Altertums oder der englisch-amerikanischen Reform neuester Zeit Notiz genommen hätten. Ich wandte nun alle Zeit und Kraft, die mein Amt mir ließ, jetzt diesen Dingen zu; denn für mich selbst war diese Sache nicht nur Religion, sondern eine der Vorbedingungen zur Lebenserneuerung der Gegenwart und aller Zukunft."

Der Vegetarismus war fortan ein fester Bestandteil von Baltzers Leben, und er widmete ihm jede erdenkliche Aufmerksamkeit. Furchtlos, unbeirrt und überzeugend setzte er sich für diese große Idee ein. Er zwang sie niemand auf und wirkte allein durch sein Beispiel. Zahlreiche Bücher, Schriften und Aufsätze entstanden, die Organisation Gleichgesinnter brachte dem Ideal neue Impulse, neue Gedanken, neue Freunde. In seinem letzten Lebensabschnitt trafen ihn aber auch wieder schwere Schicksalsschläge: Tod einer Tochter, Tod eines Sohnes. Zunehmend litt er auch selbst unter körperlichen Schmerzen; eine späte Folge der inneren Verletzungen aus dem Ellricher Überfall. Schweren Herzens sah er sich daher Ende 1881 gezwungen, sein Predigeramt in Nordhausen aufzugeben. Dreiunddreißig Jahre hatte er diesem Ort sein Bestes gegeben. Nun zog er mit Frau Luise nach Grötzingen bei Karlsruhe ins Haus der Tochterfamilie. Er nahm den nächtlichen Schnellzug! Eine neue Epoche war längst angebrochen. Raum und Zeit hatten zu schrumpfen begonnen. Freilich ahnte noch keiner, wohin das bald führen sollte .. . Auch im neuen Heim arbeitet Baltzer noch publizistisch für den Vegetarismus: ???Eine Art Trost war es mir, daß ich von meinem Berufe wenigstens noch einige Rudera besaß, die ich mir nun als meinen Beruf zusammenstellte. Das war die Leitung des deutschen Vegetarianer-Vereins, die Herausgabe des Vereinsblattes und meine schriftstellerische Tätigkeit, teils für die Nordhäuser Zeitung, teils für den Vegetarianerverein. Noch im Jahre 1883 wagte ich eine Reise nach Zürich, um auf dem daselbst stattfindenden 14. Vereinstage den Vortrag zu halten. Es ist der letzte gewesen, der mir vergönnt war."



Am 24. September 1884 wird Baltzer zu einem Monat Festungshaft verurteilt, weil er in einem Leitartikel der ???Nordhäuser-Zeitung" den Kronprinzen indirekt angegriffen hat. Es ging um die Hetzjagd, die darin unverblümt der Barbarei bezichtigt wird. Als Beispiel dafür, wie groß die Macht der Gewohnheit sei, führte Baltzer den deutschen Kronprinzen an, der ???ohne Herzpochen" an solchen Jagden teilnehme. Das wurde von der Strafkammer des königlichen Landgerichtes als Beleidigung seiner Kaiserlichen Hoheit ausgelegt und brachte Baltzer noch einmal in arge Bedrängnis. Eine Revision des Urteils war nicht möglich. Schließlich wurde ihm auf dem Gnadenwege durch ???kaiserliche Cabinetsordre" nach fast einem Jahr bedrückender Ungewißheit ???voller Straf- und Kostenerlaß zuteil".

Baltzers Leben war gelebt und begann auszubrennen. Am 24. Juni 1887 schloß er für immer die Augen. In Durlach liegt er begraben.



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Sehnsucht

Es geht ein tief Verlangen
Durch alle Kreatur;

Ein Sehnen voller Bangen
Erfüllet die Natur,
Weil zwischen Tod und Leben
Die Wesen alle schweben.

Wir Menschen auch verschwinden,
Wie Waldeslaub vergeht,
Darum ein tief Empfinden
Der Wehmut uns durchweht.
Die Ahnung sagt uns allen:

Bald wird der Vorhang fallen!

Und doch spricht ew'ges Leben
Aus allem sonnenklar;

Ist's doch uns selbst gegeben
Im Geiste wunderbar.
Willst Du es ganz gewinnen?
Schau' Gott in allen Dingen.

E. Baltzer


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Die natürliche Lebensweise

von Eduard Baltzer

Unter diesem Titel faßte Eduard Baltzer seine wesentlichen Gedanken zum Vegetarismus zusammen. Er gliederte dieses Werk in vier Teile und veröffentlichte jeden Teil für sich:

1. ???Der Weg zu Gesundheit und sozialem Heil" (DNL l)
2. ???Die Reform der Volkswirtschaft" (DNL II)
3. ???Briefe an Virchow" (DNL III)
4. ???Vegetarismus in der Bibel" (DNL IV) Hier Auszüge daraus:

Die nachfolgenden Blätter sind zunächst geschrieben, nicht um mich zu verteidigen, sondern um mich zu entschuldigen. Am Urteile guter und verständiger Menschen wird jedem ernsten Manne gelegen sein, und insofern könnte ich mich zu einer Verteidigung meiner Lebensweise versucht fühlen, da diese von einem, wie es scheint, großen Teile meiner Mitbürger nicht nur beachtet, sondern auch der Lächerlichkeit überliefert worden ist. In meiner Seele schmilzt aber die ???Verteidigung" im Hinblick darauf völlig in die Bitte zusammen, man möge es mit dem herrschenden Zeitgeist entschuldigen, daß ich so lange unter meinen hiesigen Mitbürgern wohnte, ohne in der fraglichen Sache die Weisheit der Weisen vor dem Verdacht der Lächerlichkeit zu schützen. Ich eile, einen Teil meiner Schuld abzutragen ...
(DNL l, aus der Einleitung)

Aus der natürlichen Anlage des Menschen folgt, daß er auf gewisse Arten von Nahrungsmitteln angewiesen ist: Das kann unser Verstand begreifen; aber auch dem Unmündigen sagt es ein unmittelbares Sinnengefühl, welches wir Instinkt nennen, solange dieses Gefühl nicht durch falsche Gewohnheiten verdorben ist. Man hat Grasfresser (z. B. Schafe, Ziegen) dahin gebracht, daß sie nur Fleisch fraßen und ihre natürliche Nahrung nicht mehr mochten; ihr Instinkt war gewaltsam verdorben. So ist's der unsere auch. Aber wir finden ihn reiner im Kinde - das zum Fleischgenuß anfangs stets genötigt werden muß, und wir können ihn durch eine wirklich naturgemäße Diät wenigstens annähernd wieder herstellen. Ohne alle gelehrten (chemischen) Kenntnisse können wir vermöge dieses Instinkts und des gesunden Menschenverstandes das Richtige finden.

Kraft dieses Instinkts nun war unsere allererste Nahrung die Milch. Sie ausschließlich reichte zu unserer Blutbildung und 2u gesunder Gesamternährung vollkommen aus. Aber die Natur hat für Mutter und Kind angezeigt, daß dies Milchleben nur der Übergang sein soll zum selbständigen Ernähren durch das, wofür wir von der Natur die Malm- und Verdauungswerkzeuge empfangen haben und wozu der Instinkt uns treibt. Hierher gehören die Früchte und Pflanzen im weitesten Sinne, sofern sie dem reinen Instinkt nicht zuwider sind und also von ihm nicht verschmäht werden. In unserer Zone ist das also vorzüglich das Obst, das Getreide, die Erdfrüchte, die Gemüse und außerdem das Wasser, letzteres, sofern es von instinktwidrigen Bestandteilen frei ist. Von diesen Dingen kann der Mensch vortrefflich bestehen und zwar, indem er sie in ihrem natürlichen Zustande genießt. (...)

War die Muttermilch einst unser alles, so sagen wir uns, daß die Milch der Tiere als das Nächstverwandte ein uns heilsames Nahrungsmittel sein wird nebst allem, was sich aus ihr (Unverdorbenes) bereiten läßt.

Genau an dieser Stelle setzt Baltzer schon in der 2. Auflage eine Fußnote: ???In diesem Punkte habe ich geirrt. Die Macht der Gewohnheit veranlaßte es. Daraus, daß die Natur uns Menschen von Haus aus an die Muttermilch gewiesen, folgt nur, daß der Milchgenuß, streng genommen, mit der Kindheit (ganz) aufzuhören hat. Die Natur gab uns inzwischen Zähne für festere Speisen. Hätten wir nicht die Jahrtausende alte Gewohnheit des Tiermilchgenusses, gewiß, der erste, der es versuchte, würde sich sehr zwingen müssen! Die Gewohnheit wird zur Macht über uns. In China treibt man erheblichen Handel mit Menschenmilch. Sträubt sich nicht unser ganzes Gefühl dagegen? Warum nimmt man in China keinen Anstoß daran? Gewohnheit! Ein Zeichen, wie nötig verständige Kritik, wie nötig uns der Magnet ist, der zum Pol der Natur zurückführt. (...) Ich selbst liebte sie sehr, jetzt meide ich sie lieber, wo ich füglich die Wahl habe. Früher war sie mein Morgentrunk, ein Aufguß von Weizenschrot ist mir jetzt und seit Jahren weit schmackhafter und naturgemäßer.

(...) Aus denselben Gründen, aus welchen die dem Menschen natürlichen Nahrungsmittel wirklich Nährmittel, d. h. ihm gesundheitszuträglich waren, sind die unnatürlichen ihm nachteilig. Zu ihnen gehört alles, was vom getöteten Tiere stammt, sowie auch die Eier, ferner alle Gewürze und Spirituosen.

Baltzer nähert sich damit schon weitgehend dem Veganismus! Man beachte dabei immer wieder die Zeit! Die historische und seine persönliche Lebenszeit!

(...) Soll nun unsere Ernährungsweise über das Säuglingsalter hinaus vernünftig (und vernünftiger als die Reclamsche) werden, so müssen wir eben so viel als möglich die für den Menschen nahrhaftesten und natürlichsten Speiseelemente in erster Linie genießen und dieselben, wenn nötig, durch Zusatz der ihnen etwa fehlenden Elemente verbessern. Hätte nicht unsere Natur einen äußerst regen Instinkt für das zu unserm Gedeihen Zweckmäßige empfangen, so stünde es noch schlimmer um die Menschheit, als es ohnedies schon steht. (...) Die Hauptstoffe zu unserer Ernährung sind nun aber in Bohnen, Linsen und Erbsen, demnächst in unseren Getreidearten, dann in Kastanien, Mais, Reis, Kartoffeln und den Gemüse- und Obstarten so enthalten, daß sie (die erstgenannten als Hauptsache, die übrigen als Ergänzung instinktiv gemischt) zu unserer normalen Ernährung vollständig ausreichen. Sogar das Wassertrinken wird bei Vegetabiliendiät ziemlich entbehrlich, weil man in den Vegetabilien schon Wasser zur Genüge mit genießt und so des künstlichen Reizes zum Trinken mehr und mehr sich entwöhnt. (Die Fleischkost, hitzig an sich und mit Gewürzen überladen, reizt dagegen den Durst; die ???durststillenden" Reizmittel Wein, Bier usw. steigern wieder den ???Appetit", und so will sich der Mensch zur Mäßigkeit erziehen!
(DNL l)

Der heimliche Grund, weshalb viele ein stilles Grauen vor der natürlichen, menschlichen Lebensweise zu empfinden scheinen, ist ohne Zweifel die peinliche Vorstellung, daß dieselbe sie lebenslang zu entsetzlicher Entbehrung verurteilen würde, und dies angesichts aller Genüsse, an denen ihre Mitmenschen sich laben dürfen.

Hiergegen ist natürlich zunächst zu sagen, daß es ohne ???Entbehren" im Leben überhaupt nicht geht, und daß ???Entsagen können" die erste Stufe zur menschlichen Freiheit ist. Je mehr Wünsche dem Menschen in bezug auf Sinnengenuß befriedigt werden, desto mehr entsteigen seiner Begierde, gerade wie er von Würze zu Würze, von Reiz zu stärkerem Reiz (infolge der Abstumpfung) sich in jeder Hinsicht getrieben fühlt. Sofern also dafür gesorgt ist, daß ein Mensch nicht alles genießen kann, muß er ja entbehren, und sofern er nicht von der unendlichen Schraube der Genußsucht, die ihn schließlich zermalmen würde, erfaßt werden will, muß er freiwillig entsagen können. In der Selbstbeherrschung zeigt sich der Meister. Entsagung ist also eine Zierde des Menschen und die Mutter vieler Tugenden: wir beklagen den, der sie grundsätzlich scheut.

Zur Warnung sei es auch bemerkt, daß die Entsagung allerdings um so schwerer wird, je reizender eine Gewohnheit und je mehr diese durch Dauer zur anderen Natur geworden. Darum lehrten die Alten schon: ???widerstehe dem Anfange", und darum muß in Sonderheit die Jugend sich in der Entsagung üben, wenn sie irgend Anspruch auf persönliche Freiheit haben will.

Weiterhin aber ist zu den Entbehrungsscheuen, was speziell die Diät betrifft, zu erwidern, daß sie in einer sehr großen Täuschung befangen sind. Sie meinen, die natürliche Diät bedeute so viel als sich selbst sozusagen zu Wasser und Brot verurteilen. Das wäre immerhin ein ganz annehmbarer Tausch, wenn man dadurch unzähligen Leiden vorbeugte und sein Leben verlängerte. Richtig ausgesprochen aber liegt die Sache so, daß man eine Menge verderblicher Reize nur mit einer Menge anderer und zwar heilbringender, weil natürlicher Reize vertauscht.
(DNL l)

Um die ???Albernheit" der natürlichen Diät (die sie für die unnatürliche halten) schlagend nachzuweisen, pflegen unsere Gegner darauf hinzuweisen, daß es gar nicht möglich sei, daß alle diese Diät befolgten. Denn - da kehrte sich alles um und um!! - ???Was sollte da aus den Tieren, aus der Ökonomie, aus der heutigen Fabrikation werden!" - Kurz, das gehe gar nicht!!

Nur gemach, meine Lieben! Allerdings würde in dem Falle, den ihr meint, die Welt sich umgestalten - aber sicher zum Bessern und gerade so, wie der einzelne es sofort an sich probieren kann! Nun befürchtet aber nicht, daß diese Revolution plötzlich wie ein zerstörendes Gewitter komme: dafür ist gesorgt. Die ???zivilisierte Welt" ist viel zu krank, infolgedessen viel zu willensschwach, als daß sie plötzlich Kehrt machen könnte. Sie hat ja im großen nicht einmal Einsicht, sondern nur Spott für die Wahrheit, wenn diese ihr in obiger Hinsicht gesagt wird. Die Fleischer also werden weiter schlachten, die Branntweinbrenner weiter brennen, die Tabakspinner weiter spinnen usw.: Denn der Konsum wird fortdauern - ja er wird sich sogar steigern, wie er sich, abgesehen von der Zunahme der Menschenzahl, gesteigert hat. Das /'st leider so! Der Tod wird dafür auch durchschnittlich jüngere Leute wählen, und das Elend der ???Zivilisation", an deren Spitze Frankreich marschiert, wird steigen, wie es schon oft gestiegen ist. Wie aber die steigende Woge der See endlich bricht, wenn sie jene Höhe erreicht hat, wo das Gleichgewicht der Natur ihren Bruch fordert, so wird auch das kulminierende Elend unserer Tage einer Sturmflut gleich über die Gesellschaft hereinbrechen.
(DNL l)

Es ist eine auffallende Erscheinung, daß, je höher die ???Kultur" steigt, desto größer die Leiden der Menschheit sich zu gestalten scheinen. (...) Hilfe hat man schon zur Genüge versucht. Der Krieg sollte völlig verbannt werden durch den internationalen ???Friedenskongreß": Aber dieser selbst ist unter dem Kanonendonner verhallt und verschwunden. Der ???Weltverkehr" mit Dampf und Telegraph sollte der Friedensapostel werden: er steigert nur das Schlachtenwetter, wie die Erfahrung lehrt. Die ???innere Mission" will ???Glauben" und Seligkeit herstellen: aber die Welt stößt den frommen Aberglauben von sich. Die ???Mäßigkeitsvereine" wollen geistige und leibliche Epidemien besiegen - aber sie haben sich in ihrer Ohnmacht erkannt. Das Übel geht unaufgehalten weiter. Wir haben Heilmethoden und Ärzte in Menge, aber unser Geschlecht wird kränker statt gesünder. Wir haben von Heilslehrern, Priestern und Geistlichen die Fülle, aber die Geister werden raffinierter zwar, doch schwächer und schlechter. Die ???Blut- und Eisen-Ära" ist die Hoffnung und der Stolz unserer Zeit geworden. (...) Machtvoll ringt die Menschheit mit ihrem Geschick und doch ohnmächtig, gleich dem gewaltigen Dampfer, der gegen die Sturmwogen des Ozeans arbeitet! Der einzelne klammert sich an das Ganze - sieht, wo er bleibt - bis er untergeht! Und das Schlimmste ist, - ohne es zu wissen, arbeitet der Mensch selbst am allermeisten mit am eigenen Verderben.
(DNL l)

Ja, die Sitte! Das ist wieder eine dieser ???Beziehungen". Und sie, die mächtige und geheiligte, sollte man ohne Berücksichtigung lassen? Für die Sache habe ich wohl eine gute Meinung, aber die Rücksichten auf die anderen! Man stößt ja überall an - mag man Besuch machen oder empfangen - mag man in Kondition stehen oder sonst wie mit den Menschen verflochten sein. Es ist wahr, das ist ein böser Übelstand, denn leicht gibts Ärgernis.

Aber wie steht es damit genau betrachtet?? Wer hat die bessere Sitte? Derjenige, der - wie Dr. Lambe es einmal ausdrückt - dich einladet, beim kadaverösen Tierleichengenuß sein Gast zu sein, oder du, der du zu gesunder Speise der natürlichen Diät ladest? Derjenige, der dich ladet, alkoholhaltige Flüssigkeiten ???über den Durst" zu trinken usw. - oder du, der du ladest, mit dir bei maßvollen Genüssen das Behagen freudiger Geselligkeit zu teilen? Wer hat endlich die bessere Sitte: der Leibeigene des Weltherrschers Tabak, welcher den Dampf der Zigarre dir ins Gesicht bläst oder mit gebräuntem Finger die Prise in die Nase schiebt, wenn nicht gar das unsaubere Fazit seiner Kauarbeit dir harmlos vor die Füße legt, oder du, der du wenigstens mit solcher Unnatur keinem lästig fällst??

Also nicht die Sitte, sondern die Unsitte steht dir hindernd im Wege!

Die Frage ist also so zu stellen: Soll die Sitte vor der Unsitte, oder soll die Unsitte vor der Sitte sich beugen und verbergen?

Daß meine Auffassung dieses Punktes keineswegs eine alleinstehende ist, sondern mehr als unmittelbar einleuchtend selbst unter Nichtvegetariern Eingang gefunden hat, durfte ich im Laufe der Zeit wiederholt feststellen. Hahn äußert sich darüber (l, 268) wie folgt: ,Daß es nur auf Entschiedenheit des Willens und Charakters ankommt, sich loszusagen von dem allgebräuchlichsten Herkommen unserer aufgeschraubten sozialen Sitten (Unsitten) und Zustände in diätetischer Beziehung, beweisen so manche ehrenvolle Ausnahmen, sogar unter den allerhöchsten Kreisen der Gesellschaft, wo doch die konventionelle Etikette und Rücksichtnahme oft am krassesten zutage tritt.'
(DNL l)

Baltzer hatte auch die Gabe, sich manchmal herzerfrischend drastisch auszudrücken oder entsprechend zu zitieren. Sein Stil wechselt und langweilt nie. Zweifellos ist er weitgehend von didaktischen Überlegungen geprägt. Auf tiefdurchdachte und breiterangelegte Passagen folgt plötzlich die unverblümte Satire oder beißender Sarkasmus:

Den Mittelpunkt der unnatürlichen Diät bildet natürlich das Fleisch, und wer sich dessen Genuß abgewöhnt, findet einen praktischen Beweis hierfür auch darin, daß ihm zwar alle Dinge unnatürlicher Diät instinktiv zuwider werden, z. B. Gewürze, Spirituosen, nichts aber so ekelhaft erscheint als das Fleisch. Selbst ein ganz wackerer Karnivore, wie unser öfter angeführter Dr. Klencke, sagt daher wenigstens einschränkend: ???Noch ein Wort über den Genuß von Blut und Eingeweiden der Tiere, der für den edleren Appetit des Menschen immer etwas Widerstrebendes, oft Ekelhaftes hat. Kaiser Sigismund bedrohte seinerzeit einen jeden seiner Untertanen mit dem Schandpfahle, der sich gelüsten ließ Tierblut und Eingeweide, gleichviel in welcher Gestalt der Zubereitung, zu genießen." Wenn trotzdem Dr. Klencke als guter Omnivore sich Schwarzsauer, Wurstsuppe usw. lobt, so bemerkt er dazu doch: es ???widersteht vielen edleren, nicht durch Gourmanderie entarteten Naturen der Genuß von Lungen und Gekröse (Kalbskaldaunen), die freilich noch immer eine Stufe höher stehen, als die mit dem Kote verzehrten, nicht ausgenommenen Vögel der raffinierten Küche, oder gar der beliebte Schnepfendreck, der nichts anderes als der Bandwurm jener Vögel ist. Am ekelhaftesten sind die Nieren;

denn selbst bei dem sorgfältigsten Auswaschen der Nierenschnitten, die für eine Delikatesse gelten, bleibt immer noch eine reichliche Quantität Urin darin zurück, der es gerade ist, welcher den beliebten Nierenschnitten den pikanten Geschmack gibt. Man kann die zubereiteten und auf den Tisch gebrachten Nieren immer mit vollem anatomischen Recht ,fleischerne Nachttöpfe' nennen." (Chemisches Kochbuch S. 285).



Leipzig, 14. Auflage
(46. bis 50. Tausend), 1900




Leipzig, 18. Auflage
(66. bis 69. Tausend), 1913


Ergänzend fügt Baltzer hinzu: Im Rehrücken sitzt das Geschmeiß, welches Ungeziefer den armen Tieren unter das Fell legt; im Schwein wimmeln gelegentlich Trichinen und Finnen, die künftigen Bandwürmer! Wie viel ekelhaft krankes Vieh wird schnell geschlachtet, verkauft und verzehrt, - alles Mastvieh ist ja sogar krank, wie kein Kundiger bestreitet - nun ihr Herren Fleischesser: ???ich wünsche gesegnete Mahlzeit", selbst wenn sie ???koscher" wäre.
(DNL I)

Auch Witziges ist ihm willkommen, wenn er damit eine Belehrung einleiten kann:

In der Tat, meine Damen, fürchten Sie nicht, daß die Herren Leutnants spindeldürr, saft oder kraftlos würden, wenn sie, wie die Spötter sagen, ???Grasfresser" werden. Unsere Diät ist reicher und reiner als die blutige und ist die allein gesunde.

???Die unsterblichen Spartaner" von Thermopylä waren auch Vegetarier!

Cyrus, welcher Persien aus einer vor ihm unbekannten, rohen Kolonie zu einem der mächtigsten und glänzendsten Reiche erhob, welche die Welt jemals gesehen, welcher ungewöhnlichere Märsche ausführte, mehr Schlachten focht, mehr außergewöhnliche Siege gewann und mehr persönliche Tapferkeit und körperliche Kraft an den Tag legte, als die meisten anderen Feldherren, welche jemals gelebt haben, - nährte sich von Kindheit auf nach der einfachsten und ungekünsteltsten Diät, von Pflanzennahrung und Wasser; und seine persischen Soldaten, welche ihn auf seiner siegreichen Laufbahn begleiteten, alle seine Entbehrungen, Strapazen und Gefahren teilten, hunderte von Meilen in unglaublich kurzer Zeit zurücklegten und Armeen besiegten, welche noch einmal so stark waren als die ihrige - sie lebten, wie er selbst, von Kindheit auf von Brot, Kresse und Wasser und hingen während ihres Zuges derselben Einfachheit an, ohne von der Strenge ihrer Enthaltsamkeit selbst in der Stunde des Sieges abzuweichen, wo der Überfluß gewonnener Städte in großer Fülle zu ihren Füßen lag. (H. l, 230 ff)

Den Römern, die den Erdkreis eroberten und in der ältesten Zeit Muster der Kraft, der physischen wie der moralischen, waren - ihnen war das Fleischessen geradezu verboten. Das carnivorische Rom dagegen ging physisch und moralisch unter.
(DNL I)

Wohl niemand bestreitet ernstlich die Lehre der alten Griechen, daß es das Rechte sei, ???nach der Natur zu leben". Aber die Weisheit wie die Torheit, die Wollust wie die Tugend, haben sich dieses Anspruchs bemächtigt, haben ihn in tausenderlei Weisen ausgeprägt, zur unbewußten Gewohnheit erhoben, und die Folgen davon in alle Verhältnisse des menschlichen Lebens verflochten. Fragt man daher, was es heiße, ???nach der Natur zu leben" - so hat man den furchtbarsten Kampf der Meinungen, der Vorurteile, des Fanatismus vor sich; es ist, als ob der Gott der Winde alle seine Schläuche geöffnet hätte, um das Gewoge der menschlichen Meinungen in die ärgste Brandung zu versetzen.

Nicht in dieses Wirrsal hinein, sondern aus ihm heraus möchten wir unsern Leser führen, möchten auf einen Felsen mit ihm treten, an welchem Sturm und Woge bricht, und von dessen sonnenheller Höhe dem, der sehen kann, ein Blick vergönnt ist über die verkehrte Welt und in die bessere hinein, welche kommen wird. Dieser Felsen ist die Natur, und zwar die uns am allernächsten liegende, - die in uns selbst. Die ???natürliche Lebensweise" ist diejenige, welche unserer eigenen wiedererkannten Natur entspricht. Solange wir diese unsere eigene Natur nicht erkannt haben, leben wir blind in den Tag hinein. Wer uns verstehen will, der halte fest, was Sylv. Graham treffend so ausspricht: ???Unter einem reinen Naturzustände verstehe ich niemals den wilden Zustand des Menschen, weil dies nicht sein natürlicher Zustand ist, sondern ich meine jenen Zustand, in welchem der Mensch mit allen physiologischen Gesetzen seiner Natur im Einklange lebt."
(DNL II)

Ganz abgesehen von der Gesundheitsfrage und davon, daß wir von Fleisch allein überhaupt nicht leben könnten, berechnet Humboldt, daß wenigstens zehn Menschen als Frugivoren da leben können, wo ein Mensch als Carnivore lebt, und dies zwar in unserem Klima, während der Unterschied in glücklicheren Klimaten und bei besseren Bodenverhältnissen sich noch viel höher steigert. (...)

Der Gang der Dinge wird in der Tat sich so gestalten. Die angewachsene Bevölkerung drängt unwillkürlich in diese Bahn. (...)

Die Landwirtschaft wird also zwar große Veränderungen erleiden, aber sie wird in jeder Beziehung nur gewinnen. Wir werden einzelne Zweige derselben noch besonders besprechen und heben hier nur hervor, daß sie das barbarische Gepräge allmählich abtun und ein humaneres annehmen wird. Die Mästung wird wegfallen, diese abscheuliche Barbarei, die zum Zweck das Blutvergießen und Fleischverzehren hat und zur Folge das Elend der Menschheit. (...) Mit Schauder und Ekel wird man zurückschauen lernen auf die Zeit, wo solch viehisches Leben noch als ein menschliches galt. (...) Die Ökonomie wird also durch unser Prinzip so umgewandelt, daß sie ungleich leistungsfähiger im Dienste der Menschenernährung, ungleich förderlicher, wie wir früher gesehen, für Gesundheit und Gedeihen der Menschheit und zugleich weit humaner in sich und humanisierender nach allen Seiten wirkend sich gestalten wird.
(DNL II)

Mit dem Durst nach dem Blut der Tiere ward der Mensch grausam gegen seinesgleichen; das heutige Militärsystem erscheint als die Kulmination der civilisierten Barbarei;

mit der Wiedereinführung der natürlichen Diät wird die Menschheit wieder Abscheu vor Blut und Blutdurst empfinden und auf den Grundsatz der Verteidigung sich aufrichtig zurückziehen lernen. Wem dieser ganze Gedankengang unsinnig zu sein scheint, der bedenke etwa, daß wir nicht meinen, die Gesinnung hänge davon ab, ob wir heute einmal Fleisch oder Brot essen; wir reden vielmehr von den psychologischen und physischen Folgen der Diät im Großen und im Dauernden. Dort aber kann sie nicht geleugnet werden, ohne die Lehre von Ursache und Wirkung überhaupt in Frage zu stellen.

Diese Bewegung im Volksbewußtsein wird einzig und allein die Lösung der nationalökonomischen Rätsel herbeiführen. Der Beginn dieser Bewegung liegt bereits hinter uns;

wenige bemerken sie in der Gegenwart. Ihr vollendetes Zukunftsbild scheint den meisten von denen, die sie heute bereits eines Blickes würdigen, ein leerer Traum. Als man in Athen und Rom von der Zeit sprach, wo die Götter aufgehört haben würden zu herrschen, oder als man in Deutschland anfing zu meinen, man könne auch ohne Hexenhammer Recht sprechen, - da war es ungefähr ebenso!
(DNL II)

Wer aber eine Wahrheit des Lebens erkannt hat und nach ihr handelt, der wird unbewußt ihr Verkünder.
(DNL l, S. 121)


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Baltzer im ökonomischen und sozialpolitischen Spannungsfeld seiner Zeit

Die Nationalökonomie hat gegenwärtig vorwiegend die Tendenz der Zentralisation - zum Unglück für die Welt. Sie wird an den Punkt kommen, wo sie die entgegengesetzte Form ihres Lebens suchen muß. Es ist nämlich nicht ökonomisch und also auch nicht nationalökonomisch, wenn die Orte der Produktion, der Fabrikation und der Konsumption eines Artikels weit auseinander liegen. Die Güterbewegung von dem einen zum ändern und dritten Ort beansprucht eine ganz ungeheure Arbeit, verteuert den Konsum und absorbiert Kräfte, die für Besseres verwendet werden könnten. Die heutige Nationalökonomie folgt aber jenem falschen Grundsatze, weil wir in einem Stadium der Weltentwicklung leben, wo diese Methode den Unternehmern, wenn sie schlau sind, kolossale Reichtümer einbringt, die natürlich aus der Tasche der Konsumenten ihnen zufließen. Und diese wiederum unterstützen in ihrem Wahn jene Tendenz durch ihre kritiklose Diät, teils durch den zumal uns Deutschen so fest anhaftenden Irrglauben, daß Dinge, die schön, wertvoll, ehrenbringend sein sollen, ???weit her sein müssen": Der Geldstolz geht so weit, daß er dieselbe Ware, wenn er sie nur teuer bezahlen darf, für eine effektiv bessere hält.

Aus diesen und verwandten Elementen entspringt das System der Zentralisation im großen. Die Weltstädte der alten asiatischen Monarchien, Theben und Memphis, Tyrus und Sidon, Rom und Kathargo, Venedig und Genua, stellten das System schon von jeher vor Augen. Das alte Griechenland, die deutsche Hanse, die nordamerikanische Union bieten annähernde Gegenbilder. Die Zentralisation muß aber zu ihrem Extrem gelangen in dem Maße, als die Mittel der Macht über Natur und Menschenwelt wachsen. Die heutige Zeit muß also die alte Welt weit überbieten können, und England ist in der Tat das Musterexemplar hierfür. Die Beherrscherin der Meere machte sich auch die Länder direkt oder indirekt tributpflichtig. Es genügt zu sagen, sie beutet Indien aus, macht dessen Bewohner zu Sklaven, um sich selbst zu bereichern und durch den Reichtum sich in dieser Tendenz weiter zu potenzieren. London ist die Spinne im Netze der Erde.

Unter dieser Zentralisation verstehen wir nicht einseitig die politische, sondern die soziale überhaupt, die merkantile insbesondere. In schnellem Lauf hat sich die Welt durch den Merkantilismus Colberts, den Physiokratismus Quesnays, den Industrialismus A. Smiths hindurchgerungen, um schließlich alle drei Systeme, insofern sie Material für eine höhere Potenz enthielten, im Zentralismus zusammenzufassen - soweit die Natur solche Irrtümer dem Menschen überhaupt gestattet.

Die Großartigkeit dieses heutigen Systems und seiner Leistungen im Weltverkehr darf uns nicht täuschen über seine Verderblichkeit. Es bedeutet die Tyrannei in ihrer furchtbarsten Gestalt. Die Tyrannei eines Fürsten ist gegen sie eine Kleinigkeit, denn diese beruht auf persönlichem Eigensinn, sie stirbt mit ihm und findet engere Grenzen, wenn sonst das Volk ein freies ist. Aber die Tyrannei eines sozialen Systems ist von ungleich größerer Macht und Dauer; sie ist das zum Tyrannen gegen sich selbst organisierte Volk bzw. die ganze Menschheit, und wird ausgeübt - in der Regel unbewußt! Daß es so ist, fühlt jeder, wenn der Nerv dieses Polypen irgendwo schmerzlich berührt wird. Ein Neujahrsgruß Napoleons III. setzte die ganze Welt in Schrecken, veränderte alle Werte, und tausende von Handelshäusern fielen an aller Welt Enden wie Kartenhäuser bankrott zusammen. Jefferson Davis machte eine Revolution zu Gunsten des King Cotton, und eine Panik ging durch alle Weltteile, das verlorenste Bäuerlein in irgendeinem Winkel der Erde, das von der Welt nichts wußte, bezahlte es mit im Baumwollpreise oder büßte es durch Entbehrung, die es sich aufzuerlegen gezwungen war. Das ist die allgegenwärtige Macht des Zentralismus, und auch die Mächtigen der Erde selbst sind nur Zinken an den Rädern dieser ungeheuren Maschine. (...) Der Sozialzentralismus unserer Zeit, durch England in ausgeprägtester Form vertreten, - arbeitet zwar mit Hochdruck, aber schon sehen wir die Zeichen seiner Selbstvernichtung in hunderterlei Gestalt.

(...) Es ist also dafür gesorgt, daß die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Wir dezentralisieren. Die Natur legte jedem ein Gewissen in sein eigenes Wesen, kraft dessen dezentralisieren wir Rom, den römischen Gedankenmonarchismus. Ebenso strebt die Natur, allen Zentralismus der Menschen aufzulösen in lebendige, organische Freiheit. (...) Man muß nur dezentralisieren nicht mit desorganisieren verwechseln! (...) Wo ist nun der Wendepunkt? Nicht räumlich, noch zeitlich ist er in einem Moment gegeben. Wie alles natürliche Werden vollzieht sich die Wandlung aus kleinen Anfängen. Sie liegen - in der natürlichen Diät. Der Mensch der natürlichen Diät ist - oder wird doch - ein durchaus anderer als der der jetzigen unnatürlichen Diät. Zu einer gesunden, zufriedenen Existenz bedarf er viel weniger als dieser; die Wurzel der Habsucht und Herrschsucht stirbt in ihm ab. Mit ihr stirbt eine Welt voll Ungerechtigkeit, und mit ihr die herrschende Tendenz des sogenannten ökonomischen Zentralismus.
(DNL II, S. 137/144)

Die historische Betrachtung Baltzers verlangt, daß auch Gedanken von ihm erwähnt werden, die in unserer heutigen geschichtlichen Situation in der BRD kaum auf großen Beifall hoffen dürfen, sich z. T. auch als falsch erwiesen haben, weil er u. a. das rapide Bevölkerungswachstum nicht erkannte. Dennoch entsprangen sie einem reinen Ideal. Der Leser mache sich klar: Es war die Zeit, in der Engels, Marx, Lasalle, Bebel und viele andere ihre Gesellschaftstheorien entwickelten. Es war die Zeit der rasanten Industrialisierung mit dem Massenelend der Entwurzelten und Besitzlosen, die Zeit des hoffnungslosen Proletariats. Die rücksichtslose Ausbeutung des Menschen durch den Menschen verlangte einfach nach einer Lösung im Sinne der Humanität und christlichen Nächstenliebe. Der Sozialismus und Kommunismus mit all seinen schillernden Fascetten beschäftigte viele Köpfe, und gerade die regsamsten und humansten fühlten sich herausgefordert. Zweifellos gehörte auch Eduard Baltzer dazu, obwohl er keinesfalls im Einverständnis mit Lasalle, geschweige den großen, radikalen Sozialrevolutionären des 19. Jahrhunderts war. Die soziale Frage war aber der brisante Zündstoff dieser Zeit, so wie es - durchaus vergleichbar! - heute die ökologische und mit ihr die atomare Frage ist. Der Mensch war sich schon immer selbst sein Henker. Ihn am Henken zu hindern, ist auch heute jeder einzelne, wie damals Eduard Baltzer, aufgerufen! Jeder nach seinem Wissen und Gewissen. Hören wir:

Es darf aber von bewußter Reformbewegung erwartet werden, daß sie auch fernere Ziele stecke oder voraussetze; darum wollen wir noch ein Wort über Grund- und Bodenrecht hinzufügen. Wir sagten schon, daß die Erde dem Menschengeschlecht gehört, und daß es folgeweise für den Einzelnen kein absolutes Eigentumsrecht an dem Boden gibt. Welche Art der Bodenbenutzung würde denn nun als die korrekteste zu erstreben sein? Wir meinen, diejenige werde es sein, welche von dem Prinzip ausgeht, daß aller Grund und Boden Staatseigentum ist, der durch Enteignung aus dem Privateigentum wieder öffentliches, gemeinsames Eigentum werden muß. Die Not hat dies Prinzip längst in unsere bestehende Gesetzgebung eingeführt durch das sogenannte Expropriationsgesetz, das heißt, jedes Privateigentum an Grund und Boden samt dem, was dessen Oberfläche trägt, kann gegen gerechte Wertentschädigung aufgehoben werden, wenn das öffentliche Wohl (des Staates resp. der Kommunen) es erfordert. Dies Prinzip braucht nur weiter durchgeführt zu werden.

Wer diesen Gedanken zum ersten Mal erfaßt, pflegt zu erschrecken vor dem Chaos, in das dann alles diesbezüglich Bestehende anscheinend gestürzt werde. Wer sich aber hineindenkt, wird finden, daß die Wandlung sich so leise und so allmählich vollziehen könnte wie unter unserem Breitengrade das Kommen des Frühlings. Das Tempo der Einführung würde wesentlich vom Bedürfnis abhängen. Was hinderte z. B., daß die jetzigen Staatsdomänen - soweit sie nicht zu öffentlichen Zwecken reserviert bleiben müssen, statt an hundert Domänenpächter an tausend oder zehntausend Privatbesitzer überlassen würden? Man hat ja derartige Versuche gemacht, aber sie sind nicht gelungen, selbst da nicht, wo ???Bedürfnis" vorhanden war. Es fehlte der Armut das Kapital, um zu ???kaufen". Wollte man aber die Parzellen in eine durch Gesetz geschützte Erbpacht geben, so würde der ???Appetit" der Menge sich bald genug finden, und viele verschuldete und verzweifelnde ???Großgrundbesitzer" würden freiwillig die Gunst nachsuchen, expropriiert zu werden.

In dem Maße als diese Wandlung des Bodenrechts vor sich ginge, würde die Zentralisation der Bevölkerung nach den Städten die umgekehrte Richtung einschlagen, zum Heil der Städte wie des Landes; es würde letzteres, zunächst an den Eisenbahnlinien und dann je nach den Umständen weiter, sich mit einer dem Gartenbau ähnlicher werdenden Landeskultur überziehen und, wie Japan u. a. beweist, ungleich größeres leisten als bisher. Und dies nicht bloß für die materielle Kultur des Bodens, sondern auch für die moralische Kultur der Menschheit.

Von heute auf morgen läßt sich mit solchen Prinzipien kein Ruhm erwerben, aber wenn ein Bismarck sich fände, der denselben freie Bahn bereitete, der würde für Jahrhunderte wirken. Eines nur darf uns nicht blenden, der Glanz momentaner Herrlichkeit. Wir sagen mit Carey: ???Die Tage des Perikies waren die glänzendsten in Athen; aber dieser Glanz war nur Vorläufer des Verfalls und des moralischen und politischen Todes; die kleinen Grundeigentümer verminderten sich an Zahl; der Grundbesitz ward mehr und mehr monopolisiert, und die Menschen wurden für wenig besseres als für bloße Maschinen angesehen. Die glänzendsten Tage Roms waren die der Antonine, aber schon wankten sie ihrem nahen Falle zu. Wie vorher in Athen, so war auch hier das Fundament des gesellschaftlichen Gebäudes schmäler geworden, der freie Arbeiter war vom Boden verschwunden, das Land selbst in die Hände abwesender Eigentümer übergegangen. Gleiche Ursachen haben gleiche Folgen!" In unseren Tagen zeigen Irland und England ein ähnliches Schauspiel, hoffentlich uns zur rechtzeitigen Lehre!
(DNL II,S.35)

Ein merkwürdig theoretisches Verhältnis hatte Baltzer zum Kapital. Doch was ist Wahrheit? Was ist richtig? Kommt es nicht auf den Aspekt an? Das 20. Jahrhundert ist nüchterner geworden. Viel nüchterner, durch die noch niemals zuvor erreichte Zahl von Toten, Verstümmelten, Verzweifelten. Baltzer war Idealist im besten ethischen Sinne. Er glaubte fest an die unüberwindliche Kraft des Guten im Menschen:

Sofern nun aber das Geld ein Repräsentant dessen ist, was dafür gekauft werden kann, und sofern es die Eigenschaft hat, daß es sich leicht aufbewahren und zu jederlei Verwendung parat halten läßt, tritt es selbst an die Stelle des Kapitals und wird, bei größerer Ansammlung, selbst vorzugsweise ???Kapital" genannt. Dies Kapital, die Geldmacht ist es, welche der Ärmere zu fürchten und zu hassen pflegt. Er findet, daß wer mit größerem Kapital arbeitet, weiter kommt als er, ja daß der Reiche vom Kapital ohne Arbeit leben kann. Deshalb ist er zuweilen erbost - wie wir überzeugt sind - mit völligem Unrecht.

Erstens muß man den Unzufriedenen fragen: strebst Du denn nicht selbst danach, Einiges, seien es Hunderte oder Tausende, zurückzulegen? Teils um mit vermehrtem Kapital zu arbeiten, teils um davon zu leben, wenn Du, krank oder alt, nicht mehr arbeiten kannst? Warum hassest oder fürchtest Du denn nun bei Deinem Nächsten, was Du doch selber tust, und mit großem Kraftaufwand erstrebst?? - Zweitens aber sagt man:

ja, ich meine ja nur das Übermaß von Armut und Reichtum, und will nur gegenüber der Kapitalmacht so viel als ich haben muß, um vorwärts zu kommen. Diese Forderung scheint sehr gerecht, aber sie ist es nicht, denn bei näherm Betracht zeigt sich die Forderung als eine so relative, daß sie in Unbestimmtheit zerfließt. Die Eifersucht im Geschäft, die es ändern zuvortun will, ???bedarf" heute 10 Thir., morgen 100, dann 1000, zuletzt Millionen, sonst hat sie ja immer noch die gegenüberstehende größere ???Geldmacht" zu fürchten! Danach wären zuletzt alle Menschen zur Furcht etwa vor Rothschild verdammt! Die Welt hat aber diese Furcht nicht, und es leuchtet ein, daß diese Furcht eben nur auf Unkenntnis beruhen würde. Denn wenn ein Reicher viel, ein Rothschild alles Kapital besäße, was will er denn damit anfangen?? Er kann sich nicht rühren oder - er muß vor allem den Arbeiter rufen und sagen: ???Hier ist Kapital, komm und hilf arbeiten, daß es Nutzen bringe." Denn Kapital ohne Arbeit ist für die Menschheit, was jener Beutel Perlen, den jener Araber in der Wüste fand und dabei verhungerte. Ein reicher Mann, eine Kapitalmacht - ist also für den einsichtigen Menschen vom Standpunkte der Sittlichkeit ein Gegenstand nicht des Neides, sondern der Freude, die gern gönnt, und vom Standpunkt des Interesses kein Gegenstand der Furcht, sondern der Liebe, denn er stellt Verdienst in sichere Aussicht. {..) Der Arbeiter hüte sich also, das Kapital als seinen Feind anzusehen.
(Buch v. d. A. Kp.30)




Der zur Erinnerung an Eduard Baltzer errichtete Brunnen wurde leider im letzten Krieg zerstört, ebenfalls das Baltzerhaus mit der Erinnerungstafel. Eine Straße ist auch heute noch nach ihm benannt.


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Appolonius von Tyana

Sohn Tyana's, Stern unter Sternen,
Es glänzt Dein Bild, das weisheitsvolle,
Aus sagenhaften Zeitenfernen,
Dein Name, dem ich Ehrfurcht zolle!

In allen Zeiten, allen Landen
Gab es der edlen Geister viele,
Die in sich selbst das Ew'ge fanden,
Und kühn erstrebten hohe Ziele.

Ob sie den Haß der Welt auch trugen,
Vielleicht ihr Name selbst verklungen,
Sie, die nach Ruhm und Gold nicht trugen,
Sie waren groß und unbezwungen!

Sie alle wirkten zu dem Erbe,
Das wir in unsern Zeiten sehen;

Auch ich, daß ich ihr Heil erwerbe,
Will treu zu ihren Fahnen stehen.

Sie sind die wahre Geistgemeinde,
Die unsichtbare, friedenschöne,
Sie wirbt auch heute ihre Freunde,
Daß sie die Welt mit sich versöhne.

E. Baltzer


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Eduard Baltzer und die Antike

Daß Eduard Baltzer eine umfassende humanistische Bildung besaß, geht aus den biographischen Notizen auf Seite 5 ff. hervor. So beherrschte er Altgriechisch, Latein und Französisch nahezu perfekt. Auch des Hebräischen war er mächtig. Auf diesen heute kaum noch vorstellbaren Bildungsfundus seiner jungen Jahre konnte er nun zurückgreifen, als er im reifen Alter ein Quellenstudium des antiken Vegetarismus begann. Er las unter vielen anderen Herodot, Diodor, Strabo, Jamblichos, beschäftigte sich insbesondere mit Leben, Lehre und Schicksal von Pythagoras, schrieb ein bedeutungsvolles Buch über ihn, schrieb auch Monographien über Empedokles, Musonius, Apollonius von Tyana und übersetzte die ???Apoche" des ???göttlichen" Porphyrios (???Vier Bücher von der Enthaltsamkeit"). Doch das sind nur einige Leuchtfeuer zur Orientierung für den Leser. Thales, Parmenides, Aristoteles, Plato und Plutarch werden angepeilt, die großen Geister der Antike stehen wohl alle irgendwie und irgendwo in dem Reigen der Denker, die seine Untersuchungen heraufbeschworen. Ihn trieb es, jenen Gedanken ganz auf den Grund zu gehen, die die vegetarische Ernährung des Menschen für ihn so überzeugend natürlich und ???gottgewollt" machten. Dem Leser eine Vorstellung davon zu geben, wie intensiv er sich damit beschäftigte und auch wie er übersetzte, darauf kann, wenn auch noch so bruchstückhaft, in diesem Heft nicht verzichtet werden. Sein Werk PYTHAGORAS ist übrigens als Reprint (Verlag Heilbronn 1983) wieder jedermann zugänglich, und es wird daher aus räumlichen Gründen an dieser Stelle nicht daraus zitiert werden. Text aus APOLLONIUS VON TYANA mußte gleichfalls der Raumnot weichen.


Aus seiner Schrift EMPEDOCLES:

Wir haben schon angedeutet, daß die Ethik des Empedocles theoretisch vollkommen mit seinem Bewußtsein über Gott und Welt verwachsen ist, in ihm ihre Prinzipien hat, wie es stets der Fall ist, wenn die ???Moral" mehr als ein Aggregat von Klugheitsregeln oder als ein ausgesponnener Einzelgedanke ist, wenn sie vielmehr den ganzen Menschen erfüllt, also in seiner religiösen Tiefe wurzelt. Praktisch genommen aber geht Empedocles von dem ebenfalls spezifisch pythagoräischen Satz aus, daß die Menschen vom Körper aus durch ihre Diät und Lebensweise zu erziehen sind. Er war daher Vegetarianer.

Freilich war diese Lebensweise für ihn mit dem Glauben an die Seelenwanderung innig vermählt, und die stärksten Motive entnimmt er daher. Aber wir würden sehr irre gehen, wenn wir annehmen wollten, daß dieses Motiv allein ihn bestimmt habe. Ja, selbst dieses Motiv, obwohl nach heute herrschender Einsicht falsch gefaßt, enthielt eine Wahrheit mit, die wohltätig wirken muß. Es ist das Gefühl, das Bewußtsein der Verwandtschaft mit der ganzen Natur, insbesondere mit der Tierwelt, die, wie schon die Alten lehrten, zwei Dinge mit unserem Geistesleben gemein haben: Gefühl und Erinnerung, aus denen ein ihrer Sphäre entsprechendes Denken entspringt. Deshalb hat der Mensch Pflichten gegen die Tierwelt und in gewissem Grade stimmen auch heute alle zu; denn sie verurteilen die Tierquäler als rohen Menschen. Daß die Alten, sofern sie den pythagoräischen Grundsätzen folgten, das Tiertöten überhaupt für ein Unrecht ansahen, außer wo es zur Notwehr - wie beim Menschen auch - geschieht, und daß sie nun gar das Verzehren der getöteten Tiere, ja das Mästen und Schlachten derselben behufs des Verzehrs für eine Barbarei ansahen, die aus Roheit stamme und zur Roheit führe, das war einer jener großen Vorzüge, die ihre Bildung selbst vor der heutigen voraus hatte. (..) Bemerkenswert dürfte nur n

1714)
internet paraneua
aus
28.08.03 19:05
eMail: URL: http://www.paraneua.de

Nachricht:

Auch wenn ich meine Diskussionsbeiträge über meinen Internetanschluss nicht erreich',
so bleib ich abrufbar doch weiter als Paraneua gleich!
Wenn auch versucht wird, das Internet zum Ausspionieren individueller Diskussionen zu nützen,
so denk ich trotzdem kann solch Plattform illuminatorisch und unjesuitisch trotz "res"-Gefangenschaft??? durchaus noch weiter nützen!
Der sommer, der diesjährig in Bayern so herrrlich ist,
führ fast dazu, dass man die Gruhls samt ihren Evolas nahezu vergisst!
Ich frag mich, ist'sein Drachen-Klima-Streich,
dass wir nach unermesslichen Regenfällen dies Jahr sind an Sonne gar so reich?
Wird gar am End' das Waldröslein-KarlMay-Experiment grad umgedreht,
dass über Drachen-Missionen uns diesmal so heiss es wird?
Ob es sich ausgeglichner lebt im menschenarmen Skandinavien?
Manch einer hat für den Urlaub solchermassen sein Ur-"Ahnium"?
Doch wenig will an Norwegen mir gefallen,
faschistische Kunst, die vorstösst auch Politikern durchaus schon zu Gefallen?
Mit Ariern gemeisselt oder gemalt
gar kolossal an Wänden oder in "emotionalen" Stellungen in Stein?
Ich fühl dabei fürs Künstlerische grosse Pein!
Doch leider geht's nicht besser bei der Verwaltung von Natur:
Die Rückverwandlung von Agrarland und gepflegtem Wald bringt nekrophil zurück uns bald das "Ur"?
Und Moor soll's bald bei München in Fröttmanning auch viel mehr geben,
das bayrisch Amt für Forsten und Landwirtschaft wird Krebsgang in Vergangenheit dafür gezwungen wohl pflegen?
Und in dem Barischen Wald, wenn du den Nationalpark kennst,
die grauen Stümpf von Bäumen evoziern mir den Evola längst!
Mein "Eyfer" wenig jesuitisch ist!
Wer wünscht' dem echten Christentum auch Pest?
Ich schreib' halt an der Internet-Paraneua weiter:
Es föhnt in Miesbachs Urlaublandschaft, doch sollt' man trotzdem samt fehlendem Regen gelassen bleiben und auch heiter!

Gruß Paraneua-Bioeule, trotz verebbender Biowelle weiter ihre "Bio-Gedanken pflegend!

1713)
menschwerdung christus ru
aus
28.08.03 17:55
eMail: URL: http://www.paraneua.de

Nachricht:

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Artikel Peter Bausch
Vorabdruck eines Artikels für 'Astroforum Sternzeit:
Nietzsches Horoskop aus Sicht der Anthroposophie


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Nietzsches Horoskop aus Sicht der Anthroposophie
Zusammenfassung des Referats gehalten bei der 18. Tagung des Anthroposophisch-Astrologischen Arbeitskreises in Stuttgart im November 2002.

Im Werk Rudolf Steiners finden sich vielfältige Aussagen zur Kosmologie und Astrologie. Auf den ersten Blick scheinen sich diese z.T. zu widersprechen, doch bei näherem Hinsehen können die Angaben auch als unterschiedliche Blickwinkel auf das Mysterium Mensch angesehen werden. Die folgenden Ausführungen sollen als Versuch verstanden sein, dem „astrosophischen“ Wissen Steiners näher zu kommen.

Der Mensch hat zwei große Möglichkeiten determiniert zu werden: entweder wird er zu stark vom Materiepol, dem Untersinnlichen, angezogen, wobei er den Naturgesetzen, also der eigenen körperlichen „Programmierung“ verfällt, oder er unterliegt dem Diktat der geistig-kosmischen Hierarchien. Erst durch Bewusstheit über diese Abhängigkeiten und das immer wieder erneute Auffinden der Mitte zwischen Materie und Geist kann menschliche Freiheit entstehen.

Hier soll nun eine Methode vorgestellt werden, wie die Determiniertheit aus den geistig-kosmischen Regionen astrologisch gefunden werden kann. Die Kenntnis der grundlegenden Schriften Dr. Rudolf Steiners, insbesondere des „Heilpädagogischen Kurses“ (GA 317) und der Werke „Makrokosmos und Mikrokosmos“ (GA 119) sowie „Der menschliche und der Kosmische Gedanke“ (GA 151), erleichtern dazu das Verständnis. Das Wirken sog. höherer Hierarchien, worauf Steiner immer wieder verweist, bringt er mit dem ptolemäischen geozentrischen Weltbild in Verbindung. Dabei sollen die Hierarchien den Menschen in 12 Weltanschauungsnuancen „denken“: Idealismus, Rationalismus, Mathematizismus, Materialismus, Sensualismus, Phänomenalismus, Realismus, Dynamismus, Monadismus, Spiritualismus, Pneumatismus und Psychismus. Diesen können die 12 Tierkreiszeichen von Widder bis zu den Fischen zugeordnet werden. Die 7 Weltanschauungsstimmungen, Okkultismus, Transzendentalismus, Mystik, Empirismus, Voluntarismus, Logismus, Gnosis, entsprechen den 7 klassischen Planeten von Mond bis Saturn. Dazu kommen noch vier Weltanschauungstöne; 3 von ihnen modifizieren die 19 Weltanschauungen: der Theismus entspräche angeblich der Sonne als Fixstern (Uranus?), der Intuitismus dem Mond (Neptun?) und der Naturalismus der Erde (Pluto?). Als letzter und vierter Ton erscheint der Anthropomorphismus. Er soll der Erde zugeordnet werden können, losgelöst aus dem kosmischen Bezug (kann damit das Häusersystem gemeint sein?). Insgesamt ergibt dies also 23 Weltanschauungen. R. Steiner: „So wie Sie sich denken können den physischen Kosmos: den Tierkreis, das Planetensystem,...so können Sie sich ein geistiges Weltenall denken...(1914; GA 151; S.64).



Abb. Radix Friedrich Nietzsche, geboren 15.10.1844 (Vollbild)

Und wie der Astrologe eben nicht nur das Sonnenzeichen interpretiert, sondern das gesamte Horoskop deutet, so wäre es sicherlich friedensstiftend für die Welt, wenn man verschiedene Weltanschauungen nebeneinander akzeptieren könnte, so z.B. den Materialismus gleichberechtigt neben dem Spiritualismus. An der Biografie Friedrich Nietzsches kann dies verdeutlicht werden. Rudolf Steiner meinte in dem Vortrag vom 23.1.1914 (GA 151):

„Nehmen wir an, dass ein Mensch so in der Welt sich darlebt, dass er in seinen Anlagen enthalten hat die besonderen Kräfte, die ihn bestimmen, die Weltanschauungsnuance des Idealismus auf sich wirken zu lassen. Ich will also sagen: Er macht die Weltanschauungsnuance des Idealismus in sich wirksam. Er macht sie, nehmen wir an, dadurch zu einem herrschenden Faktor in seinem Innenleben, dass gleichsam auf den Idealismus hinweist und von seinen Kräften gespeist wird, diejenige Weltanschauungsstimmung in seiner Seele, die ich gestern als die der Mystik, als Venus-Stimmung, bezeichnet habe. Daher würde man sagen, wenn man die Symbole der Astrologie gebrauchen wollte, die geistige Konstellation eines solchen Menschen in seinen geistigen Anlagen sei die, dass Venus im Widder steht.

Ich bemerke ausdrücklich, damit kein Missverständnis entsteht, dass diese Konstellationen zwar viel bedeutungsvoller noch im Leben des Menschen bestehen, als die Konstellationen des äußeren Horoskops, dass sie aber nicht etwa zusammenfallen mit der Nativität, dem äußeren Horoskop (S.67). (...) Für das, was ich hier als ein Beispiel an Nietzsche vorgeführt habe, heißt es: Unter dem Einfluss des Kosmos war Nietzsche durch seine frühere Inkarnation in seinem Karma so vorbereitet, dass in einem bestimmten Zeitpunkte vermöge seiner früheren Inkarnation die Kräfte des Idealismus und der Mystik – die zusammenwirkten, weil Mystik im Zeichen des Idealismus stand – auf seine ganze Körperkonstitution so wirkten, dass er zunächst fähig war, mystischer Idealist zu werden“ (S. 76).

Welche Konstellation könnte R. Steiner gemeint haben? Auf der einen Seite scheint dieses geistige Hierarchienmodell dem ptolemäischen System zu entsprechen, d.h. es sind Sphären gemeint, die durch die Umlaufbahnen der betreffenden Planeten gegrenzt werden, und weniger die diese Sphären „abschreitenden“ Planeten. Andererseits brauchen wir, um diese „karmische Konstellation“ zu finden, durch welche Nietzsche gemäß Steiner vom Kosmos vorbereitet wurde, einen Träger für Karmisches. Dies ist der Ätherleib und unter gewissen Bedingungen (s.1.Teil des Referates in der letzten Ausgabe von Astroforum Sternzeit) entspricht dies dem Jupiter. Also können wir Jupiter als Repräsentant und Träger des vergangenen Karmas einen „Sphärenumlauf“ machen lassen und ein Transithoroskop für den Zeitpunkt erstellen, an dem Jupiter wiederum gradgenau seine Radixstellung erreicht; dies ist nach jeweils 12 Jahren der Fall. Schauen wir uns dieses Transithoroskop im Verhältnis zum Geburtshoroskop an, dann sehen wir, dass die von Rudolf Steiner angegebene Konstellation (Venus im Widder) eingetreten ist.



Abb: Transithoroskop der ersten Jupiter-Wiederkehr (Vollbild)

Die Seele Nietzsches entwickelte sich dann demgemäß weiter. Da der Venus-Sphäre die Sonnen-Sphäre folgt, dehnte sich seine Seele zur nächsten Weltanschauungsstimmung zum Empirismus aus. Diese Konstellationen (Sonne im Stier) finden wir im April 1871 im 26. Lebensjahr von Nietzsche.



Abb: Transithoroskop 26. Lebensjahr (Vollbild)

Das Transithoroskop (26) zeigt eine Uranus- Neptun- Quadratur, wobei Neptun gradgenau auf Nietzsches Radixpluto steht. Biografisch tritt eine Verschlimmerung der Augenschwäche und der Kopfschmerzen ein. Nietzsche, der „luziferische“ (Uranus-Anologie?) Mystiker (Venus steht am südlichen Mondknoten in Konjunktion zu Lilith) muss sich jetzt mit seinem Schatten Ahriman (Neptun-Anologie?) auseinandersetzen. Dass ihm dies nicht gelingt, zeigt sich 12 Jahre später in seiner drittenSchaffensphase ab 1883, von welcher Rudolf Steiner sagt, Ahriman habe als Schriftsteller durch Nietzsche gewirkt.

Nach Rudolf Steiner hätte die Seele von Nietzsche noch eine weitere Ausdehnung erfahren können, nämlich von der Sonnensphäre zur Marssphäre (Voluntarismus) und vom Stier (Rationalismus) in die Zwillinge (Mathematizismus). Dies gelang Nietzsche jedoch nicht. Wenn wir sein Horoskop auf die Rückkehr des Saturn zu seiner Radixstellung im 30. Lebensjahr berechnen (23.3.1873) stellen wir fest, dass der Mars nicht in die Zwillinge gelangt, sondern im Skorpion (Dynamismus) steht.



Abb: Transithoroskop 30. Lebensjahr (Vollbild)

Nach Rudolf Steiner kann aber eine Seele nur dann unbeschadet in die Kräfte der unteren Zeichen (von Skorpion bis Fische) eintreten, wenn sie den Weg zur Geisteswissenschaft, also zu den „großen Mysterien“, findet. Da Nietzsche dieses nicht möglich war, geriet er in die Gefangenschaft dieser Kräfte, und aus diesem Grund heraus können wir auch das Scheitern und den beginnenden Wahnsinn von Nietzsche verstehen.

Rudolf Steiners Anliegen war es, das Kosmisch-Geistige mit dem Menschlich-Geistigen in Verbindung zu bringen. Durch die Menschwerdung des Christus vor 2000 Jahre soll diese Verbindung möglich sein. Zur Vorbereitung dieser Menschwerdung durchlebte Jesus verschiedene biografische Stufen. R. Steiner beschreibt, dass allerdings die Entwicklung der Jahrsiebte bei Jesus um 2 Jahre früher einsetzte; also im Alter von 12, 19 und 26 Jahren. Mit 30 Jahren soll Jesus dann den Christusgeist empfangen haben. Wahrscheinlich hat Steiner diese Rhythmen auf die Biografie Nietzsches astrologisch angewandt. Es scheint ein neuer christlicher Kosmos zu entstehen, welcher durch das Leben des Christus „gezeugt“ wurde.

Am Beispiel des Horoskops von Friedrich Nietzsche lassen sich die dargelegten Überlegungen nachvollziehen. In dieser Abhandlung ging es um den Versuch der Annäherung an eine Geburtskonstellation aus einem geistigen Blickwinkel heraus. Mein Anliegen war es, die Angaben Steiners in den diesbezüglichen Werken nachzuvollziehen. Sie erschließen sich erst, wenn man neue methodische Wege beschreitet, wozu die vorgestellte Methode als ein Vorschlag zu verstehen ist.


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Artikel Peter Bausch


© 2003 astrobiografie.de

Ende!

Gruß Paraneua-Bioeule!

1712)
kabbalah elohim?
aus
26.08.03 17:09
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Nachricht:

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Interview zur Kabbala



Die jüdische Kabbala ist bei uns in ein falsches Licht geraten, nachdem sie häufig mit magischen Praktiken oder Okkultismus in Zusammenhang gebracht wird.
Gleichzeitig gibt es nur wenige Bücher und Texte in deutscher Sprache, die der Kabbala in ihrer spirituellen Weite und Tiefe gerecht werden.

Die folgenden Auszüge aus einer Korrespondenz zwischen Birgit John von der "Gruppe Mystik" bei rpi-virtuell* und Peter Staaden, der sich unter anderem durch die Adaption und Übersetzung authentischer kabbalistischer Texte, sowie der Präsentation einer informativen Kabbalahomepage(http://kabbala-info.net) bemüht, einen authentischen Einblick in die Kabbala im deutschsprachigen Raum zu vermitteln, sollen dieses falsche Bild der Kabbala zurechtrücken und ein erstes seriöses Verständnis ermöglichen.



Frage:
Die Kabbala ist bei uns als magische oder "mystizistische" Geheimlehre in Verruf geraten. Ist sie das bzw. was will die Kabbala wirklich?

Antwort:
Vorweg möchte ich sagen, dass ich nur aus meiner eigenen Erfahrung heraus sprechen kann. Die authentische Kabbala hat keine Verbindung mit Esoterik, Magie oder Okkultismus. Das einzig geheime oder verschlossenen (mystische) an der Kabbala ist das intime Verhältnis, das jeder Mensch zum Schöpfer aufbauen sollte. Kabbala ist wie eine Wissenschaft, nur auf einer höheren Stufe. Die Wissenschaft beschäftigt sich mit der Welt, die wir mit unseren fünf Sinnen begreifen, während die Kabbala die Wissenschaft ist, welche die Welt untersucht, die nur mittels des 6.Sinnes begriffen werden kann, der die Seele genannt wird. Kabbala ist die Weisheit der Seele.

Jede Person sieht etwas anderes in den Texten der Kabbala, gemäß der spirituellen Stufe auf der er steht, gemäß seiner Intention, oder wie die Kabbalisten sagen, gemäß seines eigenen Willens zu empfangen. Deshalb wurde und wird die Kabbala entsprechend dieses Willens zu empfangen, auch auf den unterschiedlichsten Niveaus missverstanden und missbraucht, oder so wie es sein sollte, erarbeitet und erfasst.

Kabbala ist, obwohl sie eine Wissenschaft ist, keine Sache der Logik und des Verstandes. Das klingt zunächst paradox. Obwohl sie eben auch eine rationale Wissenschaft ist, ist sie aber doch ausschließlich darauf ausgerichtet eine Schule zu sein, schöpferähnliche, schenkende Eigenschaften zu erreichen, und dies geschieht über das Enthüllen der Taten des Schöpfers, über das Verständnis, weshalb der Mensch Gutem und Bösem, Freude und Leid unterworfen ist, und weshalb er in ein bestimmtes Umfeld gestellt wird.

Gemäß dem erreichten Grad an spiritueller Reife, Altruismus, enthüllt sich der Schöpfer einem Studierenden der Kabbala mehr und mehr, und schließlich ist es ER, der ihm den Sinn der Leiden und Freuden, sowie aller Begebenheiten der Welt erklärt.

Dieser Vorgang ist ein schrittweises Erfassen, dass der Schöpfer GUT ist und dass man selbst sehr viele noch nicht korrigierte, egoistische Eigenschaften besitzt. Der Vorgang diese Attribute zu verbessern, wird in der Kabbala als Korrektur "Tikun" bezeichnet, sie ist einer der zentralen Begriffe. Es geht vereinfacht ausgesprochen darum, zu erkennen, wie egoistisch und beurteilend man ist (Mangel an Licht). Es sind die Schleier oder bösen Hüllen (Klipot) die entfernt (korrigiert) werden sollen.

Dieser Vorgang des sich Korrigierens ist ein sehr schwieriger innerer Prozess, und ich kann nur betonen, dass ein Kabbalastudium nichts Gemütliches an sich hat oder es darum ginge permanent schöne Gefühle zu erleben.

Nach und nach kann ein Schüler der Kabbala begreifen, dass alle Handlungen des Schöpfers dazu dienen, den eigenen Egoismus in Altruismus zu wandeln; dies ist jedoch ein sehr schwieriger Weg, der große Ehrlichkeit vor sich selbst und sehr feine Wahrnehmungen erfordert. Schließlich kann dieser Weg zu großem Glück führen, zu einem ersten Kontakt mit IHM und einem ersten Gespür dafür, wie ER sein könnte. Schließlich kultiviert man sich Schritt für Schritt zu einem Geber ohne Vorbehalt und Berechnung, oder einem immerwährenden IHM "Umsonst Schenken".

Diesen Grad an Spiritualität zu erreichen ist das Ziel der Kabbala. Eine Person kann schließlich zu einem gerechten Menschen ohne Sünde (Zaddik) werden, der Freude am Schenken empfindet und den Egoismus ablehnt; einem Menschen, dem der Plan der Schöpfung enthüllt wird, und der ein vollkommenes Verständnis der Schöpfung erreicht.

Die Kabbala lehrt die Seele einer Person (die als ein Gefäß für Licht betrachtet wird), auf diesem Wege die Begebenheiten und Personen und Gedanken, die ihr begegnen anzunehmen und zu reflektieren. Je höher jemand auf der spirituellen Leiter steigt, desto mehr erkennt er, wie der Schöpfer in allem anwesend ist und wie ER alles über den scheinbaren freien Willen einer Person zum Guten hin steuert. Dieser Weg des Erfassens wird nicht über den Intellekt erreicht sondern durch das Durchleben der eigenen oft sehr schwierigen Korrektur. Der sich entfaltende Mensch sollte sich in der Begrifflichkeit der Kabbala einen altruistischen Schirm (Masach) aufbauen, der ihm erlaubt, das auf ihn Zufallende nicht einfach egoistisch zu genießen, sondern es zu reflektieren und dem Schöpfer das Licht "umsonst" zurückzugeben.

Ganz am Ende dieser Entwicklung überschreitet die aufstrebende Seele das Makhsom (die Barriere, die uns vom Spirituellen trennt) und "diese" und "die kommende Welt" fallen in EINS zusammen.

Durch die Kabbala kann ein werdender Mensch das Licht, dass ihn zum Guten bringt, das "Or Mashiach" (Messias-Licht), welches ihn zur Spiritualität und innerer Erlösung führt, erfahren. Er kann erkennen lernen, weshalb der Schöpfer das SEIN aus dem EINEN in die Vielheit brachte und weshalb es zum Bruch der Gefäße kam.

Am Ende des Weges der Korrektur und aller Leiden und Freuden werden wir letztendlich alle den Zustand von Gmar Tikun, dem Ende der Korrektur erreicht haben, bei dem alle zerbrochenen Teile, alle Lichtfunken zum Grossen EINEN Feuer, dem Emanator hervorgebracht SEIN werden. Diese Hervorhebung findet in jeder Person unentwegt statt. Sie wird mehr oder weniger bewusst wahrgenommen.



Frage:
Wenn man sich als das erste Mal mit der Kabbala beschäftigt, bekommt man den Eindruck, vor einem sehr komplizierten philosophischen System zu stehen. Geht es darum, diese Texte intellektuell zu verstehen und was kann jemand tun, dem das Verständnis der Texte schwer fällt?

Antwort:
Die Kabbala ist nicht dazu da, Wissensdurst zu befriedigen. Im Gegenteil, dass ist genau der falsche Weg. Kabbala ist die Wissenschaft der spirituellen Gefühle und nicht des Verstandes. Je mehr man auch die scheinbar technischen Texte spirituell gefühlsmäßig versteht, desto mehr gelingt es auch im normalen Leben die Dinge spirituell zu betrachten und nicht materiell. Doch was sind spirituelle Gefühle? Die Kabbala kann es Ihnen vermitteln, wenn Sie zu den wirklich demütigen Menschen gehören und Sie dem Licht Einlass in Ihrem Herzen gewähren. Den Schöpfer findet man niemals mit einer Technik oder einem logischen, kausalen Instrumentarium, sondern nur mit dem sich wahrhaftig bemühenden Herzen, welches die Freuden und Leiden annimmt und voll Vertrauen auf SEINE Führung sich dem altruistischen Ziel hingibt.

Deshalb sollten die Schriften der Kabbala nicht gelesen werden um sie vom Intellekt verstehen zu wollen. Vielmehr ist die Aufgabe sich an G-tt im Glauben zu binden und das Staunen wieder zu erlernen, ohne Beurteilung in sich einfließen zu lassen wie ER alles geschaffen hat. Selbst wenn Sie von den authentischen Texten kein einziges Wort verstehen, wird das "Or Makif" (das Sie umgebende g-ttliche Licht) auf Sie scheinen, Sie heimsuchen, die Schalen um Ihr Herz beleuchten und versuchen den Punkt im Herzen zu erweitern. Sie werden so (durch bewusste ehrliche Bemühung) oder so (durch Freuden und Leiden) spirituellen Fortschritt erreichen.

Kurz gesagt: Die kausale Methodik spielt in der Kabbala an aller letzter Stelle eine Rolle.

Der technische Aspekt ist nicht wichtig, sondern nur das Innere, die Seele.
Die Kabbala ist daher nicht nur eine Wissenschaft, so wie es äußerlich betrachtet erscheinen kann, sondern eine Kunst des Herzens und des Liebens. Sie erfordert um richtig erfasst zu werden eine ganz bestimmte "Fähigkeit des Herzens" die äußerst schwierig zu erlangen ist.

In dem Buch "Kabbala - Ein erster Einblick in die Verborgene Weisheit" habe ich Texte von Rabbi Laitman und Rabbi Ashlag übersetzt und herausgegeben, die Ihre Frage ausführlicher beantworten.



Frage:
Erfordert oder beinhaltet ein kabbalistisches Leben "nur" das Studium der authentischen Schriften?
Ein traditioneller Kabbalist befolgt doch vermutlich zumindest auch die religiösen jüdischen Vorschriften?

Antwort:
Zu Beginn ist das Studieren der einführenden Schriften der erste Einstieg. Ab einer bestimmten Stufe, wenn das Bewusstsein mehr durch IHN geöffnet wurde, gibt es keine Trennung mehr von alltäglichen Gedanken-Handlungen und den Heiligen Gedanken-Handlungen.

Die kabbalistischen Texte dienen dazu, sich mehr und mehr an den Schöpfer zu binden und erfassen zu lernen, wie ER ist und wie man selbst noch ist. Aus dem Erfassen des Unterschiedes erfolgt eine Korrektur. (Tikun)

Es gibt keinen typischen Kabbalastudierenden oder Anhänger der Kabbala. Jeder Mensch ist ein absolutes Individuum und jeder Mensch ist das Zentrum seiner von IHM selbsterschaffenen Realität. Jede Person, gleich welcher Nationalität, Religionsangehörigkeit oder welchen Geschlechtes kann sich der Kabbala nähern. Es ist unmöglich wahrhaftig zu sagen wie ein traditioneller authentischer Kabbalist gelebt hat. Eins ist gewiss, er tat es so wie es ihm von OBEN zugeteilt wurde und er beachtete sicherlich den Aspekt, dass eine Annäherung an IHN nur über wahrhaftiges stetiges Bemühen möglich ist. Die Schriften der Kabbalisten übermitteln die spirituellen Gefühle welche sie bei diesem Vorgang erlebten. Autorin Perle Besserman beschreibt in dem Buch "Der versteckte Garten" auf eingängige Art und Weise wie unterschiedlich sich die Kabbalisten der Kabbala näherten.

Das normale Leben beizubehalten ist für jeden der an der Kabbala interessiert ist, aus meiner Sicht besonders wichtig, denn der Schöpfer zeigt sich dort ganz unverfälscht in Form von Begebenheiten und Begegnungen, die uns das Leben schwer machen und uns somit die Korrektur ermöglichen. Es wäre völlig falsch, sich ausschließlich in die Texte zurückzuziehen um dort etwas Besonderes, Hohes und Schönes zu erwarten. Das ganz normale Arbeits- und Privatleben beizubehalten ist überaus wichtig, um nicht den Fehler zu begehen die Kabbala zu studieren, weil man sich dadurch vor dem Schöpfer oder vor sich selbst verdienstreich zeigen möchte, oder die Angst vor der Bestrafung G-ttes mindern will.

Es ist also für einen beginnenden Schüler in Ordnung, sich eine gewisse Zeit am Tag mit der Kabbala zu beschäftigen und auch eine gewisse Zeit der Vorbereitung (Gebet) ist recht. Man sollte sich jedoch davor hüten berechnen zu wollen, oder sich einzubilden, dem Schöpfer auf seinen Wegen mehr oder weniger zu begegnen, und eine Belohnung bzw. eine Bestrafung anzustreben oder zu befürchten.

Gemäß des Maßes an erleuchtetem Bewusstsein oder der spirituellen Stufe, ist eine Person in der Lage zu erfassen, wie die Elohim (weiblichen Schöpfungskräfte) in jedem Moment die für unseren Logos unberechenbare, perfekte Schöpfung hervorbringen. Wie die Elohim arbeiten, wird in der Kabbala erklärt. Dies enthüllt sich jedoch nicht jedem auf den ersten Blick, sondern nur höchst feinen Seelen, nach einem anstrengenden und schwierigen Weg der inneren Arbeit. Den anderen Seelen bleibt dies vorerst verschlossen, sie können nicht verstehen wie es vonstatten geht, bzw. interessieren sich nicht einmal dafür, gemäß dem Ort an dem sich die Seele in der Pyramide der Verlangen befindet. Schrittweise wird jedoch jedes Gefäß mit Licht gefüllt, durch einen spirituellen Weg wie ein Kabbalastudium oder durch Leiden und Freuden.

Die Entfernung zum Ziel, dem Emanator des Lichtes, wird nicht durch logisch-kausale Techniken irgendwelcher Art erreicht werden können oder gemessen, sondern ausschließlich durch den Grad des Altruismus, den eine Seele erreicht hat. Je nachdem, wie sehr schöpferähnliche Attribute erworben wurden, enthüllen sich die Schöpfung und die Spirituellen Welten, und alles erklärt sich von Innen heraus von selbst.

Jeder einzelne werdende Mensch hat die Möglichkeit, sein eigenes Gefäß, oder den Punkt in seinem Herzen zu erweitern. Durch die ihm scheinbar gegebene innewohnende Entscheidungsfreiheit kann er sich korrigieren. Die Kabbala kann ihm dabei helfen, jedoch tut es jede alltägliche Begebenheit durch die Beimischung an Unbewusstheit und die daraus entstehenden Leiden und Freuden ebenso.



Frage:
Sie empfehlen Interessenten an der Kabbala, nicht gleichzeitig auch Formen der Meditation zu praktizieren. Warum?

Antwort:
Kabbala und Meditation sind zwei sehr unterschiedliche spirituelle Wege und man sollte sich für einen von beiden entscheiden. Ansonsten kommt man sehr wahrscheinlich auf keinem der beiden Wege weiter bzw. erzielt sogar negative und sehr schädliche Effekte. Die Vermischung von kabbalistischen Namen und Meditation kann eine Person während der Meditation spirituell schwer verunglücken lassen, und um dies zu vermeiden, sollte der Schwerpunkt der inneren Arbeit eines werdenden Kabbalisten im normalen Alltag und den Schriften gesucht werden, in dem, was uns der Schöpfer gibt. Hier ein paar Zeilen zu den Gefahren mystischen Strebens, die in dem berühmten Bericht des Talmud von den vier Rabbis wiedergegeben wurde, die sich in den "Pardes", den göttlichen Garten oder das Paradies, wagten: "Vier betraten den Pardes: Ben Azzai, Ben Zoma, Aher und Rabbi Akiva. Ben Azzai erhaschte einen Blick und starb. Ben Zoma erhaschte einen Blick und wurde verrückt. Aher schnitt die Pflanzen. Rabbi Akiva kam heraus in Frieden."



Frage:
Wie kann diese "innere Arbeit im Alltag" aussehen?

Antwort:
Genau dies lehrt die Kabbala, ich werde versuchen es in sehr einfachen Worten kurz zu umschreiben.Wobei ich dies nicht zutreffend schildern kann, denn jedes Leben ist so unterschiedlich und der Schöpfer korrigiert jede Person auf so eigene individuelle Weise, dass jeder Versuch dies zu beschreiben fehl läuft. Trotzdem kann ich etwas allgemeines sagen, ohne den Anspruch, dass es in jedem Falle zutrifft.

Zuerst einmal sollte man zu allem was man tut eine demütige Einstellung haben. Das ist die Grundvoraussetzung sich dem Leben und der Kabbala anzunähern. Meist ist dies jedoch erst möglich, wenn man schon einmal einen Kontakt mit IHM aufgebaut hat. Personen, die Heilung für körperliche Leiden in der Kabbala suchen, Macht oder ein magisches Füllhorn, werden sich selbst nur schaden. Die Arbeit die man verrichtet, sollte man nie mit Hochmut oder Verachtung tun, sondern aufmerksam und mit dem Wissen, dass jeder Tag, jede Begebenheit von G-tt genau so gestaltet wird, damit wir uns korrigieren können. In diesem Alltag, in den Begegnungen mit Menschen, Tieren, Gegenständen, der Natur werden wir hinsichtlich unserer Egoismen sozusagen angestachelt und auf die Probe gestellt. Demjenigen, der vergisst, dass er stets dem Allmächtigen gegenübersteht, werden von IHM gütigerweise immer schwerere Prüfungen gesendet, damit er sie bestehen möge und lernt, dass ER alles bestimmt und immer bei uns ist, und ER uns das Leben zum Besten schenkt. Wenn wir das langsam wahrnehmen lernen, werden wir auch in den schweren Prüfungen des Lebens das Licht erfassen und IHM in Dankbarkeit begegnen, auch während der Prüfungen.

Wenn wir dann die Prüfung als das erkennen, was sie sind, und sie bestehen, klettern wir eine Stufe auf der Leiter zu IHM nach oben; wenn nicht, kommt die Prüfung noch einmal, etwas deutlicher am gleichen spirituellen Punkt, damit wir sie diesmal bestehen können.

Bei jedem einzelnen Menschen sieht die Prüfung (das Leben) ganz individuell aus, und jede Seele spielt eine einzigartige und höchst bedeutsame Rolle in der gesamten Korrektur. Daher ist selbst die kleinste gute Tat (Mitzva) äußerst wichtig. Also sollte man aufmerksam in den Tag gehen und immer nachdenken, überlegen (reflektieren) und sich bemühen, wie man denn nun am besten (freigiebig und altruistisch) handeln kann, um IHM eine Freude zu bereiten. Hat man erstmal ein "schönes Zeichen" von IHM erfahren, kann man sich durch Erinnerung immer wieder an IHN binden.

Die Kabbala beschreibt diese Vorgänge, die wir als materiellen Alltag erleben, wie sie in den spirituellen Welten entstehen und ablaufen auf eine ganz exakte Weise. Je nachdem wie bewusst ein Mensch gegenüber seinen inneren spirituellen Vorgängen und den von außen auf ihn zufallenden Begebenheiten geworden ist, kann er das scheinbar logische System der Kabbala, die Buchstaben und Sefiroth, die Welten und spirituellen Stufen wie eine Art Stadtplan für seinen eigenen spirituellen Weg und seine Entwicklung zu IHM verwenden. Er erkennt sich in allem wieder.

In einfachen Worten ausgedrückt rät die Kabbala einer Person, nicht so viel an sich selbst zu denken, sondern mehr an das, was ihr begegnet, an das Wohl des Nächsten. Ein Schüler der Kabbala kann erlernen über die eigene Haut hinaus zu denken, und ALLES freudvoll durch Achtung und Aufmerksamkeit anzunehmen und zu IHM zurückzubringen. Dies ist ein edles Ansinnen, welches natürlicherweise nicht leicht zu erreichen ist, denn wir alle werden ja fortdauernd mit Leiden und Freuden konfrontiert, die dieses Ziel außer Acht geraten lassen.

Die Arbeit im Alltag vollzieht sich in den Begegnungen mit Mitmenschen, mit der Schöpfung. Jeder sollte sich immer bemühen aufrecht zu sein und gütig, und dem nächsten Anderen die Fehler die man zu erkennen glaubt zu verzeihen, gerade wenn es so scheint, als bemerke man, dass der Nächste aus Unwissenheit und Unreife falsch denkt oder handelt. Das uns innewohnende Be- und Verurteilen (Dinim) sollte an dieser Stelle reflektiert und korrigiert werden. Das ist oft ein höchst schwieriger und schmerzhafter Prozess, denn unser Egoismus wehrt sich vehement, wenn man ihm auf die Schliche kommt.

Die rechte und hilfreiche Grundhaltung ist deshalb : " Sich unter den Nächsten stellen" um zu versuchen, ihm etwas in einer brüderlichen/schwesterlichen Weise zu geben, auch wenn das oft unmöglich erscheint, da der andere einem in der Regel meist einen Anlass zur Verurteilung und Unverständnis gibt. Der große Kabbalist Mosche Chajim Luzzatto beschreibt in seinem Buch "Der Weg der Frommen" in vortrefflicher Weise, wie sich der Mensch mit einer rechten inneren und äußeren Haltung die Nähe G-ttes erarbeiten kann.



Frage:
In der Kabbala spielen Buchstaben und Zahlen eine große Rolle.
Können Sie kurz sagen, wie sich diese Bedeutung definiert?

Antwort:
Vorweg: Das was fälschlicherweise als "Zahlenmystik" bezeichnet wird hat überhaupt nichts mit der authentischen Kabbala zu tun, sondern dies ist falsch verstandene, egoistisch angewendete Kabbala (Scharlatanerie), die dem unwissenden Anwender großen Schaden zufügt.

Die Bedeutung der Buchstaben und Zahlen ist ein überaus umfangreiches Gebiet. Kurz ausgeführt kann ich sagen, dass den Hebräischen Buchstaben ein numerischer Zahlenwert zugeordnet ist. Zum Beispiel ist Alef = 1, Beth = 2 ...bis Tav = 400. Mit Hilfe dieser numerischen Zahlenwerte der Buchstaben entsteht auch eine Art Mathematik eines Wortes oder Satzes. So kann eine aufstrebende Seele die Buchstaben, Wörter und vor allem die Torah (das Pentateuch) tiefgreifender durch diese "Gematria" verstehen lernen.

Die rechte Kenntnis der Gematria und die sinnvolle auf den Schöpfer ausgerichtete Arbeit mit ihr, enthüllt sich einem Menschen erst auf einer sehr hohen spirituellen Stufe, auf der er altruistische Eigenschaften (also schöpferähnliche Attribute) entwickelt hat. Auf diesem Weg begibt sich ein Kabbalaschüler von der Ebene der "enthüllten Torah" zu Stufe "Ta'amin der Torah", dies wird ihm durch die Mitzva (gute Tat) der Kabbalisten aufgedeckt. Letztendlich kommt die feine, liebeschenkende Seele zu der "verborgenen Torah", die nur den vollkommenen Edlen offenbart wird.

Der Einblick in den Sinn und die Kunst des schöpferischen Umgangs mit den Verhältnissen (Zahlen) der Lautwesen (Buchstaben) ist durch die Korrektur der Seele durch die Kabbala möglich.
Das Erfassen der Interaktion von Schöpfer zu Geschöpf in ihrer Vollkommenheit wird durch die Kabbala geschult.




* Die Gruppe "Mystik/mystische Traditionen" bei rpi-virtuell,
der religionspädagogischen Plattform der evangelischen Kirche Deutschlands
sammelt und veröffentlicht Materialien zu den spirituellen Wegen der großen Religionen.
(http://www.rpi-virtuell.net/home/mystik)



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1711)
ultima thule bombardon eu
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26.08.03 16:40
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norwegisches uno mandorla
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26.08.03 16:34
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765
Datum: Dienstag, der 04. März, 2003 um 14 Uhr 41
Test! (keine e-Mail / http://www.jokerbioeule1.de.vu) schrieb:

Test!

764
Datum: Dienstag, der 04. März, 2003 um 14 Uhr 40
Test! (keine e-Mail / keine Homepage) schrieb:

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763
Datum: Donnerstag, der 27. Februar, 2003 um 11 Uhr 15
Gruß Paraneua! (keine e-Mail / http://www.gastbuch24.de/gastbuch.php3?user=jupiter) schrieb:

www.gastbuch24.de/gastbuch.php3?user=jupiter
Hier als eine weitere Abflugmöglichkeit!
Gruß Paraneua-Bioeule-Jupiter!

762
Datum: Mittwoch, der 26. Februar, 2003 um 18 Uhr 52
Import von "www.blitz-buch.de/Paraneua (keine e-Mail / http://www.blitz-buch.de/Paraneua) schrieb:

3019.) Name: Test! Datum: Mittwoch, der 26. Februar, 2003 um 12 Uhr 48
Homepage: http://www.kampfhund-areal.de E-Mail: keine e-Mail
Gruß Kampfhund-Paraneua: "Wer nie gekämpft ..."
"Wer keine Kraft zum Träumen hat, hat keine Kraft zum Kämpfen!"
Ladentisch-Aufkleber aus Bioeules ehemaligem Bioladen, Limburg, Grabenstr.66!

3018.) Name: Test! Datum: Mittwoch, der 26. Februar, 2003 um 12 Uhr 46
Homepage: http://www.blitz-buch.de/Paraneua E-Mail: keine e-Mail
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!

3017.) Name: Gelobt sei, was gehackt wird! Datum: Mittwoch, der 26. Februar, 2003 um 11 Uhr 01
Homepage: http://www.bioeule2002.de/popup.jpg E-Mail: keine e-Mail
Die Polit-Soapopera weiter ihre Wege geht!
Unerhörte Anmassungen nicht nur in FAZ im Feuilleton man sieht!
Hier heisst es, von vielem "Liebgewonnenen müssten wir uns trennen!"?
Sie können dies als Variante "europäischer" Weltorder-Vereinnahmung wie in des Leander Petzolds "Balkanmärchen" als Nachwort zur damaligen Situation Serbiens nehmen!
Man diktiert Fortschritt!
Und gehst du nicht willig, du gehst einfach mit!!!???
Kulturverlustals aufgezwungenes Desaster!
Kultur gilt im aufgezwungenen Paradies (Mereschkowski!) als unverzeihliches Laster!
Es sei denn, Sie lassen sich "jesuitisch" nach dem Rezept des Alighero Tondi (Zitiert von Günter Weisenborn: Auf Sand gebaut!) einreihen!
Dann wird man ihnen ihr kultiviertes Wesen, sofern es nicht zu deutlich "anthroposophisch" sich gebärdet, verzeihen!
Sonst könnte es Ihnen passieren, dass man versucht, sich von Ihnen an einem durch 11? teilbaren Datum versucht, sich von Ihnen zu "befreien"!?
An einem 30.3. ist Rudolf Steiner gestorben?
Seine "Auferstehung" sollte unsrere Kräfte fordern!
Dies ist keineswegs gemeint als Blasphemie!
Selbst der Jurist Böckenförde weiss um die Notwendigkeit und Stringenz der "Geisteswissenschaften - aber wie!
Hätte er sich getraut, in seinem Vortrag die "Geisteswissenschaften" auch anthroposophisch zu benennen,
könnte man ihn mit Gewinn jetzt beim Worte nehmen!
Individualität ist jetzt gefordert!
NewWorldOrder stattdessen erfundene Feind- und Führer-Persönlichkeiten auf Bestellung ordert! (Saddam! Irland-Schweden-Abessinien-Rassismus, verträglich durchaus mit Trierer Marx-Murx-BadenPowell-SozioFaschismus!)
Wer ist "Individualität"?
Kein formloses "Individuum", kein erratischer Klotz!
Kein neuer SozioFaschismus-Protz!
Sondern, ein Mensch, der ein "bisschen" mehr als all die Fromms und Dafa-Faluns erstrebt!
Ein Mensch, der sich ohne Herzverlust auf die Göttlichkeit seines eingeborenen I C H -Ichtys nit Hilfe des interkulturellen Galiläer sich zubewegt!
Der nicht an Christus vorbei sich schmuggelt, was ein Unglück wär für die Menschheit total!
Wer zum Vater kommen will, wird nur über Christus nach diesem Erden-Schicksal kommen!
Die "jesuitischen" Christus-Verleugnungen und Patchwork-Anbiederung einem Sakrileg gleichkommen!
Galiläer, du hast gesiegt!
Dieser überlieferte Ausruf des Apostaten weltweit das liebevolle Herz des "nachchristlichen" Menschen zu mehr als Rupert Leys Management bewegt!
Drum bauen Sie und ich eine positive Gedankenbrücke!
Sie und ich fehlen in der WorlOrder-Patchwork-Decke als "Lücke"!
Kyrie eleison!
Christe eleison!
Nur tote Fische schwimmen mit dem Weltorder-Strom!
Furch gibt mir nichts, nur Liebe!
Vergessen wir's nicht im Alltags-Getriebe!
Gruß Paraneua!

3016.) Name: "ms" gönnt mir die Adresse "www.jokeraktuell.de.ms" nicht: Die "Registrierung" lässt sich nicht anklicken! Datum: Mittwoch, der 26. Februar, 2003 um 10 Uhr 15
Homepage: http://www.verklaghaferl.de E-Mail: keine e-Mail
Domain ist noch frei! )
Die Domain
http://www.jokeraktuell.de.ms
ist noch frei!
Sie können sich diese Domain sofort kostenlos registrieren lassen.
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internetjokeraktuell.de.ms jokeraktuellwelt.de.ms
jokeraktuellhome.de.ms jokeraktuellguide.de.ms
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superjokeraktuell.de.ms jokeraktuell-live.de.ms
jokeraktuellplanet.de.ms jokeraktuellzone.de.ms
jokeraktuellclub.de.ms the-jokeraktuell.de.ms
die-jokeraktuell.de.ms jokeraktuell4u.de.ms
jokeraktuellgalaxy.de.ms jokeraktuellcentral.de.ms
jokeraktuellcenter.de.ms jokeraktuellland.de.ms
jokeraktuellmania.de.ms jokeraktuellzone.de.ms
jokeraktuellplus.de.ms your-jokeraktuell.de.ms
jokeraktuell-inc.de.ms superjokeraktuell.de.ms
Gruß Paraneua!


3015.) Name: Test! Datum: Mittwoch, der 26. Februar, 2003 um 10 Uhr 01
Homepage: http://www.blitz-buch.de/Verklaghaferl E-Mail: keine e-Mail
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!

3014.) Name: Weitere Abflugmöglichkeit! Datum: Mittwoch, der 26. Februar, 2003 um 10 Uhr 00
Homepage: http://freegb.ch/gbook.php4?login=joker E-Mail: keine e-Mail
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!

3013.) Name: Test! Datum: Dienstag, der 25. Februar, 2003 um 13 Uhr 06
Homepage: http://www.bioeule2002.de/UntitledFrame-3.htm E-Mail: keine e-Mail
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!



761
Datum: Mittwoch, der 26. Februar, 2003 um 09 Uhr 59
Test! (keine e-Mail / http://www.blitz-buch.de/Paraneua) schrieb:

Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!

760
Datum: Mittwoch, der 26. Februar, 2003 um 09 Uhr 58
Weitere Abflugmöglichkeit! (keine e-Mail / http://freegb.ch/gbook.php4?login=joker) schrieb:

Gruß Bioeule!

759
Datum: Montag, der 24. Februar, 2003 um 18 Uhr 57
ansgar hirt, der "jesuit"? (keine e-Mail / http://www.google.de) schrieb:

107
Datum: Freitag, 21. Feb. 2003 um 5:15
Name: Ansgar Hirt
Aus: Steinigtwolmsdorf/Sachsen
URL: http://www.reiki-meister-777.de
Bild: keins
Text: ÜBER DIE GEHEIMNISSE DES LEBENSERFOLGES......."WAS PASSIERT,WENN WIR "DIEJENIGEN DURCHSCHAUEN",WELCHE MIT DER "ANGST",DER "UNTERWERFUNG" UND DEN "GEFÜHLEN" DER MENSCHEN "GIGANTISCHE GESCHÄFTE" "RUND UM DEN ERDKREIS" BETREIBEN??? "TIEFGRÜNDIGE FRAGEN" ERGEBEN NUNMAL "TIEFGRÜNDIGE ANTWORTEN!" Mit herzlichen,lichtvolen und creativen "GEDANKEN" verbleibe ich bis auf weiteres Ansgar Hirt ..."
Ende!
Soweit Ansgar Hirt, der "Jesuit"!
Hüten Sie Ihren Computer! Er reagiert auf "Falun" und "DAFA" möglicherweise allergisch!

758
Datum: Montag, der 24. Februar, 2003 um 18 Uhr 49
Test! (keine e-Mail / http://www.oupsbook.de/cgi-bin/gastbuch15/gastbuch.cgi?m4i520109075gb) schrieb:

www.oupsbook.de/cgi-bin/gastbuch15/gastbuch.cgi?m4i520109075gb
Gruß Paraneua!

757
Datum: Mittwoch, der 19. Februar, 2003 um 12 Uhr 15
Was steht uns bevor? (keine e-Mail / http://www.jokerbioeule1.de.vu) schrieb:

3000.) Name: Was steht uns bevor? Atheistisch-konfusianischer"Sozialismus" als Kulturtod oder anglo-amerikanische Weltherrschaft? Datum: Mittwoch, der 19. Februar, 2003 um 12 Uhr 12
Homepage: http://www.blitz-buch.de/Kampfhund E-Mail: keine e-Mail
Was steht uns bevor?
Rudolf Steiner, Die Sendung Michaels, S. 234 (TB):
"Es wird einmal wohl zwei Dinge geben, die die Kulturgeschichte der Zukunft schwer begreifen wird. Das eine habe ich öfter mit den Worten Hermann Grimms vor Ihnen charakterisiert: es ist die Kant-Laplacesche Theorie, an die manche Leute noch glauben. Hermann Grimm sagt in seinem so schön: man wird einmal jene Krankheit, von den Leuten heute Wissenschaft genannte, schwer begreifen können, die sich in der Kant-Laplaceschen Theorie zum Vorschein bringt, wonach aus einem allgemeinen Weltnebel durch Zusammenballung alles das entstanden ist, was wir heute um uns herum haben. Und das soll so weiter gehen, bis das ghanze Zeugs wiederum zurück in die Sonne fällt! Ein Aasknochen, um den ein hungriger Hund seine Kreise zieht, ist ein appetitlicheres Stück, als diese Phantasievorstellungen, diese phantastische Vorstellung von der Weltentwickelung.-So meint Hermann Grimm. Natürlich wird es einmal große Schwierigkeiten haben, aus dem wissenschaftlichen Wahnsinn des 19. und 20. Jahrhunderts diese Kant-Laplacesche Theorie zu erklären.
Das zweite Stück wird sein die Erklärung der unglaublichen Tatsache, daß es jemals eine große Anzahl Menschen geben konnte, welche den Humbug der Vierzehn Punkte von Woodrow Wilson ernst nehmen, in einem Zeitalter, das sozial so ernst ist.
Studieren wir dasjenige, was in der Welt nebeneinander steht, dann finden wir, wie in einer eigentümlichen Weise sich durcheinanderknäueln Wirtschaftsleben, politisches Rechtsleben, Geistesleben. Wollen wir nicht zugrunde gehen unter dem in die alleräußerste Degeneration gekommenen Geistes- und Rechtsleben, dann müssen wir uns hinwenden zu dem dreigliedrigen sozialen Organismus, der aus den selbständigen Wurzeln heraus baut das Wirtschaftsleben, das emporkommen will, das aber nicht emporkommen kann, wenn ihm kein Rechtsleben und kein Geistesleben aus der Freiheit entgegenkommen. ..."
Gruß Paraneua!



756
Datum: Sonntag, der 16. Februar, 2003 um 17 Uhr 54
Jokerbioeule! (keine e-Mail / http://www.blitz-buch.de/Paraneua) schrieb:

961) bioeules bildergalerie: aus Kein 16.02.03 - 15:46
eMail: Keine URL: http://www.oupsbook.de/cgi-bin/gastbuch15/gastbuch.cgi?m4i520109075gb
Nachricht:
www.oupsbook.de/cgi-bin/gastbuch15/gastbuch.cgi?m4i520109075gb
Gruß Paraneua-Bioeule!

960) weitaus verträglichererbilderreigen als die Uno-Mandorla-Unkunst aus Kein 16.02.03 - 15:42
eMail: Keine URL: http://www.beepworld.de/memberdateien/members36/odermenning/rose.jpg
Nachricht:
www.beepworld.de/memberdateien/members36/odermenning/rose.jpg
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule, voller Freude die künstlerischen Weke ihres hie und da ungesunde Zigaretten rauchenden Künstlervaters betrachtend!

959) antiamerikanismus und antizigarettenwerbung samt antidemokratismus des "ultima-thule"? aus Kein 16.02.03 - 15:31
eMail: Keine URL: http://www.ichsagewasichdenke2003.de.tf
Nachricht:
Da ich nicht des Herrn Rosenkranz Logen-Gesten-Entschlüsselungs-Code besitze,
ist mir der forschende Verstand eine wichtige und kritische Polit-Entschlüsselungs-Stütze!
Was Schröder im Internet-Spiegel mit abgewinkelten Fingern sagt?
Dass vielleicht die UNO in Herrn Schröder ihr nächstes Opfer oder in Frau Merkel je nach dem illuminatorischen Börsenkurs hat?
Dass die Sphinx wohl längst ihr Zuhause im Plenarsaal der UNO hat?
Dass die Anti-Zigaretten-Kampagne als Ziel eine Schädigung amerikanischer Wirtschaft zugunsten des "Ultima-Thule" samt seiner soziofaschistischen Krakeleien des Norweger Malers schafft?
Dein blaues Auge, dein blondes Haar?
Gibt es noch jemand, der noch nicht im neuen UNO-Mythos des "Herren-der-Ringe" war?
Waren es am Ende die Herren Blix samt Adjudanten,
die die New Yorker Türme ganz und gar brachten ins Wanken?
Ist jede Paranoia unzureichend,
zu ergründen in welche hohlen Höllen absichtsvollste Bosheiten reichen?
Im misanthropisch-resignierten Buch von Herrn Friedell-Friedmann zu lesen,
könnte lohnen, bevor wir über Skandinaviens "Ultima-Thule" genesen?
Ich habe immer wieder erfahren, dass schlechter Charakter mit schlechtem Geschmack vergesellschaftet ist:
Die Kunst meines rauchenden und nicht fehlerfreien Künstlervaters Wilhelm Braun in der Würzburger Marienkapelle erfrischend gegen das norwegische UNO-Mandorla-Bombardon
mir scheint!
Es heisst, dass Schwarzmagier die Demokratien hassen?
Ein Keil zwischen Europa und Amerika könnte da passen?
Ich las den Hass bei Rimbaud in Zeiten "Des enfers" und auch Baudelaires "Blumen des Bösen" geben hier etliches her!
Unmd alle "Logen"-Politiker hie wie überseeisch oder orientalisch-asiatisch brauchen nur vor der dumm-gezogenen Weltbevölkerung in Presse und Fernsehen mit den Fingern zu schnippen,
um über bezahlte Demos um Frieden gebeten werden zu dürfen?
Ich wende mich jetzt an Sie, einzelner Weltbevölkerer ganz individuell:
Es gibt in einem neuen Testamente eine Stelle, wo das Gericht gesprochen wird über die Riege, die stets die ersten Plätze besetzen will!
Und Sie und ich! Wir werden statt zu weinen:
In unser Herz und unseren Verstand die Sonne der Gerechtigkeit ganz lassen scheinen!
Sie kennen's doch, nicht nur der Bioeule zynisch von Säkularen und Sadduzäern verlachtes "Kindergebet":
Niemand als der Welten-Logos Platz im "Kinder"-Herzen des Johannes hatt'!?
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!
google-bioeule oupsbook glasfenster vom rauchenden künstlervater wilhelm braun, kreuzau-münchen, 1906-1986!



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www.blitz-buch.de

1709)
paraneuas "eyfer" gebrems
aus
22.08.03 19:02
eMail: URL: http://www.paraneua.de/jupiter.htm

Nachricht:

Bei www.jokerbioeule1.de.vu sind von meinem Computer aus nur neue Einträge zu machen, andere nicht einsehbar?

Gruß Buchweizen.de.vu, alias Paraneua-Bioeule, eine mögliche Ausweichstation ist: www.paraneua.de/jupiter.htm

1708)
buchweizen.de.vu
aus
22.08.03 18:53
eMail: URL: http://www.buchweizen.de.vu

Nachricht:

Gruß Paraneua-Bioeule, alias buchweizen.de.vu
Leider kann ich von meinem Hauscomputer nur mehr Einträge in diesem Forum machen, alte Einträge aber nicht mehr lesen!

1707)
marx-gemurxe in trier: de
aus
22.08.03 3:48
eMail: URL: http://www.paraneua.de/familie.htm.htm

Nachricht:

3119.) Name: musik für jorindeundjoringel.de.vu Datum: Mittwoch, der 06. August, 2003 um 03 Uhr 17
Homepage: http://www.paraneua.de/davidvorsaul.htm E-Mail: keine e-Mail
Vielleicht gelingt es mir ja irgendwann doch, von meinem Künstlervater Wilhelm Braun "DavidvorSaul" ins Netzzu bekommen?
Einstweilen werde ich gegen schwarzmagischen Kulturabbau gern auch Rembrandts Bild als Ersatz hernehmen!
Und gegen böses Ma(o)ndragor
steht die rote Blume mit der guten Muse davor!
Ich sah auch im Kräutergarten der Marxburg nah am Rhein
gute Kräuter wie Johanniskraut und Odermenning mit Alräunchen in Reih'n!
Sah' auch im Ausstellungssaal für Ritter klare Sympathie für Rom?
Borstigen Merowingern samt Galliern und Griechen bleibt hier der Hohn?
Ging auch noch weiter zum schönen See in der vulkanischen Eifel:
doch hinter dem Markus-Brunnen und Kreuzgang schürte Neu-Orthodoxie samt Christus und Baldachin angesichts soviel gewolltem Patchwork-Christentum die üblichen paraneuischen zweifel!
Der Rhein kann jedoch nichts dafür:
Viel jedoch Marx-Gemurxe aus dem römschen Trier!
Der Sozio-Faschismus weiter gärt schwarzrot:
David vor Saul die bösen Geister mit der Harfe schickt uns fort!
Gruß Paraneua-Bioeule!


1706)
odermenning
aus
22.08.03 3:41
eMail: URL: http://www.beepworld.de/cgi-bin/hp/gaestebuch.pl?m

Nachricht:

www.beepworld.de/cgi-bin/hp/gaestebuch.pl?m=odermenning;userid=983088

Gruß Paraneua-Bioeule!

1705)
test!
aus
22.08.03 2:40
eMail: URL: http://www.

Nachricht:

Test!

1704)
drachen-akzeptanz?
aus
22.08.03 2:39
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gegenevola1.de.vu johanniskraut1.de.vu
3116 Einträge
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3086.) Name: test! Datum: Mittwoch, der 21. Mai, 2003 um 18 Uhr 16
Homepage: http://www.paraneua.de/jupiter.htm E-Mail: keine e-Mail
Gruß Paraneua!



3085.) Name: Datum: Freitag, der 16. Mai, 2003 um 23 Uhr 50
Homepage: http://www.gastbuch24.de/gastbuch.php3?user=jupiter E-Mail: keine e-Mail
www.gastbuch24.de/gastbuch.php3?user=jupiter



3084.) Name: bioeule 3 jahre im netz! Datum: Freitag, der 09. Mai, 2003 um 18 Uhr 03
Homepage: http://www.bioeule.de E-Mail: keine e-Mail
Herrn Schröders zugesicherte Demokratie im Netz?
Für seit 3 Jahren im Netz präsente Bioeule eine ungeheure Farce in anbetracht der 3-jährigen Leide-Form des Hackens is' dös!
Nicht dass ich dies Erleben im Passivum erlitte:
Doch, Herr Schröder, wo is' die Demokratie im Netz, bitte?
Is' sie für mich von jungen "res"-Jesuiten-Hackern immer wieder "temporär" verschoben?
Is' dös Internet aus Lügen-Netzen gewoben?
Ich könnt' ja, statt am neuen Rock zu häkeln,
Hacker-Dateien in stundenlanger Arbeit aufmachen statt an inkompetenten Demokratie-Angeboten rumzumäkeln!?
Als brave Verbraucherin bezahl ich die Firma Microsoft samt ihren Jesuiten und Salesianern,
die mich schon öfters dummdreist versuchten zu verwarnen!
Als interessantes allergisches Syndrom
findet man wenig Akzeptanz für gewisse Anfragen bei der Stichwort-Politik schon!
"Polen-Gnosis-Jesuiten"
sich im Netz Kontroll-Organe gedanken-verbindend verbitten?
Auch der aktuelle Tanz im Chor,
kommt in auffälliger Verbindung hier vor?
Auch Evolas Traditionen
könnten elitäre Gruppen mit Snobismen voll entlohnen?
Viel zu gut ist Gutes für das ganz gewöhnlich Volk?
Massen-Kultur gibt's längst doch für den Pulk?
Kulturabbau und Chaos-Philososophie
drängt man gewöhnlichen Sterblichen auf -und wie!
Doch "man" selbst gönnt gern sich etwas Gutes? Längst schon abgezweigt wurd', was insgeheim war ein als "gut" Befundenes!
Was halt stört bei anthroposophischer Beute:
Die "heruntergekommene "Gottheit, die "jesuitische" Christus-Feinde nie erfreute!
Könnte man sie nur dem Herzen abgewöhnen!
Ob man Zuflucht deshalb muss zur Herzverpflanzung nehmen?
Oder könnt' man zukunftsträchtig überspringen Jetztzeit,
um für der Mongolen TAO unsren ICHTYS kollektiv mit DAFAS gleich bezwingen?
Ob beim neuen enervierenden Streit:
Katholisch Umschau Transsubstantiationen abbaut noch heut?
Leider geht auch dies nur kollektiv? Oh Mutabor-Metanoia! Euer Segen hängt bei den Kulturzerstörern schief!
Nicht nur der Irak wir jetzt entwurzelt!
Iggsdrasil! Wer fällt sie, dass sie purzelt?
Syrien wird leiser jetzt vernichtet,
dass ja nicht mehr die Magie in Weiss von Aleppo aus wird neu errichtet?
"Seltsame Geschichten" samt Voodoo die Salesianer mit 'ner Akzeptanz bescheiden (Kath. Umschau!)
Unsozialen Erkenntnisabbau weltweit muss der Mensch erleiden!?
Auserdem das Geld wird knapp?
Auch die des Stoibers Schnellstreck' zockt hier unsozial uns ab!
Doch er sagt ja, dass wer Arbeit schafft, sei sozial, auch Freud' gibt's durch Kraft?
Mein auf Steiners fussend Slogan anders lautet:
Sozial ist, wer Erkenntnisse schafft,
damit schädlich' Geheimniskrämerei man outet!
www.paraneua.de/sozialheute.gif
Gute Geister, die man anthroposophisch rief!
Was ist wichtige Zukunftsarbeit?Zwischen Ost und West die Sendung Michaels noch heut!
Hier gibt's keine Drachen-Akzeptanz!
gegen seinen Willen das jesuitisch Chamäleon erscheint im nackten Glanz!
Zwischen Luzifer und Ahriman
unbequemer gesunder Menschenverstand ist dran!
Zwischen Maschinen und den Drogen
gibt's noch Wahrheit unverbogen!
Stattsich vollzustopfen mit Synthetik-Vitaminen:
Licht der Wahrheit wird mit Metanoia uns erscheinen!
Und ich schick' 'nen Gruss nach Bagdad:
Mancher Münchner in dem Marionettentheater seinen Kalif Storchgehabt hat!
Und ich ruf als alte Sophien-Eule:
3 jahr jetzt im Internet stets aktuell samt Absturz und Geheule!
Wenn mein Internet-Anschluss is' wieder flott:
Öfters vom Geheul' man hat!
Gruß Paraneua-Bioeule! Bei www.jokerbioeule1.de.vu spamschutz? nicht von mir!




3083.) Name: golgotha! Datum: Samstag, der 19. April, 2003 um 04 Uhr 55
Homepage: http://www.paraneua.de/news.htm E-Mail: keine e-Mail
Test! Adresse zum folgenden Eintrag
eMail: keine
URL: keine
Beitrag:
www.beepworld3.de/members28/jokerbioeulemai4/auferstehung.htm
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!
94.) Eintrag vom 12.02.2003 / 09:28
Name: statt "rechts" und "links" in seiner soziofaschistisch-"jesuitischen"? chamäleonshaften verkleidung:
eMail: keine
URL: keine
Beitrag:

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Wahres Christentum kann niemals eine bloße Volksreligion sein, ja mehr noch, es ist im Grunde überhaupt keine "Religion" im üblichen Sinne der Rückverbindung (re-ligio) zur geistigen Welt. Vielmehr ist das für die ganze Erdenentwicklung zentrale Christus-Ereignis eine weltgeschichtliche Tatsache, die weniger ein "Bekenntnis" fordert, sondern vielmehr bei klarem Bewußtsein erkannt werden will. Christus ist der neue Adam, der die Erbsünde, d.h. die Fesselung des Geistes durch die niederen Wesensglieder, überwunden hat, indem er sie vergeistigte. Strebt ihm die freie Individualität nach, nimmt sie an der Auferstehung teil – und zwar an der Auferstehung des "Fleisches": die niederen Wesensglieder bis hinunter zum physischen Leib werden nicht einfach abgestreift oder abgetötet, sonder veredelt. In unserem Zusammenhang bedeutet das: die Rasse wird nicht abgestreift, sondern vergeistigt; das Volkstum wird nicht abgelegt, sondern ins Geistige erhöht; der Egoismus wird nicht vernichtet, sondern vergeistigt, indem er sich von den engen Grenzen des Einzelnen auf die ganze Welt ausdehnt – im Sinne des Christus-Wortes: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", wobei aber nicht nur alle Mitmenschen, sondern zugleich die ganze Natur mitumfaßt ist. Daß wir auf diesem Weg noch nicht sehr weit fortgeschritten sind, braucht wohl kaum erwähnt werden, aber in jedem einzelnen Individuum liegt die Kraft, ihn zu gehen.
Der Weg der Auferstehung kann nur beschritten werden, wenn man all jene Kräfte genau kennt, die der freien Individualität entgegenstehen. Daß es nicht die Rassen, Völker oder das einzelne Ego als solche sind, dürfte aus den obigen Ausführungen klar geworden sein; es handelt sich dabei um notwendige Stufen der menschheitlichen Entwicklung. Wer sie leugnet oder für unwesentlich hält, verfällt ihnen erst recht. Dem will Anthroposophie aufklärend entgegentreten; sie ist Erkenntnis-Christentum, das den Menschen zur leiblichen Auferstehung im Geiste führt, d.h. zur freien Individualität.
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Gruß Paraneua!

93.) Eintrag vom 12.02.2003 / 02:29
Name: Tiefsinniger als bei Sölle und Patchwork-Küng: Buddha und Christus in einer Betrachtung von Rudolf Steiner:
eMail: keine
URL: http://www.unsichtbarekirchechristi.de.tf
Beitrag:
TB 704, Rudolf Steiner, S.221: Rufen wir uns zum besseren Verständnis noch einmal ins Gedächtnis, daß der physische Leib eines Himmelskörpers, ebenso wie der eines Menschen, nur ein Teil des gesamten betreffenden Wesens ist, und daß beide subtilere Prinzipien haben, die als Aura dem Hellseher sichtbar sind. Wie der Mensch die aus Astral- und Ätherleib gebildete Aura, die kleine Aura hat, so unterscheiden wir im Makrokosmos die große Aura, Ahura Mazdao, wie sie Zarathustra nannte. Aus diesem Namen wurde dann später Ormuzd, gleichbedeutend mit Lichtgeist. Christus war damals noch fern von uns, deshalb sagte Zarathustra zu seinen Schülern: Solange euer Blick auf der Erde haftet, werdet ihr Ihn nicht sehen, doch erhebt ihr euch mit hellseherischer Kraft in die hohen Himmelsräume zur Sonne empor, so werdet ihr finden den großen Sonnengeist.
Ebenso spricht die althebräische Geheimlehre vom großen Geiste, der den Weltenraum durchwebt und den der Seher in den hohen Sphären zu suchen hat (anders der wahrscheinlich sadduzäische? Verfasser von: Die Caine war ihr Schicksal! Anm. Paraneua-Bioeule. Es folgt jedoch die Prohezeiung, daß er herabsteigen undsich mit der Erdenaura vereinigen wird. Einer von denen, die ihn in unserer Erdenaura wahrgenommen haben, war Paulus.Er wußte als Saulus wohl, daß der Messias kommen würde und die Erde mit dem Sonnengeiste vereint werden würde, er glaubte ihn jedoch noch in weiter Ferne. Auf dem Wege nach Damaskus wurde er plötzlich hellsehend und erkannte, daß das große Ereignis bereits stattgefunden hatte und daß Jesus von Nazareth der Langerwartetewar. Dieses Erlebnis wandelte ihn zum Paulus um, und er verkündete fortan als begeisterter Apostel das Geschehene.
Der Christus-Impuls istnicht nur als eine Erleuchtung einzelner Menschen aufzufassen. Der Hellseher darf sagen, daß die ganze Erde durch ihn etwas Neues geworden ist. Als Christi Blut auf Golgotha floß, trat eine innige Vereinigung unserer Erde mit dem höchsten Wesen ein, welches aus unerreichbaren Himmelshöhen herabgestiegen ist zum Heile der Menschheit. Von vielen ister bereits erkannt worden als derjenige, auf dessen Kommen die Bodhisattvas durch lange Jahrtausende hindurch hier untenvorbereiteten, wenige jedoch sind es, in denen das Christentum zum wahren Leben geworden ist. Der Christus-Impuls ist noch im Keimen begriffen, und die Menschheit wird noch lange Zeit brauchen und von manchen Führern angefacht werden müssen, bis er in allen Äußerungen des sozialen Lebens zur Geltung kommen wird.
Einen gewaltigen Fortschritt in der Lebensanschauung haben wir jedoch zu verzeichnen in der kurzen Zeit, die Buddha von Christus trennt. Eine Tatsache zeigt ihn so anschaulich wie möglich. Als der junge Königssohn Siddharta, der künftige Buddha, einst aus seinem Palast trat, in welchem er nie anderes als Lust und Glanz, als Jugend und Schönheit zu sehen bekommen hatte, erblickte er einen Krüppel, dessen Anblick ihn entsetzte und er sagte sich: Das Leben bringt Krankheit, und Krankheit ist Leiden. - Ein anderes Mal begegnete er einem Greise, und betrübt folgerte er: Das Leben bringt das Alter, und Alter ist Leiden. - Bald darauf sah erdas Abschreckendste, eine verwesende Leiche, und voller Grauenwiederholte ersich: Das Leben bringt denTod, und Tod ist Leiden. - Wo er hinblickte fand er Gebrechen des Körpers und Seelenschmerzen und Trennung von alledem, was einem im Leben lieb und teuer ist. Alles Leben ist Leiden-, sagte er sich und baute auf diesen Lebensgrundsatz die Lehre von der Lebenverzichtung. Der Mensch, so lehrte er, sollte, um dem Leiden zu entgehen, danach trachten, so rasch wie möglich aus dem Kreislauf der Inkarnationen sich zu erheben, um sich für immer dem leidvollen Wechsel von Leben und Tod zu entziehen (SATOR-Formel? Anm. Paraneua-Bioeule!).
Schreiten wir jetzt wenige Jahrhunderte voran, so sehen wirunzählige Menschen, die keine Buddhas, sondern schlichte Seelen waren, welche jedoch die Gwalt des Christus in sich ahnten, hinsehen auf einen Leichnam, doch nicht mit Schaudern. Sie sind nicht von dem alleinigen Gedanken erfüllt: Tod ist Leiden -, denn sie haben im Tode des Christus den vorbildlichen Tod erlebt, der da bedeutet: Tod ist Sieg des Geistes über alles Leibliche. Tod ist Sieg des Ewigen über alles Zeitliche.
Noch nie ist vorher ein solcher Impuls gegeben worden wie dieser, der von dem Mysterium von Golgotha kam, und niemals wird auf Erden ein größerer dem Menschen zuteil werden. Solches empfanden jene naiven Seelen, wenn sie zum Kreuze aufblickten, dem gewaltigsten der Sinnbilder. Da fühlten sie, daßes etwas Höheres und Stärkeres gibt als den verfallenden Leib, der der Krankheit, dem Alter und dem Tode unterworfen ist.
Betrachten wir nun die anderen Sätze der Lehre des Buddha mit unserer christlich-geisteswissenschaftlichen Anschauung: Krankheit und Alter können uns nicht entmutigen und zur Flucht treiben, da wir ihren Grund erkannt haben. Wir haben gesehen, wie diese neu erworbenen Fähigkeiten unseres Astralleibes den ungeschmeidigen physischen Körper immer unwohnlicher machen und wie die wachsende Disharmonie zwischen seele und Körper den letzteren allmählichzerstört und er schließlich abgestreift wird. Das Alter schreckt uns nicht, denn wir wissen, daß wenn das Leben hier den Höhepunkt erreicht hat und der Leib zu welken anfängt, in ihm das Neuerrungene sichzu einem juhngen Keime zusammenzieht, der einst zu reicherem Leben aufblühen wird. Diese Entwickelung im Geiste, wie sie das Christentum lehrt, birgt einen unendlichen Trost in sich und macht uns die Trennung von denen, die wir lieben, weniger schmerzlich, denn wir wissen, daß das Getrenntsein nur durch die physischen Schranken bedingt ist und wir im Geiste den Weg zu unseren Lieben finden können.
Denken und empfinden wir so, so bekommtdas ganze Leben hier unten ein neues, durchgeistigtes Antlitz und gewinnt immer mehr an Wert für uns. Unser geistiges Auge durchschaut die physischen Gebrechen und hilft uns, sie mit Gleichmut zu ertragen. Wir wissen, daß unser Arbeitsfeld hier unten ist und hier gesät werden muß die Saat zu neuem Leben. Was wir heute aus der Geistlehre erkennen können, wird uns auf den künftigen Entwickelungsstufen zur Gewißheit werden. Die erst im Werden begriffene Christus-Kraft wird bald eine Steigerung in unserer Wahrnehmung hervorrufen. Wir sind am Ende der Übergangsepoche, welche den tiefstenPunkt des Untertauchens und geistigen Erblindens in der Materie bedeutet, und in nicht ferner Zeit wird zu der physischen Sinneswahrnehmung ein beginnendes Hellsehen hinzutreten. ...
Rudolf Steiner, Rom, 13.April 1910, Notizen zu Vorträgen: Das Ereingnis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt, TB 704, S.222-224.
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!




3082.) Name: passion! Datum: Freitag, der 18. April, 2003 um 17 Uhr 36
Homepage: http://www.paraneua.de/wilhelmbraunpassion.gif E-Mail: keine e-Mail
Gruß Paraneua!



3081.) Name: test! Datum: Sonntag, der 13. April, 2003 um 17 Uhr 52
Homepage: http://www.paraneua.de/oupsbookparaneua.htm E-Mail: keine e-Mail
Hoffentlich bekommen Sie kein eingeblendetes Schild wegen "unerlaubter Vorgänge"!
Dann schnell den Stecker rausziehen!
Gruß Paraneua, gelobt sei, was gehackt wird!



3080.) Name: wilhelm braun kunstmaler 1906-1986 posthum im netz mindestens so gehackt wie paraneua-bioeule gelobt sei was gehackt wird Datum: Freitag, der 11. April, 2003 um 11 Uhr 38
Homepage: http://www.ichsagewasichdenkeweb.de.tf E-Mail: keine e-Mail

1383) angst lügen imperium darf es etwas mehr sein als hadayatullah hübsch samt erich fromm und dem wenig "hübschen" deutschen spenden-imperium! aus Kein 11.04.03 - 9:21
eMail: Keine URL: http://www.ichsagewasichdenkeweb.de.tf
Nachricht:
Dass "Nekrophile" kriegen, was sie wollen,
an dem Beispiel des zum Islam konvertierten Hadayatullah Hübsch und seiner organisierten Fatima-Drohbotschaften wir sehen können!
Da ich eine Bioeule in den"res"-Fängen des Welt-Ordens-"Jesuitismus" bin,
seh#' ich vor allem seit den Limburger Bioladen-Zeiten überall etwas genauer hin!
Im schönen Fritzlar las ich in der Bibliothek:
Oh, Menschheit, ist denn alles zu spät?
Solch gewollter "Nekrophilie"
widerstrebt die Probiotik Paraneua-Bioeules - aber wie!
Es hat sich ein "rechtskatholischer" Gauweiler-Parteigänger darüber mokiert,
dass "SOZIAL IST, WER ... ERKENNTNISSSE SCHAFFT!" auf meiner www.paraneua.de/sozialheute1.tif
steht!
Was sollten auch "Merowinger - oder die totale Familie" in ihrer Borstigkeit mit einer Persiflage auf Herrn Stoiber in den Mund gelegten Wahl-Grosssprechereien anfangen,
wo ihre Gedanken und Horizonte nicht über die Einsicht notwendiger Geisteswissenschaft (Böckenförde!) und ihrer Bennung der Notwendigkeit indiviodueller Ethik hinlangen!?
Das Angst-Imperium wirbt pastoral und jesuitisch:
Für die Zukunft nimmt uns die Patchwork-Religion mit ihren Ritualen unter ihre Fittich'!?
Ein Kompliment für meinen verstorbenen Künstlervater Wilhelm Braun,1906-1986, Kreuzau-München ist,
dass die Patchwork-HadayatullahHübsch-Jesuiten auch im Netz seine mutigen Waagrechten des Kreuzes ohne Ergebenheits-Gesten des Durchhängens mit "res"-Hackern bekämpfen mit List!
Die Frankfurter Deutsche Fatima-Stiftung
über geschürte Ängst und vorentschiedene "Babylon"-Strategen eine Evola-Banker-Angelegenheit ist!
Wie erbärmlich verhalten sich bestellte Prälaten,
die wie Herr Dr. Fellerer in München ein "tragisches Vergessen" als Kondolenz-Text beizusteuern hatten!
Gruß Paraneua-Bioeule!





3079.) Name: katzen! Datum: Donnerstag, der 10. April, 2003 um 18 Uhr 52
Homepage: http://www.paraneua.de/popupkatzen.gif E-Mail: keine e-Mail
Die Katzen www.paraneua.de/popupkatzen.gif, gestaltet von Kunstmaler Wilhelm Braun, (ausgeführt von Hofglasmalerei Gustav van Treeck, München) sind in der Schwindschule München zu bewundern!
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!
Leider ist mir meine "oupsbook"-www.bioeulebilder.de.ms und www.bioeulebilder2.de.ms-Bilder-Galerie momentan nicht zugänglich!




3078.) Name: Popupkatzen! Datum: Donnerstag, der 10. April, 2003 um 18 Uhr 43
Homepage: http://www.paraneua.de/popupkatzen.gif E-Mail: keine e-Mail
Katzen, gestaltet von Kunstmaler Wilhelm Braun, 1906-1986,Kreuzau-München!
Gruß Paraneua-Bioeule, voller Freude ein weiteres, mit vielen Hindernissen ins Netz gebrachte Werk meines Vaters betrachtend!



3077.) Name: test! Datum: Mittwoch, der 09. April, 2003 um 11 Uhr 57
Homepage: http://www.paraneua.de/Bild2_WEB.jpg E-Mail: keine e-Mail
Test!




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1703)
pythagoras weltordnung
aus
22.08.03 1:42
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Pythagoras, der Gründer

Die Lehre von der Harmonie der Welt
Pythagoras, der Erfinder des Monochords, Entdecker der harmonikalen Grundgesetze, darf wohl als Begründer der Lehre von der Harmonie der Welt betrachtet werden. Das heisst allerdings nicht, dass es keine Vorstufen zu seinem Denken gegeben hätte. Er hat zweifellos aus ägyptischen und babylonischen Quellen geschöpft, wobei jedoch diese Beziehungen
noch kaum erhellt sind.
Die pythagoräische Lehre erscheint einerseits als ein im Religiösen verankerte Anweisung zur Gestaltung des Lebens und anderseits als ein auf systematischer Forschung
Charles Hummel*
beruhendes Lehrsystem, das insbesondere die Bereiche Mathematik, Musik und Astronomie umfasst. Man geht wohl kaum fehl in der Annahme, dass der erste Aspekt am unmittelbarsten von Pythagoras selbst, dem Stifter einer religiös, philosophisch und politisch orientierten Lebensgemeinschaft, geprägt ist, während die wissenschaftliche Forschung hauptsächlich von seinen Schülern und Nachfolgern betrieben wurde.
Das pythagoräische Lehrgebäude erscheint bei aller Vielfalt der Themen erstaunlich homogen: ein harmonisches Ganzes, in dem sich die verschiedenen Aspekte zusammenstimmend ergänzen. Das Mathematische spiegelt sich in der Seele; das Leben des einzelnen ist mit dem Kosmos verknüpft. Im Zentrum aber steht eine Theorie der Musik, die den Schlüssel zum Ganzen bildet.
Geboren wurde Pythagoras im ersten Viertel des 5. vorchristlichen Jahrhunderts. Er war also ein Zeitgenosse Buddhas, Lao Thses und Zarathustras. Sein Vater, Mnesarchos, war ein Juwelier und lebte auf der
Insel Samos. Nach der Legende soll allerdings Apollo - der Gott der Musik, der Dichtkunst, der Heilkunde und der Weissagung - der eigentliche Vater sein. Ob er in jungen Jahren ein Schüler Anaximandes und des Mathematikers Thales von Milet war, lässt sich nicht sicher nachweisen, ist aber ebenso wahrscheinlich wie die Berichte, wonach er nach Ägypten reiste, um in dortige Mysterien eingeweiht zu werden, sowie nach Babylon, um sich in Mathematik und Astronomie unterweisen zu lassen. Dagegen dürfte er kaum bis nach Indien gekommen sein, auch wenn seine Lehre von der Seelenwanderung fernöstlichen Ursprungs sein könnte.
Zur Zeit des Tyrannen Polykrates (538- 522) kehrte er für lange Zeit nach Samos zurück. Um 529 übersiedelte er nach Kroton in Grossgriechenland, wie Süditalien und Sizilien damals genannt wurden. Dort gründete er den pythagoreischen Bund. Es handelte sich dabei um eine Lebensgemeinschaft, die sich mit den Formen der damaligen Mysterien umgab. Ihre Zielsetzungen waren ebenso sehr ethisch-religiös, wie wissenschaftlich-philosophisch, ja auch politisch. Sie erinnern in mancher Hinsicht an mittelalterliche Klöster wie auch an esoterische Orden, wie beispielsweise die Freimaurerei. 509 geriet der politisch zu mächtig gewordene pythagoreische Bund in grosse Schwierigkeite und sein Gründer musste vor den Anfeindungen aus Kroton nach Metapont fliehen, wo er in hohem Alter - eine Legende spricht gar von 117 Jahren! - gestorben ist. Auf dem Sterbebett soll er seinen Jüngern nahegelegt haben, das Monochord zu spielen.
Die Figur Pythagoras, wie sie in den antiken Biographien erscheint, ist zweifellos stark idealisiert. Dennoch muss er eine ganz aussergewöhnliche Persönlichkeit gewesen sein. Er beeindruckte die alten Schriftsteller, die über ihn schrieben, wohl mehr noch durch seine Lebensführung denn durch sein Wissen und seine Lehren.
Wie Alexander der Grosse in der antiken Literatur als Prototyp des Eroberers, erscheint Pythagoras als das grosse Vorbild des Weisen, ja eigentlich als ein Heiliger. Er wird vorgestellt als eine ungewöhnlich schöne, in weisses Gewand gekleidete majestätisch würdevolle Erscheinung (Sohn Apolls!). In allem massvoll, war er ganz oder doch weitgehendst Vegetarier und trank, wenn überhaupt, kaum Wein. Sein Einfluss auf die Menschen, die ihm begegneten, muss aussergewöhnlich gewesen sein. Er pflegte u.a. auch die Heilkunst und soll sich dabei besonders auch der Musik bedient haben. Natürlich wurden ihm auch zahlreiche Wundertaten und die Gabe der Hellseherei zugeschrieben. Man hat daher in neuester Zeit gar einen Schamanen in ihm sehen wollen. Sein ausserordentlich vielseitiges und umfassendes Wissen erregte Bewunderung - auch Kritik. Heraklit bezeichnete ihn herablassend als einen "Alleswisser".

Seine Lehre

Was Pythagoras tatsächlich gelehrt hat, ist noch schwieriger zu erfassen als seine Lebensdaten. Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens war der pythagoräische Bund eine esoterische Gemeinschaft. Das bedeutet unter anderem, dass die Lehren des Meisters geheimgehalten wurden. Zweitens ist von Pythagoras, abgesehen von einigen zweifelhaften Fragmenten, keine Schrift überliefert. Es stehen also nur indirekte Zeugnisse zur Verfügung. Unter diesen sind diejenigen von Plato und Aristoteles* besonders aufschlussreich.
In welchem Masse die Schüler und Nachfolger des Pythagoras - die sogenannte Pythagoräer - seine Lehren unverfälscht weitergegeben haben, lässt sich schwer abschätzen. Dass sie das Gedankengut und die Forschungsergebnisse des Meisters weiterentwickelt und verfeinert haben, steht ausser Zweifel.
Die pythagoräischen Lehren können nur aus ihrer religiösen Verwurzelung verstanden werden. Pythagoras und seine Schüler suchten nicht nach wissenschaftlicher Erkenntnis um ihrer selbst willen, aus Wissensdurst oder gar in irgendeiner praktisch-technischen Absicht. Für sie war Philosophie, wozu insbesondere Mathematik, Musik und Astronomie gehörten, der beste Weg zur Reinigung der Seele und für deren künftige Wanderungen - ihr Leben richtig zu führen. Entscheidend dafür war ihnen die Einordnung des einzelnen in die Harmonie des Kosmos. Pythagoras soll übrigens der erste gewesen sein, der die Welt einen "Kosmos", d.h. ein geordnetes und schönes Ganzes, genannt hat.
Die Übereinstimmung wesentlicher Aspekte pythagoräischer Lehren mit jenen, die dem legendären Sänger und Religionsstifter Orpheus zugeschrieben werden, der wie kein anderer die Macht der Musik verkörperte, ist von verschiedenen Autoren aufgezeigt worden. Allerdings fehlt der Orphik die mathematischwissenschaftliche Dimension gänzlich. Dafür hatten beide Religionsgemeinschaften gleichermassen die folgenden Vorstellungen: Die Seele ist göttlichen Ursprungs und deshalb unsterblich. Sie muss von Körper zu Körper wandern, bis sie, gereinigt, in ihren Ursprung zurückfindet und mit dem Göttlichen wiedervereinigt wird. Die Reinigung der Seele besteht gewissermassen in einem Einstimmen in die göttliche Ordnung, in die Harmonie des Alls.
Für Pythagoras geschieht das durch die Philosophie, durch die Erkenntnis ebenjener Ordnung, wie sie in Mathematik, Musik und Astronomie erscheint. Durch Erkenntnis der Wahrheit nimmt die Seele teil am Wahren. Deshalb ist Mathematik, wo es um das Wahre in reinster Prägung geht, d.h. losgelöst von allem Schein, der Königsweg des Göttlichen. Und im musikalischen Urphänomen erklingt die Übereinstimmung zwischen der Harmonie, welche die Seele ist, und der göttlichen Harmonie des Alls.

Das tägliche Leben

In die Geheimnisse des pythagoräischen Bundes eingeweiht zu werden war nicht einfach. Erste Bedingung war der Verzicht auf persönlichen Besitz. Dann musste der Neophyt während fünf Jahren Schweigen üben - hören lernen!
Über den Tagesablauf der Pythagoräer berichtet Iamblichos folgendes: Der Tag begann mit einem einsamen Morgenspaziergang, denn Pythagoras lehrte, man solle nicht mit anderen Menschen zusammentreffen, solange die Seele nicht darauf vorbereitet und die Gedanken nicht geordnet seien. Nach dem Spaziergang folgten Lehrgespräche. Anschliessend Leibesübungen. Das Mittagessen bestand hauptsächlich aus Brot und Honig. Wein wurde tagsüber nicht getrunken. Auf gesunde Diät wurde grosser Wert gelegt. Der Nachmittag war Fragen der Politik und des Verhältnisses zu Freunden gewidmet. Abends ging man wiederum spazieren, aber diesmal zu zweit und zu dritt und unterhielt sich über die tagsüber betriebenen Studien. Nach dem Abendessen pflegte man die Lektüre. Vor dem Einschlafen vergegenwärtigte sich jeder die Begebenheiten des Tages und beurteilte sein Verhalten.
Iamblichos verdanken wir noch die folgende Ergänzung zum Abschluss und Beginn des Tagesablaufs: "Abends, wenn seine Jünger schlafen gingen, befreite er (Pythagoras) sie von dem verwirrenden Nachhall des Tages, reinigte völlig ihr von den Wogen der Erregung zugeschüttetes Denken und schuf ihnen ruhigen, von guten, ja prophetischen Träumen erfüllten Schlaf. Beim Aufstehen befreite er sie von der Schlaftrunkenheit und Benommenheit durch bestimmte eigentümliche Gesänge und Melismen."
Das Leben der Adepten des Bundes (unter denen sich auch Frauen befanden), (d.h. jene, die nicht nur die pythagoräischen Lebensregeln befolgten wie die Akusmatiker, sondern sich hauptsächlich den pythagoräischen Wissenschaften widmeten und damit höhere Stufen der Einweihung erreichten, folgte genau festgelegten Regeln, die in manchem klösterliche Disziplin vorwegnehmen. Bemerkenswert ist, wie alles Denken und Tun ins klare Licht des Bewusstseins gehoben wurde.

Politik

So wie Pythagoras und die Mitglieder seines Ordens über die richtige Lebensführung nachdachten, befassten sie sich auch mit den Ordnungsprinzipien der Gesellschaft. Pythagoras war an politischen Fragen interessiert, verliess er doch seine Heimat Samos sehr wahrscheinlich aus Widerspruch gegen die Gewaltherrschaft des Tyrannen Polykrates. Er soll auch eine Schrift über Politik verfasst haben. Seine Anhänger nahmen sehr aktiv am politischen Geschehen in Grossgriechenland teil, sogar so dominierend, dass der aristokratisch orientierte Bund in grosse Schwierigkeiten geriet und Pythagoras in vorgerücktem Alter nach Metapont übersiedeln musste. - Zu den politisch erfolgreichsten Pythagoräern gehörte Archytas von Tarent, ein bedeutender Mathematiker und Freund Platons. Er leitete die Geschicke der Stadt Tarent während Jahren.
Verschiedene Quellen berichten von vier Reden, die Pythagoras in Kroton an die jungen Männer, an den Senat, an die Knaben und an die Frauen gehalten habe. Diese Reden sind geprägt von der Idee, dass die gesellschaftliche und politische Ordnung mit den göttlichen Gesetzen des Kosmos ein harmonisches Ganzes bilden sollte. So beginnt die Rede an die jungen Männer (wie sie von Iamblichos überliefert wurde) mit einem direkten Hinweis auf die notwendige Übereinstimmung zwischen Kosmos, individuellem Leben, Gesellschaft und Natur.
In seiner Rede an den Senat unterstrich Pythagoras einmal mehr die notwendige Verknüpfung menschlicher und kosmischer Ordnung, und er führte dabei aus, dass im Staate die Gesetze dazu da sind, um zu verhüten, dass jemand zum "Frevler an der ganzen Weltordnung" werde.
In seiner Rede an die Frauen bewies Pythagoras die volle Macht seiner Überzeugungskraft. So berichtet Iamblichos: "Durch das Lob ihrer Frömmigkeit soll er eine gewaltige Veränderung bewirkt haben: sie kleideten sich fortan einfacher, keine wagte mehr die teuren Gewänder anzuziehen, vielmehr, hängten alle Frauen von Kroton Zehntausende von Kleidern als Weihgabe im Heraheiligtum auf."

Denkmethode

Das Denken der Pythagoräer kann charakterisiert werden als ein Denken in Vergleichen, ein Bestimmen von Verhältnissen, ein Aufzeigen von Proportionen oder Analogien (das griechische Wort "analogoi" - von "logos", was u.a. Proportion heisst - bedeutet Verhältnisse, Entsprechungen, Ähnlichkeiten). Die pythagoräische Geometrie und Zahlentheorie besteht im wesentlichen aus Analysen von Proportionen, die sich am eindrücklichsten in der Musik offenbaren. Dieser Denkweise entsprechend haben die Pythagoräer (und sehr wahrscheinlich schon Pythagoras selbst) eine Liste von Gegensätzen aufgestellt.
Nach Heraklit, der im übrigen Pythagoras nicht sehr schätzte - besteht die Harmonie aus dem Zusammenfallen der Gegensätze. Pythagoras war wohl der gleichen Ansicht.

Mathematik

Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass sich Pythagoras in Ägypten und Babylon die Kenntnisse der dortigen Mathematiker aneignete. So benützten beispielsweise schon die alten Ägypter den bekannten "pythagoräischen Lehrsatz". Nun waren aber die altägyptischen Geometer eigentlich nur Landvermesser. Man nannte sie Harpedonapten. Die Frage, wer die Brücke schlug zwischen den praktischen, utilitaristischen Kenntnissen, wie die der ägyptischen Bodenvermesser oder die den Babyloniern geläufigen "kaufmännischen" Rechenregeln, einerseits und der Geometrie und Zahlentheorie, wie sie von den alten Griechen entwickelt wurden, wird von den Spezialisten nicht immer übereinstimmend beantwortet.
Es scheint aber doch ausserordentlich wahrscheinlich, dass Pythagoras und vor allem seine Schule in diesem fundamentalen Prozess eine, wenn nicht gar die entscheidende Rolle spielten. Sie waren es doch wohl, die den pythagoräischen Lehrsatz nicht nur praktisch anwendeten - zum Beispiel im speziellen Falle des rechtwinkligen Dreiecks mit den Seiten 3, 4, 5 -, sondern den Beweis lieferten für die allgemeine Regel. Das gilt auch für zahlreiche andere mathematische Lehrsätze.
In der pythagoräischen Symbolik spricht auch die 5 (die Hälfte von 10) eine ganz wichtige Rolle. Sie entsteht aus der Verschmelzung des Weiblichen (2) und des Männlichen (3) und versinnbildlicht damit die Liebe, die Ehe, das Schöpferische, Kreative usw. Das Pentagramm, der Fünfstern, war das geheime Erkennungszeichen der Pythagoräer. Das auf dem regulären Fünfeck aufgebaute Dodekaeder verkörpert das Ganze des Kosmos (Ordnung und Schönheit).
Für die Pythagoräer bedeuteten die Zahlen viel mehr als nur ein Mittel, um Mengen zu zählen. Sie ordneten den Zahlen Qualitäten zu. Sie symbolisierten wesentliche Aspekte der Wirklichkeit. Sie haben nicht nur eine praktische, sondern auch eine mystische Bedeutung. Eben: die ganze Welt ist Harmonie und Zahl.

Musik

Über die Geschichte der Entdeckung der harmonischen Grundgesetze wissen wir nichts. Darüber, wie Pythagoras dazu kam, am Monochord zu experimentieren, ist nichts bekannt. Es gibt die von Iamblichus überlieferte absurde Legende, wonach Pythagoras die Hammerschläge eines Schmieds gehört haben soll, dessen Hämmer in Oktaven, Quinten und Quarten ertönten, und auf diese Weise die harmonischen Grundgesetze entdeckte.
Nun, Instrumente wurden schon früher gestimmt, und Pythagoras mag beim Stimmen seiner Leier ins Experimentieren geraten sein. Dass die Pythagoräer tatsächlich mit dem Monochord experimentierten und sich nicht auf reine Zahlenspekulation beschränkten, geht aus einer Stelle in Platons "Staat" hervor. Plato wirft dort den Pythagoräern vor, sie suchten "in den geordneten Tönen, die sie hören... die Zahlenverhältnisse, ohne sich zur Erforschung wahrer Probleme aufzuschwingen, zur Frage, in welchen Zahlenverhältnissen Wohlklang und Missklang begründet sind." Für Platon galt eben als wahre Erkenntnis, was unbefleckt von jeder sinnlichen Erfahrung war, wie es in der Mathematik der Fall ist. Die Pythagoräer dagegen hatten von ihrem Meister hören gelernt.
Pythagoras soll als Wesen der Seele die Harmonie bezeichnet haben, Harmonie verstanden als das Zusammenfallen der Gegensätze. "Harmonie der Wärme und der Kälte, des Feuchten und des Trockenen, der klassischen vier Qualitäten und zu gleicher Zeit ein Abbild der Harmonie des Himmels."
Da die Seele - als Harmonie - aufs engste mit der Musik verwandt ist, unterliegt sie auch deren - gutem oder schlechtem - Einfluss. Platon wird von der zerstörerischen Wirkung gewisser Arten von Musik sprechen. Im Zusammenhang mit Pythagoras ist mehr von der erzieherischen Wirkung und der Heilkraft der Musik die Rede. Darüber berichten die folgenden Ausführungen des Iamblichos: "Pythagoras wies der Erziehung durch die Musik die erste Stelle zu, der Erziehung durch bestimmte Weisen und Rhythmen, die auf die Wesensart und die Affekte des Menschen heilend wirkten. Die Seelenkräfte wurden dabei wieder in ihr ursprüngliches harmonisches Gleichgewicht gebracht. So erdachte er verschiedene Mittel, leibliche und seelische Erkrankungen einzudämmen und zu heilen. Ja, was noch mehr Beachtung verdient: für seine Gefährten stellte er sinnvoll die sogenannten Zurüstungs- und Zurechtweisungsmusiken zusammen, indem er mit dem Geschick eines Daimons Mischungen kreierte, durch die er die Affekte der Seele leicht umkehren und ins Gegenteil verwandeln konnte, solange diese in den Menschen noch ganz unbewusst entstanden und heraufwuchsen: Regungen des Schmerzes, des Zorns, des Jammers, sinnloser Eifersucht und Furcht, Begierden aller Art, Gemütswallungen, Bestrebungen, Hochgefühle, Depressionen und Wutausbrüche; jede dieser Regungen brachte er im Sinne der Tugend zurecht durch die passenden musikalischen Weisen, wie durch heilsam gemischte Arzneien."
Und an einer anderen Stelle lesen wir: "Auch war er der Auffassung, die Musik trage Wesentliches zur Gesundheit bei, wenn man sie in der rechten Weise betreibe. Im Frühjahr griff er zu einer melodischen Übung folgender Art: in die Mitte setzte er einen, der die Leier schlug, und rings um diesen liessen sich die Sänger nieder und sangen so gemeinsam zu seinem Spiel bestimmte Paione, durch die sie, wie sie glaubten, frohen Sinnes, harmonisch und rhythmisch wohlgeordnet wurden. Sie verwandten auch in der übrigen Zeit des Jahres die Musik als Heilmittel. Dabei gab es bestimmte Melodien, die auf die Affekte - etwa auf Anfälle von Mutlosigkeit und nagendem Kummer - zugeschnitten waren; diese waren sehr hilfreich erdacht. Andere wieder wirkten auf Zornes- und Gemütswallungen und auf jedes Aussersichgeraten der Seele, die dafür anfällig ist. Gegen die Begierden war ebenfalls eine bestimmte Art von Musik erfunden. Auch tanzten sie. Ihr Instrument war die Lyra, Pythagoras fand nämlich, die Aluoi (Oboen) hätten einen enthemmenden Klang, der für Festversammlungen passte, aber freier Menschen ganz unwürdig sei. Sie gebrauchten auch Verse Homers und Hesiods, die so ausgewählt waren, dass sie die Seele wieder ins Lot brachten."

Sphärenmusik

Dass für Pythagoras die musikalischen Harmonien auch die Ordnung des Kosmos bestimmten, wurde schon verschiedentlich angedeutet. Dabei ist das ganz wörtlich zu verstehen: die Bewegungen der Planeten erzeugen harmonisch abgestimmte Klänge. Pythagoras soll die Gabe gehabt haben, diese Sphärenmusik tatsächlich zu hören, wie Iamblichos berichtet: Pythagoras "richtete Kraft eines unsagbaren und schwer vorzustellenden göttlichen Vermögens sein Gehör und seinen Geist fest auf das erhabene Zusammenklingen der Welt. Dabei hörte und verstand er - wie er erklärte - ganz allein die gesamte Harmonie und den Wettgesang der Sphären und der Gestirne, die sich darin bewegten. Diese Harmonie ergab eine vollkommene und erfülltere Musik als die irdische, denn aus ungleichen und sich mannigfach unterscheidenden Geschwindigkeiten, Tonstärken und Schwingungsdauern von Klängen, die aber doch in einer klaren, überaus musikalischen Proportion aufeinander abgestimmt sind, werden Bewegungen und Umlauf zugleich überaus wohlklingend und in ihrer Farbigkeit unaussprechlich schön gestaltet. Von dieser Musik liess er sich gleichsam durchtränken, ordnete seinen Geist in diesen reinen Verhältnissen und übte ihn darin - wie ein Athlet seinen Körper trainiert. Davon gedachte er seinen Jüngern, so gut es ging, Abbildungen zu geben, indem er die Sphärenmusik auf Instrumenten und durch die blosse Stimme nachahmte. Glaubte er doch, ihm allein unter allen Irdischen seien die Weltraumklänge verständlich und hörbar, und er hielt sich für würdig, unmittelbar an der natürlichen Quelle und Wurzel etwas zu lernen, es sich ganz zu eigen zu machen und selbst im Nacheifern und Nachbilden den Himmelswelten ähnlich zu werden, da er allein von dem Göttlichen, das ihn erzeugt hatte, so glücklich mit zulänglichen Organen ausgestattet sei."
Man mag die Vorstellung der Sphärenmusik belächeln. Dabei vergisst man allerdings, dass die astronomischen Kenntnisse der Pythagoräer ihrer Zeit sehr weit voraus waren. Kopernikus teilweise vorwegnehmend, war für sie die Erde eine Kugel, die sich um sich selbst drehte und die sich nicht im Zentrum des Kosmos und des Planetensystems befand, sondern ein Zentralfeuer, Hestia genannt, umkreiste. Das Zentralfeuer war nicht sichtbar, weil wir diesem infolge der Erdrotation stets den Rücken zudrehen (aus dem gleichen Grund sehen wir ja auch vom Mond nur die eine Hälfte). Um das Zentralfeuer bewegen sich für die Pythagoräer auf konzentrischen Kreisen die Erde, der Mond, die Sonne, die fünf damals bekannten Planeten (Venus, Merkur, Mars, Jupiter und Saturn) sowie eine Gegenerde, die wir allerdings nicht sehen können, da sie von der Erde aus gesehen stets hinter dem Zentralfeuer steht. Weshalb diese Gegenerde? Weil das Planetensystem aus zehn Himmelskörpern bestehen muss.
Aristoteles und nach ihm die katholische Kirche haben dann die Erde wieder ins Zentrum der Welt gerückt, wo sie bis zur kopernikanischen Revolution ihren Platz einnahm.
Wie später Johann Kepler beschäftigten sich die Pythagoräer auch mit Astrologie. Das entspricht natürlich durchaus einem Weltbild, in dem alles mit allem zusammenhängt und ein Ganzes bildet, worin der Makrokosmos des Universums im Mikrokosmos des Individuums seine Entsprechung findet, in dem also die Struktur der unsterblichen Seele den Gesetzen des Kosmos entspricht. "Die Pythagoräer glaubten, nichts geschehe von selbst oder zufällig, sondern nach göttlicher Vorsehung", berichtet Iamblichus.

Kritik an der Lehre

Die ganze Lehre von der Harmonie der Welt ist im Pyhagoräismus vorweggenommen. Alle Aspekte sind da schon vorgegeben: das harmonikale Grundgesetz; die Symbolik der Zahlen; das Verhältnis von Mathematik und Welterkenntnis; die Übereinstimmung von Makro- und Mikrokosmos; der Ruf nach einer Lebensführung, die im Einklang steht mit Umwelt und Universum; die Wirkung der Musik auf körperliche und seelische Gesundheit; das analogische Denken; der Schöpfergott, der ein Mathematiker ist; die "Mathesis universalis" und so fort.
Pythagoras hat aus seinen Experimenten mit dem Monochord in Verbindung mit seinen geometrischen und zahlentheoretischen Kenntnissen den Schluss gezogen, dass der ganze Kosmos nach musikalischen Zahlengesetzen geordnet ist. "Der Himmel ist Harmonie und Zahl", so fasste Aristoteles die pythagoräischen Lehren zusammen. Für Pythagoras war also nicht mehr ein materielles Element Grundstoff der Welt, wie etwa bei Thales das Wasser oder für Anaximenes die Luft, für ihn war das Grundprinzip der Welt ein mathematisches. Das war ein ganz ungeheurer Schritt in der Entwicklung des menschlichen Denkens. Es war die eigentliche Begründung unserer Wissenschaften.
Der Physiker Werner Heisenberg (Nobelpreisträger und übrigens ein glänzender Pianist) hat mehrmals auf die Lehre des Pythagoras hingewiesen. So beispielsweise in einer Rede über "das Schöne in der exakten Naturwissenschaft": Von Pythagoras soll die berühmte Entdeckung gemacht worden sein, dass gleichgespannte schwingende Saiten dann harmonisch zusammenklingen, wenn ihre Längen in einem einfachen rationalen Zahlenverhältnis stehen. Die mathematische Struktur, nämlich das rationale Zahlenverhältnis als Quelle der Harmonie - das war sicher eine der folgeschwersten Entdeckungen, die in der Geschichte der Menschheit überhaupt gemacht worden sind...
Es war diese Entdeckung, die in der Lehre der Pythagoräer den Durchbruch zu ganz neuen Formen des Denkens bewirkt und dazu geführt hat, dass als Urgrund alles Seienden ein ideelles Formprinzip angesehen wurde. Damit war ein Grundgedanke ausgesprochen, der später das Fundament aller exakten Naturwissenschaften gebildet hat.
Diese hohe Einschätzung der pythagoräischen Lehren wird von zahlreichen Philosophen und Wissenschaftern geteilt. So hat etwa Bertrand Russell gesagt: "Ich kenne keinen anderen Menschen, der einen solchen Einfluss auf das menschliche Denken ausgeübt hat wie Pythagoras."
Es gibt aber auch kritische Urteile über die Pythagoräer. Wie schon erwähnt, bezeichnete Heraklit Pythagoras herablassend als einen Alleswisser. Aristoteles warf den Pythagoräern vor, Fakten zu verändern, damit sie in ihr Denkschema passten.
Zwei Kritiken treffen zweifellos zu: Die eine ist die, dass die Pythagoräer in unzulässiger Weise verallgemeinert haben, die andere Schwäche ist die zu grosse Vereinfachung komplexer Sachverhalte. "Die Suche nach Einfachheit hat sich im Laufe der Wissenschaftsgeschichte immer wieder als Falle erwiesen", stellte kürzlich ein Schüler des Physiknobelpreisträgers Priogine fest und folgte damit den Ansichten des grossen französischen Gelehrten Henri Poincaré.
Die Kritiken an Pythagoras lassen sich manchmal wohl auch auf seine Nachfolger bis in unsere Zeit anwenden. Sowohl im Positiven wie auch im Negativen jedoch ist seine Wirkung unglaublich gross.








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Geschichte des Illuminaten-Ordens
01. Juli 2003 16:16:08 - Fr. X. Zwack ~
1787] Beurkundete Geschichte des Illuminaten-Ordens von seiner Entstehung biss auf gegenwärtige Zeiten, mit ernstlichen Bemerkungen über die Gebrechen dieser Gesellschaft, über die Beschuldigungen, welche man in Bayern dem Orden und einzelnen Mitgliedern gemacht hat und über das Verfahren des Münchener Kabinets in dieser Sache.

§ 1.
Weishaupt, vorhin Professor auf der Hohen Schule zu Ingolstadt, nun herzöglich Sachssen-Gothaischer Hofrath, ein Mann, dessen Philosophische Schriften, seine in Bayern erlittene Verfolgungen und die von ihm verfaßte Apologie der Illuminaten [2] hinlänglich Beweisse seines durchdringenden Verstandes und edlen Herzens geben, war der Stifter des Ordens. Er wurde zu München in die Loge des Grafen Larossee, welche sich zu den reformirten Maurer System bekannten, aufgenohmen, fand aber bald darin, dass er dasjenige Ideal, welches er sich von geheimen Verbindungen seit mehreren Jahren aufgestellet hatte, nicht antreffen wurde, und da er die Uneinigkeiten, das Missvergnügen einiger seiner Brüder, auch die Absicht am Ende zu einem Tempel Ritter eingeweiht zu werden, nach und nach entdeckte, um eben diese Zeit auch ein Deputirter von der Unionisten Loge zu Burghausen in Ingolstadt erschien, welcher die Grade dieser Maurerischen Klasse austheillte und bekannt machte, so entschloss er sich diese Gelegenheit, wo da unter seinen Mitbürgern der Hang zu geheimen Gessellschaften erweckt war, zu benützen, und seinen längst durchdachten Plan zu entwerfen. Dieser Mann war ein Gelehrter, der sich in sein Studierzimmer einsteckte und die Welt wie Viele andere nur aus Büchern kannte und der auf das heftigste von Jesuiten und ihrem Anhange verfolgt wurde als Lehrer des Natur Rechtes und der Practischen Philosofie. Er empfand durch die beständigen verdriesslichen Auftritte, wie schädlich und gefährlich es vor den denkenden, wahrheitsliebenden Manne seyn, diesse Wissenschaften nach ihrem Umfang öfentlich zu lehren, man kann daher vor richtig nehmen, dass in seinem ersten Ordens- / [D 81] plan nichts anderes einfliessen konnte, als was er sich biss zur selbigen Zeit in wissenschaftlichen Fächern erworben hatte, dass er daraus vorzüglich dasjenige wählte, woran er am meisten Antheill nahm, um dessen Bekanntmachung er eine Menge Hindernisse fand und von welchem ihm sein Schicksal zeigte, dass sich andere geheime Gesellschaften entweder damit gar nicht beschäftigen, oder nicht im Stande waren, ihre Absichten zu erreichen, und ihren Anhängern darüber hinlanglichen Schutz zu gewehren.
Er bestimmte also dem neuen Orden den einzigen Zweck: Sammlung und geheimen Unterricht in wissenschaftlichen Kenntnissen, dass er eine geheime Weisheitsschule seyn solle, in welcher der Stifter nur junge Akademiker aufnehmen und diesen ungestört dasjenige lehren wolle, was Dummheit und Pfaffen-Eigennutz von den öffentlichen Katheder verbannt hatte. Diesen Plan teilte W[eishaupt seinen vertrautesten Freunden, die dortmals auf der Universitat studierten, dem dermalligen bayr. Hofkammer Rath v. Massenhausen, dem Kayss: Königl. legations Sekretair zur Kopenhagen von Merz, und dem fürstl. Freysingischen Hofrath Hohenaicher mit. Diese ermunterten ihn zu weiterer Ausführung desselben, und übernahmen es der neuen Gessellschaft Mitglieder zu verschaffen.
§ 2.
Von nun an war diesser Orden die Lieblingsbeschäftigung seines Stifters und seiner Mitarbeiter, alle Erhollungs Stunden wurden diessem gewidmet, jeder dachte, lass und samelte Materialien zu dem Gebäude, die er dem ersten vorlegte, um daraus zu ordnen, zu entnehmen, oder zu verwerfen. Es benutzte jeder seine Bekanntschaften, und suchte seine Freunde in eine Gessellschaft einzuführen, welche bald als ein Klubb von Gelehrten, bald als diejenige, welche die wahren Geheimnisse der Massonerie aufbewahrten, geschildert wurde, und so waren in kurzer Zeit schon Viele Mitglieder in Schwaben, in Franken, und in Bayern angeworben, unter denen sich auch der bayr. Hofrath Zwackh und der bayr. revisions Rath Berger befanden.
Weil man aber den Mitgliedern noch nichts von Ordensschriften geben konnte, so wurden sie mit gewissen vorgeschriebenen Büchern und dem Auftrag, daraus Auszüge zu machen, beschäftigt, sie mussten über bestimmte Aufgaben Abhandlungen verfertigen, und andere taugliche Mitglieder der / [D 82] Gesellschaft zuführen, jeder von den ersten Anwerbern behandelte seine Zöglinge nach der Arth, wodurch er am meisten Eindruck auf ihn zu machen hoffen konnte. Man bediente sich, um der Sache den Schein von Wichtigkeit zu geben, verschiedener geheimer Schreibarten unter selbst erdachten Buchstaben, biss endlich W[eishaupt) ein Aufsatz der allgemeinen Ordensstatuten zu Stande brachte. [2]
Man würde sich irren, wenn man glaubte, dass diesse dortmals schon so entworfen waren, wie sie dermallen gedruckt erscheinen. Es wurden nach der Zeit noch viele Verbesserungen darin vorgenohmen, deren Nothwendigkeit schon damals die Urheber der Gesellschaft einsahen, sich aber begnügten, biss die Anzahl derjenigen vergrössert werden konnte, welche mit den Absichten des Ganzen bekannter, auch desto vortheilhafter vor solches arbeiten wurden. Die nächsten, welchen W[eishaupt) das Geheimniss der Neuheit eröffnete, waren der oben genannte von Zwackh und Berger.
§ 3.
Durch den Beytritt dieser Mitwissenden wurde nun der Orden desto rühriger verbreitet und weil man vor vortheilhafter erachtete, wenn die Kenntnisse in Wissenschaften, die Anleitungen und Lehren dazu durch Zeremonien und Grade vorgetragen, mehreren Reiz gewinnen möchten, beschäftigte man sich die bisshero gesammelte Materialien in Stufen einzutheilen und von den Massonerie Zeremonien zu entlehnen, welche letztere Gattung aber bei W[eishaupt] damals noch keinen Beyfall fande, sondern er übernahm es neue zu entwerfen, und da er eben die Werke des Zendavesta [3] lass, so verfiel er auf den Gedanken, das neue Ordens System in die Zeremonie der Parsen [4] einzukleiden. Um diese Zeit wurde auch dem Orden der Titel, Minerva Orden geschöpft, aus welchem sich die Symbolischen Worthe der ersten Grade, Licht, Augen, Blendung, so anders die Verschiedenheit der Lampen bey den Initiationen, die Insignien und das Wappen erklären lassen.
Die Anzahl der schon dortmals vorhandenen Mitglieder zeigte den ersten Vorstehern der neuen Gesellschaft, dass Viele davon gar nicht brauchbar waren, und erforderte alsso die Klugheit mit mehrerer Sorgfalt solche in Zukunft zu erwählen. Damit dieses möchte befolget werden, so entwarfen sie vor jeden, der andere anwerben wollte, eigene Vorschriften, nach / [D 83] welchen man diesse beobachten, prüfen und bilden sollte um nun überzeugt zu seyn, dass die Untergebenen darnach handeln, so behändigten sie ihnen die Formularien der Tabellen und Diarien, welche monathlich sollten eingeschickt werden und gaben ihnen die Instructionen, Insinuationen, Partikularien, Statuten. Man kann sich leicht vorstellen, wieviele Verwirrung, Widersprüche und Wiederhollungen darin vorgekommen sind, indem die sogenannten Mitwissenden von Ingolstadt hinwegzogen, in verschiedenen Orthen indessen bedienstet worden, und in keinem genauen Zusammenhang weiter unter der Aufsicht ihres Stifters gestanden sind.
§ 4.
Sie fühlten freilich diesse Unvollkommenheiten selbst, allein die Veranlassungen dazu, welche einzig in der zu schnellen Verbreitung des Ordens lagen, muss ihnen nicht aufgefallen seyn, und anstatt diese einzustellen, dachten sie dem Übel damit abzuhelfen, wenn sie noch mehrere mit ihrer Stiftung bekannt machen, und auch deren Beystand haben würden.
Es wurde also Kanonikus Hertel und Prof. Bader, dann Baron Bassus aus Graubünden als ehmalliger Mitschüler des Hofrath W[eishaupt] von der Sache vollkommen unterrichtet. In Eichstett geschahe das nehmliche mit dem Regierungsrath Freyherrn von Schredsenstein, und dem Dompropsten Grafen Kobenzln, und nun schien die Sache eine andere Gestalt zu bekommen.
Es zeigte sich, dass man eine grosse Menge der Mitglieder sehr hohe Begriffe von dem Orden beygebracht habe, dass dann ihre Ideen und Erwartungen zu hoch gespannt worden, als man je im Stande seyn würde, sie zu befriedigen, es war jedes nach einem besonderen Zweck aufmerksam, jedes nach dem Eigendünkel seines Obern gebildet, sie hatten viele willkürliche, unnütze, selbst lächerliche Anleitungen und Vorschriften unter dem legalen Vorwand als Ordens Satzungen erhalten, so dass W[eishaupt] seinen ersten Plan gar nicht mehr kannte. Dieses bewog nun die sämmtlichen Stifter diesser Gesellschaft, welche den Namen areopagiten sich beylegten, nachstehenden gemeinschaftlichen Schluss festzusetzen, welchen ich seiner Kürze wegen hier sogleich ganz einrücke.
§ 5.
Erstens. Solle dem areopagus die gemeinschaftliche Einsicht und Direction über den ganzen Orden zustehen. / [D 84]
Zweitens, sollen diesse nun an dem ersten Plan des Prof. W[eishaupt], wel- cher biss auf einige Abänderungen ganz angenohmen wurde, mit vereinigten Kräften arbeiten.
Drittens, was jeder hierin samelt soll eben diessem noch ferner zugesendet werden, der es nach seinem Gutbefinden annehmen oder verwerfen könne.
Viertens. Das ganze System solle man in eigene Zeremonien und Grade stellen.
Fünftens. Der Zweck wissenschaftliche Kenntnisse zu erwerben, solche dem Untergebenen zu lehren, soll noch beygegeben werden, Verbreitung dieser Kenntnisse auch vor Profane, und thätige Unterstützung nicht nur der Ordensbrüder, sondern eines jeden rechtschaffenen Mannes.
Sechstens. Ersucht man den Prof. Weishaupt nun ohne Verzug die ersten Stufen des Ordens aus den vorhandenen Materialien auszuarbeiten, und solchen den übrigen um ihrer Erinnerungen mitzutheilen, damit man doch denen schon lange Zeit in Geduld stehenden Mitgliedern etwas begnügliches mittheilen könnte.
Siebendes, übernimmt es Prof. Bader die bisshero ausgetheilten allgemeinen und besonderen Ordens-Satzungen zu verbessern. Vorzüglich diejenigen Stellen, welche, obschon wider die Absicht der ersten Verfasser, darein eingeflossen sind und bedenklich scheinen möchten, auszustreichen. Darunter gehören vorzüglich die lächerlichen Aufträge von Annahme der Post-Sekretairs, der Apotheker, Handwerker pp. Die Sammlung medizinischer Rezepten, Kymischer Processe, und der Gebrauch so verschiedener, Mysteriösen Ordens-Schriften, unter welchen nur jene des Weishaupts mit Ziffern noch könne beybehalten werden.
Achtens, in den areopagus wäre in Zukunft keiner ohne Einstimmung aller aufzunehmen.
Nach diesser Vereinigung erschien auch bald der erste Minervalgrad und in mehreren Orten wurden nun diesse Verhandlungen gehalten.
§ 6.
Die Areopagiten arbeiteten zwar mit vielem Eyfer an dem Hauptplan des Ordens, allein einige wollten nur gewisse Wissen- / [D 85] schaften gelehrt wissen und dem Orden eine eigene Philosophie geben, andere forderten Unterricht in allen Wissenschaften und Künsten, jener bestand darauf man sollte das Kristenthum, wie es bey seinen ersten Zeiten gewesen ist, einzuführen trachten, diesser glaubte das grosse Geheimniss solle die Geschichte und Einsicht allein anderer Verbindungen seyn, indessen sich auch ein Theil mit Verbreitung einer guten Moral, mit inniger Freundschaft und wechselseitiger Unterstützung der Brüder allein begnügten, und auf diesse Arth kann man behaupten, dass jeder aus diessem hohen Rath ein eigenes Ordenssystem entwarf und um seine Lieblingsmeinung geltend zu machen die andere bestritt, welches um so heftiger wurde, als die gemeinschaftliche Direction ebenfalls vielen unnützen, verdriesslichen Arbeiten bisshero unterworfen war. Es wollte jeder gleiche Rechte darin ausüben, kein entscheidende Stimme eines andern gelten lassen und um auch diessen Punkt vor der Zukunft festzusetzen, so wurde die Frage aufgeworfen, welche Regierungsform dem Orden am angenehmsten wäre, worüber sich die Meinungen eben so durchkreuzten, wie über die Erweiterung des Ordens-Zweck. Eine Partei nahm hierin die Hierarchie der Katholischen Kirche die andere den Jesuiten Orden zum Modell, und Weishaupt war gewiss am übelsten daran, aus diessen verschiedenen Vorschlägen musste er die Aufsätze machen, sollte alle begnügen und behielt daher gezwungener weisse von jedem etwas bey, welches man auch aus den gedruckten Graden nicht missverstehen wird, denn sie zeigen klar, dass daran nicht ein Mann den Ton angegeben habe, und dass man sie aus vielerley Entwürfen zusammenstopelte, welchem auch die Verschiedenheit der directions Eintheillungen und dabey gebrauchten Nahmen zuzuschreiben ist. Zum Beyspiel: Kirchen, Hochwürdig, Erlauchter, Provinzial, Nazional, assistenten, general und die quibus licet, welche aus den Marianischen Jesuiter Kongregationen der Studenten entlehnt sind, wo man alle Monath verschlossen die bona opera übergeben musste.
§ 7.
Über all diesse Umstände wäre es bald zu einer Trennung gekommen und W[eishaupt] musste vor die gute Sache in seinen Briefen die nachdrücklichsten Schutzreden schreiben und seine Mitgessellen widerum ermuntern, die sich endlich nach langer / [d 86] Überredung und vielen Konkordenzen zu einem weiteren Entschluss vereinigten. Da diesser die eigentliche erste Grundstütze von der Illum. Gessellschaft ist, so lege ich ihn in der Beylage nach seinem ganzen Inhalt vor [5] und begnüge mich mit der einzigen Erinnerung daraus, dass die zweite Ordens Stufe der kleine Illuminat dabey zu Stande kam. Damit schliesset sich auch die erste Epoche von der Stiftung dieses Ordens, welche sich mit dem Jahre 1775[6] anfanget und mit 1779 endiget. / [D 88]
§ 8.
Bisshero war der Orden noch vor und unter sich allein bestanden, nun aber öffnet sich ein neuer Weg um ihm durch einen andern mehr Macht und Schutz zu verschaffen. Um diesse Zeit wurden von den areopagiten in München mehrere in die Unionisten-Maurer Loge "Theodor zum gutten Rath", wo der Burgpfleger Radl den Hammer führte, aufgenohmen. Diesse Loge vergrösserte sich von Zeit zu Zeit durch viele ansehnliche Brüder und erwarb sich durch die Constitution der grossen Landesloge zu Berlin Royal York eine Menge von französischen Graden, welches so viel bewirkte, dass die reforme in Bayern / [D 89] unthätig und beinahe ausseinander getretten war. Sehr viele von diessen äusserten den Wunsch sich an die des Radl anzuschmiegen, wenn nur noch einige mehrere Solidität darin hergestellt würde. Diesser Antrag schien den Stiftern des Illuminatenordens ein Gegenstand zu seyn, der all ihre Aufmerksamkeit verdiente, sie unterzogen sich also dem Geschäfte und brächten es dahin, dass Radl seinen Hammer niederlegte, der Prof. Bader zum Meister vom Stuhle erwählet und die ersten Logenamter mit ihren Anhängern besetzet wurden. Nachhero nahmen sie eine Verbesserung in den Logengesetzen vor, nahmen eine Auswahl und Minderung in den Maurerischen Graden und verbannten das überflüssige, geringfähige, vornehmlich an den Aufnahms Zeremonien. Durch diesse Einrichtung stand in kurzer Zeit diesse Loge in einen Kredit, den der Beytritt von vielen rechtschaffenen Brüdern aus der reforme und der ältern sogenannten Bognernischen Unionisten Loge so sehr vermehrte, dass sie um diessen Glanz und Vorzug alle ihre ältern Schwestern beneiden mussten.

§ 9.
Indessen kam diesser neue Zuwachss dem Illum[inaten] Orden sehr zu guthe. Denn er war nun eines Theils in Bayern unter der tolerirten Massonerie mehr verborgen, andern Theils erwarben sich seine Oberen vollkommene Kenntnisse in den Maurer Systemen und durch den näheren Umgang mit diessen war man im Stande die besseren davon vor den Orden anzuwerben. Mit Graf Konstanzo wurde der anfang gemacht und da diesser auf Kosten der Loge eine maurerische Reisse unternahm, um bey der Royal York zu Berlin sich von der jährlichen dahin zu bezahlenden Abgabe zu befreyen und auch mit anderen Systemen Vereinigung zu errichten, so konnten sich die Areopagiten von diesem Manne die Erfüllung ihrer Absichten, im Auslande ihren Orden zu verbreiten mit bestem Grunde versprechen. Sie gaben ihm zu diessem Ende alle bissher verfertigten Grade, Instructionen, Statuten und besondern Instructionen zur Errichtung ganzer Versammlungen, wie sie miteinander verbunden und untergeordnet und dirigirt werden sollten, verwilligten ihm auch aus ihrer Kasse einen Zuschuss und verschafften ihm Adressen von wichtigen Anempfehlungen / [D 90] in jene Städte, wo er die Pflanzschulen errichten sollte. Diesse Mission erreichte auch vollkommen den Zweck. Seine Aufträge verschafften der Ordens-Gessellschaft der Illuminaten sehr viele würdige Männer, worunter einige in all andern Masson-Systemen sehr hoch graduirt waren und doch bekannten, keine Befriedigung darin gefunden zu haben. Unter diessen befand sich der Freyherr von Knigge, den man auch bald wegen seiner anerkannten Verdienste von der Aufsicht des Konstanzo hinwegnahm und jener des Weishaupt übergab, der ihn dem Areopagus einverleibte. / [D 114]
§ 10.
Kaum hatte dieser neue Mitstifter den Plan, die vorhandenen Minerval und kleinen Illuminaten Grade, die Materialien / [D 115] zu den künftigen und die unter den areopagiten geführten Correspondenzen eingesehen, als er darüber seine Bemerkungen und neue Vorschläge das ganze zu ordnen seinen übrigen Kollegen zusandte, welche damit so zufrieden gewesen, dass sie ihm und W[eishaupt] ganz allein die Verfassung der weiteren Grade überliessen, und sich nur ihre Erinnerungen vorbehielten, wenn wider Verhoffen darin etwas gegen den allgemeinen Zweck vorkommen sollte. Knigge, wie schon erinnert worden, war ganz in allen Fächern der Massonerie bewandert, der Wilhelmsbader Kongress war eben ausgeschrieben, wo er zu erscheinen und eine der ersten Rollen zu bestellen hatte; er wusste, dass sich Tempelritter und Klerici mit ihren Ordensbeforderungen und Geheimnissen nicht mehr begnügten, dass die reforme einen andern Zweck und Gestalt erhalten sollte, dass viele Maurer mit andern unbekannten Verbrüderungen, die Neugierde erwecken und Anhänger finden wurden, und dass diese Gelegenheit wohl am besten zu benutzen wäre, wenn er aus dem bisshero unbedeutenden Minerval Orden ein neues Maurerisches System herzustellen trachten würde. Er brachte also diese Umschaffung des Ordens in Vorschlag und da die andern areopagiten sich wegen der daraus erscheinenden Vortheile leicht zu diesem Entschluss bereden liessen, so entwarf er mit W[eishaupt] den grösseren und den dirigirenden Illuminaten oder schottischen Rittergrad. Diesem letzteren gaben sie deswegen nun maurerische Zeremonien, um desto leichter damit Eingang zu finden.
§ 11.
Was für ein ganz andere Gestalt nunmehr der Illum. Orden erhalten hat, geben zwar die Beylagen C. u. C [7] das umständliche und verlässigen an Händen, allein um den Faden der Geschichte nicht abzubrechen, liefere ich hier einen Auszug davon. Der Ordenszweck blieb auch hier noch der nehmliche, welcher in dem Vertrag festgesetzt worden, aber die Grade, die Eintheilung derselben vorzüglich das Direcrionssystem wurde geändert, denn man nahm den Minervalgrad als eine Vorbereitungsklasse zu dem neuen Maurer System an, die zweyte Klasse sollen die allgemein ersten drey maurer Grade enthalten. Die dritte als das geheime Kapitel der Loge besteht aus grösseren, / [D 116] und dirigirenden Illuminaten, die sich auf das Studium der Menschenkenntniss verlegen und alle Geschäfte der Minervalen und der Loge besorgten, doch aber ober sich noch Vorgesetzte annahmen, welchen alle Verfügungen monatlich einberichtet werden mussten, und deren Verordnungen an das geheime Kapitel und von diesen an die übrigen Mitglieder erlassen wurden. Diese Vorgesetzte sollten aber indessen die Provinzialen und der Nazional seyn, biss die weiteren Grade zu den Mysterien bearbeitet wären, welche einen vollständigen Unterricht in jeder Wissenschaft und Kunst, in den verschiedenen Systemen der Philosophie, in der Einsicht aller geheimen Verbindungen, und was man noch wichtiges mit der Zeit in dem Revier entdecken würde, geben sollten.
Der Nahme dieses besonderen Zweigs der Massonerie war Illuminaten Frey- maurer. / [D 146]
§ 12.
Unter diesem Titel (den der Illuminaten-Freimaurer) wurden nun in ganz Deutschland Männer von entschiedener Gelehrsamkeit, Ansehen und Würden angeworben, und einige davon zu areopagiten aufgenommen. Ich nenne von diesen letzteren nur diejenigen, welche die einzigen waren, die Einfluß auf Bayern hatten und die hinlängliche Bürgen sind, dass die Direction des Ordens in keine unwürdige Hände gekommen und missbraucht worden sey.
Graf Stollberg zu Neuwied wurde zum Nazional von Deutschland ernannt. Weishaupt übernahm mit dem Kammergerichtsassessor von Dietfurth das Amt eines Prafect und Inspectors der deutschen Directionen und Graf Stahemberg, Domherr zu Eichstedt vermehrte die Zahl der fränkischen, sowie Graf Kostanza, nachdem er von seiner Maurerischen Reise wiederum nach Bayern zurückkam, jene der bayerischen areopagiten. Die schon angezogene Beylage' bestimmt genau den Zusammenhang der Direction und es erhellt daraus, dass in keiner Provinz ohne Vorwissen der ersten Ordens-Vorgesetzten etwas ausserordentliches konnte unternohmen werden, sodass alle nur auf einen Zweck und nach dem allgemein beliebten Plan arbeiten mussten.
§ 13.
Wegen Bayern verdient hier noch besonders angemerkt zu werden, dass das geheime Kapitel aus nachstehenden Mitgliedern bestand, nehmlich Graf von Torring Seefeld, Hofkammerprasident, Professor Bader, Revisionsrath von Berger, Grafen / [D 147] Savioli, Revisionsrath von Werner, Marquis von Kostanza, Hofrath Zwackh, Freiherr von Monjellas, Kanonikus Hertel. Neben diesen hatten den Schottischen Rittergrad Graf von Seinsheim, Baron von Ecker, Major von Ow, Pfarrer Socher und Bucher, der Schulrat Fronhofer, Freiherr von Meggenhofen, Professor Grünberger, Apotheker Worz und Unterbibliothekar Drechsl, welche entweder wegen Abwesenheit von München, oder anderen Ursachen in dem geheimen Kapitel keinen Beisitz hatten, sondern nur den förmlichen Versammlungen des grösseren und dirigierenden Illuminaten beywohnten. Weil den Münchener areopagiten durch ihre gehauften Berufsgeschäfte nicht so viel Zeit mehr übrig blieb, als der Orden erforderte, so übergaben sie die Stelle eines Provinzialen dem Grafen Kostanza, jedoch dergestalten, dass Ihnen dieser von Zeit zu Zeit das Wichtigere vortragen, und auf Verlangen in allen Dingen Einsicht geben musste, auch wurden um eben diese Zeit Graf Seinsheim, Regierungs-Vizepresident, einstimmig dem Provinzial Collegio in Bayern einverleibt.
§ 14.
Nach dieser Verfassung und unter Anführung so vieler ehrwürdiger Männer, versprach sich der grössere Theill des Illuminaten Ordens eine ruhige, ewige Fortdauer, es mangelte auch an dem Fleiss der mittel und unmittelbaren Oberen gewiss nicht, diese berichteten und jene entschieden pünktlich, aber dadurch wurde der Orden mit den nötigen Kenntnissen nicht bereichert, deren Sammlung seinem Zweck das Verträglichste hatte seyn sollen und von welchen man den Mitgliedern einen so grossen Vorrath versicherte. Es schien, dass diese ganze Epoche mehr zu der äusserlichen Zierde als zu der innerlichen Verstärkung angewendet wurde, und ausser Weishaupt werden wenige an dem Hauptplan und den sogenannten Mysterien etwas bearbeitet haben. Desswegen kam auch ausser den bisshero gesagten Graden keine weiteren mehr zu Stande, und eben war man im Begriff den von W[eishaupt] entworfenen Provinzialgrad, oder Sacerdotium, zu durchlessen, worin die Wissenschaften abgetheilt, jedem eine gewisse Klasse von arbeiten angewiessen, die Methode ihren Unterricht zu erleichtern gezeiget und das resultat vorgelegt wurde, was bissher in jedem geleistet worden, dann wo nun mit der weiteren Erforschung anzubinden wäre, als der schon längere Zeit von Jesuiten, Mondien, Rosen- / [D 148] kreutzern und Sektirern, gewissen sonderbahren Verbindungen ausgestreute Saamen der Zwietracht Wurzel fasste und der erste Sturm in Bayern eben gegen diejenigen ausbrach, welche die ersten Stifter und die thätigsten Arbeiter stetshin gewesen waren; in einem Lande ausbrach, wo man sich von der herrschenden Wuth der Feinde der Aufklärung mehr als in jedem andern versprechen konnte, und wo man vorher sahe, dass die Verfolgten wegen ihrer geringen Staats-Verhältnisse und Einfluss auf die Persohn des Fürsten könnten zertretten werden, und wo man sich endlich den grössern Anhang der Unzufriedenen selbst aus der Gesellschaft der Illuminaten geworben hatte.
§ 15.
Wenn ich unter die Verfolger die Jesuiten, Mönche und Rosenkreutzer rechne, so verstehe ich darunter nicht jedes individuum, welches zu dieser Klasse gehört, ich kenne selbst darunter Männer, die es den andern verdächten, aber die Mehrheit derselben bleibt immer mit meiner gegründeten Beschuldigung behaftet. Die Predigten, welche in Bayern von den Mönchen gehalten worden, und wo man sich alle Mühe gab das Volk gegen die Illuminaten und Maurer durch die niederträchtigsten Schilderungen von ihnen aufzuwiklen, das Bestreben der Jesuiten, in Privathäussern das zu werden, was Beichtvater Frank am Hof, die abscheulichsten Schandthaten der Gesellschaft zuzuschreiben und endlich die Mitwirkung der Rosenkreutzer ist aus der Geschichte der Verfolgung der Illuminatens und aus dem Schreiben der letzteren an Prof. Bader und seine Antwort, die dort abgedruckt ist, hin- länglich bekannt.
Das Münchener Kabinet begnügte sich nicht durch wiederholte Mandate, diese und alle maurerischen Gesellschaften zu verbieten, sondern entschloss, die Illuminaten-Sekte mit Gewalt zu vertilgen, und so gnädig und mässig die Verordnungen selbst abgefasst waren, um desto schärfer war ihr Vollzug. Man verbannte mehrere ihrer Mitglieder, zerstreute die andern durch Drohungen und Furcht und machte dadurch das Ausland aufmerksam und scüuchtern. Selbst die auswärtigen Mitglieder stellten umsomehr ihre Arbeiten und Versammlungen ein, als / [D 149] man die weiteren Folgen von dem allen Orten verbreiteten üblen Ruf der Ill[uminaten] Verbrüderung und von der Rechtfertigung ihrer Verfolgten erwarten wollte und die ersten Vorgesetzten ohnehin im Begriff waren in den unteren Graden Verbesserungen vorzunehmen, und mit vereinigten Kräften die höhere zu Stande zu bringen.
§ 16.
Das war der Anfang und das Ende von einer geheimen Gessellschaft, welche seit drey Jahren beynahe ganz Europa aufmerksam und neugierig machte, welche die grösste Regierungsbeschäftigung vor das Kurpfalz-bayrische Kabinett waren, der man eine Macht, Absichten und einen Zweck zumuthete, vor welchem sich ganze Staaten fürchten sollten, dessen unbekannte Obere man vor nichts weniger als Landesverrather, Dokumentenräuber, Majestätsverbrecher und Meuchelmorder schilderte, alles bloss deswegen, weil man sich die Mühe nicht gab mit gesunden Augen zu sehen, jede Anklage vor erwiessen annahm, die Beschuldigten nicht anhören und den Inquisitoren kein Mittel beyfallen oder beyfallen wollte, durch welche nach Vorschrift der Gesetze das ganze sich sehr leicht hätte entdecken lassen.







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Re: Geschichte des Illuminaten-Ordens - Fußnoten
01. Juli 2003 16:19:38 - . ~
Fußnoten:
[E 80-149]: Die mit [D ...] gekennzeichneten Fußnoten stammen aus dem Originaldruck von Engels, welche aber van Dülmen nicht abdruckte. Sollte sich die Gelegenheit ergeben, werden sie nachgeliefert. [Anm.: Tinúviel]
[1] Von Engel aus dem Nachlaß Zwacks veröffentlicht.
[2] A. Weishaupt, Apologie der Illuminaten (1786).
[3] Hl. Texte der alten Parsen.
[4] Anhänger der altpersisdien Religion des Zoroaster.
[5] Von Engel nicht mit abgedruckt.
[6] Nach anderen glaubwurdigeren Aussagen 1776.
[7] Von Engel nicht mitveröffentlicht.
[8] Das Buch von Weishaupt erschien 1784 in Frankfurt-Leipzig.

Anhang 1: Register und Mitgliederliste [Dülmen 75: S. 439-453]
x = Mitgliedschaft gesichert: ohne Rücksicht auf Dauer und Grad der Zugehörigkeit
xx = Mitgliedschaft ungesichert
Abbt, Thomas (1738-1766), phil. Schriftsteller, Bückeburg, 36, 150, 152, 221
xx Abel, Jakob Friedr. v. (1751-1829), Prof. u. Generalsuperintendent, Stuttgart, 63
x Ackermann, Edmund, Kaufmann in Mainz [Sextus Quintilius Varus]
x Aldenbruck, Christian Heinrich, Hofkammerrat in Köln [Petrus Waldus]
x Ambach v. Grienfelden, Martin, Kanonikus aus Landshut [Antonius Liberalis]
x d'Antoine, Ferdinand, Hauptmann u. Komponist in Bonn [Hermogenes]
x Aretin, Adam Christoph, Baron v., Landesregierungsrat, München
x Armansberg, Franz Frhr. v., jun., Kastner in Burghausen [Maxentius]
x Arnhard, Stadtrat u. Zeugmacher in München [Thelephus]
x Arnold, Hiac., Kanonikus in Eichstatt (Brunn) [Moses]
x Au, Baron v., Major in München [Miltiades], 100, 400
x Baader, Ferdinand M. (1747-1797), Leibarzt u. Professor in München [Celsus], 31, 33, 37 ff., 41, 46, 48,
54, 56, 84, 90, 165, 226 ff., 242 ff., 246 ff., 252, 256, 260, 262 ff., 274, 276, 278, 318, 332 f., 335,
338 f., 370, 400 f., 406, 408
x Babel v. Babelsberg, Hofkammerrat in Neuburg [Anaxagoras]
Babo, Joseph Maria (1756-1822), Schriftsteller in München, 87, 100
x Bachelle, Theologe und Hauslehrer in Köln [Tacitus]
Bahrdt, Karl Friedrich (1741-1892), rad. Aufklärer u. Theologe in Halle, 44, 73,97
x Baierhammer, Alois, Klosterrichter in Diessen [Zoroaster, dann Confucius], 218,220, 247, 261
x Barensfeld, Karl Jakob, Handelsmann in Neuwied [Methrodorus]
x des Barres, Karl, Major in Neuwied [Archelaus]
Barruel Augustin (1741-1820), frz. Jesuit, Paris-London, 94
x Barth, Karl Anton v., Landschaftskanzler, Oberrichter in München [Marcellus]
x Barthel, Joh. Georg, Kaufmann in Neuwied [Bunder]
Basedow, Joh. Bernhard (1723-1790), Pädagoge u. Schriftsteller in Dessau, 36, 150, 152, 220 f., 229
x Bassus, Thomas Frhr. v. (1742-1815), Podesta von Tirano/Graubunden, Herr von Sandersdorf [Hannibal],
31, 40, 68, 72, 91, 97, 142, 165, 225, 227, 257, 286, 294, 332, 366 f., 400, 404
xx Batsch, August (1761-1802), Professor in Jena [Florian]
x Bauer, Alois, Jurist aus Ingolstadt [Isocrates]
Bauer, Ferdinand, aus Ingolstadt [Democrit], 32
x Bauer, Michael, aus München [Archilogus]
x Baubof, Advokat in Eichstatt [Agathon], 28, 217 f.
xx Baumbach, v. [Zamolxis]
x Baumgarten, Max Joseph Graf v. (1746-1790), Oberst in Burghausen [Pelusius/Pelasgus)
x Bebl, Hofkammerrat in Neuburg [Anaxagoras]
x Beckmann, Hofrat in Neuwied [Alcuinus]
x Beer, Sebastian, Maler in München [Dürer]
Beethoven, Ludwig van (1770-1827), Musiker und Komponist aus Bonn, 61 [M 1]
x Belcredi, Anton Gr. v., kk. Kammerer u. Oberstwachmeister in Brunn [Minutius Rufus]
Bellegarde, Abbé de, Jean Bapt. Morvan (1648-1734), frz. Schriftsteller, 150, 152
x Bentzel, Anselm Franz v. (1738-1785), Hofkanzler u. Univ.-Kurator in Mainz [Thomas Morus], 61
x Bentzel, Joh. Baptist Frhr. v., Hofregierungsrat in Mainz, dann in Wien [Arnulfus Imperator]
x Berger, Franz Paul v., Revisionsrat in München (Scipio], 32 f., 38, 48, 54, 74, 86, 165, 228 f., 234-238,
242 f., 246 f., 256, 260, 278, 331, 338, 379, 400, 402, 406, 408 f.
x Bermiller, Wolfgang (1743-1814), Pfarrer in Amberg
xx Bernard, v., Pfarrer in München
x le Blanc, Handelsmann in Aachen [Servetius]
Blau, Felix Anton (1754-1798), Professor in Mainz, Klubmitglied, 414 f.
x Blazek, Pfarrer in Brünn [Cajus Servilius]
x Bleibtreu, Karl, Kammerrat in Neuwied [Busius]
x Bleibtreu, Leopold, Kammerrat in Neuwied [Alberoni]
x Bleibtreu, Ludwig Georg, Kontorbedienter in Neuwied [Favorinus]
xx Blumauer, Alois (1755-1798), Schriftsteller in Wien, 68
x Bibinger, Michael, Wirt in Freising (Philemon]
xx Binder v. Kriegelstein, Joh. Friedrich (1758-1790), bei d. kk. Gesandtschaft in München
x Bode, Joh. Joadüm Christoph (1730-1793), Hofrat in Weimar [Aemilius], 59, 64 f., 67, 72 f., 92, 97,
294 f., 299, 322 ff., 326 f.
x Bötke, Apotheker in Brunn [Nautius]
x Boos zu Waldeck u. Montfort. Philipp Frhr. v., Kammerherr in Mainz [Alcuinus]
xx Born, Franz Frhr. v. (1742-1791), Naturforscher in Wien, 68
xx Bouri, Kabinettssekretar in Kassel
x Bouseck, Baron v., Hauptmann in München [Learcus]
Bomer, Archibald (1686-1760), engl. Historiker, 231 f.
xx Brade, Reg: Konsistorial- u. Polizeirat in Darmstadt [Bion]
x Brahm, Advokat in Mainz [Manasses]
x Brannten, Joseph, Kaufmann in Aachen [Helvidius Perseus/Priscus]
xx Brauninger (Bruninger), Hofmeister in München [Philastrius/Tilastrio]
x Brenner, Buchhändler in Frankfurt [Arcateus]
x Brewer, Handelsmann in Köln [Pisistratus]
x Bronner, Franz Xaver (1758-1850), Schriftsteller, später in Aarau [Aristoteles], 53, 72,97
x Brunner, Pfarrer in Tiefenbach [Pico Mirandola], 62, 97, 269, 413
x Brunner, Joh. Michael v., Leutnant und Forstamtsassessor in Neuwied [Macedonius]
de la Bruyère, Jean (1644-1696), frz. Gelehrter, 150, 152
x Bucher, Anton (1746-1817), Schriftsteller u. Pfarrer in Engelbrechtsmunster (Ulrich v. Hutten], 31, 54,
91, 258, 338
xx Buff, Praktikant [Tell]
x Buk(g)ingham, Leutnant in Burglengenfeld (Lisander], 275, 277
x Burkard, Joh. Stephan Val., Stadtphysikus in Mainz (Sextus Empiricus]
x Burkart, Philipp Karl, Vikar in Mainz [Cleanthes]
x Cämmerer, Jurist in Mainz [Ptolemäus Philadelphus]
x Caprano, Joh. Adam, Jurist in Mainz, Klubmitglied (Ariovist], 61
x Carl, Matth., Jurist in Freiburg [Phil. Cariosus]
x Carstanjen, Friedrich Wilhelm, Handelsmann in Dusseldorf [Ariovist]
xx Castell, Baron v., jun., Hofkastner in München
Chalgrin, Louis Antoine, Legationsrat d. frz. Gesandtschaft in München, 86, 143, 366
x Chambiorc, Weltgeistlicher u. Professor in Mainz [Empedokles]
x Cobenzl, Joh. Philipp Graf v. (1741-1810), Reichsvizekanzler in Wien [Numa Pompilius
Romanus], 68 f., 274, 284
x Cobenzl, Ludwig Graf v., Domprobst in Eichstatt [Arrian], 32 f., 38, 49, 68-71, 73,. 84, 165,
261, 282, 284, 287 f., 290, 318, 332, 365, 401, 406
x Coenen, Arzt in Brünn [Publius Cornelius]
xx Colloredo, Graf v., Hauptmann [Conon]
Comenius, Amos (1592-1670), tschech. Pädagoge und Schriftsteller, 135
x Coronini, Joh. Baptist Graf v., Leibknabe in Mainz [Bembo]
x Cosandey, Joh. Sulpitius, Weltpriester u. Professor in München [Xenophon], 54, 85, 89,
126, 142, 379 f., 399
x Costanzo, Marquis Const. v., Hofkammerrat in München [DiomedesJ, 26, 32 f., 37 f., 40, 43, 48 f.,
53 ff., 62, 67, 72 ff., 86 f., 91, 97, 248, 255 ff., 262, 264 f., 268, 273, 276 ff.,
285, 287, 302, 304, 312, 328 f., 336, 338, 374, 392, 398, 401 f., 409 f.
xx de Couvier, Hofrat in München
Crätz, Joh. Alois, Buchhändler in München, 85, 97, 99
Custine, Adam Philippe Gr. de (1740-1793), frz. General, 418 f.
x Dalberg, Karl Theodor v. (1744-1817), Statthalter in Erfurt, Koadjutor von Mainz, später Primas
von Deutschland [Baco v. Verulam], 61, 73, 306
xx Dannenmayer, Matthias (1744-1805), Professor in Freiburg (Crantor?]
Danzer, Jakob (1743-1796), Professor in Salzburg, 413
xx Danzer, Joseph Melchior (1739-1800), Geistl. Rat in München
x Delling, Joseph v., Kanonikus in Freising [Pansa], 99
x Delling, Nepomuk v., jun., Stadtrat in München [Plinius minor], 244, 400
x Denecke, Arnold Gerhard, Advokat u. Ratsherr in Bremen [Gelon]
x Dillis, Abbé aus München [Timagoras], 399
x Ditfurth, Franz W. v. (1738-1813), Reichskammergerichtsassessor in Wetzlar [Minos], 48 f., 58 ff., 63,
67, 73, 84, 290, 292, 304, 323 f., 338, 406
x Dirnitz, Baron v., Major in Straubing [Trasibulus]
x Dobeneck,. Joh. Christian v., Kreismajor in Neuwied [Petrus Mongus]
x Dorner, Theodor (Thaddäus), Sekretar in München [Scaliger], 302
x Dorr, Hermann, Commissar der pfalz. Porzellan-Fabrik (Demophilus]
x Dorsch, Anton Jos. (1758-1819), Theologieprofessor in Mainz, Klubmitglied [Ptolemäus Lathurus], 61, 92
xx Dosch, Kanonikus in Straubing [Lucianus]
x Drexel, Anton (1753-1830), Weltpriester u. Bibliothekar in Ingolstadt [Pythagoras], 32, 54, 56, 86, 91,
225, 229, 244, 258, 261, 264, 266, 274, 299 f., 302, 329, 338, 400
xx Dreyer, Jurist iri Freiburg (Antipater]
x Dubick Johann, Handelsmann in Aachen [Bellarminus]
xx Dümmler, Flötist in München
x de Duffrene (Dufresne), Franz Paul, Hofrat in München [Maevius]
x Duschl, Alois, Repetitor in Ingolstadt [Confucius / Deucalion], 32, 91
x Ebersperg, gen. v. Weihers u. Leyen, Philipp Ernst, Kais.-Kammerherr in Mainz [Crescens] .
x Eckart v., Hauptmann in Mainz (Svantopolk]
x Eckartshausen, Karl v. (1752-1803), Archivar u. Schriftsteller in München [Aetilius Regulus], 74, 85
x Ecker (Egkher), Ludwig Baron v. (1757-1826), Hofrat in Amberg (Pericles], 32, 38,
54, 228, 247, 274 f., 302, 338, 400
x Effner, Joseph Fel. v., Stiftsdediant in München [Maron / Charon], 100
x Ehrmann, Arzt in Frankfurt [Hierophilus]
x Eichhoff, Joh. Joseph (1762-1804), Mundkoch des Kurfürsten in Bonn [Desiderius]
x Eichhoff Joh. Peter, Redakteur des Bonner Intelligenzbl. (Hephaestion], 61
xx Eisenreich, Anton v., Fiskaldirektor in München
xx Emerich v., Postmeister in Regensburg-Memmingen [Pissidonius]
x Engel Philipp Jak., Kirchenrat u. luth. Prediger in Neuwied [Malebrandie]
x Erdt, Markus Baron v., Hofrat in München [Theseus], 74
x Ernst II. Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg (1745-1804) [Quintus Severus], 49, 64, 70,
73, 93, 322 f., 326 f., 404, 406 [M 2]
x Esser Rudolf, Kaufmann in Aachen [Godofredus a Valla]
x Evald, Leutnant in Burghausen [Armidormus]
x Faber, Landrichterssohn in Schongau (Suidas]
x Falcke, Hof- u. Konsistorialrat in Hannover [Epimenides], 63, 318, 322
x Falgera, Sig(is)mund, Violinist in München [Attis], 38, 72, 97, ~57, 400
x Feder, Joh. Georg Heinrich (1740-1821), Professor in Göttingen (Marcus Aurelius], 27,
57, 63 f., 107, 262, 304
xx Ferdinand, Herzog von Braunschweig (1721-1792), 58 f., 64 ff., 70, 298, 306, 322 [M 3]
Ferguson, Adam (1724-1816), schott. Moralphilosoph, 229, 232 [M 4]
x Finner (Firmer), Basil., Benediktiner u. Professor in Freising (Musonius]
x Fischer, Joh. Bapt., Bürgermeister u. Stadtrat in Ingolstadt [Menippus], 91, 258, 261, 400
x Fischer, Wilhelm, Oberleutnant in Brunn [Scipio Africanus]
xx Flechtig, Ferdinand, Advokat in Freiburg [Polemo]
Fleury, Claude (1640-1723), frz. Kirchenhistoriker, 331 f.
Forster, Joh. Georg Adam (1754-1794), Schriftsteller u. Bibliothekar in Mainz, Klubmitglied, 73, 94, 303
x le Fort, Franz, Offizial in Brünn .[Dolabella]
x du Foy, Kaufmann in Frankfurt [Aristippus]
Frank, Ignaz (1742-1795), Jesuit u. Beichtvater in München, 25, 90, 339, 391, 393
xx Franz, Sekretär in Hanau [Propertius]
xx Frauenberg, Max Joseph Frhr. v., Geistl. Rat in Freising [Adrian]
xx Frauenhofen, Baron v., Jurist (Manlius Torquatus]
xx Fraunberg, Joseph Maria Frhr. v. (1768-1842), spater Bisdiof von Augsburg u. Erzbischof von Bamberg
x de Frey, Kaufmann in Regensburg [Janson]
xx Freyberg, Xaver Frhr. v., Kapitular in Eichstatt [Pittacus]
x Fronhofer, Ludwig (1746-1800), Professor u. Schulrat in München [Raimundus Lullus], 31 f.,
40, 51, 56 f., 91, 100, 246 f., 262, 277, 307, 400
x Fuchs, Joh., Kopist in Neuwied [Mohrhof]
x Füll Joh. Nepomuk, Baron v., aus München [Phyloctetes]
x Gallmann, Leutnant in Landsberg [Eugenius], 275, 303
x Gaza, v., Oberleutnant in Donauworth [Titus Quintus flamin.]
x Gebra, Joh. Ludwig, Prazeptor in Neuwied [Buxtorff]
x Geispitzheim, Baron v., Hauptmann in München [Polibius]
xx Genedel Praktikant in München [Titus Herminicus]
xx Gerhardinger, Kanonikus und Pfarrer [Plato]
xx Geiger, Pfarrer in München (Bajamont]
xx George, v., Geh. Rat in München
Gerbert, Martin (1720-1793), Benediktinerabt von St. Blasien, 414
x Gerstner, Joseph, Stadtphysikus in Eidistatt [Odin]
Giannone, Pietro, italien. Historiker, 231 f.
x Glückselig, Ignaz, Tabakamtsadministrator in Brunn [Curius Dentatus]
xx Goethe, Joh. Wolfgang (1749-1832), Dichter u. Hofrat in Weimar [Abaris], 66, [M 5], [M 6]
Grafenstein, Heribert v., Professor in Ingolstadt, 87
xx Grassler, Archivar in Innsbruck [Dionisius]
x Greiffenklau zu Vollrats, Friedrich Carl Frhr. v., Kammerherr in Mainz (Hegesias]
x Groggen, (Chr.) v., Advokat in Neuburg [Anacreon]
x Grolmann, Ludwig A. v. (1741-1809), Regierungsrat in Gießen (Gratian], 63
x Grünberger, Georg (1749-1820), Professor u. Bücherzensurrat in München [Archytas], 54, 85, 300, 303, 399
Guicciardini, Francesco, italien. Historiker, 231 f.
x Gumpenberg, Ferdinand Frhr. v., Hofrat in München (Protheus], 74
x Hachenberg, Klemens Ferdinand v., hess. Generalleutnant in Neuwied (Quintus Sextius]
x Haeffelin, Kasimir v. (1737-1827), Präsident d. Geistl. Rats u. Hofbischof in München
[Philo Biblicus], 56, 74
x Hampel, Musiker in München [Amphion]
x Handl, Seb. Edler v., Hauptmann in Burghausen [Zoppirus]
x Hanka, Bibliothekar in Brunn [Aemilius]
x Hardt, jülich-berg. Hofkanzlei-Advokat in Düsseldorf [M. Antonius]
xx Hartl, Student in Landsberg [Theoponus]
x Hartmann, Franz Phil. v., Kanonikus in Aa~en (Van Espen]
x Hatzfeld, Hugo Franz Graf v., Domherr u. KammerPräsident in Worms (Tankred d'Hauteville]
x Hauptmuller, Stabsauditor in Brunri [Claudius Marcellus]
x Haym, Karl Heinrich v., Major u. Vizeoberforstmeister in Neuwied (Secundus Atheniensis]
Helvetius, Claude Adrien (1715-1771), frz. Philosoph, 26, 36 f., 107, 135, 150, 152, 220 f.
xx Herder, Joh. Gottfried (1744-1803) Schriftsteller, Hofprediger u. Generalsuperintendent in Weimar
[Damasus pontifex], 66, 73 [M 5]
x Herget, Joh. Heinrich, Kopist in Neuwied [Lutherus]
x Herler Placidus, Benediktiner aus Donauwörth [Vicentius Caraffa)
x He(oe)rmann, Edmund, Beneficiat in Kreuzpullach [Epictetus]
x Hert, Kammergerichts-Procurator in Wetzlar [Gyges]
x Hertel, Jakob Anton, Kanonikus in München [Marius], 32, 38, 40, 46, 48, 54, 142,
165, 228 f., 231 ff., 235-238, 242 f., 246 f., 252, 256, 260 f., 278, 332, 338, 400 f.,405 f.
x Hetzler, Advokat in Frankfurt [Aristides]
x Hillesheim, Alois Fr. Wilhelm v., Zensurrat in München, 102
Hirschfeld, Christian, phil. Schriftsteller, 152, 303
x Hobmann aus Eichstätt [Onescritus]
x Hochercadl, Klosterrichter von Steingaden [Physistratus], 275, 277, 400
x Hof Johann Georg, Hofgerichtsrat u. Schulkommissar in Mainz [Airon]
Hoffmann, Leopold Alois, Professor u. Journalist in Wien, 63, 94 f., 97
x Hofmann, Andreas Josef (1753-1849), Professor u. späteres Klubmitglied in Mainz [Aulus Persius], 61
x Hofmann, Kammergerichtsprocurator in Wetzlar [Cutworth]
x Hoheneicher, Franz von Paula v., Hofkammerrat in Freising [Alcibiades], 32 f.,
38, 40, 99, 165, 218, 235, 239, 247, 330, 401, 406
x Hohenfeld(s), Christoph Frhr. v. (gest. 1822), Domdechant in Speyer u. Staatsrat in Trier [Newton]
d'Holbach, Paul Thiry (1723-1789), frz. Philosoph, 26, 36 f., 107, 135, 221, 309,311
x Horix, Joh. Baptist (1730-1792), Geheimer Rat u. Professor in Mainz, dann in Wien [John Milton], 61
x Hornstein, Max Frhr. v., Kammerherr in München [Vitus Vespasian]
x Hueber, Franz Xaver v., Hofkammerrat in München (Theocritus]
Hume, David (1711-1776), schott. Philosoph u. Historiker, 231 f.
x Hutter, Xaver, Schuldirektor in Straubing [Apuleius]
x Jacobi, Friedrich Heinrich (1743-1819), Geh. Rat u. Kammerrat in Düsseldorf [Sully], 66
Ickstatt, Adam (1702-1776), Professor u. Direktor der Univ. in Ingolstadt, 25
Joseph II., Dt. Kaiser (1741-1790), 68, 89, 287
x Jung, Rat in Straubing [Columella], 400
xx Kaestner, aus Weimar [Amaris]
x Kaltner, Leutnant aus Ingolstadt [Allucius]
x Kammerloher, Franz Xaver v., Jurist in Freising [Lepidus]
x Kanzler, Benno, Arzt [Euriphon]
x Kapfinger, Georg, Amtssdireiber in Burghausen [Thales milesius]
x Karl, Landgraf von Hessen-Kassel (gest. 1836) [Aaron], 58 f., 64 ff., 70, 95, 295,319, 323 f., 327 [M 3]
xx Karl August, Herzog v. Weimar (1757-1828) [Aeschylos], 66 [M 5], [M 6]
Karl Theodor, Kurfürst von Bayern (1724-1799), 13, 24 f., 37, 62, 65, 69, 85 f.,88, 90,
93, 328 f., 365, 374, 379, 384, 390, 392, 399, 404, 406, 411 [M 7]
x Kauhlen, Franz Wilhelm, Hof- und Medizinalrat in Bonn [Tassilo]
x Kaysersfeld, Georg Anton v., Kanonikus in Aachen [Gerson]
x Kern, Adam v., Leutnant in München [Darius]
x Kern, Anton Frhr. v., Vizekanzler der Landschaft in München (Licurgus]
Kerner, Joh. Georg (1770-1812), Arzt und polit. Schriftsteller, 73, 94
x Kesselstatt, Joh. Philipp Graf v., Domherr in Koblenz [Guicciardini]
x Kestler, Hofrat in München, 74
x Kingenhaimmer, Advokat in Frankfurt [Themistocles]
x Kinigl, Graf, aus Innsbruds (Demetrius), 68, 286, 367
x Kleer, Claudius, Kaufmann in München [Leander)
xx Kleiber v., Kanzler in Amberg
x Kleucker, Joh. Friedrich (1749-1827), Philosoph und Theologe, Rektor in Osnabrück [Terentius Varro]
x Knigge, Adolf Frhr. v. (1752-1796), polit. Schriftsteller [Philo], 25, 32 f., 37 f.,
43 f., 46-49, 51, 55, 57-60, 62-65, 67, 70, 71 ff 75, 8~, 95, 99, 107, 118, 120,
122 ff., 127 ff., 142 f., 199, 240, 242 f., 245-252, 256 f., 259, 265 f., 268, 273 f.,
276, 278 f., 282, 285 f., 288 ff., 294 ff., 299, 305 f., 308 ff., 311 ff., 317, 319-325,
336, 341 ff., 361 ff., 371, 401, 406, 408
x Knorr, Sebastian, Gerichtsschreiber zu Dachau [Plinius major], 244
x Königsfeld, Jos. Graf v., Domherr in Freising (Augustus/Orion], 99
Körner, Christian Gottfr. (1856-1831), Jurist u. Freund Schillers, 67, [M 9]
x Kohlborn, Karl Jos. Hier. (1744-1816), Kanonikus u. Hofmeister d. Gr. Stadion
in Mainz [Chrysippus], 68, 285, 292 f.
x Koller, Martin, Oekonomie-Inspektor in Mainz [Teutobach]
x Kollowrat, Franz Ant. Graf v., aus Prag [Julius]
x Kollowrat, Leopold Graf v., Kanzler fur Böhmen in Wien [Numenius], 56, 59,68, 75, 274 ff., 293, 309
xx Kollowrat, Vinzenz Graf v., aus Prag [Decius]
x Koppe, Joh. Benjamin (1750-1791), Generalsuperi.ntendent in Göttingen u. Hannover (Accacius], 63
x Kosmann, Jurist in Mainz (Charondas]
xx Kozer (Kurzer), Mautschreiber in Friedberg
x Kraller v., aus Neuburg (Anacreon)
Kreitmayer, Alois (1705-1790), bayr. Staatskanzler in München, 24, 69
x Krenner, Joh. Gottfried, aus Ingolstadt [Nominius]
x Krenner, Joh. Nepomuk (1759-1812), Professor in Ingolstadt [Arminius], 54,261, 379
x Kröber, Karl, Hofmeister d. Sohne des Gr. Stolberg in Neuwied [Agis), 60
x Kröpp [Anacreon], 258
x Krüger, Weltpriester in Mainz [Porphyrius]
x Krziwanek, Advokat in Brunn [Attilius Claudius]
x Küstner, Holzhändler in Frankfurt [Avicenna]
x Lang, Jurist in Mainz (Plotinus)
x Lang, Franz Georg, Hofrat in Eidistatt [Tamerlan], 32, 38, 227 f., 233
x Lang, Joh. Adam, Jurist in Mainz, später Klubmitglied [Hugo Grotius], 61
x Lanz, Joh. Jakob, Weltpriester in Erding [Sokrates], 89, 99, 101, 268, 392, 400
xx Larosée, Joh. Caspar Alois Graf v., in München, 330
Lavater, Joh. Kaspar (1741-1801), philos. Schriftsteller in Zürich, 67, 143, 312
Lebret, Joh. Friedrich (1732-1807), Theologieprofessor in Tübingen/Stuttgart,231 f.
xx Lechner, Repetitor an d. hzgl. Akademie in München
Lehrbach, Franz Sigmund Frhr. v., osterr. Gesandter in München, 392
xx Leiden, Baron v. jun., in München [Plato]
x Leiden, Baron v., Jurist in Ingolstadt [Mithridates]
Lenoble, Eustadse (1643-1711), frz. Schriftsteller, 150, 152
x Lerchenfeld, Max. Emanuel Reidisgr. v., Generalleutnant in München [Epaminondas]
x Lerchenfeld-Siessbach, Franz Xaver Reichsgr v., Hofrat in München [Cleomedes],262
Lessing, Gotth. Ephraim (1729-1781), Schriftsteller und Bibliothekar in Wolfenbüttel, 19, 107, 113
x Leonardi, Handler in Frankfurt (Anacarsis]
xx Leuchsenring, Franz Midiael (1746-1827), hess.-darmstadt. Hofrat, in Berlin,[Leveller]
xx Lieber, Anton, aus Freising
Lippert, Caspar (1721-1800), Revisionsrat in München, 90, 101
List, Georg Friedrich, kurpf. Finanzkammerrat, dt. Jakobiner, 73
x Lodron, Maximilian Graf v., Revisionsrat in München (Numa Pompilius graecus],32, 55, 74, 100
xx Löffler, Joh., Tabaksgefalls-Beamter in Brunn [Cornelius]
x Löwenich, Bartholomaus v., Kaufmann in Burtscheid bei Aachen [Abulceda]
x Löwenich, Isaak v., Kaufmann in Burtscheid bei Aachen [Maimonides]
x Löwenich, Peter v., Kaufmann in Burtscheid bei Aachen (Amphyction]
x Löwenthal, v., Regierungsrat in Amberg (Ephorus/Lucilius], 400
x Loos, in Mainz [Boethius]
x Lory, Matthias, aus München [Ludovicus bavarus]
xx Lotter, Jacob, Kanzlist bei d. Legation v. Augsburg (Amaniphis/Amenovis]
Low, Karl Jak. v., Assessor in Neuwied [Canius Julus]
Mably, Gabriel Bonnot de (1709-1785), frz. Schriftsteller, 107, 135
Macchiavelli, Niccolo (1496-1527), ital. Schriftsteller u. Staatstheoretiker, 231 f.
x Macke, Franz Konrad (1756-1844), Polizeikommissar, späterer Klubist u. Bürgermeister in Mainz
[Johann Reuchlin], 61
xx Mader, Arzt in Manchen (Esculapius]
x Mändl, Theodor, Reichsfrhr. von Deutenhofen, Hofkammerrat in München [Colbert], 92 f.
x Malcomesius, Franz Gottfr. v., Leutnant in Neuwied [Apollonius Thyanens]
xx Marschall, Gr., in Weimar (Philostratus]
Maria Anna, Herzogin von Pfalz-Sulzbach, 54, 69, 85 f., 392
Mariana, Juan de (1537-1624), span. Historiker, 231 f.
x Martini, Augustin Weltpriester u. Präfekt der Trivialschule in Mainz (Crantor)
x Maskov, Stadtgeridmsassessor in Mainz (Christian Rosenkreuz]
x Massenhausen, Anton v., Hofkammerrat in München [Ajax], 28 f., 31 f., 39, 74,217-220, 231,
235-238, 246 f., 288, 330, 401, 405 f., 408
x Maurer Abbe, Hofmeister aus Heidelberg/München [L. Caecilius Antipater]
x Mauvillon, Jakob (1743-1794), Professor in Kassel-Braunsdtweig [Agesilaus/Arcesilas], 63, 73, 243
Max III Joseph, Kurfürst von Bayern (1727-1777), 24
Maximilian IV, Kurfürst v. Bayern-Pfalz-Zweibrucken, später König von Bayern (1806-1825), 421 f. [M 8]
Max Franz, Kurfürst u. Erzbischof v. Köln (1756-1801), 61, 95
x Mayer, Priester u. Hofmeister in München [Ganganelli]
xx Mayerhofen, Geistl. Rat, München
Mederer, Joh. Nepomuk, Exjesuit u. Historilser, Ingolstadt, 103
x Meggenhofen, Ferdinand Baron v., Regimentsauditor in Burghausen [Sulla], 54,91, 102, 142, 366, 400
xx Meggenhofen, Baron v., jun. [L. Cornelius], 32
x Meiners, Christoph (1747-1810), Phil. Professor in Göttingen (DicearchJ, 36,64, 107, 150, 152, 221, 262
x Merz, Max Edler v., Patrizier aus Ravensburg, Gesandter in Regensburg [Tiberius],
28, 32 f., 38, 49, 99, 165, 218, 230 f., 235, 239, 288, 330, 400 f., 405 f., 408
Metternich, Clemens Gr. v. (1773-1859), osterr. Staatskanzler, 60
x Metternich-Winneberg, Franz Gg. Graf v. (1746-1818), kaiserl. Gesandter in Koblenz [Ximenez]
x Metternich, Matthias (1758-1825), Professor f. Mathematik u. späterer Klubist in Mainz [Thuisco], 61
x Michl, Anton, Weltpriester u. Hofmeister in Freising [Solon], 32, 165, 218, 235,239, 401, 406
x Michl, Gilbert, Superior v. Steingaden [AntoniuslHusgation]
x Mieg, Joh. Friedrich (1700-1788), evangl. Kirchenrat in Heidelberg [Epictet],
49, 62, 67, 73, 97, 265 f., 269, 274, 282, 304, 406
Milbiller, Joseph (1753-1816), Weltpriester u. Professor in München/Ingolstadt,73, 85, 97, 99
x Modone, Kaufmann in Brunn [Papirius]
x Moldenhauer, Daniel Gotth. (1753-1821), Prof. in Kopenhagen, 65
x Montalbano, Joseph Graf v., franz. Hauptmann, Hofkammerrat in München [Cassius]
x Montgelas, Max Frhr. v. (1759-1838), Hofrat, späterer Minister in Bayern [Musaeus],
2b, 32, 40, 54, 73 f., 86, 90 f., 96, 257, 265, 338, 400
Montaigne, Michel (1533-1592), frz. Philosoph u. Schriftsteller, 36, 100, 150,152, 221
Moracvitzky, Topor Graf v. (1735-1810), Präsident d. Oberlandesregierung in München,
späterer Staatsminister, 37, 56, 260 f., 369
xx Moser, Sekretär b. Münz-Collegium in München (Dionysius Areopagita/Plinius]
x Mühlbauer, Joseph, Sekretar d. Geistl. Rats in München [Archilogus/Ardzilachus]
x Münter, Friedrich (1761-1830), Theologe in Kopenhagen, 72
xx Musaeus, Joh. Karl August (1735-1787), Professor in Weimar (Priscillian]
Mutschelle, Sebastian (1749-1800), Exjesuit, Professor in München, 414
x Nagel, Benefiziat in Merdüng [Thomas Wentworth]
x Neefe, Christian (1748-1798), Hoforganist in Bonn (Glaucus], 61, 249, 306 f.
xx Nemmer, geh. Kanzlist in München [Thalius]
x Neumayr, Clemens v. (1766-1829), aus Burghausen [Adonis], 25, 53, 72, 84
x Nicolai, Friedrich (1733-1811), Buchhändler u. Schriftsteller in Berlin [Lucian],66, 256 f. [M 10]
x Nidermayr, Thomas, Pfarrer in Willing [Sueton]
Nimis, Norbert, Professor in Mainz, später Klubmitglied, 413 f.
x Oberthür, Bonifaz (1749-1804), Gymnasialdirektor, dann Rektor d. Univ. Bonn,61
x Ockel, Balthasar, Rat in Neuwied-Wetzlar [Hercules]
x Oeffner v., Domdechant, Geistl. Rat in München [Maron]
x Ostertag, Joh. Philipp (1734-1801), Rektor am Regensburger Gymn. [Hierotheus]
x Ott, Klosterridmer v. Rottenburg [Dionysius Halicarnensis], 275, 367
x Ow, Baron v., General in München [Mithridates], 54, 302, 338
x Ohlenschlager, Practicus in Frankfurt [Miltiades]
x Pappenheim, Friedrich Ferd. Gr. v., Statthalter in Ingolstadt [Alexander], 245
x Pastor, Johannes, Kaufmann in Aachen [Albertus Magnus]
x Paul, Joseph, Schreiber in Freising [Typogranes]
x Pace, Graf de la, Leutnant in München [Petrejus]
xx Päbel, Tha., Hofkammerrat in Neuburg
x Pascha, Weinhändler in Frankfurt [Strabo]
x Pauli, Hofrat u. Hofmeister d. Prinzen v. Schaumburg [Thales]
xx Paulus, Joseph, Kammerschreiber in München [Tigranes]
xx Pechmann, Baron v., Salzmayer in Traunstein
x Peglioni, Joseph Graf v., General in München [Demaratus/Democratus]
x Peletier, Friedrich Karl, aus Köln [Maternus]
xx Pelkofen, Joh. Nepom. Frhr. v. (1763-1830), aus Straubing [Alcinous]
x Pernat, Joh. Nepom. (1734?-1794), Geistl. Rat in München [Antisthenes]
x Pestalozzi, Joh. Heinrich (1746-1827), schweiz. Padagoge [Alfred], 62, 72 f., 97
x Petersen, Syndikus in Speyer [Belisaire], 271
x Pettenhofen, Joseph Karl v. (1754?-1784), geistl. Ratsfiscal in München [Pylades], 55, 74, 400
x Pettenhofen, Xaver Frhr. v. (1754-1815), Hofrat, Geistl. Rat in München [Orestes]
x Pezzl, Johann (1756-1823), bayr.-osterr. Schriftsteller, 25, 73, 366, 368
x Pfest, Thomas, Stud. in Ingolstadt [Cicero], 32
x Pibringer, Michael, Wirt in Freising [Philemon]
x Picard, Jean Baptiste le, Kaufmann in Aachen [Fenelon]
x Picard, Joseph le, Kaufmann in Aachen [Thraseas Paetus]
xx Pirl, Hofrat in Dessau [Carneades]
xx Pleterich, Baron v. Leutnant in Ingolstadt
Pope, Alexander (1688-1744), engl. Dichter, 36, 152
Porta, Joh. Baptista (1534?--1615), ital. Alchimist, 231 f.
x Portia, Nikolaus Graf v., Hofkammerrat in Mannheim [Xenocrates]
xx Preysing, Max Graf v., Hauptmann in München [Pelipodas]
xx Prohaska, Phil., Kaplan in Brünn [Appius Claudius]
x Radl, Caspar, Kammerdiener in München [Cadmus]
xx Rahn, Johann, aus Zürich
x Rasco, Erasmus, Frhr. v., Oberst in München [Achilles], 100
Rebmann, Georg Fr. (1768-1824), aufkl. jakob. Schriftsteller, 92, 94
xx Reichard, Heinrich August (1751-1828), Bibliothekar in Gotha, 65
x Reid, Kameralist in Mainz [Sigimer]
Reiner, Georg (1756-1807), Professor in Ingolstadt, 87, 374 f.
x Remm, Handelsmann in Augsburg [Tycho Brahe]
x Remy, Karl, Handelsmann in Neuwied [Diogenes Cynicus]
x Renner, Vitus, Weltgeistlicher u. Professor in München [Anaximander],
54, 85,89, 126, 142, 302, 384 f., 399
x Richter, Joh. Friedrich, Kaufmann in Aadien [Oregius]
x Riecke aus Brünn [Terentius Varro]
x Riedl, Midiael v., Hofkammerrat u. Wasserbaurat in München [Euclides], 32, 38,228, 262, 400
x Ries Franz, Hofmusiker in Bonn [Parmenio]
x Riedesel, Joh. Herm. v., Reichskammergerichtsassessor in Wetzlar [Ptolemäus Lagus], 60, 261
Riesbeck, Joh. Kaspar (1749-1786), Reiseschriftsteller, 378 f.
x Robert, v., Professor in Marburg [Thomas v. Aquin]
x Robert, v., aus Giessen [Salomon]
Robinet, Jean Baptiste (1735-1820), frz. Aufklärer, 220 f.
Robison, John (1739-1805), Schott. Schriftsteller, 94
x Röntgen Ludwig, luth. Pfarrer in Neuwied [Averroes], 60
x Roques de Maumont, Jakob Elias, Leutnant in Neuwied [Theon]
x Ruedorfer, Franz, Landschaftsregistrator in München [Livius/Plinius minor], 32,38, 228 231
x Ruef, Kaspar (1748-1805), Professor in Freiburg [Fabius]
xx Rühr, Joh. Midtael, Oberleutnant in Brünn [Lentulus]
x Rüssel, Midiael Xaver, Hofgerichtsrat in Mainz [Somonocodom]
xx Rummel, Joh. Nepomuk Baron (1744?-1795), Hofrat in München
Sailer, Midtael (1751-1832), Exjesuit, Professor, dann Bischof von Regensburg,90, 414 f.
x Salzmann, Christian Gotth. (1744-1811), Grander des Philanthropin in Schnepfenthal, 65, 73
Sarpi, Paul (1552-1623), venet. Theologe und Kirdienhistoriker, 231 f.
x Satzenhofen, Franz Frhr. v., Offizier in München [Artaxerxes], 100
x Sauer, Alois, Kaufmannssohn in München [Aquila/Sabinus], 100, 400
x Sauer, Georg Conrad (1754-1797), Kanzler v. St. Emmeram in Regensburg [Attila], 247
xx Sauter, Joseph Anton (1742-1817), Professor in Freiburg [Zeno?], 258
x Savioli-Corbelli, Alexander Graf v., Hof-, Kommerzien-, Zensurrat in München [Brutus],
31, 33, 39, 54 f., 72 ff., 87, 91, 97, 226, 247, 249, 257, 262, 265 f., 274,
277, 285, 392, 400
x Savioli, Petronius Graf v., Finanzrat in Regensburg [Perseus]
x Schaden, v., Taxis. Hofrat in Regensburg [Algarotti]
x Schaff(n)er, Jos. Leonhard, Jurist in Biburg [Marcellinus]
x Schall, Klemens August v., Kammerherr u. Hauptmann in Bonn [Anaxagoras], 61
x Schall, Klemens August Frhr. v., Hof- u. Regierungsrat u. Kammerherr in Bonn [Chabrias], 61
x Scheidt, Karl Theodor G., Arzt in Kettwig [Linus]
x Scheppler, Philipp Ernst, Jurist in Mainz [Leo Armenus]
xx Schider, Wigand, Zensurrat in München
x Schießl, Apotheker in Burghausen [Demosthenes]
x Schiessl, Nepomuk, Hofpfister in München [Demonax], 74, 275, 302, 400
Schiller, Friedrich (1759-1805), dt. Dramatiker, 67, 73 [M 9]
x Schleestein, Kameralist in Mainz [Hermann]
xx Schlett, Joseph, Student in Freising
x Schlippe, Alb., Apothekenprovisor in Mainz [Typhon] 61
Schlözer, Aug. Ludwig (175-1809), Historiker und Publ. in Göttingen, 303, 307 [M 11]
x Schmelzer, Franz, Kanonikus u. Vikar in Mainz (Manetho), 61
x Schmerber, Kaufmann in Frankfurt [Agathocles], 267
x Schmid, Philipp Frhr. v., Kanonikus in Straubing (Horatius]
x Schmidt, Priester u. Sekretar in Bonn [Japhet]
x Schmidt, Schauspieler in Bonn/Mainz [Roscius], 249
xx Schmidt, Jac., Stadtphysicus in Prossnitz [Mondongus]
Schmitt, Ignaz (1747-1821), Weltpriester u. Publizist in München, 85, 99
x Schmöger, Joh. Nep., Rentkammerrat in Amberg [Aeneas]
x Schneid, Gr., Pfarrer [Castra Horatius]
Schneider, Eulogius (1756-1794), Professor in Bonn, später Jakobiner in Straßburg, 73, 94
xx Schott, Joseph, Student in Freising
x Schönmetzel, aus Heidelberg (Erastus], 269
x Schraidt, Hof-Syndikus d. Zeichnungs-Academie zu Hanau [Justinianus]
x Schröckenstein, Friedrich Frhr. v., Domherr in Eidistatt [Mahomet], 32 f., 49, 62,
69 ff., 84, 165, 247 f., 250, 252, 261, 263, 265, 282, 284, 288, 291 f., 318, 332, 401, 406
x Schröckenstein, Heinrich Karl v., Domkapitular in Freising-Konstanz [Propertius], 99
Schröpfer, Johann Georg (1730-1794), Freimaurer, 298 f.
Schubauer, J., Weltgeistlicher in Amberg/Passau, 85, 99
xx Schuech, Kaufmann in München [Nearchus]
x Schulz, Joh. Friedrid~ W., Pf.Hofrat u. Majorie-Statthalter in Aachen [Goswin]
x Schumann, Valentin, Kanonikus in Mainz [Gustav Wasa]
x Schwab, Advokat u. Regierungs-Registrator in Mainz [Monotapa]
x Schwab, Oberleutnant in Mainz [Konrad I]
Schwarzhuber, Simpert (1727-1795), Theologe in Salzburg, 414
x Schweitzer, RatsSchreiber zu Frankfurt [Codrus]
x Schweizer, Johann C., aus Zürich, 97
x Schwick, Joh. Heinrich, Kontorbedienter in Neuwied [Timaus]
xx Sedlmayr, Pfarrer in Biburg [Caesar d'Anton/Donaton], 91
x Seeau, Jos. Anton Graf v., Intendant in München [Apollo], 88, 91, 100, 318, 379
xx Seehafner, Leo, Praktikant in Biburg
x Seifert, Prosper, Augustiner in Brünn (Livius)
x Seinsheim, Max Jos. Graf v. (1751-1803), VizePräsident d. Oberlandesreg. in München (Alfred],
54 f., 74, 91, 255 f., 261 f., 266, 274, 303, 338, 374, 379, 400
x Semer, Xaver Fernand, Professor in Ingolstadt [Cortez], 54, 258, 261 ff.
xx Seybold, Zensurrat u. Weltpriester in München
x Simon, Joh. Friedrich, Professor in Neuwied, dann in Straßburg, Hofmeister der Gr. Metternich [Hazon], 60
x Simrock, Nikolaus, Hof-Waldhornist in Bonn [Jubal]
Smith, Adam (1723-1790), engl. Nationalokonom, 36, 153, 220 f.
x Socher, Joseph (1755-1834), Weltgeistlicher u. Schulinspektor in Landsberg/Haching [Hermes Trismegistos],
31, 39, 91, 258, 266, 275, 338, 400
x Sonnenfels, Joseph v. (1733-1817), Jurist u. Publizist in Wien [Fabius - Numa pompilius romanus],
68, 73, 100, 220 f., 287, 365
x Spaur, Anton Graf v., Major [Hector]
x Spaur, Friedrid~ Graf v., Domherr zu Salzburg [Diogenes]
x Spaur, Graf v., aus Innsbruck [Antonius Pius], 366
x Speer, Xaver, Kanzlist in Regensburg (Argus]
xx Spittler, Ludwig Th. (1752-1810), Professor u. Historiker in Göttingen, später Staatsminister (Bayle], 64
x Sprickmann, Anton Matth. (1749-1833), Professor in Münster [Johannes Huß]
x Staar, Albertus (Albrecht), Sdmeiber in Erding [Valentinianus]
x Stadion, Emmerid~ Joseph Frhr. v., aus Mainz [Remus], 61, 68
x Stadion, Friedrich Lothar Frhr. v. (1761-1811), späterer Gesandter in München [Romulus), 61, 68
x Stadler, Baron v., Rentkammerrat in Amberg [Ephorus]
x Stahremberg, Graf v., Domherr in Eichstatt, 48 f., 338, 406
Starck, Joh. August (1741-1816), Hofprediger in Darmstadt, 63, 94
x Starkmartn, Kanonikus in Eidistatt [Moyses]
Stattler, Benedikt (1728-1797), Exjesuit u. Professor in Ingolstadt, 414
x Staumer v. Jaster, Joh. Daniel, Hauptmann in Mainz [Gottfried]
x Steger, Jurist in Eichstätt [Shaftesbury], 217
xx Stengel, Stephan v. (1750-1822), geh. Sekretär von Kf. Karl Theodor in München
Steward, James, engl. Nationalökonom, 107, 220 f.
xx Stich, Leutnant in Ingolstadt (Orion)
x Stückrad (Stiherod), Hauptmann in Landsberg [Cleomedes]
x Stolberg-Rossla, Joh. Martin Graf zu (1728-1795), aus Neuwied [Ludovicus Germanicus/Campanella], 48 f.,
60, 84, 89, 273, 338, 390, 401 f., 406
x Streitt, Baron v., Hauptmann in München [Caesar)
x Strixner, Dr., München [Nestor]
x Stromer, Karl Frhr. v., Kammerherr in Freising [Atticus]
x Stumme, Friedrich Jos., Hofkammersekretar in Mainz [Godescalcus]
xx Sulzer, Anton, Jurist in Freiburg [Zeno?], 258
x Sutor, Andreas (1747-1822), Geistlicher in Donauwörth-Burghausen [Erasmus Roterodamus], 28, 218
x Taufkirch, Alois Ludwig Graf v., Major in Wasserburg [Agesilaus)
x Taufkirchert, Stanislaus Graf v., Rittmeister in München [Pomponius]
x Tautphaeus, Kanonikus in Ingolstadt [Phaedon]
xx Taxis, Graf v., in Neuburg
Thou, Jacque de (1553-1617), frz. Historiker, 231 f.
xx Tihl, Baron v., Leutnant in München [Philoctetes]
x Törring zu Seefeld, CI. Anton Graf v. (1725-1812), HofkammerPräsident, Geh. Rat in München [Ulysses],
37, 54 ff., 257 f., 302, 318, 338
x Törring zu Seefeld, Clemens Graf v. (jun.), Kammerer in München [Telemach],55, 74
x Trapp, Graf, kk. Kammerer u. Regierungsrat in Innsbruck (Titus Aemilius], 286,366
x Triva, Klemens Reidisgr. v., Regierungsrat in Burghausen [Pa(o)lemon]
x Tropenegro, Ernst Leopold, Kommerzienrat in München [Coriolanus], 72, 74,220, 227 f., 235 f.
x Trüc, Franz Jakob, Kaufmann in Aachen [Anaxilaus Larsidus]
x Ulrich, Sdmlkommissar in Brunn [Aelius]
x Umpfenbach, Adam, Amtskeller u. Konsulent in Mainz, später Klubist [Photius],61, 306 ff., 416
Ungelter, Johann Nep., Weihbischof v. Augsburg, 415
x Utzschneider, Joseph v. (1763-1840), Professor u. Hofkammerrat in München (Hellanicus Lesbius],
54, 73, 85 f., 89, 92, 126, 142, 393, 399 f.
xx Vacchiery Karl A. v., Vizedirektor des Hofrats in München, 256
x Velten, Joh. Priedrich, Hofkammer-Kanzlist in Bonn (Bernoulli]
x Verger, v., Leutnant in München [Agamemnon]
x Verger, Nepom. v., Regierungsrat in Straubing (Amasius]
x Viertenhalben, Franz Anton v., Hauptmann in Neuwied (Pausanias]
x Vollmajer(-mar), Peter Jos. v. Geh. Sekretar in München (Aristippus]
x Vulpius, v., in Wetzlar (Cn.

1701)
anderer "eyfer"?
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22.08.03 0:50
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Der neuendte SENDBRIEF.

So da ist eine Erklärung der Sonnen, Mond und Sternen.

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Das I. Capitel.

Ich grüße Euch, mein lieber Freund in GOTT, durch den einwendigen himmlischen Geist in CHRISTO: Und das aus dem Grunde meines Hertzens. Und lasse Euch wissen, daß ich durch Euer Schreiben verstehe, daß Ihr annoch im Leben und im Eyfer zu GOTT begriffen seyd: Worüber ich mich von Hertzen erfreue. Dann meine Seele kan keine höhere Freude empfangen, als wann sie hört und siht, daß der himmlische einwesige Geist sich in seinem Gehorsamen Menschen verklärt und eine wesentliche Gestalt gewinnt.

2. Und damit ihr die wesentliche Klarheit CHRISTI desto bässer oder klärer in Eurem Hertzen und Seele möchtet lernen erkennen und dann beleben; so ist Euer Verlangen und Begehren (wie ich verstehe) alle schrifftliche Zeugnüsse zu haben, die durch den einwesigen Geist bezeugt worden sind, welches wir auch mit allem Fleiße thun und verschaffen wollen.

3. Jedoch machen wir so grosse Menge Bücher nicht, wie die Vernunfftgeister thun, die kein wesentlich Fundament im einwesigen Geiste CHRISTI haben. Dann der einwesige Geist CHRISTI, der bey seinem Zeugen gegenwärtig ist, hat so viel Bücher nicht non Nöthen als die irrdische Vernunfft, die alle ihre Weißheit und Lehre mit der Menge der Buchstaben und Bücher bevestigen muß vor den irdischen bildlichen Menschen; und dannoch finden sie in aller der Menge der Vernunfftsbücher keinen vesten sichern Grund oder Fundament. Dann es nichts als vernünfftige Erfindungen sind, die sie in ihrer Bücher setzen: Und zwar der eine also, der andere anders.

4. Der himmlische einwesige Geist aber kan seinen Grund und Fundament mit wenig Buchstaben oder Büchern bezeugen, und das kommt daher, weil er so reich in der Ausbreitung seines Wesens in seinem Zeugnüsse ist.

5. Und ein Mensch der seine Seele dem einwesigen Geiste ergibt, der wird aus wenig Buchstaben, die von dem einwesigen Geiste bezeugt sind, in seiner Seele mehr tasten und fühlen, als ob er alle die Menge der Vernunfftbücher läse.

6. Nun möchte man sagen, der biblischen Schrifften sind gleichwol auch eine grosse Menge Bücher, die doch auch aus dem Geiste hervorgebracht sind.

7. Merckt wol auf! Alle die biblische Bücher sind durch die irdische Vernunfft so viel und mancherley, unter den irdischen Menschen, worden: Dann ein jeder hat seine bildliche Vernunfft darzu gethan. Wordurch die grosse blinde Vertheiltheit ihre Krafft in den irdischen Hertzen bekommen hat. Welche Blindheit in ihrer Vertheilung nicht sehend werden wird, es wäre dann daß sich der Mensch zu dem Liecht und Gesichte des einwesigen Lebens bekehrte.

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Das II. Capitel

Aber zu unsern Vornehmen zu kommen, so schreibt Ihr mir dann, lieber Freund, daß ich Euch mein Gesicht oder Erkändnüs von den Sternen überschreiben wolte: Und wie weit man den Glauben drauf setzen möge.

2. Mein lieber Freund: Ihr schreibt mir wol von Sternen, aber ohne Unterscheid-Gebung, was Ihr für Sternen meynt. Dann der grosse wesentliche Gott hat zweyerley Liechter, zweyerley Sonnen, und zweyerley Sternen.

3. Das soll man im Wesen also verstehen, daß ein natürlich Wesen für den Leib ist, und daß ein himmlisch Wesen für die Seele ist. Und jedes Wesen hat seine Liechter, Sonn, Mond und Sternen.

4. Merckt wol auf! Die Liechter des Firmaments (a) sind im natürlichen Wesen begriffen und haben ihre Wirckung zum Dienste in allen geschaffnen elementischen Creaturen, und das zu einer Temperir- und Mässigung des creatürlichen natürlichen Lebens. Dann alles was im Firmamente regiert, das regiert auch im creatürlichen Leibe, zu einem Unterhalt des Leibs.

5. Darum mag das natürliche Leben die natürliche Sternen, Sonn und Mond wol für dienstbare Instrumente des leiblichen Lebens ansehen, glauben und erkennen. Dann ein Mensch der göttlich und natürlich lebt, siht und empfindet ihre natürliche Regierung, in seinem leiblichen natürlichen Leben.

6. Hieraus mag man verstehen, was man von den natürlichen Sternen des Firmamentischen Himmels halten und glauben solle.

(a) Die Sphära des Gestirns, die Liechter am Himmel die die Welt regieren. Sap. 13. v. 2.

--------------------------------------------------------------------------------

Das III. Capitel.

Seht: Nun hat die grosse himmlische Gottheit noch einen geistlichen himmlischen Himmel, der auch seine Sonne, Mond und Sterne im himmlischen Wesen hat, die ihr Liecht und Klarheit zum Dienste der himmlischen Seele von sich geben.

2. Diese Liechter und Sternen sind die geistliche Ausflüsse GOTTES, wordurch die verfinsterte Seele erleucht wird. Welchen Sternen man eine grosse Aufsicht, Respect und Glauben geben solle. Dann sie scheinen aus dem Throne des himmlischen Wesens, und erleuchten die verfinsterte Seelen, die in GOTT hoffen. Darum sind sie würdig, daß man sie in grossen Ansehen halte. Dann sie machen das himmlische Liecht in dem gehorsamen verdüsterten Menschen offenbar: Und bringen die Weisen, die aus Morgenlande kommen, zu dem neugebornen CHRISTO gen Bethlehem, ins Haus GOTTES. Matth. 2: 1, 2, 9.

3. Ja, es sind die himmlische Engel und Geister, darvon CHRISTUS (das erneute Leben GOTTES) der oberste und höchste Morgenstern ist. 2 Pet. 1: 19. Offenb. 2: 28. Cap. 22: 16.

4. Darum sagt CHRISTUS: Ich bin das Liecht der Welt, wer in mir wandelt, der wandelt nicht in der Finsternüs. Worauf der Diener CHRISTI, Paulus, verfolgt und sagt zur Menschheit mit ihren Sinnen und Gedancken: Wandelt im Liechte, als die Kinder des Liechts. Dann die Früchte des Geists sind allerley Gütigkeit, Gerechtigkeit und Warheit, und prüft was dem HERRN wolgefällig sey, und habt keine Gemeinschafft mit den unfruchtbaren Wercken der Finsternüs, sondern strafft vielmehr. Joh. 9: 5. Ephes. 5: 9.

5. Und die Straffe ist: Daß das himmlische Liecht die irdische Finsternüs offenbar und zur Sünde macht. Welches die Krafft der himmlischen Sternen und Liechter ist. Darum man sie höher achten und ansehen solle, als die natürliche Sternen und Liechter des Firmaments, deren Liecht nicht weiter reicht, als auf die elementische Erde, für den natürlichen Leib. Dann ihre Macht und Befehl von GOTT ist nicht grösser als die natürliche Erde zu erleuchten.

6. Und zu dem Ende werden sie vom natürlichen Wesen um die Kugel oder Sphaeram des Erdbodens getrieben, und auch durch die Glieder des natürlichen Leibes. Dann die menschliche Creatur hat mehr Geists und Wesens von der Sonne, Mond und Sternen in seinem creatürlichen Wesen, als es mit den elementischen Augen sehen kan.

--------------------------------------------------------------------------------

Das IV. Capitel.

Nun ist der Schlus hiervon, mein Geliebter, daß, wer das rechte Erkändnüs der himmlischen Sternen und Liechter, und der natürlichen Sternen und Liechter haben wil, seinen gantzen Lust, Willen und Begierden zum geistlichen Wesen, so wol natürlich als himmlisch, setzen und übergeben muß.

2. Ich sage von GOTTES wegen, daß niemand die Wercke GOTTES in ihrem Wesen und Wirckung erkennen wird, dann durch den himmlischen Geist, und durch den natürlichen Geist. Und der himmlische Geist und der natürliche Geist mögen in der Menschheit nicht bekandt werden, oder es muß die Menschheit, durch den Ausgang von ihr selbsten, von neuem nach dem Geiste, aus dem himmlischen Wesen und aus dem natürlichen Wesen geboren werden.

3. Ja, ich sage, durch die Warheit GOTTES, wer seine Erkandtnüs des Himmels und der Erden im himmlischen und im natürlichen Wesen nicht hat, der kan anders kein Zeugnüs weder vom Himmel noch von der Erden geben, als eine Einbildung der Vernunfft: Und das unterschiedlich die eine Vernunfft wider die andere. Und darmit wird die Welt in Zwietracht und Uneinigkeit gehalten: Und die Seelen der Menschen bleiben in Finsternüs.

4. Nun muß ich das, wie alle vorige Heiligen Gottes und erleuchte Menschen gethan haben, dem himmlischen GOTT in seiner Zeit befehlen.

--------------------------------------------------------------------------------

Das V. Capitel

Dieweil ich dann, lieber Freund, befinde, daß Ihr in einem stetigen Eyfer zu GOTT und seinem wesentlichen Geiste bleibt, und in demselben Eyfer ernstlich und fleissig seyd, so zweifle ich nicht, GOTT werde Euch seine verborgne geistliche Schätze lassen sehen, und derselben Euch in der Seelen theilhafftig machen: Dann Treue gebiert Treue.

2. Also lasst Eure Seele Mit den göttlichen Verheissungen trösten: Und haltet Euren Lust beständig und allzeit im geistlichen Wercke GOTTES, so werdet Ihr das bildliche irdische Wesen verlieren, und werdet nicht wissen, wo es geblieben ist. Wie man das auch natürlich siht, daß, wann der Tag ankommt, die Nacht verschwindt, daß man nicht weiß, wo sie bleibt. Sehet so kräfftig ist das Liecht wider die Finsternüs.

3. Hiermit, mein lieber Freundt, wil ich Euch GOTT in den Dienst seines h. Wesens befehlen, und haltet Euch mit denen die bey Euch sind, von uns allen sehr hertzlich in GOTT gegrüsst. Der HERR gebe uns allen seine Gnade. Amen!

--------------------------------------------------------------------------------

Ende!

Gruß Paraneua!


1700)
test!
aus
22.08.03 0:46
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Test!

1699)
wieder gehackt, wegen erw
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22.08.03 0:45
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Sapere Aude! "besonderer eyfer" scheint Schlüsselbegriff zu sein!?

Gruß Paraneua-Bioeule!

1698)
lentner-texte, in fischba
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22.08.03 0:36
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Historisches
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Sie soll ständig erweitert werden.
Hier werden interessante Abschnitte aus älteren Wanderbüchern und historische Angaben von den Wanderbahnhöfen zitiert.
Die Zitate stammen aus:
Ludwig Steub "Alpenreisen", Herausgeber Ludwig Merkle, Verlag Heimeran, München 1978.
Ludwig Steub lebte von 1812 bis 1888 als Rechtsanwalt und Notar in München.
Die zitierten Abschnitte stammen aus den Jahren 1850 bis 1860

Joseph Friedrich Lentner "Bavaria", Süddeutscher Verlag 1988
Lentner lebte von 1814 - 1852. In den Sommern 1846 - 1851 nahm er für den späteren König Max II eine ethnographische Bestandsaufnahme Bayerns vor.

AusJod Kurier, der Prospekt der Kurverwaltung der Jodquellen AG, Bad Tölz
Adolph von Schaden "Neustes Taschenbuch für Reisende durch Bayerns und Tyrols Hochlande"
München 1833
©1985 Druckhaus Nonntal, Salzburg und Süddeutscher Verlag München

Heinrich Noe "Bayrisches Seenbuch", Herausgeberin Heidi C. Ebertshäuser
©1982 Hugendubel, München.
Heinrich Noe lebte 1835 bis 1896 und war Hofbibliothekar in München. Mit dreißig Jahren beginnt er
als Schriftsteller, die zitierten Abschnitte stammen aus dem Jahre 1865.

Bisher gibts Texte über:

Ende!

Gruß Paraneua-Bioeule!

1697)
besonderer eyfer??? bei j
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22.08.03 0:29
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Die Juden in deutschsprachigen katholischen Psalmenerklärungen des 16. Jahrhunderts




von Siegfried Risse





1. Erläuterung des Themas. 1

2. Die untersuchten Psalmenerklärungen. 2

3. Positive oder neutrale Aussagen über die Juden. 3

- Aussagen über das alte Israel 3

- Das Heil kommt von den Juden. 3

- Ein Volk aus Juden und Heiden. 4

- Hoffnung auf Heil für die Juden. 4

4. Antijüdische Aussagen. 4

- Die Feinde Christi 4

- Bitte um Vergeltung an den Juden. 5

- Von Gott verlassen / bestraft / verworfen. 6

- Die Strafe der Juden für alle Zeiten als Warnung. 6

- Die Juden sind uneinsichtig. 7

- ???Die gottlosen, halsstarrigen Juden“. 7

- Die Juden sind nicht mehr Volk Gottes. 8

5. Besonderheiten einzelner Autoren. 8

- Otmar Nachtgall 8

- Kartäuser-Psalter. 8

- Georg Witzel 9

- Reynerus Snoy - Nikolaus Hug. 9

6. Stellungnahme. 10



1. Erläuterung des Themas
Die vorliegende Arbeit stellt dar, wie in deutschsprachigen katholischen Psalmenerklärungen zur Zeit der Reformation und Gegenreformation über die Juden gesprochen wurde.[1] Sie will damit in einem kleinen Bereich zur Aufarbeitung des christlichen Antijudaismus beitragen.

Das 16. Jahrhundert war eine theologisch lebendige Zeit, geprägt von Humanismus und Reformation. Der Psalter, schon vorher das am meisten gelesene und meditierte Buch des Alten Testaments, wurde durch die Reformatoren dem breiten Volk in der Landessprache besonders nahe gebracht. Die hier ausgewählten katholischen Übersetzungen und Erklärungen waren darauf eine Reaktion.

Für die Frage nach der damaligen Einstellung zu den Juden sind gerade die Erklärungen zum Psalter von Bedeutung, weil der Psalter Beten und Frömmigkeit der Christen mehr geprägt hat als die anderen alttestamentlichen Bücher. Ferner sind gerade die volkssprachlichen Erklärungen von besonderem Interesse, da man bei ihnen eine breitere Wirkung annehmen kann als bei den lateinischen Kommentaren. Dass hier katholische Psalmenerklärungen ausgewählt wurden, hat dagegen eine geringere Bedeutung; denn man kann damit rechnen, dass es zwischen reformatorischem und katholischem Antijudaismus keine großen Unterschiede gab.

2. Die untersuchten Psalmenerklärungen
Alle hier untersuchten Psalmenwerke bieten außer der Erklärung auch eine deutsche Übersetzung der Psalmen, und von allen Autoren - mit einer Ausnahme - wird der ganze Psalter erklärt.

Die älteste dieser Psalmenauslegungen ist von Otmar Nachtgall (um 1478/80 - 1537), einem vielseitig gebildeten Humanisten, der vor allem als Prediger in Augsburg und Freiburg im Breisgau gewirkt hat. 1524 hielt Nachtgall im Augsburger Benediktinerkloster St. Ulrich und Afra Vorlesungen über die Psalmen. Daraus ging sein Psalmenbuch[2] hervor.

Über Johannes Pedianus, der 1532 eine Übersetzung und Erklärung des Psalters veröffentlichte,[3] ist weiter nichts bekannt.

1535 gab der Vicarius der Kölner Kartause, Dietrich Loher von Stratum, eine Psalmenauslegung[4] heraus. Verfasser waren Mönche der Kölner Kartause, die damals eine große Ausstrahlung hatte.

Georg Witzel (1501 - 1573) war mehrere Jahre lutherischer Pfarrer, dann katholischer Prediger und Reformtheologe, ein fähiger Hebraist. Zwischen 1534 und 1552 veröffentlichte er verschiedene Auslegungen bzw. Anmerkungen[5] zu insgesamt 70 Psalmen.

Jaspar Gennep (um 1500 - 1564), Buchdrucker und Schriftsteller in Köln, ein theologisch gut unterrichteter Laie, gab 1562 seinen ???Psalter Davids“[6] heraus.

Reynerus Snoy Goudanus (um 1477 - 1537), ein niederländischer Arzt, auch als Diplomat und Bürgermeister tätig, veröffentlichte 1535 eine lateinische Psaltererklärung,[7] die viele Male nachgedruckt wurde und im 16. Jahrhundert eine der am meisten verbreiteten Psalmenerklärungen auf katholischer Seite war. In vielen Auflagen wurde jedem Psalm ein Argumentum, d.h. eine Inhaltsangabe, beigegeben.[8] Diese Argumenta stammen nicht von Snoy. In dieser erweiterten Form wurde Snoys Psalmenbuch 1566 in deutscher Übersetzung[9] herausgegeben von Nikolaus Hug Landenburger, Diakon des Kaiserlichen Domstifts in Speyer.

3. Positive oder neutrale Aussagen über die Juden
- Aussagen über das alte Israel
In den untersuchten Psalmenerklärungen gibt es nicht nur abfällige Äußerungen über die Juden, sondern auch ehrenvolle und neutrale. Das trifft vor allem dort zu, wo der historische Sinn dargelegt wird. Dort entsprechen die Aussagen über das Volk Israel meist dem Bibeltext, der über Israel Ehrenvolles, aber auch Kritisches sagt.

So schreibt Pedianus zu Ps 98: ???Dies ist ein Lobpsalm, dem Gott Israels getan, der zu Sion wohnte, ein Schutz der Seinen und ein Umbringer aller, die sich gegen ihn und gegen sein jüdisches Volk anlegten.“ Und zu ???Wohlfahrt deiner Auserwählten“ in Ps 105,5 erklärt Pedianus: ???Das heißt: der Juden, die er aus allen Völkern sich zu einem Volk erwählt hat.“ Dass Gott Israel zu seinem Volk erwählt hat, wird häufig erwähnt, manchmal aber gleich mit einer kritischen Anmerkung versehen, z. B. Witzel, Vespertina Psalmodia, zu Ps 114[113A],2: ???Zur selbigen Zeit nahm Gott der Herr die Juden oder Israelischen an, dass sie sein heiliges Völklein vor allen anderen auf Erden sein sollten . . . dass also die Israelische Synagoge zu der Zeit Gottes rechte Sanctimonia und Dominium gewesen ist. Wollt Gott, sie hätten es dabei behalten.“

Andere kritische Bemerkungen sind jedoch dem jeweiligen Psalm entnommen, z. B. Gennep zu Ps 105: ???In diesem Psalm erzählt der Prophet David abermals die großen Wohltaten, die der barmherzige Gott den Juden erzeigt hat, samt der großen Bosheit und Undankbarkeit des halsstarrigen Volkes.“

Auffallend ist, dass auch für die alte Zeit des Exodus oder Davids statt vom ???Volk Israel“ und ???Israeliten“ häufig vom ???jüdischen Volk“ und von ???Juden“ gesprochen wird. Die letzteren Bezeichnungen passen nicht für die alte Zeit. Sie betonen jedoch den historischen Zusammenhang der derzeitigen Juden mit dem alten Israel.

- Das Heil kommt von den Juden
Als eine besondere Ehre des jüdischen Volkes wird die Tatsache genannt, dass Jesus aus diesem Volk stammt. So schreibt Witzel in seiner ???Vespertina Psalmodia“ zu Ps 135[134],4: ???Jedoch hat der liebe Herr gerade aus dem natürlichen Geschlecht Jakobs oder Israels als Mensch geboren werden wollen (Röm 9), welches Lob den Juden eigen ist, zuvoran Mariae, der jungfräulichen Mutter des Herrn (Lk 1).“ Snoy/Hug zu Ps 88,20: (Und habe aus meinem) jüdischen (Volk erhöht meinen auserwählten) Sohn Christus, dessen Name über allen Namen ist; denn aus dem jüdischen Geschlecht ist der Herr Christus Mensch geworden in dem Fleisch.“

Und Gennep weist zu Ps 67,28 auf das für die Juden ehrenvolle Wort Jesu hin: ???Wie auch unser Herr Christus selbst gesprochen: Das Heil kommt von den Juden.“ Ausführlicher wird dies dargestellt von Snoy/Hug zu Ps 66: ???Den Juden ist das Heil in diese Welt gekommen, denn durch den Samen des heiligen Abraham hat das ganze Erdreich die göttlichen Wohltaten empfangen, nach den Zusagungen Gottes. Denn von ihnen ist das Heil gekommen, spricht Christus unser Herr.“

- Ein Volk aus Juden und Heiden
Öfter wird herausgestellt, dass Gott die christliche Kirche aus Juden und Heiden gesammelt hat. Gennep zu Ps 67,29: ???Allmächtiger [Gott], weil du so große Dinge getan und deine Kirche so wunderbar aus Juden und Heiden versammelt hast ...“[10] An anderer Stelle, zu Ps 59,8, hebt Gennep allerdings hervor, dass dies sich nicht auf das ganze jüdische Volk bezieht: ???Etliche von den Juden werden den christlichen Glauben annehmen und selig werden, die anderen in ihrer Bosheit und Unglauben verharren und in Ewigkeit von Gott geschieden bleiben.“

- Hoffnung auf Heil für die Juden
Bei Nachtgall findet sich zu Ps 113,2 die Erklärung: ???Denn in Christo dem Herrn, von dem Geschlecht Juda geboren, wird das Volk, das sich auch davon nennt ???die Juden’, geheiligt.“

An anderen Stellen wird ???Bekehrung“ der Juden für die Endzeit erwartet (vgl. Röm 11,25f). Im Psalter der Kölner Kartäuser heißt es zu Ps 58,15: ???[Die Juden werden bekehrt des Abends] das ist: am letzten Ende der Welt, wenn die Vielheit der Heiden eingegangen ist zum Glauben ...“[11] Bei Gennep in seiner ???Weiteren Erklärung“ zu Ps 58: ???Die Juden, obwohl sie am Abend und Ende der Welt bekehrt werden, sollen sie doch - zur Strafe ihres halsstarrigen Unglaubens und aufsässigen Widerstrebens gegen die bekannte Wahrheit - großen Hunger leiden und ermangeln des Brots der heilsamen Lehre und Wort Gottes.“ Snoy/Hug zu Ps 58,15: ???(Am Abend) und an der Welt Ende (werden sie), die christlosen Juden (bekehrt); dann wird es sie hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit. Aber viel zu spät. (Und sie werden leiden), aus Mangel am göttlichen Wort; darum, gleich (wie die) hungrigen (Hunde), so (werden sie), die gottlosen Juden, (in der Stadt umhergehen), nämlich in der kirchlichen Versammlung der Heiligen Gottes, das Evangelium zu hören.“[12]

4. Antijüdische Aussagen
- Die Feinde Christi
In den untersuchten Erklärungen werden viele Psalmen traditionsgemäß auf Christus bezogen. Die in den Psalmen so oft genannten Feinde und Widersacher werden dann pauschal als ???die Juden“ gedeutet. Der Anteil des Pilatus und der römischen Soldaten am Leiden und Sterben Christi wird oft nicht erwähnt, sondern die Schuld nur ???den Juden“ angelastet.

Eine große Seltenheit ist es, wenn über die Juden differenzierter gesprochen wird, wie im Psalter der Kölner Kartäuser zu Ps 68,21: ???[Und ich habe gewartet, ob jemand sich mit mir betrübt hätte, und da war keiner] unter den harten Juden ... doch waren etliche mild und mitleidend, aber gar wenige, so dass sie nicht gerechnet werden gegenüber denen, die ihn hassten.“

- Bitte um Vergeltung an den Juden
Die Vergeltungswünsche in den Psalmen sind oft als Worte Christi gegen ???die Juden“ gedeutet, z. B. Gennep zu Ps 17,48: ???[Gott] himmlischer Vater, [du bist, der mir die Rache gibt], mich zu rächen an meinen Feinden, den halsstarrigen Juden.“ Besonders schlimme Worte finden sich bei Snoy/Hug, etwa zu Ps 27,3-4: ???(Die) betrüglicher Weise freundlichen (Frieden reden), nämlich die Juden, meine Feinde, ... (böse Dinge), ja, aller Betrug ist (in ihren Herzen) und auch in ihren Gedanken. (Gib ihnen) ihre wohlverdiente Vergeltung (nach ihren Werken), die sie an mir vollbracht haben in der Geißelung und Umbringung. Gib ihnen auch Vergeltung (nach ihren) falschen (Erfindungen) und Nachtrachtungen der Lügen. (Nach den) bösen (Werken ihrer Hände) und ihres Willens (gib ihnen) den Lohn, und gib ihnen (ihre Vergeltung), denn wie sie Böses vergolten haben, so auch tu ihnen das Gleiche.“ Oder Snoy/Hug zu Ps 58,11-12: ???(Gott), himmlischer Vater, (hat mir) seinem Sohn (angezeigt) und zu verstehen gegeben, was zu tun wird sein (über meine Feinde), die gottlosen Juden, denn es ist für sie zu bitten. Darum, lieber Herr Gott, ich bitte dich, (nicht erwürge sie), um sie gänzlich auszutilgen, (auf dass nicht etwa mein) christliches (Volk vergesse) meines Leidens, denn die Juden sind ein Gedenkzeichen des gekreuzigten Christus, unseres Erlösers und Seligmachers. (Zerstreue sie), die gottlosen Juden durch alle Reiche dieser Welt (in deiner) göttlichen (Kraft) und Macht (und setze sie ab), unterdrück sie auch und stoße sie zu Boden von ihrer aufgeblasenen Hoffart, du mein (Herr), denn du bist (mein Beschirmer) und mein Gott.“[13]

Gennep ist sich bewusst, dass solche Vergeltungswünsche Jesus in den Mund zu legen, im Widerspruch steht zur Bitte Jesu am Kreuz: ???Vater, vergib ihnen!“ (Lk 23,34). Er versucht in der ???Weiteren Erklärung“ zu Ps 68 eine Lösung des Problems: ???Niemand soll denken, dass unser Herr Jesus Christus - der aller Menschen, Juden und Heiden, Seligkeit begehrt und will, dass sie alle selig werden - die Rache und Strafe, die über die Juden geschrieben stehen, von seinem himmlischen Vater über sie zu kommen, gebetet und begehrt habe. Nein! Er bat seinen himmlischen Vater, dass er ihnen solche schwere, schreckliche Sünde vergeben und nicht zur Strafe rechnen sollte. Deshalb muss man ansehen die Art und Eigenschaft der Psalmen, wie auch anderer Prophetien, in denen die Propheten aus Eingebung des Heiligen Geistes oftmals ein Ding, das noch über viele hundert Jahre geschehen soll, erzählen, als ob es schon geschehen wäre. Also auch in diesem Psalm hat der David geweissagt von dem Leiden Christi und im Geist gesehen die Strafe, die den Juden ihrer Bosheit halben aus dem gerechten Urteil Gottes widerfahren sollte, und die selbige also beschrieben.“ In seiner Inhaltsangabe zu Ps 108 schreibt Gennep: ???Niemand soll aber denken, dass unser Herr Jesus Christus solche Verfluchungen, wie in diesem Psalm gelesen werden, über die Juden getan oder sie so gestraft zu werden begehrt habe, weil er seinen himmlischen Vater gebeten hat, dass er ihnen solche schreckliche Sünde vergeben sollte. Sondern David der Prophet hat im Geist vorhergesehen, dass sie so gestrafft sollten werden. Deshalb erzählt er solche Strafen nach prophetischer Art, gleich als ob sie so über die Juden gebeten wurden.“[14]

- Von Gott verlassen / bestraft / verworfen
Dem jüdischen Volk sei es zur Strafe so ergangen wie wasserreichem Land, das zur Wüste wurde. Der Psalter der Kölner Kartäuser schreibt zu Ps 106,33-34: ???[Er hat verwandelt die fließenden Wasser] - das sind die Juden, die viel Wasser der Gnaden hatten - [in eine Wüstenei], das ist: Gott hat sie verlassen; [und die Ausgänge der Wasser], das sind die Juden, die anderen Menschen Wasser geben der Lehre, [zum Durst], denn sie wurden trocken und dürr, abseits vom Christenglauben, und kein Wasser der Gnaden empfangen sie von Gott. [Die fruchtbare Erde] der Juden [in eine Salzwüste], das heißt, unfruchtbar zu sein und abzufallen von allen guten Werken [um der Einwohner Bosheit willen], die Gottes Gebot verachten und Christus nicht glauben wollen.“[15]

Ihr eigener Fluch sei über die Juden gekommen. Im Psalter der Kölner Kartäuser heißt es zu Ps 16,13: ???Alle kommenden Juden sind in der Verfluchung gefangen, die ihre Eltern gerufen haben über sich selbst und über ihre Kinder, um Christus zu töten.“ Snoy/Hug zu Ps 108,18-19: ???(Und es), nämlich das unselige jüdische Volk, (hat den Fluch) der Vermaledeiung (lieb gehabt), als sie schrieen: Sein Blut über uns und über unsere Kinder. (Und er), nämlich solcher Fluch, (wird ihnen kommen), wie dann auch geschehen ist; denn sie sind nun mehr als fünfzehnhundert Jahre in diesem Fluch gewesen. ... (Und es), das nichtswürdige, heillose Volk der Juden, (hat den Fluch) der Vermaledeiung (angetan wie ein Kleid), das den Leib umgibt, (und) der Fluch (ist in sein inneres) Mark (gegangen), ja, in seine inwendige Seele, (wie ein Wasser und wie ein Öl in sein Gebein), innerlich und äußerlich hat solches unnützes Volk den Fluch der Vermaledeiung angezogen. (Es werde ihm), dem halsstarrigen Volk der Juden, der Fluch und die Sünde (wie ein Kleid, womit es sich bedeckt), ... (und wie ein Gürtel, mit welchem es alle Zeit umbunden ist), auf dass es für und für an dem ewigen Fluch sei angefesselt, wie denn es selbst begehrt hat, über sich zu geschehen.“

- Die Strafe der Juden für alle Zeiten als Warnung
Die Strafe sei auch an den zeitgenössischen Juden in aller Welt zu sehen. Der Psalter der Kölner Kartäuser erklärt zu Ps 56,4: ???[Die mich niedergetreten haben, hat er gegeben zur Schande], denn in aller Welt werden die Juden geschändet und verschmäht, weil sie Christus getötet haben.“ Gennep zu Ps 17,41: ???[Und die mich hassten] und meinen Namen austilgen wollten, [die hast du zerstreut], dass sie durch die ganze Welt im Elend umherziehen und keine eigene Stadt haben.“ Gennep in seiner ???Weiteren Erklärung“ zu Ps 58: ???So laufen sie auch um die Stadt her, weil sie durch die ganze Welt zerstreut, unterm Tribut leben und keine bleibende Stadt haben. Denn ihnen ist durch Gottes rechtfertiges Urteil widerfahren, was sie gefürchtet: haben Land und Leute verloren, weil sie den, welcher ihnen zum Erlöser gesandt war, nicht annehmen wollten.“ Gennep zu Ps 108,18: ???Sie erwählten einen heidnischen Kaiser statt ihres verheißenen Messias, und derselbige kam ihnen, dass sie es heut zu Tage noch empfinden.“ Snoy/Hug zu 27,5: ???(Du wirst sie zerbrechen), ja, zerstören und zerstreuen durch die Römer, (und wirst sie) hinfort (nicht) mehr (aufbauen), auch nicht von der Gefangenschaft befreien.“[16] Bei Snoy/Hug werden die Verse Ps 88,40-46 auf die Lage der derzeitigen Juden bezogen: ???(Du hast entheiligt) und befleckt allenthalben (auf Erden sein Heiligtum); denn die jüdische Synagoge ist jetzt jedermann abscheulich. ... Ja, (du hast sie) allenthalben (überschüttet mit) zeitlicher und ewiger (Schande); denn sie müssen an allen Orten der ganzen Welt tragen die Schmach und Schande ihres Unglaubens.“

Der Juden Strafe sei eine Mahnung und Warnung. Nachtgall zu Ps 68,23: ???Der Tisch zur Erhaltung des geistlichen Lebens ist das Wort Gottes ... aber da die Juden das nicht haben angenommen, sondern verachtet, ist ihnen der Tisch zu einem Ärgernis, Blindheit, Verstopfung und ewiger Verdammnis geraten. Darum sollen sich vorsehen alle, die das Wort Gottes verhindern oder verachten. Gott lässt uns die Juden noch vor Augen umgehen, dass wir ihr Elend ansehen, das sie von der Zeit her, da sie Christus getötet haben, erleiden müssen, auch hier in dieser Welt.“ Pedianus zu Ps 58: ???Christus bittet hier Gott, dass er ihm aus den Nöten helfen wolle, in die ihn die Juden gebracht hatten, und diesen aber darnach all Unglück zur Vergeltung übersenden, jedoch nicht gar umbringen, sondern ihrer etliche unter die Heiden verstreuen und sie daselbst verfluchen, auf dass die ganze Welt sehe, was Gott doch für ein strenger Richter sei, und alle Gottlosen sich in jenen spiegelten, dass sie sich gegen Christi Reich nicht anlegen würden, auf dass sie auch nicht wie jene umkämen.“

Der Psalter der Kölner Kartäuser zu Ps 58,12: ???[Gott hat mir angezeigt über meine Feinde], die Juden, zu bitten für sie: [Nicht töte sie] weder an Seele noch Leib, [auf dass mein Volk], die Christen, [meiner nicht vergessen], das ist: meiner Liebe und meines Leidens, dessen wir bei den Juden allzeit gedenken sollen. [Zerstreu sie], die Juden, [in deiner] göttlichen [Kraft] durch die ganze Welt, [und setze sie ab] aus dem Heiligen Land von aller zeitlichen Herrlichkeit, [Herr, mein Beschirmer], spricht Christus zu seinem Vater aus göttlicher Rechtfertigkeit.“

- Die Juden sind uneinsichtig
Dass die Juden nicht an Christus glauben, wird auf ein falsches Verständnis der Heiligen Schrift zurückgeführt, ja, auf ein boshaftes Nicht-verstehen-wollen. Sie verstünden die Heilige Schrift nur dem Buchstaben nach, nicht nach ihrem geistlichen Sinn.

Gennep zu Ps 17,46: ???Auch hinken sie mit einem Fuß, weil sie den toten Buchstaben des Alten Testaments, welches sie dennoch nicht rein haben, zum Teil glauben und das Neue Testament, welches Geist und Leben hat, nicht wollen annehmen.“ Gennep zu Ps 68,23: ???Sie haben dem rechten Ausleger nicht glauben wollen und allein auf den toten Buchstaben und zeitliche Wohlfahrt gesehen; deshalb bleiben sie verblendet und in dem Strick der Schrift gefangen, [bis zur Vergeltung] und Belohnung ihrer Bosheit [und zum Fall] von zeitlicher und ewiger Seligkeit, welches von den Römern auf dieser Welt geschehen ist, und von Gott am Jüngsten Tag geschehen wird.“[17]

- ???Die gottlosen, halsstarrigen Juden“
Oft wird das Wort ???Juden“ mit einem abfälligen Attribut versehen. Bei Gennep findet man: ungläubig, gottlos, unselig, undankbar, halsstarrig, stolz, hoffärtig, verstockt, zornig, grimmig. In der Übersetzung von Hug wird das regelrecht zu einer Manie (siehe Abschnitt 5).

Eine andere herabsetzende Redeweise besteht darin, dass die Juden häufig in einer Reihe genannt werden mit Heiden, Türken, Ketzern und falschen Christen. So schreibt Witzel in seiner ???Vespertina Psalmodia“ zu Ps 139[138],21: ???Sollte ich nicht hassen usw.) Dieser Eifer ist keine Sünde. Wir hassen die Juden, Türken und Sekten aus göttlichem Eifer, gönnen ihnen sonst aber als unseren Mitmenschen Gut und Ehre.“[18] Gennep zu Ps 131,18: ???[Seine Feinde] und Widersacher - ungläubige Juden, halsstarrige Ketzer und andere Ungläubige - [will ich mit Schanden kleiden], hier und im Jüngsten Gericht.“[19] Snoy/Hug zu Ps 91,10: ???(Dann), lieber (Herr, siehe doch deine Feinde), nämlich die gottlosen Juden, Heiden, Ketzer und falsche Christen.“[20]

- Die Juden sind nicht mehr Volk Gottes
???Israel“ oder ???Jakob“ wird oft mit den Christen gleichgesetzt, z. B. Gennep zu Ps 40,14: ???[Gebenedeit sei der Herr] und [Gott] der Christgläubigen, welche sind die wahren Kinder [Israels], welche Gott sehen und erkennen durch den Glauben.“ Snoy/Hug zu Ps 120,4: ???(Siehe), Gott der Herr ..., (der Israel behütet), nämlich das christliche Volk ..., welches Gott den Herren sieht durch den wirklichen Glauben.“[21] Damit ist gesagt: Die Juden sind nicht mehr Israel, nicht mehr Volk Gottes. So schreibt Witzel in seiner ???Vespertina Psalmodia“ zu Ps 147B[147,9]: ???Nun haben wir Gojim - Gott Lob - den Ruhm, den damals Jakob oder Israel gehabt haben, ... sind also das geistliche Israel und auserwählte Volk Gottes geworden, wohnend im geistlichen Jerusalem und Zion, welches die christliche und apostolische Kirche ist.“

Es gibt allerdings auch Stellen, wo die Erklärung Israel und Christen nebeneinander stellt, z. B. Pedianus zu Ps 128: ???Dieser Psalm lehrt, dass Israel - welches auch die Christengemeinde ist - oftmals überwunden sei von den Feinden und Widerchristen, wie jene von dem Nabuchodonosor, und dennoch endlich nicht habe umgebracht werden können. Gott hilft ihm wieder auf. Der Grund ist: Das, was er annimmt, für sich zu behalten, das vermag ihm niemand endlich nehmen, und das tut er auch mit einem jeden Christen in Sonderheit.“ Oder Witzel in der ???Vespertina Psalmodia“ zu Ps 129[128],1: ???Darum redet und klagt hier beiderlei Israel, nämlich das jüdische und das christische.“ Und Gennep erinnert im Gebet zu Ps 104 an das Bild von den eingepfropften Zweigen (Röm 11,16-24): ???Der du die Kinder Israel . . . mit Himmelsbrot überreich gespeiset hast, wir bitten: Speise uns eingepflanzte Zweige . . .“

5. Besonderheiten einzelner Autoren
- Otmar Nachtgall
Der Psalmenkommentar von Nachtgall – entstanden in der ersten Zeit der Glaubensspaltung - ist stark von der Rechtfertigungslehre geprägt. Das zeigt sich auch in seinen Bemerkungen über die Juden. In der Inhaltsangabe zu Ps 98 schreibt er: ???Wo menschliches Vertrauen ist, da regiert nicht Gott, wie Sankt Paulus den Juden nach der Länge vorhält, die ihrem Gesetz der Rechtfertigung halben mehr als Gott vertrauen, und werden dieselben hier gewarnt, dass sie Gottes Reich vor Augen haben sollen, welches alle Gleisnerei zerstören, vernichten und ganz abtun wird.“ Zu Ps 106,10: ???Das sind die anderen, die das Gesetz Gottes gehabt haben und meinten, dadurch gerechtfertigt zu werden, das Evangelium dieweil verachteten, wie die Juden noch tun. Diese sitzen in den eisernen Banden des Gesetzes, mühen sich ab, und es wird ihnen doch nicht geholfen. Sie schreien dann zu Gott, wie hernach folgt. Du liest davon Rom 7. und 8. Act 13. und 15.“

- Kartäuser-Psalter
Die Psalmenerklärung der Kölner Kartäuser ist besonders ausgerichtet auf eine vertiefte Psalmenfrömmigkeit. Hier wird Herz und Gemüt viel stärker angesprochen als der Verstand. Es ist zu befürchten, dass dadurch aber auch die antijüdischen Äußerungen eine tiefere Wirkung hatten. Wie wirkte es sich etwa für die Marienfrömmigkeit aus, wenn es zum Vers Ps 44,11: ???Audi filia ... obliviscere populum tuum“ heißt: ???O Maria, vergiss das jüdische Volk und trage Sorge für die Christenheit“?

Und es fördert auch nicht die christliche Demut, wenn in Ps 101,19 der Ausdruck ???generatio altera“ bezogen wird auf ???die Christenheit, die besser von Glauben und von Tugenden ist als die Juden.“ Diese Aussage wird allerdings an anderer Stelle ein wenig korrigiert. In der Nachbemerkung zu Ps 105 heißt es: ???Dieser Psalm ist geistlich zu verstehen auf uns undankbare Christen, die der Juden Bosheit nachfolgen, ja, auch übertreffen.“

- Georg Witzel
Georg Witzel ist unter den hier besprochenen Psalmenexegeten der einzige, der mit der hebräischen Sprache vertraut ist. Er berichtet auch über Kontakte mit Juden und erwähnt jüdische Bräuche. In seinen ???Sieben Psalmen“ schreibt er zu dem zweimaligen ???Benedic“ in Ps 103[102],1-2: ??????Berach’, welches den frommen Juden von Anbeginn gar geläufig im Mund gewesen ist, wie ihre täglichen Gebete noch ausweisen, da sie anheben ???Baruch Adonai’, das ist: ???Gesegnet sei Gott’, mit welchem Wort sie Gott alle empfangenen Wohltaten dankbar wieder vortragen, bekennend damit den einzigen Schöpfer und Geber alles Guten.“ In der ???Vespertina Psalmodia“ sagt er in der Einleitung zu Ps 147A[146]: ???Der rauchende Brand jüdischer Synagoge hält selbst auch viel von diesen sieben [sic!] Psalmen, nämlich von dem 145. an bis zum Ende, darum lesen sie diese fast alle Tage.“

Witzel lässt auch neben dem geistlichen Verständnis das ???jüdische“, gemeint ist das historische Verständnis, viel stärker gelten als die anderen Kommentatoren. Zum Beispiel erklärt er in der ???Vespertina Psalmodia“ zu Ps 111[110],4-7: ???Gedächtnis gemacht.) Dies verstehen unsere Alten auch auf das Sakrament des Altares, besonders Arnobius; desgleichen die gegebene Speise, welche auch S. Hieronymus und Augustinus auf die Eucharistie (Joh 6) auslegen. Sonst, auf jüdisch versteht man, wie David hier Gott darum lobt, dass er das Volk Israel mit und durch solche Wunder aus Ägypten geführt und es noch wunderbarer mit Manna in der Wüste gespeist hat . . . Ebenso ist das auch vom gegebenen Erbe, zugleich israelisch und christisch zu verstehen, nämlich erst vom zeitlichen Erbe der Landschaft . . . danach vom himmlischen Erbe das da ewig währt, das den Christgläubigen und Wohltätigen im Neuen Testament bereitet und verheißen ist.“

- Reynerus Snoy - Nikolaus Hug
In der Psalmenerklärung von Snoy geht die Verunglimpfung der Juden manchmal so weit, dass den Juden untergeschoben wird, was die Evangelien eigentlich von den (römischen) Soldaten berichten. Zu Ps 21,8 erklärt Snoy/Hug: ???(Alle) Juden (die mich sehen) in meinem Leiden (haben mich verlacht) und verspottet, dazu auch gesagt: Sei gegrüßt, König der Juden.“ Auch in der Erklärung späterer Verse des Psalms 21 wird das Handeln von Juden bzw. Römern nicht klar unterschieden. Zu Ps 21,17-19 heißt es: ???(Denn es haben mich) die gottlosen Juden nicht wie Menschen, sondern wie (viele) wütende (Hunde umgeben), dazu auch (der Rat) der Ältesten und (der boshaftigen) Gleisner (hat mich) fälschlich (umsessen), dass sie mich umbrächten. (Sie haben meine Hände) an dem Kreuz (durchgraben) mit eisernen Nägeln (und meine Füße) geheftet an das Holz (und alle meine Gebeine haben sie gezählt) der erbarmungslosen Ausspannung halben, die mir unschuldigem Christus widerfahren ist von den grimmigen Juden an dem Kreuzesstamm. (Sie aber), die Juden, (haben geschaut) und betrachtet viele Wundertaten, (und) dennoch (haben sie) ohne alles Mitleiden (mich gesehen) solche Marter und Pein leiden. Denn (sie haben unter sich geteilt) in vier Teile (meine Kleider), jedem Kriegsknecht ein Stück, (und auf mein Kleid) und ungenähten Rock und Gewand (haben sie das Los geworfen), welchem dasselbe werde.“

Zwar findet man bei Snoy/Hug sehr viele und harte antijüdische Äußerungen. Zu Ps 88,47 findet man aber auch erstaunlich mitfühlende Fragen an Gott: ???(Wie lange), lieber (Herr) Gott, (wendest du dich ab)? Ja, das israelitische Volk, wie lange soll es ungläubig bleiben und des Heils beraubt sein? Soll es denn so verharren, bis (an das Ende) der Welt, bis dass die Fülle der Heiden wird hereingehen? (Wird denn dein Zorn) und deine Rache und Strafe hierzwischen ohne Unterlass (brennen wie das Feuer), das alle Dinge verwüstet und verdirbt? Lieber Herr mein, das sei weit von dir, denn es ist dir eigen, dich zu erbarmen und dein Volk zu verschonen.“[22]

Hug hat Snoys lateinische Psalmenerklärung, die an sich schon genügend antijüdische Äußerungen enthält, in dieser Hinsicht noch verschärft. In der lateinischen Version von Snoy werden - wie in den anderen Psalmenkommentaren - manchmal im Zusammenhang mit den Juden herabsetzende Adjektive gebraucht. Bei Snoy kommt das kaum 10mal vor. Bei Hug dagegen wird das zu einer Manie. Er setzt an vielen Stellen, wo im lateinischen Text nur von ???Iudaei“ die Rede ist, ein abfälliges Adjektiv dazu. Etwa 60mal gebraucht er die Bezeichnung ???gottlose Juden“; seltener sind ???grimmige/ergrimmte Juden“ (9mal), ???mörderische Juden“ (4mal), ???gottesmörderische Juden“ (4mal); dreimal kommt vor ???christlose Juden“; je zweimal ???blutgierige Juden“, ???treulose Juden“, ???schändliche Juden“, ???hartnäckige Juden“, ???halsstarrige Juden“ und je einmal ???gotteslästerliche Juden“, ???verstockte Juden“ oder ???das unselige jüdische Volk“. Bisweilen fügt Hug sogar zwei Adjektive hinzu[23] oder zu einem im Lateinischen vorhandenen Adjektiv noch ein zweites[24]. Durch diese herabsetzenden Adjektive wirkt der Antijudaismus in Hugs Übersetzung wesentlich gefühlsgeladener als im lateinischen Text von Snoy.

6. Stellungnahme
In den untersuchten Psalmenerklärungen finden sich zwar manche ehrenvolle und positive Aussagen über die Juden, doch überwiegen die negativen. Mit ihren antijüdischen Äußerungen stehen die Erklärungen in einer langen Tradition, die bis zu den Kirchenvätern und dem Neuen Testament[25] zurückgeht.

Antijüdische Einstellung zeigt sich in allen untersuchten Kommentaren, wenn auch nicht in allen gleich stark. Besonders ausgeprägt ist sie bei Gennep und noch mehr bei Snoy/Hug. Bisweilen wirkt sich diese antijüdische Haltung sogar in einer Geschichtsverfälschung aus, z. B. wenn der Anteil der Römer und der Anteil der Juden an der Passion Christi miteinander vermengt werden. Auch zur Ethik des Neuen Testamentes gibt es Widersprüche. Gennep erkennt noch, dass Vergeltungsbitten im Munde Jesu nicht den neutestamentlichen Aussagen entsprechen. Bei Snoy/Hug werden solche Bedenken nicht geäußert.

Das generell herabsetzende Sprechen von den Juden ist besonders hervorzuheben, weil dies durch Predigt, religiöse Unterweisung, nicht zuletzt durch das Lesen und Meditieren dieser Psalmenerklärungen tief in die Menschen eindringen konnte.

Der Antijudaismus ist in diesen Psalmenkommentaren ausschließlich religiös begründet: Die Juden haben Christus nicht anerkannt, ja, sie haben sogar seinen Tod gefordert; deshalb sind sie von Gott verworfen. Diesen Kernpunkt des religiös begründeten Antijudaismus korrigiert das Zweite Vaticanum[26]: ???Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben, kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen. Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes, trotzdem darf man die Juden nicht als von Gott verworfen oder verflucht darstellen, als wäre dies aus der Heiligen Schrift zu folgern. Darum sollen alle dafür Sorge tragen, daß niemand in der Katechese oder bei der Predigt des Gotteswortes etwas lehre, das mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi nicht im Einklang steht.“





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[1] Die Zitate aus den untersuchten Psalmenerklärungen sind - der besseren Lesbarkeit wegen - sowohl an die heutige Orthographie als auch an die heutige Ausdrucksweise angepasst. Zitate in den Fußnoten geben den Originaltext wieder; dabei sind die Abkürzungen aufgelöst und ungebräuchliche Drucktypen vermieden. Der Text der Psalmen ist von den Erklärungen den jeweiligen Kommentaren entsprechend durch runde oder eckige Klammern abgesetzt. – Zu beachten ist, dass die Zählung der Psalmen nach der Vulgata erfolgt, wie in den untersuchten Kommentaren. Bei Zitaten von Witzel, der als einziger häufig die hebräische Zählung übernimmt, steht die Vulgata-Zahl in eckigen Klammern.

[2] Der Psalter des kinigs vnd propheten Dauids / ain summari vnd kurtzer begryff aller hayligen geschrift durch Otmaren Nachtgallen Doctorem / von grund / auß den lxx und hebreischer sprach art vnd aygenschafft zu verstendigem und klarem hochteutschen gebracht / der geleychen vor nye gesehen / sambt ayns yeden psalmen kurtzen inhalt vnd begryff / Mit erklerung der schwerern örter / vnd puncten wie man die verstön sol. Vnd wie sie den menschen zu ainem Christlichen leben weysen / got zu lob vnd eer. Augsburg 1524. - Siehe dazu: S. Risse, Der deutsche Psalmenkommentar des Otmar Nachtgall von 1524, MThZ 51, 2001, 128-143.

[3] Der rechte alte Psalter / wie jhn die Aposteln unnd die heylige Kirch bißher gelesenn haben / mitt Summarien / und aller dunckel orth kurtze erklerung / viell anders unnd gewisser dann jhn der Luther unnd andere newgelertenn (auß dem Psalter / so die Juden mitler zeit under hendenn gehabt) newlich vermacht haben. Durch Johannem Pedianum. Köln 1532.

[4] Der Psalter latein und teutsch / trewlich verdolmetscht und grüntlich außgelecht / mit Christlicher erklerung / auß Dionysio Carthusiano / und vil andern heilgen lerern versamlet. Durch die Carthauser in Cöllen. Köln 1535. - Siehe dazu: S. Risse, Deutsche Übersetzung und Erklärung der Psalmen, herausgegeben von den Kölner Kartäusern 1535, EuA 76, 2000, 321-336.

[5] Die wichtigsten sind: Sieben psalmen kurtz vnd gewis ausgelegt. Leipzig 1534. Nachdruck: SFGWF 9, 1983, 55-124. - Vespertina Psalmodia. Die Funffzig Vesperpsalmen ... Gedeudschet vnd darzu Ausgelegt. Köln 1549. Auch in: Tomus Primus Ettlicher Bücher Geor. Wicelii des Elteren. Köln 1559. Nachdruck: SFGWF 2. Sonderdruck, 1978. - Annotaten Georgii Wicelii in die ersten XXXIII Psalmen des Propheten Dauids. Mainz 1552. 2. Aufl.: Mainz 1555. - Siehe dazu: S. Risse, Georg Witzel (1501-1573) als Psalmenexeget, AMRhKG (in Vorbereitung).

[6] Der Psalter Dauids / Latyn unnd Teutsch. In deme der Latynscher Text / nach gemeynem brauch der Christlichen Catholischen Kirchen / trewlich vorgesatzt / Sampt eyner kurtzen verteutschung und Außlagung / nach dem verstandt und meynung der Vornembsten kirchenlehrern / mit grossem fleiß versammlet. Zu Cöllen, bey Jaspar Gennep. Köln 1562. - Siehe dazu: S. Risse, ‘Der Psalter Davids Latein und Deutsch’ von Jaspar Gennep (1562), FKTh (im Druck).

[7] Psalterium Davidicum paraphrasibus brevibus illustratum, servata ubique ad verbum Hieronymi translatione. Authore Reynerio Snoy Goudano. Antwerpen 1535 (zahlreiche weitere Auflagen).

[8] Die Argumenta finden sich in folgender und vielen späteren Auflagen: Psalterium paraphrasibus illustratum, servata ubique ad verbum Hieronymi translatione. Raynerio Snoygoudano Authore. Accessere ad postremam hanc aeditionem singulis Psalmis Argumenta. Lyon (Ioannes & Franciscus Frellonii) 1545.

[9] Der gantz Psalter des heilgen Propheten Davidis / mit kurtzer Catholischer erklärung gezogen auß den heylgen Patribus und alten Kirchen Lehrern / vormalß in Lateynisch beschrieben durch weyland den Hochgelehrten Herren Reynerum Snoygoudanum. Jetzt aber allen frommen Christen zu guttem ins Teutsch bracht / durch Nicolaum Hug Landenburger / Diacon des Keyserlichen Thumbstiffts Speyer. Mainz 1566. - Siehe dazu: S. Risse, Die Psalmenerklärung des Reynerus Snoy Goudanus (ca. 1477-1537) in deutscher Übersetzung von Nikolaus Hug Landenburger (in Vorbereitung).

[10] Weitere Beispiele: Pedianus zu Ps 46; Witzel (Vespertina Psalmodia) zu 117[116]; Gennep zu Ps 50,21; 106; 107,4; 108,30; 117,22; Snoy/Hug zu Ps 86; 88,13; 112, 9; 117,22.

[11] Ähnlich im Kartäuserpsalter zu Ps 45,11: ???[vnd ich werd erhöcht vf ertrich] der Juden wen sye zum letsten ouch glouben werdent.“

[12] Siehe auch Gennep zu Ps 28,8: ???[Der Herr wirt auch] zum Christlichen Glauben [bewegen die wüeste Cades] das seyndt die vnselige Jüden / welche das heilige des Gesetz / welches Cades genent wirt / verlassen haben / vnd jre Satzungen über Gottes erhaben.“ - Ferner Snoy/Hug zu Ps 44,13. Der Vers wird als Anrede an die Kirche verstanden: ???(Vnd) nit allein die Juden / sonder auch (die töchter von Tyro) sampt den Heiden / werden sich selbst (mit schenckgaben) zur gehorsam des Herrn Christi opffern / ja (sie werden anbeten) vnd bitten (dein) göttliches (angesicht) mit grosser ehrwirdigung / darzu werden sie wünschen deine mitgesellen zusein / auch dir gleichförmig zu werden / Dergleichen auch (alle) Fürsten der Welt / vnd (reichen des volcks) werden dich meine Kirch vnnd Gespons ehren.“ Besonders zu beachten: Snoy/Hug zu Ps 88,47 (siehe Abschnitt 5).

[13] Ferner Snoy/Hug zu Ps 34,1: ???(Herr) Gott (vrtheile) mit dem vrtheil der verdamnuß (die mir schaden thun) nemlich die gottlose Juden / denen gib nach jhren wercken.“ Snoy/Hug zu Ps 34,8: ???(Der strick) vnd das netz (komm vber sie) nemlich vber das Judisch volck / ja der strick der gefengnuß durch die Römer (den sie nicht wissen) künfftig zu sein (vnd die fahung) auch das netz vnnd betrug (so sie verborgen haben) mich heimlich zubegreiffen (soll sie) schnelliglich / ja vnuersehentlich (ergreiffen / vnd er) nemlich das Jüdisch volck (sol in denselben strick) des tods (fallen) den sie mir hetten zugerüst.“ Snoy/Hug zu Ps 40,11: ???(erwecke mich) widerumb an dem dritten Tag von den todten (vnnd) alsdann (so wil ichs jhnen wider vergelten) mit gleicher gestalt derer vbel / die sie mir bewisen haben / dann sie wil ich zerstrewen in die gantz Welt hin vnd wider ewiglich.“ Noch breiter sind die Vergeltungswünsche bei Gennep und bei Snoy/Hug entfaltet zu Ps 68,24-29.

[14] In seiner ???Weiteren Erklärung“ zu Ps 34 schreibt Gennep ebenfalls, dass solche Vergeltungsbitten doch ???mehe Prophetischer weiß / weder bittende zu verstehen seint / Als wen der Prophet in feurigkeit des geists / die grosse weuttende grimmigkeit der Juden wider Christum gesehen / im eyfer jre kunfftige verdiente straff erzelt / vnnd in der person Christi zu Gott dem Vatter bettet / das sie also gestraffet werden / Wiewol Christus am Creutz hangende / nit vmb straff der Jüden / sonder das jn der himlischer Vatter die sünde vergeben solte gebetten hat. Daher zu mircken das vil verß in disem / wie auch in mehe anderen Psalmen / mehe auß fewrigkeit des Prophetischen Geists / in deme der Prophet das leyden Christi / vnd kunfftige straff der Jüden / vorsehen / geweissaget hat / dan Christus / oder seyne Christgläubige glidtmassen / die keiner rach begirich / gebetten haben / oder bitten söllen.“

[15] Die gleiche Deutung von Ps 106,33-34 auch bei Gennep. Auch Pedianus bezieht die Stelle auf die Juden.

[16] Von der Eroberung durch die Römer heißt es bei Snoy/Hug zu Ps 68,23, dass sei ???jhnen geschehen (zur widergeltung) der peyn vnnd straff / von wegen des todts Christi vnsers erlösers (vnnd zur schand) jrer ewigen verderbnuß.“

[17] Siehe auch Gennep zu Ps 18,3; 50,8; 58 (Weitere Erklärung); 59,11; Snoy/Hug zu Ps 45,3.

[18] Witzel, Vespertina Psalmodia, zu Ps 145[144],20: ???Die vngerechten.) Als Jüden / Türcken / Mamoluken / Secten / falsche Christen / solche gehören nicht in Abels / sondern in Cains stadt. Werdens dort nicht gut haben / ob sie gleich auff eitel rosen gehen.“

[19] Weitere Beispiele: Gennep zu Ps 17,49; 34,4; 109,1; 118,126.

[20] Weitere Beispiele: Snoy/Hug zu Ps 34,4; 109,2; 126,5.

[21] Ähnlich Kartäuserpsalter zu Ps 70,22; 71,2; Witzel, Vespertina Psalmodia, zu Ps 135[134],4; Gennep zu Ps 67,9; 75,2; Snoy/Hug zu Ps 147,19-20; 149,2.4.

[22] Siehe auch Snoy/Hug zu Ps 131,10: ???(Vmb deines knechts Dauids willen) vnd von wegen deines Sons der auß des Dauids samen die knechtlich gestalt an sich genommen hat (wend nit) gentzlich (ab) von den Juden (das angsicht deines gesalbten) Christi deines geliebten Sons.“

[23] Zu Ps 17,48 ???neidisch vnd gottlosig“; 21,15 ???von den gotlosen vnd ergrimmten juden“; 57,8 ???die Gottlosen verstopfften Juden“; 68,12 ???den ergrimpten vnd gottlosen Juden“; 68,20 ???die neydige mörderische Juden“; 108,18 ???das nichtwerdig heyloß volck der Juden“.

[24] Zu Ps 2,4 ???miserrimos Iudaeos“ übersetzt Hug ???neidische vnd ellende Juden“; 16,9 ???impiorum Iudaeorum“ ???(der gottlosen) schändtlichen Juden“; 30,18 ???a perfidis Iudaeis“ ???von den trawlosen vnd meineidigen Juden“; 108,15 ???Iudaei obstinati“???die erstartten gottlose Juden“.

[25] W. Eckert u. a. (Hrg.), Antijudaismus im Neuen Testament?, München 1967. - R. Kampling (Hrg.), ???Nun steht aber diese Sache im Evangelium...“: zur Frage nach den Anfängen des christlichen Antijudaismus, Paderborn u.a.1999. – Päpstliche Bibelkommission, Das jüdische Volk und seine Heilige Schrift in der christlichen Bibel, VApS 152, Hrg. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2001, bes. 123-159.

[26] Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen, Art. 4.


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1696)
besonderer eyfer??? bei j
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Die Juden in deutschsprachigen katholischen Psalmenerklärungen des 16. Jahrhunderts




von Siegfried Risse





1. Erläuterung des Themas. 1

2. Die untersuchten Psalmenerklärungen. 2

3. Positive oder neutrale Aussagen über die Juden. 3

- Aussagen über das alte Israel 3

- Das Heil kommt von den Juden. 3

- Ein Volk aus Juden und Heiden. 4

- Hoffnung auf Heil für die Juden. 4

4. Antijüdische Aussagen. 4

- Die Feinde Christi 4

- Bitte um Vergeltung an den Juden. 5

- Von Gott verlassen / bestraft / verworfen. 6

- Die Strafe der Juden für alle Zeiten als Warnung. 6

- Die Juden sind uneinsichtig. 7

- ???Die gottlosen, halsstarrigen Juden“. 7

- Die Juden sind nicht mehr Volk Gottes. 8

5. Besonderheiten einzelner Autoren. 8

- Otmar Nachtgall 8

- Kartäuser-Psalter. 8

- Georg Witzel 9

- Reynerus Snoy - Nikolaus Hug. 9

6. Stellungnahme. 10



1. Erläuterung des Themas
Die vorliegende Arbeit stellt dar, wie in deutschsprachigen katholischen Psalmenerklärungen zur Zeit der Reformation und Gegenreformation über die Juden gesprochen wurde.[1] Sie will damit in einem kleinen Bereich zur Aufarbeitung des christlichen Antijudaismus beitragen.

Das 16. Jahrhundert war eine theologisch lebendige Zeit, geprägt von Humanismus und Reformation. Der Psalter, schon vorher das am meisten gelesene und meditierte Buch des Alten Testaments, wurde durch die Reformatoren dem breiten Volk in der Landessprache besonders nahe gebracht. Die hier ausgewählten katholischen Übersetzungen und Erklärungen waren darauf eine Reaktion.

Für die Frage nach der damaligen Einstellung zu den Juden sind gerade die Erklärungen zum Psalter von Bedeutung, weil der Psalter Beten und Frömmigkeit der Christen mehr geprägt hat als die anderen alttestamentlichen Bücher. Ferner sind gerade die volkssprachlichen Erklärungen von besonderem Interesse, da man bei ihnen eine breitere Wirkung annehmen kann als bei den lateinischen Kommentaren. Dass hier katholische Psalmenerklärungen ausgewählt wurden, hat dagegen eine geringere Bedeutung; denn man kann damit rechnen, dass es zwischen reformatorischem und katholischem Antijudaismus keine großen Unterschiede gab.

2. Die untersuchten Psalmenerklärungen
Alle hier untersuchten Psalmenwerke bieten außer der Erklärung auch eine deutsche Übersetzung der Psalmen, und von allen Autoren - mit einer Ausnahme - wird der ganze Psalter erklärt.

Die älteste dieser Psalmenauslegungen ist von Otmar Nachtgall (um 1478/80 - 1537), einem vielseitig gebildeten Humanisten, der vor allem als Prediger in Augsburg und Freiburg im Breisgau gewirkt hat. 1524 hielt Nachtgall im Augsburger Benediktinerkloster St. Ulrich und Afra Vorlesungen über die Psalmen. Daraus ging sein Psalmenbuch[2] hervor.

Über Johannes Pedianus, der 1532 eine Übersetzung und Erklärung des Psalters veröffentlichte,[3] ist weiter nichts bekannt.

1535 gab der Vicarius der Kölner Kartause, Dietrich Loher von Stratum, eine Psalmenauslegung[4] heraus. Verfasser waren Mönche der Kölner Kartause, die damals eine große Ausstrahlung hatte.

Georg Witzel (1501 - 1573) war mehrere Jahre lutherischer Pfarrer, dann katholischer Prediger und Reformtheologe, ein fähiger Hebraist. Zwischen 1534 und 1552 veröffentlichte er verschiedene Auslegungen bzw. Anmerkungen[5] zu insgesamt 70 Psalmen.

Jaspar Gennep (um 1500 - 1564), Buchdrucker und Schriftsteller in Köln, ein theologisch gut unterrichteter Laie, gab 1562 seinen ???Psalter Davids“[6] heraus.

Reynerus Snoy Goudanus (um 1477 - 1537), ein niederländischer Arzt, auch als Diplomat und Bürgermeister tätig, veröffentlichte 1535 eine lateinische Psaltererklärung,[7] die viele Male nachgedruckt wurde und im 16. Jahrhundert eine der am meisten verbreiteten Psalmenerklärungen auf katholischer Seite war. In vielen Auflagen wurde jedem Psalm ein Argumentum, d.h. eine Inhaltsangabe, beigegeben.[8] Diese Argumenta stammen nicht von Snoy. In dieser erweiterten Form wurde Snoys Psalmenbuch 1566 in deutscher Übersetzung[9] herausgegeben von Nikolaus Hug Landenburger, Diakon des Kaiserlichen Domstifts in Speyer.

3. Positive oder neutrale Aussagen über die Juden
- Aussagen über das alte Israel
In den untersuchten Psalmenerklärungen gibt es nicht nur abfällige Äußerungen über die Juden, sondern auch ehrenvolle und neutrale. Das trifft vor allem dort zu, wo der historische Sinn dargelegt wird. Dort entsprechen die Aussagen über das Volk Israel meist dem Bibeltext, der über Israel Ehrenvolles, aber auch Kritisches sagt.

So schreibt Pedianus zu Ps 98: ???Dies ist ein Lobpsalm, dem Gott Israels getan, der zu Sion wohnte, ein Schutz der Seinen und ein Umbringer aller, die sich gegen ihn und gegen sein jüdisches Volk anlegten.“ Und zu ???Wohlfahrt deiner Auserwählten“ in Ps 105,5 erklärt Pedianus: ???Das heißt: der Juden, die er aus allen Völkern sich zu einem Volk erwählt hat.“ Dass Gott Israel zu seinem Volk erwählt hat, wird häufig erwähnt, manchmal aber gleich mit einer kritischen Anmerkung versehen, z. B. Witzel, Vespertina Psalmodia, zu Ps 114[113A],2: ???Zur selbigen Zeit nahm Gott der Herr die Juden oder Israelischen an, dass sie sein heiliges Völklein vor allen anderen auf Erden sein sollten . . . dass also die Israelische Synagoge zu der Zeit Gottes rechte Sanctimonia und Dominium gewesen ist. Wollt Gott, sie hätten es dabei behalten.“

Andere kritische Bemerkungen sind jedoch dem jeweiligen Psalm entnommen, z. B. Gennep zu Ps 105: ???In diesem Psalm erzählt der Prophet David abermals die großen Wohltaten, die der barmherzige Gott den Juden erzeigt hat, samt der großen Bosheit und Undankbarkeit des halsstarrigen Volkes.“

Auffallend ist, dass auch für die alte Zeit des Exodus oder Davids statt vom ???Volk Israel“ und ???Israeliten“ häufig vom ???jüdischen Volk“ und von ???Juden“ gesprochen wird. Die letzteren Bezeichnungen passen nicht für die alte Zeit. Sie betonen jedoch den historischen Zusammenhang der derzeitigen Juden mit dem alten Israel.

- Das Heil kommt von den Juden
Als eine besondere Ehre des jüdischen Volkes wird die Tatsache genannt, dass Jesus aus diesem Volk stammt. So schreibt Witzel in seiner ???Vespertina Psalmodia“ zu Ps 135[134],4: ???Jedoch hat der liebe Herr gerade aus dem natürlichen Geschlecht Jakobs oder Israels als Mensch geboren werden wollen (Röm 9), welches Lob den Juden eigen ist, zuvoran Mariae, der jungfräulichen Mutter des Herrn (Lk 1).“ Snoy/Hug zu Ps 88,20: (Und habe aus meinem) jüdischen (Volk erhöht meinen auserwählten) Sohn Christus, dessen Name über allen Namen ist; denn aus dem jüdischen Geschlecht ist der Herr Christus Mensch geworden in dem Fleisch.“

Und Gennep weist zu Ps 67,28 auf das für die Juden ehrenvolle Wort Jesu hin: ???Wie auch unser Herr Christus selbst gesprochen: Das Heil kommt von den Juden.“ Ausführlicher wird dies dargestellt von Snoy/Hug zu Ps 66: ???Den Juden ist das Heil in diese Welt gekommen, denn durch den Samen des heiligen Abraham hat das ganze Erdreich die göttlichen Wohltaten empfangen, nach den Zusagungen Gottes. Denn von ihnen ist das Heil gekommen, spricht Christus unser Herr.“

- Ein Volk aus Juden und Heiden
Öfter wird herausgestellt, dass Gott die christliche Kirche aus Juden und Heiden gesammelt hat. Gennep zu Ps 67,29: ???Allmächtiger [Gott], weil du so große Dinge getan und deine Kirche so wunderbar aus Juden und Heiden versammelt hast ...“[10] An anderer Stelle, zu Ps 59,8, hebt Gennep allerdings hervor, dass dies sich nicht auf das ganze jüdische Volk bezieht: ???Etliche von den Juden werden den christlichen Glauben annehmen und selig werden, die anderen in ihrer Bosheit und Unglauben verharren und in Ewigkeit von Gott geschieden bleiben.“

- Hoffnung auf Heil für die Juden
Bei Nachtgall findet sich zu Ps 113,2 die Erklärung: ???Denn in Christo dem Herrn, von dem Geschlecht Juda geboren, wird das Volk, das sich auch davon nennt ???die Juden’, geheiligt.“

An anderen Stellen wird ???Bekehrung“ der Juden für die Endzeit erwartet (vgl. Röm 11,25f). Im Psalter der Kölner Kartäuser heißt es zu Ps 58,15: ???[Die Juden werden bekehrt des Abends] das ist: am letzten Ende der Welt, wenn die Vielheit der Heiden eingegangen ist zum Glauben ...“[11] Bei Gennep in seiner ???Weiteren Erklärung“ zu Ps 58: ???Die Juden, obwohl sie am Abend und Ende der Welt bekehrt werden, sollen sie doch - zur Strafe ihres halsstarrigen Unglaubens und aufsässigen Widerstrebens gegen die bekannte Wahrheit - großen Hunger leiden und ermangeln des Brots der heilsamen Lehre und Wort Gottes.“ Snoy/Hug zu Ps 58,15: ???(Am Abend) und an der Welt Ende (werden sie), die christlosen Juden (bekehrt); dann wird es sie hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit. Aber viel zu spät. (Und sie werden leiden), aus Mangel am göttlichen Wort; darum, gleich (wie die) hungrigen (Hunde), so (werden sie), die gottlosen Juden, (in der Stadt umhergehen), nämlich in der kirchlichen Versammlung der Heiligen Gottes, das Evangelium zu hören.“[12]

4. Antijüdische Aussagen
- Die Feinde Christi
In den untersuchten Erklärungen werden viele Psalmen traditionsgemäß auf Christus bezogen. Die in den Psalmen so oft genannten Feinde und Widersacher werden dann pauschal als ???die Juden“ gedeutet. Der Anteil des Pilatus und der römischen Soldaten am Leiden und Sterben Christi wird oft nicht erwähnt, sondern die Schuld nur ???den Juden“ angelastet.

Eine große Seltenheit ist es, wenn über die Juden differenzierter gesprochen wird, wie im Psalter der Kölner Kartäuser zu Ps 68,21: ???[Und ich habe gewartet, ob jemand sich mit mir betrübt hätte, und da war keiner] unter den harten Juden ... doch waren etliche mild und mitleidend, aber gar wenige, so dass sie nicht gerechnet werden gegenüber denen, die ihn hassten.“

- Bitte um Vergeltung an den Juden
Die Vergeltungswünsche in den Psalmen sind oft als Worte Christi gegen ???die Juden“ gedeutet, z. B. Gennep zu Ps 17,48: ???[Gott] himmlischer Vater, [du bist, der mir die Rache gibt], mich zu rächen an meinen Feinden, den halsstarrigen Juden.“ Besonders schlimme Worte finden sich bei Snoy/Hug, etwa zu Ps 27,3-4: ???(Die) betrüglicher Weise freundlichen (Frieden reden), nämlich die Juden, meine Feinde, ... (böse Dinge), ja, aller Betrug ist (in ihren Herzen) und auch in ihren Gedanken. (Gib ihnen) ihre wohlverdiente Vergeltung (nach ihren Werken), die sie an mir vollbracht haben in der Geißelung und Umbringung. Gib ihnen auch Vergeltung (nach ihren) falschen (Erfindungen) und Nachtrachtungen der Lügen. (Nach den) bösen (Werken ihrer Hände) und ihres Willens (gib ihnen) den Lohn, und gib ihnen (ihre Vergeltung), denn wie sie Böses vergolten haben, so auch tu ihnen das Gleiche.“ Oder Snoy/Hug zu Ps 58,11-12: ???(Gott), himmlischer Vater, (hat mir) seinem Sohn (angezeigt) und zu verstehen gegeben, was zu tun wird sein (über meine Feinde), die gottlosen Juden, denn es ist für sie zu bitten. Darum, lieber Herr Gott, ich bitte dich, (nicht erwürge sie), um sie gänzlich auszutilgen, (auf dass nicht etwa mein) christliches (Volk vergesse) meines Leidens, denn die Juden sind ein Gedenkzeichen des gekreuzigten Christus, unseres Erlösers und Seligmachers. (Zerstreue sie), die gottlosen Juden durch alle Reiche dieser Welt (in deiner) göttlichen (Kraft) und Macht (und setze sie ab), unterdrück sie auch und stoße sie zu Boden von ihrer aufgeblasenen Hoffart, du mein (Herr), denn du bist (mein Beschirmer) und mein Gott.“[13]

Gennep ist sich bewusst, dass solche Vergeltungswünsche Jesus in den Mund zu legen, im Widerspruch steht zur Bitte Jesu am Kreuz: ???Vater, vergib ihnen!“ (Lk 23,34). Er versucht in der ???Weiteren Erklärung“ zu Ps 68 eine Lösung des Problems: ???Niemand soll denken, dass unser Herr Jesus Christus - der aller Menschen, Juden und Heiden, Seligkeit begehrt und will, dass sie alle selig werden - die Rache und Strafe, die über die Juden geschrieben stehen, von seinem himmlischen Vater über sie zu kommen, gebetet und begehrt habe. Nein! Er bat seinen himmlischen Vater, dass er ihnen solche schwere, schreckliche Sünde vergeben und nicht zur Strafe rechnen sollte. Deshalb muss man ansehen die Art und Eigenschaft der Psalmen, wie auch anderer Prophetien, in denen die Propheten aus Eingebung des Heiligen Geistes oftmals ein Ding, das noch über viele hundert Jahre geschehen soll, erzählen, als ob es schon geschehen wäre. Also auch in diesem Psalm hat der David geweissagt von dem Leiden Christi und im Geist gesehen die Strafe, die den Juden ihrer Bosheit halben aus dem gerechten Urteil Gottes widerfahren sollte, und die selbige also beschrieben.“ In seiner Inhaltsangabe zu Ps 108 schreibt Gennep: ???Niemand soll aber denken, dass unser Herr Jesus Christus solche Verfluchungen, wie in diesem Psalm gelesen werden, über die Juden getan oder sie so gestraft zu werden begehrt habe, weil er seinen himmlischen Vater gebeten hat, dass er ihnen solche schreckliche Sünde vergeben sollte. Sondern David der Prophet hat im Geist vorhergesehen, dass sie so gestrafft sollten werden. Deshalb erzählt er solche Strafen nach prophetischer Art, gleich als ob sie so über die Juden gebeten wurden.“[14]

- Von Gott verlassen / bestraft / verworfen
Dem jüdischen Volk sei es zur Strafe so ergangen wie wasserreichem Land, das zur Wüste wurde. Der Psalter der Kölner Kartäuser schreibt zu Ps 106,33-34: ???[Er hat verwandelt die fließenden Wasser] - das sind die Juden, die viel Wasser der Gnaden hatten - [in eine Wüstenei], das ist: Gott hat sie verlassen; [und die Ausgänge der Wasser], das sind die Juden, die anderen Menschen Wasser geben der Lehre, [zum Durst], denn sie wurden trocken und dürr, abseits vom Christenglauben, und kein Wasser der Gnaden empfangen sie von Gott. [Die fruchtbare Erde] der Juden [in eine Salzwüste], das heißt, unfruchtbar zu sein und abzufallen von allen guten Werken [um der Einwohner Bosheit willen], die Gottes Gebot verachten und Christus nicht glauben wollen.“[15]

Ihr eigener Fluch sei über die Juden gekommen. Im Psalter der Kölner Kartäuser heißt es zu Ps 16,13: ???Alle kommenden Juden sind in der Verfluchung gefangen, die ihre Eltern gerufen haben über sich selbst und über ihre Kinder, um Christus zu töten.“ Snoy/Hug zu Ps 108,18-19: ???(Und es), nämlich das unselige jüdische Volk, (hat den Fluch) der Vermaledeiung (lieb gehabt), als sie schrieen: Sein Blut über uns und über unsere Kinder. (Und er), nämlich solcher Fluch, (wird ihnen kommen), wie dann auch geschehen ist; denn sie sind nun mehr als fünfzehnhundert Jahre in diesem Fluch gewesen. ... (Und es), das nichtswürdige, heillose Volk der Juden, (hat den Fluch) der Vermaledeiung (angetan wie ein Kleid), das den Leib umgibt, (und) der Fluch (ist in sein inneres) Mark (gegangen), ja, in seine inwendige Seele, (wie ein Wasser und wie ein Öl in sein Gebein), innerlich und äußerlich hat solches unnützes Volk den Fluch der Vermaledeiung angezogen. (Es werde ihm), dem halsstarrigen Volk der Juden, der Fluch und die Sünde (wie ein Kleid, womit es sich bedeckt), ... (und wie ein Gürtel, mit welchem es alle Zeit umbunden ist), auf dass es für und für an dem ewigen Fluch sei angefesselt, wie denn es selbst begehrt hat, über sich zu geschehen.“

- Die Strafe der Juden für alle Zeiten als Warnung
Die Strafe sei auch an den zeitgenössischen Juden in aller Welt zu sehen. Der Psalter der Kölner Kartäuser erklärt zu Ps 56,4: ???[Die mich niedergetreten haben, hat er gegeben zur Schande], denn in aller Welt werden die Juden geschändet und verschmäht, weil sie Christus getötet haben.“ Gennep zu Ps 17,41: ???[Und die mich hassten] und meinen Namen austilgen wollten, [die hast du zerstreut], dass sie durch die ganze Welt im Elend umherziehen und keine eigene Stadt haben.“ Gennep in seiner ???Weiteren Erklärung“ zu Ps 58: ???So laufen sie auch um die Stadt her, weil sie durch die ganze Welt zerstreut, unterm Tribut leben und keine bleibende Stadt haben. Denn ihnen ist durch Gottes rechtfertiges Urteil widerfahren, was sie gefürchtet: haben Land und Leute verloren, weil sie den, welcher ihnen zum Erlöser gesandt war, nicht annehmen wollten.“ Gennep zu Ps 108,18: ???Sie erwählten einen heidnischen Kaiser statt ihres verheißenen Messias, und derselbige kam ihnen, dass sie es heut zu Tage noch empfinden.“ Snoy/Hug zu 27,5: ???(Du wirst sie zerbrechen), ja, zerstören und zerstreuen durch die Römer, (und wirst sie) hinfort (nicht) mehr (aufbauen), auch nicht von der Gefangenschaft befreien.“[16] Bei Snoy/Hug werden die Verse Ps 88,40-46 auf die Lage der derzeitigen Juden bezogen: ???(Du hast entheiligt) und befleckt allenthalben (auf Erden sein Heiligtum); denn die jüdische Synagoge ist jetzt jedermann abscheulich. ... Ja, (du hast sie) allenthalben (überschüttet mit) zeitlicher und ewiger (Schande); denn sie müssen an allen Orten der ganzen Welt tragen die Schmach und Schande ihres Unglaubens.“

Der Juden Strafe sei eine Mahnung und Warnung. Nachtgall zu Ps 68,23: ???Der Tisch zur Erhaltung des geistlichen Lebens ist das Wort Gottes ... aber da die Juden das nicht haben angenommen, sondern verachtet, ist ihnen der Tisch zu einem Ärgernis, Blindheit, Verstopfung und ewiger Verdammnis geraten. Darum sollen sich vorsehen alle, die das Wort Gottes verhindern oder verachten. Gott lässt uns die Juden noch vor Augen umgehen, dass wir ihr Elend ansehen, das sie von der Zeit her, da sie Christus getötet haben, erleiden müssen, auch hier in dieser Welt.“ Pedianus zu Ps 58: ???Christus bittet hier Gott, dass er ihm aus den Nöten helfen wolle, in die ihn die Juden gebracht hatten, und diesen aber darnach all Unglück zur Vergeltung übersenden, jedoch nicht gar umbringen, sondern ihrer etliche unter die Heiden verstreuen und sie daselbst verfluchen, auf dass die ganze Welt sehe, was Gott doch für ein strenger Richter sei, und alle Gottlosen sich in jenen spiegelten, dass sie sich gegen Christi Reich nicht anlegen würden, auf dass sie auch nicht wie jene umkämen.“

Der Psalter der Kölner Kartäuser zu Ps 58,12: ???[Gott hat mir angezeigt über meine Feinde], die Juden, zu bitten für sie: [Nicht töte sie] weder an Seele noch Leib, [auf dass mein Volk], die Christen, [meiner nicht vergessen], das ist: meiner Liebe und meines Leidens, dessen wir bei den Juden allzeit gedenken sollen. [Zerstreu sie], die Juden, [in deiner] göttlichen [Kraft] durch die ganze Welt, [und setze sie ab] aus dem Heiligen Land von aller zeitlichen Herrlichkeit, [Herr, mein Beschirmer], spricht Christus zu seinem Vater aus göttlicher Rechtfertigkeit.“

- Die Juden sind uneinsichtig
Dass die Juden nicht an Christus glauben, wird auf ein falsches Verständnis der Heiligen Schrift zurückgeführt, ja, auf ein boshaftes Nicht-verstehen-wollen. Sie verstünden die Heilige Schrift nur dem Buchstaben nach, nicht nach ihrem geistlichen Sinn.

Gennep zu Ps 17,46: ???Auch hinken sie mit einem Fuß, weil sie den toten Buchstaben des Alten Testaments, welches sie dennoch nicht rein haben, zum Teil glauben und das Neue Testament, welches Geist und Leben hat, nicht wollen annehmen.“ Gennep zu Ps 68,23: ???Sie haben dem rechten Ausleger nicht glauben wollen und allein auf den toten Buchstaben und zeitliche Wohlfahrt gesehen; deshalb bleiben sie verblendet und in dem Strick der Schrift gefangen, [bis zur Vergeltung] und Belohnung ihrer Bosheit [und zum Fall] von zeitlicher und ewiger Seligkeit, welches von den Römern auf dieser Welt geschehen ist, und von Gott am Jüngsten Tag geschehen wird.“[17]

- ???Die gottlosen, halsstarrigen Juden“
Oft wird das Wort ???Juden“ mit einem abfälligen Attribut versehen. Bei Gennep findet man: ungläubig, gottlos, unselig, undankbar, halsstarrig, stolz, hoffärtig, verstockt, zornig, grimmig. In der Übersetzung von Hug wird das regelrecht zu einer Manie (siehe Abschnitt 5).

Eine andere herabsetzende Redeweise besteht darin, dass die Juden häufig in einer Reihe genannt werden mit Heiden, Türken, Ketzern und falschen Christen. So schreibt Witzel in seiner ???Vespertina Psalmodia“ zu Ps 139[138],21: ???Sollte ich nicht hassen usw.) Dieser Eifer ist keine Sünde. Wir hassen die Juden, Türken und Sekten aus göttlichem Eifer, gönnen ihnen sonst aber als unseren Mitmenschen Gut und Ehre.“[18] Gennep zu Ps 131,18: ???[Seine Feinde] und Widersacher - ungläubige Juden, halsstarrige Ketzer und andere Ungläubige - [will ich mit Schanden kleiden], hier und im Jüngsten Gericht.“[19] Snoy/Hug zu Ps 91,10: ???(Dann), lieber (Herr, siehe doch deine Feinde), nämlich die gottlosen Juden, Heiden, Ketzer und falsche Christen.“[20]

- Die Juden sind nicht mehr Volk Gottes
???Israel“ oder ???Jakob“ wird oft mit den Christen gleichgesetzt, z. B. Gennep zu Ps 40,14: ???[Gebenedeit sei der Herr] und [Gott] der Christgläubigen, welche sind die wahren Kinder [Israels], welche Gott sehen und erkennen durch den Glauben.“ Snoy/Hug zu Ps 120,4: ???(Siehe), Gott der Herr ..., (der Israel behütet), nämlich das christliche Volk ..., welches Gott den Herren sieht durch den wirklichen Glauben.“[21] Damit ist gesagt: Die Juden sind nicht mehr Israel, nicht mehr Volk Gottes. So schreibt Witzel in seiner ???Vespertina Psalmodia“ zu Ps 147B[147,9]: ???Nun haben wir Gojim - Gott Lob - den Ruhm, den damals Jakob oder Israel gehabt haben, ... sind also das geistliche Israel und auserwählte Volk Gottes geworden, wohnend im geistlichen Jerusalem und Zion, welches die christliche und apostolische Kirche ist.“

Es gibt allerdings auch Stellen, wo die Erklärung Israel und Christen nebeneinander stellt, z. B. Pedianus zu Ps 128: ???Dieser Psalm lehrt, dass Israel - welches auch die Christengemeinde ist - oftmals überwunden sei von den Feinden und Widerchristen, wie jene von dem Nabuchodonosor, und dennoch endlich nicht habe umgebracht werden können. Gott hilft ihm wieder auf. Der Grund ist: Das, was er annimmt, für sich zu behalten, das vermag ihm niemand endlich nehmen, und das tut er auch mit einem jeden Christen in Sonderheit.“ Oder Witzel in der ???Vespertina Psalmodia“ zu Ps 129[128],1: ???Darum redet und klagt hier beiderlei Israel, nämlich das jüdische und das christische.“ Und Gennep erinnert im Gebet zu Ps 104 an das Bild von den eingepfropften Zweigen (Röm 11,16-24): ???Der du die Kinder Israel . . . mit Himmelsbrot überreich gespeiset hast, wir bitten: Speise uns eingepflanzte Zweige . . .“

5. Besonderheiten einzelner Autoren
- Otmar Nachtgall
Der Psalmenkommentar von Nachtgall – entstanden in der ersten Zeit der Glaubensspaltung - ist stark von der Rechtfertigungslehre geprägt. Das zeigt sich auch in seinen Bemerkungen über die Juden. In der Inhaltsangabe zu Ps 98 schreibt er: ???Wo menschliches Vertrauen ist, da regiert nicht Gott, wie Sankt Paulus den Juden nach der Länge vorhält, die ihrem Gesetz der Rechtfertigung halben mehr als Gott vertrauen, und werden dieselben hier gewarnt, dass sie Gottes Reich vor Augen haben sollen, welches alle Gleisnerei zerstören, vernichten und ganz abtun wird.“ Zu Ps 106,10: ???Das sind die anderen, die das Gesetz Gottes gehabt haben und meinten, dadurch gerechtfertigt zu werden, das Evangelium dieweil verachteten, wie die Juden noch tun. Diese sitzen in den eisernen Banden des Gesetzes, mühen sich ab, und es wird ihnen doch nicht geholfen. Sie schreien dann zu Gott, wie hernach folgt. Du liest davon Rom 7. und 8. Act 13. und 15.“

- Kartäuser-Psalter
Die Psalmenerklärung der Kölner Kartäuser ist besonders ausgerichtet auf eine vertiefte Psalmenfrömmigkeit. Hier wird Herz und Gemüt viel stärker angesprochen als der Verstand. Es ist zu befürchten, dass dadurch aber auch die antijüdischen Äußerungen eine tiefere Wirkung hatten. Wie wirkte es sich etwa für die Marienfrömmigkeit aus, wenn es zum Vers Ps 44,11: ???Audi filia ... obliviscere populum tuum“ heißt: ???O Maria, vergiss das jüdische Volk und trage Sorge für die Christenheit“?

Und es fördert auch nicht die christliche Demut, wenn in Ps 101,19 der Ausdruck ???generatio altera“ bezogen wird auf ???die Christenheit, die besser von Glauben und von Tugenden ist als die Juden.“ Diese Aussage wird allerdings an anderer Stelle ein wenig korrigiert. In der Nachbemerkung zu Ps 105 heißt es: ???Dieser Psalm ist geistlich zu verstehen auf uns undankbare Christen, die der Juden Bosheit nachfolgen, ja, auch übertreffen.“

- Georg Witzel
Georg Witzel ist unter den hier besprochenen Psalmenexegeten der einzige, der mit der hebräischen Sprache vertraut ist. Er berichtet auch über Kontakte mit Juden und erwähnt jüdische Bräuche. In seinen ???Sieben Psalmen“ schreibt er zu dem zweimaligen ???Benedic“ in Ps 103[102],1-2: ??????Berach’, welches den frommen Juden von Anbeginn gar geläufig im Mund gewesen ist, wie ihre täglichen Gebete noch ausweisen, da sie anheben ???Baruch Adonai’, das ist: ???Gesegnet sei Gott’, mit welchem Wort sie Gott alle empfangenen Wohltaten dankbar wieder vortragen, bekennend damit den einzigen Schöpfer und Geber alles Guten.“ In der ???Vespertina Psalmodia“ sagt er in der Einleitung zu Ps 147A[146]: ???Der rauchende Brand jüdischer Synagoge hält selbst auch viel von diesen sieben [sic!] Psalmen, nämlich von dem 145. an bis zum Ende, darum lesen sie diese fast alle Tage.“

Witzel lässt auch neben dem geistlichen Verständnis das ???jüdische“, gemeint ist das historische Verständnis, viel stärker gelten als die anderen Kommentatoren. Zum Beispiel erklärt er in der ???Vespertina Psalmodia“ zu Ps 111[110],4-7: ???Gedächtnis gemacht.) Dies verstehen unsere Alten auch auf das Sakrament des Altares, besonders Arnobius; desgleichen die gegebene Speise, welche auch S. Hieronymus und Augustinus auf die Eucharistie (Joh 6) auslegen. Sonst, auf jüdisch versteht man, wie David hier Gott darum lobt, dass er das Volk Israel mit und durch solche Wunder aus Ägypten geführt und es noch wunderbarer mit Manna in der Wüste gespeist hat . . . Ebenso ist das auch vom gegebenen Erbe, zugleich israelisch und christisch zu verstehen, nämlich erst vom zeitlichen Erbe der Landschaft . . . danach vom himmlischen Erbe das da ewig währt, das den Christgläubigen und Wohltätigen im Neuen Testament bereitet und verheißen ist.“

- Reynerus Snoy - Nikolaus Hug
In der Psalmenerklärung von Snoy geht die Verunglimpfung der Juden manchmal so weit, dass den Juden untergeschoben wird, was die Evangelien eigentlich von den (römischen) Soldaten berichten. Zu Ps 21,8 erklärt Snoy/Hug: ???(Alle) Juden (die mich sehen) in meinem Leiden (haben mich verlacht) und verspottet, dazu auch gesagt: Sei gegrüßt, König der Juden.“ Auch in der Erklärung späterer Verse des Psalms 21 wird das Handeln von Juden bzw. Römern nicht klar unterschieden. Zu Ps 21,17-19 heißt es: ???(Denn es haben mich) die gottlosen Juden nicht wie Menschen, sondern wie (viele) wütende (Hunde umgeben), dazu auch (der Rat) der Ältesten und (der boshaftigen) Gleisner (hat mich) fälschlich (umsessen), dass sie mich umbrächten. (Sie haben meine Hände) an dem Kreuz (durchgraben) mit eisernen Nägeln (und meine Füße) geheftet an das Holz (und alle meine Gebeine haben sie gezählt) der erbarmungslosen Ausspannung halben, die mir unschuldigem Christus widerfahren ist von den grimmigen Juden an dem Kreuzesstamm. (Sie aber), die Juden, (haben geschaut) und betrachtet viele Wundertaten, (und) dennoch (haben sie) ohne alles Mitleiden (mich gesehen) solche Marter und Pein leiden. Denn (sie haben unter sich geteilt) in vier Teile (meine Kleider), jedem Kriegsknecht ein Stück, (und auf mein Kleid) und ungenähten Rock und Gewand (haben sie das Los geworfen), welchem dasselbe werde.“

Zwar findet man bei Snoy/Hug sehr viele und harte antijüdische Äußerungen. Zu Ps 88,47 findet man aber auch erstaunlich mitfühlende Fragen an Gott: ???(Wie lange), lieber (Herr) Gott, (wendest du dich ab)? Ja, das israelitische Volk, wie lange soll es ungläubig bleiben und des Heils beraubt sein? Soll es denn so verharren, bis (an das Ende) der Welt, bis dass die Fülle der Heiden wird hereingehen? (Wird denn dein Zorn) und deine Rache und Strafe hierzwischen ohne Unterlass (brennen wie das Feuer), das alle Dinge verwüstet und verdirbt? Lieber Herr mein, das sei weit von dir, denn es ist dir eigen, dich zu erbarmen und dein Volk zu verschonen.“[22]

Hug hat Snoys lateinische Psalmenerklärung, die an sich schon genügend antijüdische Äußerungen enthält, in dieser Hinsicht noch verschärft. In der lateinischen Version von Snoy werden - wie in den anderen Psalmenkommentaren - manchmal im Zusammenhang mit den Juden herabsetzende Adjektive gebraucht. Bei Snoy kommt das kaum 10mal vor. Bei Hug dagegen wird das zu einer Manie. Er setzt an vielen Stellen, wo im lateinischen Text nur von ???Iudaei“ die Rede ist, ein abfälliges Adjektiv dazu. Etwa 60mal gebraucht er die Bezeichnung ???gottlose Juden“; seltener sind ???grimmige/ergrimmte Juden“ (9mal), ???mörderische Juden“ (4mal), ???gottesmörderische Juden“ (4mal); dreimal kommt vor ???christlose Juden“; je zweimal ???blutgierige Juden“, ???treulose Juden“, ???schändliche Juden“, ???hartnäckige Juden“, ???halsstarrige Juden“ und je einmal ???gotteslästerliche Juden“, ???verstockte Juden“ oder ???das unselige jüdische Volk“. Bisweilen fügt Hug sogar zwei Adjektive hinzu[23] oder zu einem im Lateinischen vorhandenen Adjektiv noch ein zweites[24]. Durch diese herabsetzenden Adjektive wirkt der Antijudaismus in Hugs Übersetzung wesentlich gefühlsgeladener als im lateinischen Text von Snoy.

6. Stellungnahme
In den untersuchten Psalmenerklärungen finden sich zwar manche ehrenvolle und positive Aussagen über die Juden, doch überwiegen die negativen. Mit ihren antijüdischen Äußerungen stehen die Erklärungen in einer langen Tradition, die bis zu den Kirchenvätern und dem Neuen Testament[25] zurückgeht.

Antijüdische Einstellung zeigt sich in allen untersuchten Kommentaren, wenn auch nicht in allen gleich stark. Besonders ausgeprägt ist sie bei Gennep und noch mehr bei Snoy/Hug. Bisweilen wirkt sich diese antijüdische Haltung sogar in einer Geschichtsverfälschung aus, z. B. wenn der Anteil der Römer und der Anteil der Juden an der Passion Christi miteinander vermengt werden. Auch zur Ethik des Neuen Testamentes gibt es Widersprüche. Gennep erkennt noch, dass Vergeltungsbitten im Munde Jesu nicht den neutestamentlichen Aussagen entsprechen. Bei Snoy/Hug werden solche Bedenken nicht geäußert.

Das generell herabsetzende Sprechen von den Juden ist besonders hervorzuheben, weil dies durch Predigt, religiöse Unterweisung, nicht zuletzt durch das Lesen und Meditieren dieser Psalmenerklärungen tief in die Menschen eindringen konnte.

Der Antijudaismus ist in diesen Psalmenkommentaren ausschließlich religiös begründet: Die Juden haben Christus nicht anerkannt, ja, sie haben sogar seinen Tod gefordert; deshalb sind sie von Gott verworfen. Diesen Kernpunkt des religiös begründeten Antijudaismus korrigiert das Zweite Vaticanum[26]: ???Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben, kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen. Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes, trotzdem darf man die Juden nicht als von Gott verworfen oder verflucht darstellen, als wäre dies aus der Heiligen Schrift zu folgern. Darum sollen alle dafür Sorge tragen, daß niemand in der Katechese oder bei der Predigt des Gotteswortes etwas lehre, das mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi nicht im Einklang steht.“





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[1] Die Zitate aus den untersuchten Psalmenerklärungen sind - der besseren Lesbarkeit wegen - sowohl an die heutige Orthographie als auch an die heutige Ausdrucksweise angepasst. Zitate in den Fußnoten geben den Originaltext wieder; dabei sind die Abkürzungen aufgelöst und ungebräuchliche Drucktypen vermieden. Der Text der Psalmen ist von den Erklärungen den jeweiligen Kommentaren entsprechend durch runde oder eckige Klammern abgesetzt. – Zu beachten ist, dass die Zählung der Psalmen nach der Vulgata erfolgt, wie in den untersuchten Kommentaren. Bei Zitaten von Witzel, der als einziger häufig die hebräische Zählung übernimmt, steht die Vulgata-Zahl in eckigen Klammern.

[2] Der Psalter des kinigs vnd propheten Dauids / ain summari vnd kurtzer begryff aller hayligen geschrift durch Otmaren Nachtgallen Doctorem / von grund / auß den lxx und hebreischer sprach art vnd aygenschafft zu verstendigem und klarem hochteutschen gebracht / der geleychen vor nye gesehen / sambt ayns yeden psalmen kurtzen inhalt vnd begryff / Mit erklerung der schwerern örter / vnd puncten wie man die verstön sol. Vnd wie sie den menschen zu ainem Christlichen leben weysen / got zu lob vnd eer. Augsburg 1524. - Siehe dazu: S. Risse, Der deutsche Psalmenkommentar des Otmar Nachtgall von 1524, MThZ 51, 2001, 128-143.

[3] Der rechte alte Psalter / wie jhn die Aposteln unnd die heylige Kirch bißher gelesenn haben / mitt Summarien / und aller dunckel orth kurtze erklerung / viell anders unnd gewisser dann jhn der Luther unnd andere newgelertenn (auß dem Psalter / so die Juden mitler zeit under hendenn gehabt) newlich vermacht haben. Durch Johannem Pedianum. Köln 1532.

[4] Der Psalter latein und teutsch / trewlich verdolmetscht und grüntlich außgelecht / mit Christlicher erklerung / auß Dionysio Carthusiano / und vil andern heilgen lerern versamlet. Durch die Carthauser in Cöllen. Köln 1535. - Siehe dazu: S. Risse, Deutsche Übersetzung und Erklärung der Psalmen, herausgegeben von den Kölner Kartäusern 1535, EuA 76, 2000, 321-336.

[5] Die wichtigsten sind: Sieben psalmen kurtz vnd gewis ausgelegt. Leipzig 1534. Nachdruck: SFGWF 9, 1983, 55-124. - Vespertina Psalmodia. Die Funffzig Vesperpsalmen ... Gedeudschet vnd darzu Ausgelegt. Köln 1549. Auch in: Tomus Primus Ettlicher Bücher Geor. Wicelii des Elteren. Köln 1559. Nachdruck: SFGWF 2. Sonderdruck, 1978. - Annotaten Georgii Wicelii in die ersten XXXIII Psalmen des Propheten Dauids. Mainz 1552. 2. Aufl.: Mainz 1555. - Siehe dazu: S. Risse, Georg Witzel (1501-1573) als Psalmenexeget, AMRhKG (in Vorbereitung).

[6] Der Psalter Dauids / Latyn unnd Teutsch. In deme der Latynscher Text / nach gemeynem brauch der Christlichen Catholischen Kirchen / trewlich vorgesatzt / Sampt eyner kurtzen verteutschung und Außlagung / nach dem verstandt und meynung der Vornembsten kirchenlehrern / mit grossem fleiß versammlet. Zu Cöllen, bey Jaspar Gennep. Köln 1562. - Siehe dazu: S. Risse, ‘Der Psalter Davids Latein und Deutsch’ von Jaspar Gennep (1562), FKTh (im Druck).

[7] Psalterium Davidicum paraphrasibus brevibus illustratum, servata ubique ad verbum Hieronymi translatione. Authore Reynerio Snoy Goudano. Antwerpen 1535 (zahlreiche weitere Auflagen).

[8] Die Argumenta finden sich in folgender und vielen späteren Auflagen: Psalterium paraphrasibus illustratum, servata ubique ad verbum Hieronymi translatione. Raynerio Snoygoudano Authore. Accessere ad postremam hanc aeditionem singulis Psalmis Argumenta. Lyon (Ioannes & Franciscus Frellonii) 1545.

[9] Der gantz Psalter des heilgen Propheten Davidis / mit kurtzer Catholischer erklärung gezogen auß den heylgen Patribus und alten Kirchen Lehrern / vormalß in Lateynisch beschrieben durch weyland den Hochgelehrten Herren Reynerum Snoygoudanum. Jetzt aber allen frommen Christen zu guttem ins Teutsch bracht / durch Nicolaum Hug Landenburger / Diacon des Keyserlichen Thumbstiffts Speyer. Mainz 1566. - Siehe dazu: S. Risse, Die Psalmenerklärung des Reynerus Snoy Goudanus (ca. 1477-1537) in deutscher Übersetzung von Nikolaus Hug Landenburger (in Vorbereitung).

[10] Weitere Beispiele: Pedianus zu Ps 46; Witzel (Vespertina Psalmodia) zu 117[116]; Gennep zu Ps 50,21; 106; 107,4; 108,30; 117,22; Snoy/Hug zu Ps 86; 88,13; 112, 9; 117,22.

[11] Ähnlich im Kartäuserpsalter zu Ps 45,11: ???[vnd ich werd erhöcht vf ertrich] der Juden wen sye zum letsten ouch glouben werdent.“

[12] Siehe auch Gennep zu Ps 28,8: ???[Der Herr wirt auch] zum Christlichen Glauben [bewegen die wüeste Cades] das seyndt die vnselige Jüden / welche das heilige des Gesetz / welches Cades genent wirt / verlassen haben / vnd jre Satzungen über Gottes erhaben.“ - Ferner Snoy/Hug zu Ps 44,13. Der Vers wird als Anrede an die Kirche verstanden: ???(Vnd) nit allein die Juden / sonder auch (die töchter von Tyro) sampt den Heiden / werden sich selbst (mit schenckgaben) zur gehorsam des Herrn Christi opffern / ja (sie werden anbeten) vnd bitten (dein) göttliches (angesicht) mit grosser ehrwirdigung / darzu werden sie wünschen deine mitgesellen zusein / auch dir gleichförmig zu werden / Dergleichen auch (alle) Fürsten der Welt / vnd (reichen des volcks) werden dich meine Kirch vnnd Gespons ehren.“ Besonders zu beachten: Snoy/Hug zu Ps 88,47 (siehe Abschnitt 5).

[13] Ferner Snoy/Hug zu Ps 34,1: ???(Herr) Gott (vrtheile) mit dem vrtheil der verdamnuß (die mir schaden thun) nemlich die gottlose Juden / denen gib nach jhren wercken.“ Snoy/Hug zu Ps 34,8: ???(Der strick) vnd das netz (komm vber sie) nemlich vber das Judisch volck / ja der strick der gefengnuß durch die Römer (den sie nicht wissen) künfftig zu sein (vnd die fahung) auch das netz vnnd betrug (so sie verborgen haben) mich heimlich zubegreiffen (soll sie) schnelliglich / ja vnuersehentlich (ergreiffen / vnd er) nemlich das Jüdisch volck (sol in denselben strick) des tods (fallen) den sie mir hetten zugerüst.“ Snoy/Hug zu Ps 40,11: ???(erwecke mich) widerumb an dem dritten Tag von den todten (vnnd) alsdann (so wil ichs jhnen wider vergelten) mit gleicher gestalt derer vbel / die sie mir bewisen haben / dann sie wil ich zerstrewen in die gantz Welt hin vnd wider ewiglich.“ Noch breiter sind die Vergeltungswünsche bei Gennep und bei Snoy/Hug entfaltet zu Ps 68,24-29.

[14] In seiner ???Weiteren Erklärung“ zu Ps 34 schreibt Gennep ebenfalls, dass solche Vergeltungsbitten doch ???mehe Prophetischer weiß / weder bittende zu verstehen seint / Als wen der Prophet in feurigkeit des geists / die grosse weuttende grimmigkeit der Juden wider Christum gesehen / im eyfer jre kunfftige verdiente straff erzelt / vnnd in der person Christi zu Gott dem Vatter bettet / das sie also gestraffet werden / Wiewol Christus am Creutz hangende / nit vmb straff der Jüden / sonder das jn der himlischer Vatter die sünde vergeben solte gebetten hat. Daher zu mircken das vil verß in disem / wie auch in mehe anderen Psalmen / mehe auß fewrigkeit des Prophetischen Geists / in deme der Prophet das leyden Christi / vnd kunfftige straff der Jüden / vorsehen / geweissaget hat / dan Christus / oder seyne Christgläubige glidtmassen / die keiner rach begirich / gebetten haben / oder bitten söllen.“

[15] Die gleiche Deutung von Ps 106,33-34 auch bei Gennep. Auch Pedianus bezieht die Stelle auf die Juden.

[16] Von der Eroberung durch die Römer heißt es bei Snoy/Hug zu Ps 68,23, dass sei ???jhnen geschehen (zur widergeltung) der peyn vnnd straff / von wegen des todts Christi vnsers erlösers (vnnd zur schand) jrer ewigen verderbnuß.“

[17] Siehe auch Gennep zu Ps 18,3; 50,8; 58 (Weitere Erklärung); 59,11; Snoy/Hug zu Ps 45,3.

[18] Witzel, Vespertina Psalmodia, zu Ps 145[144],20: ???Die vngerechten.) Als Jüden / Türcken / Mamoluken / Secten / falsche Christen / solche gehören nicht in Abels / sondern in Cains stadt. Werdens dort nicht gut haben / ob sie gleich auff eitel rosen gehen.“

[19] Weitere Beispiele: Gennep zu Ps 17,49; 34,4; 109,1; 118,126.

[20] Weitere Beispiele: Snoy/Hug zu Ps 34,4; 109,2; 126,5.

[21] Ähnlich Kartäuserpsalter zu Ps 70,22; 71,2; Witzel, Vespertina Psalmodia, zu Ps 135[134],4; Gennep zu Ps 67,9; 75,2; Snoy/Hug zu Ps 147,19-20; 149,2.4.

[22] Siehe auch Snoy/Hug zu Ps 131,10: ???(Vmb deines knechts Dauids willen) vnd von wegen deines Sons der auß des Dauids samen die knechtlich gestalt an sich genommen hat (wend nit) gentzlich (ab) von den Juden (das angsicht deines gesalbten) Christi deines geliebten Sons.“

[23] Zu Ps 17,48 ???neidisch vnd gottlosig“; 21,15 ???von den gotlosen vnd ergrimmten juden“; 57,8 ???die Gottlosen verstopfften Juden“; 68,12 ???den ergrimpten vnd gottlosen Juden“; 68,20 ???die neydige mörderische Juden“; 108,18 ???das nichtwerdig heyloß volck der Juden“.

[24] Zu Ps 2,4 ???miserrimos Iudaeos“ übersetzt Hug ???neidische vnd ellende Juden“; 16,9 ???impiorum Iudaeorum“ ???(der gottlosen) schändtlichen Juden“; 30,18 ???a perfidis Iudaeis“ ???von den trawlosen vnd meineidigen Juden“; 108,15 ???Iudaei obstinati“???die erstartten gottlose Juden“.

[25] W. Eckert u. a. (Hrg.), Antijudaismus im Neuen Testament?, München 1967. - R. Kampling (Hrg.), ???Nun steht aber diese Sache im Evangelium...“: zur Frage nach den Anfängen des christlichen Antijudaismus, Paderborn u.a.1999. – Päpstliche Bibelkommission, Das jüdische Volk und seine Heilige Schrift in der christlichen Bibel, VApS 152, Hrg. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2001, bes. 123-159.

[26] Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen, Art. 4.


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Ende!

Gruß Paraneua!

1695)
sarkastische kritiker fan
aus
22.08.03 0:24
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Bairisch Diatonischer Jodel-Wahnsinn - SÄGENLIEB

Zither und grün lackierte Geige, diatonische Zieharmonika und Bratpfann-Heavy-Metal-Stromgitarre, Alphorn und Schlauch-Trichter-Trompete, Lederhosn und rotes Haar, Volksmusik und Aufstand, Stanzln und Radau. Josef Brustmann, Monika Drasch und Otto Göttler vereinen derartige scheinbare Widersprüchlichkeiten mit einer Selbstverständlichkeit und Lockerheit, die im Zuseher schon sehr bald das Gefühl aufkeimen lässt, dass sich der wahre Wahnsinn nicht im ???bairisch diatonischen Jodler“ sondern in der heilen Stadlpost-Welt abspielt. Die mit herzerfrischender Spiel- und Sangesfreude aufgeführten Musikstücke, garniert mit kritischen, bissigen, bitter-bösen oder auch nur blödelnd-komischen Texten wechseln sich mit allerlei Text-Einlagen und Spontan-Kommentaren ab und lassen kaum Zeit zum Verschnaufen, bevor der nächste ???Wahnsinn“ abgeht. Ihre Aufführung am 2. Juni in Kufstein verwandelte den Kaiserturm der Festung zu einer Kleinkunstbühne von Spitzenformat und bescherte dem Publikum einen - mit Sicherheit ! - unvergesslichen Abend.


Der Veranstaltungsreigen ???Kabarett auf Raten“ des Kabarettverein Wunderlich fand im Bairisch Diatonischen Jodel-Wahnsinn einen mehr als würdigen Abschluss. Mit ihrem Veranstaltungsprojekt, das in jeder Hinsicht ein voller Erfolg war, setzte Wunderlich neue Maßstäbe in der Kulturlandschaft Kufstein und machte Appetit auf mehr. Man darf gespannt sein ... (Dr. Thomas Kraft, Kufstein)
Ende!

Wer ist jesuitisch geprägt? Die Wahnsinnsjodler oder die Rehmbrüder?

Frage an Sie, liebe Leser!

Gruß Paraneua-Bioeule, beide Gruppen schätzend, fern allen kulturwüsten Jesuiten-Zumutungen "ganz besonderen Eyfers"!






1694)
ist jodeln uno-politisch
aus
22.08.03 0:03
eMail: URL: http://www.paraneua.de

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Vom Jauchzen und Jodeln

1.25
25. Eidgenössisches Jodlerfest in Freiburg, Kirche St. Michael: ein Solo-Jodel. Einer von über 1000 Wettvorträgen der rund 12 000 Sängerinnen und Sänger, die zum Gipfeltreffen der Schweizer Jodler zugelassen wurden. Denn zum «Eidgenössischen», das nur alle drei Jahre stattfindet, wird nur eingeladen, wer sich in Regionalverbandsfesten dafür qualifiziert hat. Ein Jodel-Finalturnier sozusagen, bei dem in 13 Lokalen – in Kirchen, Aulas, Turnhallen – die Jodellieder beurteilt und benotet werden: sehr gut, gut, genügend, ungenügend.

2.40
Ein eidgenössisches Jodlerfest ist auch eine Parade der Schweizer Trachten. Die Kleidervorschriften sind strenger als in Wimbledon. Wer an den Wettbewerben im Jodeln, Alphornblasen und Fahnenschwingen teilnimmt, muss eine korrekte, historisch dokumentierte Tracht tragen.

3.00
Ein eidgenössisches Jodlerfest gilt als Höhepunkt der traditionsbewussten Schweizer Jodler. Diese Tradition reicht allerdings keine 100 Jahre zurück. Erst 1910 wurde der Jodlerverband gegründet, um dem damals populären, vom Tirol inspirierten Jodeln in Varietés, der sogenannten «Salontirolerei», schweizerische Eigenart entgegenzusetzen. Die Wurzeln dieser Eigenart liegen im Naturjodel.

4.00
Dieses urtümliche, typisch schweizerische Jodeln, der «Naturjuz» oder «Zäuerlen» wie es vor allem im Appenzellerland verbreitet ist, wurde allerdings immer mehr aus den Wettkampflokalen verdrängt. Heute werden fast nur noch zweiteilige Jodellieder vorgetragen, bestehend aus einem Liedteil mit sogenannt «heimatidyllischem» Inhalt und einem Jodelteil.

5.10
Der Solo-Jodelteil wird meistens von Frauen gesungen, die Männer begleiten. Aber es gibt auch Männer, die den steten Wechsel zwischen Brust- und Kopfstimme beherrschen.

5.55
Am delikatesten sind die Vorträge im Terzett und Quartett. Aber auch die schönsten, wenn die Stimmen stimmen.

7.02
Ein eidgenössisches Jodlerfest ist schliesslich auch ein Fest der Schweizer Folklore. Zelebriert von Liebhabern – «Amateurs» – dessen, was als typische alpine Musik mit typisch alpinem Sound auf typisch alpinen Instrumenten angesehen wird. Aber all das gibt es auch anderswo auf der Welt: zum Beispiel in der Bergregionen Ostasiens, im Himalaja, in der Mongolei.

7.35
Unter der Leitung des Schweizer Bassisten Heiri Känzig haben sich Schweizer Musiker mit Vertretern aus den Tien-Shan-Bergen Kirgistans, dem Altai-Gebirge in Südsibirien, und der Mongolei zu einer Tournee durch 10 Schweizer Musikfestivals vereinigt. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA hatte diese Begegnung zum UNO-Jahr der Berge initiiert.

8.03
Eines der bewegendsten Musikstücke des Tien-Shan-Schweiz-Express: Tibet, mit der österreichischen Jodlerin Zabine.

8.55
Der Erfolg dieses Dialogs zwischen den Bergkulturen war überwältigend. Die aus diesem Anlass produzierte CD war schon vor ihrer Pressung über 2500 Mal bestellt.

9.50
Eine Spezialität der Mongolischen Musiker: Die Obertonstimme. Eine kaum mehr bekannte Art, in Mund und Rachen noch andere Töne zu erzeugen, als es die Stimmbänder vermögen.

10.10
Das Schweizer Duo Stimmhorn am Folkmusik Festival in Falun, Schweden. Christian Zehnder hat sich nach einer Gesangsausbildung am Konservatorium mit dem Bildhauer Balthasar Streiff zusammengetan, der mit Alphörnern musiziert. Die beiden kreieren seit Jahren erfolgreich immer neue Kombinationen von verschiedenen Musikstilen aus der Klassik, dem Jazz – und der Volksmusik.

10.42
Statement Christian Zehnder:
"Das Jodeln begegnete mir eigentlich erst dann, als ich mich mit Naturstimmen auseinandersetzte und bemerkte, dass das Jodeln eigentlich in jeder Kultur vorhanden ist. Das fand ich schon sehr spannend. Vor allem haben mir andere Jodel-Stile viel besser gefallen. Zum Beispiel die in Afrika, wo sehr viel gejodelt wird. Dann bin ich auf den österreichischen Jodel gekommen, und ich habe gemerkt: in Asien gibt es das auch. Ich glaube, die Weltmusik oder die Kulturen haben viel dazu beigetragen, dass ich mich überhaupt für den Jodel interessiere und letzten Endes auch für unsere Schweizer Musik."

12.07
Christian Zehnder beherrscht die Obertontechnik perfekt. Während Balthasar Streiff dank Zirkuläratmung einen Begleitton beliebig lang spielen kann, springt Zehnder gekonnt zwischen den verschiedenen Stimmarten – Bruststimme, Kopfstimme, Obertonstimme – hin und her.

13.37
Statement Christian Zehnder:
"Die Obertontechnik ist eigentlich eine Gesangstechnik, vergleichbar mit dem Jodeln oder mit der klassischen Gesangstechnik wie Bariton, Countertenor, Techniken die ich gelernt habe, vergleichbar mit dem Aufwand des Lernens, wobei der Obertongesang wie das Jodeln viel mehr verwurzelt ist mit dem Urtümlichen, mit dem Volkstümlichen. Und unsere klassischen Gesangs-Techniken, die man im Konservatorium pflegt, ist die Kunstmusik. Aber ich behaupte, um Meisterschaft im Obertongesang zu erreichen braucht es im Minimum ein Studium wie in der Klassik."

14.22
Ans renommierte Falun Festival wurde Stimmhorn schon zum zweiten Mal eingeladen, unter anderem auch, um in Workshops die Grundlagen der Obertontechnik weiter zu vermitteln.

14.50
Dabei kommt es nicht nur auf die Abstimmung der verschiedenen Schwingungen in der Brust, im Rachen und in der Mundhöhle an, sondern auch auf die Einbeziehung der Akustik im Raum. Denn jedes Gebäude, jeder Saal, ja jeder beliebige Ort, auch im Freien, gibt Töne auf eine spezielle, einmalige Art wieder. Ein Grund, weshalb Stimmhorn praktisch nie mit Verstärkern arbeitet.

15.15
Statement Balthasar Streiff:
"Für uns von Stimmhorn ist das ein ganz wichtiger Aspekt in der Musik, in der Aufführungspraxis, dass wir an den Orten wo wir sind, sehr genau hinhören, was tönt, was klingt, was klingt wie und wo klingt was. Dass wir diese feinen Phrasierungen ausnützen, diese feinen Unterschiede ausnützen für unsere Musik, uns inspirieren lassen dadurch, und damit auch ein spezielles Gefühl der Authentizität, des Geschehens an Ort und Stelle den Zuhörern vermitteln können."

16.55
23 Uhr am Stangtjärn-See bei Falun. Schwedisches Mittsommernachts-Jodeln vor tausenden von Zuschauern.

17.52
Nicht nur in den Alpen, auch in Skandinavien wurde das Jodeln schon vor Jahrhunderten angewandt, um über grosse Strecken zu kommunizieren.

18.18
Dabei spielt es eine wesentliche Rolle, welche Töne man verwendet. Die Akustik der Landschaft entscheidet, welche Töne am besten wiederhallen.

18.30
Statement Balthasar Streiff:
"Die haben sehr bewusst mit der Akustik, beziehungsweise mit den Resonanzen, die über dem See liegen oder vom gegenüberliegenden Waldstück zurückkamen, gespielt. Auch die Phrasierungen ihrer Melodien – sie haben irgendein Thema angefangen und dann weiterentwickelt – die Phrasierungen und die Rhythmisierung der Melodie ist sehr stark von der Landschaft abhängig. Sie bleiben auf den Tönen liegen oder bringen die Töne immer wieder, machen kleine Absenkungen und gehen dann wieder auf den vollen Ton – und das trägt sehr schön in der Landschaft."

19.30
Kuhhörner erfüllen hier – ähnlich dem Alphorn in den Bergen – die gleiche Funktion. Eine besinnliche Stunde an einem schwedischen See.

20.10
Expo 02, Biel. Jodlerin Christine Lauterburg und Pop-Sängerin Monika Schär im Konzert mit dem Max Lässer-Überlandorchester.

20.24
Und am Tag zuvor bei der Probe. Neben den beiden Sängerinnen hat Max Lässer, Urgestein der Schweizer Musikszene, acht weitere erfahrene Schweizer Musiker um sich geschart, um an der Expo das Experiment zu wagen, Feuer und Wasser zusammenzubringen, Volksmusik und Rock, Jodel und Pop.

20.51
Und er hat darauf gedrängt, einen ganz Grossen dieser Sparte einzuladen, der diesen Weg seit Jahren erfolgreich geht: den Österreicher Hubert von Goisern. Er sollte nicht nur mit seiner Band auftreten, sondern auch gemeinsam mit den Schweizern musizieren. Die einzige gemeinsame Probe wurde für alle Beteiligten zu einer Offenbarung.

21.55
Statement Hubert von Goisern:
"Es war wunderbar. Es war ein sehr beglückendes Erlebnis, dass ich das Gefühl hatte, ich kann jetzt einfach rauslassen, hier ist auch die Plattform da, das ist nicht sehr eng, da ist ein grosser Spielraum, den ich habe für meine Stimme. Es hat riesigen Spass gemacht und hoffentlich wird es morgen auch so, wenn die Leute da sind."

22.22
Und wie es geklappt hat!

22.50
Mit seiner eigenen Band führte er dann vor, dass Volksmusik, insbesondere auch das Jodeln, auch für ein junges, urbanes Publikum attraktiv sein kann.

23.20
Hubert von Goisern ist beseelt vom Wunsch, musikalische Grenzen zu durchbrechen. Dazu reist er regelmässig in entlegene Gegenden und pflegt Kontakte zu Musikern in der ganzen Welt. Gerade deshalb ist er angetreten, die inneren, die nationalen Grenzen zwischen Volksmusik und Popkultur abzubauen.

23.44
Statement Hubert von Goisern:
"Ich mag dieses Wort nicht gerne aussprechen, aber es bringt es doch auf den Punkt: Für die Linksintellektuelle Szene war Volksmusik ein rotes Tuch. Es hatte – und hat es noch immer – etwas Ewiggestriges, etwas Nationales auch. Und da ist man in Österreich ein gebranntes Kind, was dieses «Volkstümelnde» anbelangt, es wurde auch missbraucht während der Nazizeit für nationale Gefühle und diese Gschichten. Ich hab mir dann gedacht: da kann doch die Musik nichts dafür, die Musik ist a priori unpolitisch."

24.30
Bei allem Bestreben, die Volksmusik von politischem Ballast zu befreien, so ganz unpolitisch hat von Goisern die Sache nicht angepackt.

24.44
Statement Hubert von Goisern:
"Da gab‘s einmal ein Schlagwort unter meinen Freunden: wir ziehen den Rechten die Lederhosen aus und nehmen ihnen die Volksmusik weg. Da muss ich jetzt selber darüber lachen, aber das war halt so unser Ansatz."

25.28
Auch wenn es niemand zugeben mag: auch unter Traditionalisten der Volksmusik finden Grenzgänger wie Hubert von Goisern und Christine Lauterburg wachsenden Zuspruch.

25.45
Doch zurück zum eidgenössischen Jodlerfest in Freiburg. Das Älplerchörli Obervaz bereitet sich auf seinen Einsatz vor, für den es zusammen mit der Dirigentin Ruth Pfeiffer drei Jahre lang geübt hat.

26.45
Beschwingt soll es wirken, locker.

26.55
Und doch steigt die Nervosität, die jeder auf seine Art bekämpft.

27.12
Und dann ist es soweit: Das Älplerchörli Obervaz tritt zum Wettkampf an mit dem Lied «Neus Läbe» von Paul Meier.

28.40
Der Applaus ist herzlich, die Jury sieht es etwas kritischer. Nicht sehr gut zwar, aber immerhin die Note gut.

28.52
Und dann, von Samstag auf den Sonntag, die Nacht der Nächte für 12 000 Jodler, Alphornbläser, Fahnenschwinger und 80 000 Zuschauer. Da wird gefeiert, da jauchzt und jodelt es an jeder Strassenecke, in jeder Gasse – und in allen Köpfen.





Ende!

Gruß Paraneua!

1693)
mythenverbrauch bei uns a
aus
21.08.03 23:46
eMail: URL: http://www.bioeule111.de.vu

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230
Datum: Mittwoch, der 04. December, 2002 um 11 Uhr 14
Generationenvertrag! (keine e-Mail / http://www.blitz-buch.de/Bioeule) schrieb:

Gruß an die Limburger Caritas vom ehemaligen Limbuger Caritas-Direktor Volker Jacobi anlässlich caritativ neu aktuell werdender Verträge zwischen den Generationen! Auch überregional bedenkenswert! aus Kein 04.12.02 - 11:10
eMail: Keine URL: http://www.blitz-buch.de/Paraneua
Nachricht:
"Generationenvertrag - Riester-Rente:
Der Generationenvertrag, ein in der sozialpolitischen Diskussion gängiger Begriff ist in verschiedenen Lexika überraschenderweise nicht aufgeführt. Das Internet bietet umfangreichere Hilfe.
Hier eine aus Quellen und eigenen Überlegungen anlässlich der aktuellen Diskussionen zusammengestellte Zusammenfassung:
Bei der bismarckschen Sozialgesetzgebung, die das deutsche Sozialversicherungssystem begründet, konnte von einer heute festzustellenden Umkehrung des Verhältnisses zwischen Leistungserbringern und Leistungsempfängern nicht ausgegangen werden. Das zugrundeliegende System konnte jedoch über 100 Jahre als Grundlage einer Entwicklung des deutschen Sozialstaates dienen. Trotz zweier Währungsreformen im Laufe dieser Zeit war es möglich, dass die Arbeitenden den Lebensunterhalt der durch Alter oder Krankheit aus dem Arbeitsleben ausgeschiedenen Versicherten sicherstellten. Die Sicherstellung war auf dem Niveau des bisherigen Einkommens der Leistungsempfänger möglich. Wirtschaftliche Katastrophen wie in den 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts und nach dem Zweiten Weltkrieg haben die grundlegende Idee und die Wirksamkeit des Generationenvertrages bestätigt.
Die nahezu größtmögliche Versicherungsgemeinschaft aller Arbeitenden, mit Ausnahme der Beamten und der Selbständigen sowie der Geringverdiener, war der Garant für die Zukunftssicherung der Versicherten. Eine weitere Garantie für die Zukunftssicherung war der Verzicht auf eine Vermögensansammlung (mit Ausnahme der Deckungsreserve). Da die gesetzliche Rentenversicherung 'von der Hand in den Mund lebt', war und ist sichergestellt, dass die Zukunftssicherung stets durch 'frisches' Geld und nicht durch 'alterndes' Geld erfolgt. Dieser Verzicht auf Vermögensansammlung zur Zukunftssicherung hatte auch den sinnvollen Effekt, dass mit dem angesammelten Vermögen nicht Zwecke verfolgt werden konnten und können, die nicht im Interesse der Beitragszahler liegen. Die privatrechtlichen Versicherungen sind im Interesse der Erhaltung des Vermögens darauf angewiesen, dieses unter Beachtung gewisser gesetzlicher Vorgaben möglichst gewinnbringend anzulegen. Dadurch ist es möglich, Unternehmen oder Zwecke zu finanzieren, die sich für den einzelnen Versicherungsnehmer negativ auswirken könnten (z.B. könnten aus Versicherungsvermögen Kriege finanziert werden).
Die Beitragszahler der Riester-Rente ermöglichen den verschiedenen Versicherungsunternehmen, sich solchen fragwürdigen Zwecvken zuzuwenden. Der einzelne Beitragszahler ist ganz wesentlich darauf angewiesen, dass das Versicherungsunternehmen das Geld sicher und im Sinne seiner eigenen Zukunftssicherung verwaltet. Eine Kontrollmöglichkeit hat der Beitragszahler nicht. Nicht einmal der nach den gesetzlichen Vorgaben für Versicherungen in Immobilien anzulegende Teil der Rücklagen ist vor Misswirtschaft sicher. Immer wieder werden Versicherungsunternehmen durch Fehleinschätzungen des Wertes und der Gewinnerwartungen bei Immobilienanlagen geschädigt.
Volker Jacobi
Miesbach, 3. Dezember 2002"
vgl. www.odermenning.de.vu, linker Frame, verschiedene Beiträge aus der letzten Zeit zum Thema Renten und Generationen-Vertrag! Gruß Paraneua-Bioeule-Odermenning!


229
Datum: Dienstag, der 03. December, 2002 um 16 Uhr 01
Engel, gibt's die? (keine e-Mail / http://www.jokerbioeule1.de.vu) schrieb:

) Und führe uns nicht in Versuchung? Ein Auszug aus den Flensburger Heften: aus Kein 03.12.02 - 15:37
eMail: Keine URL: http://www.
Nachricht:
Lesen Sie im folgenden Textauszug aus dem Interview "Dem Himmel so nah" mit Hans-Werner Schroeder, bis zum Jahr 2000 in der Leitung der Christengemeinschaft und ihrer Freien Hochschule in Stuttgart, über die Schicksalsbeziehung zwischen dem Menschen und seinem persönlichen Schutzengel:
Der Engel sieht Vergangenheit und Zukunft des Menschen
Wolfgang Weirauch: Welche Aufgaben nimmt der Schutzengel für den Menschen wahr? In welcher Weise umfaßt das Bewußtsein des Engels das gesamte Leben des Menschen in Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft und in seinem Schicksal?
Hans-Werner Schroeder: Etwas davon sehen wir in den Rückschauerlebnissen des Menschen unmittelbar nach dem Tod. Bei dieser Rückschau auf das Leben zeigt sich, was der Mensch im ganzen Leben erlebt, erfahren, gewollt und gedacht hat. Der Verstorbene erlebt diese Bilder und Szenen in einer Art Gleichzeitigkeit, nicht nacheinander wie im Leben auf der Erde. Diese Gleichzeitigkeit ist Charakteristikum des übersinnlichen Bewußtseins, das nicht an Raum und Zeit gebunden ist. Vielleicht kann man anhand dieser Vorstellungen verstehen, auf welche Weise der Engel auch ein, wenn auch erhöhtes, Bewußtsein von der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Menschen hat, und zwar auch in Form dieser Gleichzeitigkeit. Er weiß alles, was der Mensch in den vergangenen Inkarnationen durchgemacht, erstrebt und erlitten hat, und er kennt die daraus folgenden Konsequenzen und Schritte für das gegenwärtige und die nächsten Erdenleben. Er bewältigt diese Aufgabe ohne Mühe, und er erlebt es so ähnlich, wie der Mensch nach dem Tod die Rückschau auf sein Lebenspanorama erlebt. Und der Engel sieht in der Lebenskette des Menschen die karmischen Notwendigkeiten und Lebensimpulse, die der Mensch sich vor der Geburt gesetzt hat.
W.W.: Wenn der Engel nun im Unterbewußten eines verkörperten Menschen eine karmische Notwendigkeit sieht, die eintreten soll, wie initiiert er den Impuls, damit ein solches Ereignis stattfinden kann, sei es nun ein Unfall, eine Menschenbegegnung oder irgend etwas anderes?
H.-W. Schroeder: Beispielsweise kann es vorgesehen sein, daß ein Mensch einem anderen Menschen begegnen soll, weil zwischen beiden Menschen eine wesentliche Schicksalsbeziehung vorliegt. Dann wird sich der Weg zu dieser Begegnung aus sehr vielen kleinen Einzelentscheidungen und sogenannten Zufällen zusammensetzen, daß man z.B. rechtzeitig oder auch verspätet aufsteht, ohne daß es einem bewußt wird, einen anderen Weg geht oder eine Straßenbahn verpaßt, so daß man in der nächsten den entsprechenden Menschen trifft.
Alles das muß der Engel arrangieren, und zwar in Übereinstimmung mit dem Engel des anderen Menschen. Es sieht also für menschliche Verhältnisse sehr kompliziert aus, ist aber für die Engel kein sehr großes Kunststück, denn sie haben diese höherentwickelten Fähigkeiten, die geeignet sind, den Menschen diese Impulse halb- oder unbewußt ins Herz legen zu können. Und diese Impulse veranlassen den Menschen, das zu tun, was dann zu tun notwendig ist.
Auf jeden Fall möchte ich noch hinzufügen, daß die Arrangements der Engel nicht immer funktionieren, denn der Mensch ist frei, es kann etwas dazwischenkommen, oder der Mensch kann abirren, und deshalb muß der Engel dann sehen, daß er eine weitere Gelegenheit herbeiführt. Der Zeitunterschied, der zwischen den Begegnungsmöglichkeiten liegt, muß in irgendeiner Weise ausgeglichen werden. Aber das liegt in der Kompetenz der Schutzengel.
W.W.: Gibt es Möglichkeiten, daß ein im Schicksal des Menschen liegendes Ereignis durch den Engel oder Christus abgewendet wird, weil sich der Mensch aus Eigeninitiative entsprechend verhalten hat?
H.-W. Schroeder: Für die gegenwärtige und vor allem für die zukünftige Zeit muß man immer stärker damit rechnen, daß Karma und Schicksalsbegegnungen kein starres Schema sind. Statt dessen hängt unendlich viel von dem Verhalten des Menschen ab. Das beginnt schon damit, ob er die Möglichkeiten, die ihm sein Schutzengel bietet, aufgreift oder nicht. Manches, was an Prüfungen oder schwierigen Situationen im Schicksal liegt, kann der Mensch dadurch vorher ausgleichen, daß er sich mit positiven Kräften durchdringt oder etwas Gutes für andere Menschen oder die Welt vollbringt. Das liegt auch der Vaterunser-Bitte "Führe uns nicht in Versuchung" zugrunde. Die Versuchung ist für den Menschen notwendig. Die Gottheit bzw. die Engel führen die Versuchungen – ein anderes Wort für Prüfungen – herbei, und die Vaterunser-Bitte besagt, daß sich der Mensch so mit positiven Kräften der Gottheit durchdringen kann, daß die Prüfung nicht notwendig ist. Das ist einer der Hintergründe dieser Vaterunser-Bitte.
Der Engel steht hinter einem
W.W.: Inwieweit stützt der Engel den Menschen bei Schwächen, möglichen Unfällen oder in Situationen, die ihm Neues ermöglichen?
H.-W. Schroeder: Der Engel hilft auch. Das darf man aber nicht sentimental verstehen, denn sentimental sind die Engel nicht. Wenn man zu einem Engel betet oder sich anderweitig an ihn wendet, damit es einem anderen Menschen immer gut gehe, so ist dies auch eine sentimentale Komponente, die auf den Engel keine Wirkung hat. Der Engel weiß, daß Schwierigkeiten und Prüfungen für den Menschen notwendig sind, und zwar immer wieder neu. Daß der Engel dem Menschen hilft, heißt in jedem Fall nicht, daß er dem Menschen notwendige Prüfungen abnimmt oder ein notwendiges schweres Schicksal vermeidet. Denn ein schweres Schicksal ist oft richtig für einen Menschen, weil dadurch wichtige Schritte in seinem Leben möglich werden können. Aber der Engel kann dem Menschen Kraft in sein Herz legen, eine schwere Situation zu ertragen, sie mit einer gewissen Gelassenheit und vor allem mit Vertrauen durchzustehen.
Vom Engel geht auch der Mut aus. Man kann sich ein gutes und wirkliches Bild von der Engelnähe machen, wenn man sich vorstellt, daß der Engel in entscheidenden Momenten des Daseins hinter einem steht, die Hände auf die Schultern des Menschen legt und ihm Mut, Kraft und Lebensfreude einströmt. Dieses Bild sich abends, morgens und in manchen Momenten des Tages zu machen, ist deshalb sehr wirksam, weil es richtig ist, weil es einer geistigen Realität entspricht.
W.W.: Der Kontakt zu den Schutzengeln ist bei den meisten Menschen heutzutage kaum noch vorhanden. Hilft das von Ihnen genannte Bild, diesen Kontakt zu intensivieren?
H.-W. Schroeder: Dieses Bild ist außerordentlich wirksam, und es hilft dem Menschen, aber auch dem Engel, weil er sich durch dieses reale Bild wahrgenommen fühlt. Das ist ein wechselseitiges Verhältnis. Auch in diesem wechselseitigen Verhältnis liegt etwas Wirksames. Wenn der Mensch gar nicht an den Engel denkt, ist es für den Engel wie eine Art Verfinsterung und Umwölkung. Er kann dann nicht mehr richtig an den Menschen heran, und viele seiner Wirkungen werden unwirksam. Anhand dieses Bildes kann der Mensch auch Dankbarkeit entwickeln. Anfänglich ist es ein Vertrauen in die Schicksalsführung, und das Vertrauen kann sich zur Dankbarkeit entwickeln. Und diese Dankbarkeit ist eine sehr wirksame und lebendige Brücke zum eigenen Schutzengel.
3.
Auszug aus dem Interview "Neue Impulse durch freie Schulen" mit Henning Kullak-Ublick, Klassenlehrer an der Freien Waldorfschule Flensburg, über die Veränderungen der heutigen Schüler in bezug auf Sozialkompetenz, Teamfähigkeit und Allgemeinbildung:
Die Individualisierung setzt früher ein
Wolfgang Weirauch: Wie steht es mit der Sozialkompetenz und der Teamfähigkeit der heutigen Schülerinnen und Schüler? Bemerkst Du im Vergleich zu früher Unterschiede?
Henning Kullak-Ublick: Die Unterschiede zu früher sind groß, aber es ist schwierig, sie zu schildern, ohne plakativ zu werden. Ich möchte daher lieber vorausschicken, daß ich nichts davon halte, über "die Jugend von heute" zu klagen. Eine wichtige Veränderung scheint mir zu sein, daß die Individualisierung heute viel früher einsetzt als noch vor 20 Jahren. Früher gab es ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl, man war enger mit der Gruppe verbunden. Die jeweilige Gruppe fand man mehr oder weniger naturgegeben vor, und die Individualitäten entwickelten sich peu à peu aus diesen Gruppen heraus, bis sie in den jeweiligen Gemeinschaften allein stehen konnten. Heute kommt es mir vor, als würden die Kinder schon fast mit Eintritt in die Schule ihr individuelles Verhältnis zur Gemeinschaft finden müssen. Daraus folgt, daß man die sozialen Spannungen viel früher und radikaler in der Klassengemeinschaft hat als noch vor einigen Jahrzehnten.
Die andere Seite der Medaille ist, daß die Kinder schon sehr früh auf einem vergleichsweise wachen Bewußtseinslevel stehen, auf dem sie sich auch miteinander in Beziehung bringen können. Sie haben manchmal die Fähigkeit, sich schon früh in einer Art miteinander zu verständigen, wie es die Kinder früherer Jahrzehnte erst in höheren Klassenstufen konnten. Man kann heute mit einer 4. Klasse ein Gespräch führen, muß es sogar manchmal, das früher so nicht möglich gewesen wäre. Und die Kinder ziehen daraus Konsequenzen für die Art, wie sie miteinander umgehen.
W.W.: Kannst Du dazu ein Beispiel schildern?
H. Kullak-Ublick: Als die Kinder in meine jetzige Klasse kamen, gab es unter ihnen sehr starke Spannungen. Es gab auch eine ganz eindeutige Hierarchie in der Klasse, mit Underdogs und allem, was dazugehört. Und ich habe nicht nur beobachtet, wie sich die Kinder aus dieser Underdog-Rolle durch einen wirklichen Kraftakt befreit haben, sondern ich habe auch bemerkt, wie die Klassengemeinschaft diejenigen, die die Unterdrückerrolle spielten, in ihre Schranken gewiesen hat, so daß dadurch für die Unterdrückten Luft zum Atmen geschaffen wurde. Natürlich gab es dabei auch herbe Rückschläge, aber es war eine Entwicklung, die die Kinder über weite Strecken wirklich selbst in die Hand nahmen. Insbesondere konnte ich beobachten, daß sich die Kinder im Laufe der Zeit über vorhandene Antipathien untereinander hinweggeholfen haben, indem sie mit zunehmendem Alter auch gelernt haben anzuerkennen, was der jeweils andere für Fähigkeiten besitzt, die sie selbst vielleicht nicht haben.
Insofern scheint mir die Sozialkompetenz nicht geringer zu sein als früher, aber sie verlangt den Kindern oft schon viel früher eine Art bewußter Selbsterziehung ab. Ich glaube, sie hatten es früher wirklich leichter, weil sie noch nicht so früh so wach sein mußten, um sich durch die Welt zu schlagen. Für die Erwachsenen bedeutet es die Aufgabe, noch viel mehr Gelegenheiten zu schaffen, bei denen die Kinder sich auf einer träumenden oder praktisch-tätigen Ebene begegnen können.
Die Verbindung zum Wissen reißt
W.W.: Wie erklärst Du, daß die Allgemeinbildung der Jugendlichen rapide abnimmt?
H. Kullak-Ublick: Das ist eine schlimme Entwicklung, die man allerdings nicht nur bei den Jugendlichen beobachten kann. Wir leben heute in einer Zeit, in der man den absoluten Zugang zu allen Quellen des Wissens in der Welt hat. Aber die innere Verbindung zum Wissen scheint mir abgerissen zu sein. Die Jugendlichen haben weniger Allgemeinbildung als früher, und der eigene vertiefte Zusammenhang der Wissensbrocken wird weniger, weil sie es immer schwerer haben, sich mit der Fülle von Wissen, das an sie herangeschleudert wird, gefühlsmäßig zu verbinden. Auch deshalb ist es notwendig, daß man den Kindern hilft, die innere Bildfähigkeit zu entwickeln, damit sie sich ein Bild von der Welt machen können.
Hinderlich dafür ist natürlich, daß man heute überall mit fertigen Urteilen konfrontiert wird. Von den Medien werden ununterbrochen fertige Urteile über alles und jedes präsentiert. In Fernseh-Soaps, Jugendsendungen und -magazinen werden den Jugendlichen Lebensbilder vorgegaukelt, die sich wie eine Art objektive Autorität vor sie hinstellen. In Wirklichkeit erzeugen sie aber reine Illusionen. Diese massive Beeinflussung erschwert es den Kindern und Jugendlichen, sich auf eigene Faust mit dem Wissen der Welt auseinanderzusetzen und zu einer ausgewogenen, innerlich getragenen Urteilsbildung zu kommen. Es wird immer schwieriger, sich gefühlsmäßig mit den Dingen der Welt zu verbinden. Die Seelenkräfte Denken, Fühlen und Wollen reißen zunehmend auseinander. Und das vollzieht sich in einem Alter, in dem es dafür viel zu früh ist. Wenn z.B. ein Siebenjähriger beständig diese vorgefertigten Bilder in sein Denken aufnehmen muß, die er gefühlsmäßig überhaupt nicht verarbeiten kann, wird er dazu erzogen, sein Denken von seinem Gefühlsmenschen und auch von seinem Willensmenschen abzukoppeln. Deswegen bleibt die Allgemeinbildung, vor allem die vertiefte Bildung auf der Strecke.
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Flensburger Hefte Verlag GmbH - Holm 64 - D-24937 Flensburg
Tel. 0461 - 2 63 63 / 2 14 72 Fax - 2 69 12 e-Mail: flensburgerhefte@t-online.de
Gruß Paraneua!



228
Datum: Dienstag, der 03. December, 2002 um 15 Uhr 56
Jokerbioeule1.de.vu: (keine e-Mail / keine Homepage) schrieb:

Sozial ist, wer Erkenntnisse schafft! aus Kein 03.12.02 - 12:36
eMail: Keine URL: http://www.paraneua.de
Nachricht:
"Um gegen rechte Hetze im Netz vorzugehen, brauche es keine neuen Gesetze und Einschränkungen von Grundrechten, so die Verteidiger des freien Netzes. "Das ist wichtig für die Demokratie in einer von Berlusconi und Bertelsmännern dominierten Medienwelt", meint der niederländische Netzanbieter Rop Gonggrijp. Statt immer neue Gesetze und Mauern zu errichten, sollte lieber in die Aufklärung der Menschen investiert werden: "Aufklärung statt Zensur".
Maren Witthoeft
>> zurück zum inhaltsverzeichnis "
Gruß Paraneua!


208) Korrektur: aus Kein 03.12.02 - 12:22
eMail: Keine URL: http://www.ichsagewasichdenkeweb.de.tf
Nachricht:
In Eintrag 207 muss es statt Arnulf "Baing" Arnulf Baring heissen!
Gruß Paraneua!

207) Wie uns Arnulf Baing gerne sähe: aus Kein 03.12.02 - 12:20
eMail: Keine URL: http://www.-dbv.informatik.uni-bonn.de/quant
Nachricht:
Enorm hoeher Adrenalin-Spiegle beim Mandrill, kurz vor der Rebellion! (Das Farbspiel wird laut Bioeules altmodischem Naturführer durch "Schwarzgalligkeit" hervorgerufen?
Das wär' Beweis der Richtigkeit von Goethes Farblehr' Stuf' um Stufen!
Ein weitres Bild mit niedrigerem Spiegel von Adralin: awesomeanimals.tripod./com/images/mandrill.jpg der wäre ganz nach des Herrn Ude Sinn!
Hat trotz des Lebens manchmal schlimmer Politik,
die Ausgeglichenheit und nicht der schwarzen Gall' so viel, wo es besonnen zu handeln gilt im Augenblick!
Gruß Bioeule und Kampfhund samt Johanniskraut und Odermenning!

206) Kollektiv oder Sozialstaat? Eine Antwort auf Volker Zastrows "Märchenkönige und Bettler" in FAZ, S. 1, heute, 3.12.02! aus Kein 03.12.02 - 11:57
eMail: Keine URL: http://www.kampfhund-areal.de
Nachricht:
Da "wir Bayern" ja unsern König Ludwig mit allen seinen schönen Schössern ham'!
Könnte unser Frust eigentlich bleiben angesichts dem viel übler mitgespielten entkernten hessischen Herzen bleiben zahm?
Und bei allem Presse-Rummel-Pi-Pa-Po
sam mir Bayern lustig imma no?
Ist's auch wahr, dass Freiheit bergig wohnt?
Dass man die Waldenser in dem Wald verschont?
Nein, es gab "Trompetenschall"! Hier in Miesbachs Waizinger Keller nicht nur sondern an manch andrem Ort der Wahl!
Das verbindet uns mit einer ungarischen Prinzessin,
die in Hessens schönem Marburg tätig auch bekanntlich ist gewesen!
Und wir wissen, dass gestorben
ihr Mann Ludwig an dem Tag Septembers böser Elf, womit Elisabeth entlassen wurd' in schlimme Sorgen!
Und entgegen aler höfischen Sitte,
ihr Herz sozial widersetzte sich keiner wichtigen Bitte!
Gab es auch Missbrauch solcher Güte,
sozial blieb, die ihr Haus für Gott gebaut, in dem Gemüte!
Kein Erich Fromm, auch kein Marcuse kam,
der ihre Bürde vom Standpunkt kollektiver Sozialisierung sah an!
Sie sagte, ohne nach dem Staat zu rufen "ich bin da"!
Was gleichbedeutend als Loswort alter und neuer selbstverantwortlicher Güte war!
Sie glaubte nicht, dass "wer die Wahrheit heute sagt, ist morgen tot"?
Leistungen ersatzlos zu streichen, wo notwendig sie war'n,
dafür im Gottesstaat gibt's keine Not!
Statt schnell ein Spendenimperium mit mafiosen Gehabe zu gründen,
sie handelte eigenverantwortlich, auch wenn sie wusste von der Fürsten Sünden!
Nicht jeder heisst "Elisabeth"?
Doch "kollektive" Güte lindert keine Not!
Kollekten gibt's für Kollektive,
wie wär's, wenn man aus "absichtsloser" Güte Lindrung schüfe?
Die Seligsprechungen sind nicht gedacht für der Scharia Strategien,
solchneue Synkretismus-Buddha samt denm lahmen Dalai gilt's zu fliehen!
Ich lese grad von Rudolf Steiner in GA 100:
Vor "Histler" nahm Stellung er zum antirassistischen Evangelium, doch kam vor 1926 er um, was Balfours wohl nicht wundert!
So bringt die Wahrheit politisch doch um?
Vielleicht den aktuellen gesponserten Journalismus auch? Doch gab's doch unsterblich der Metanoia Brauch!
Das Wort! Wir sollten's keinesfalls nur lassen "stahn"!
Die wortverarbeitend Metanoia für alle Ränge begann!
Sophistik ist von kurzem Atem,
das wollt' ich Ihnen, Herr Zastrow, noch sagen!
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!
die sich über

205) Kakaphonien, Kakerlaken u.a.m.! aus Kein 03.12.02 - 11:13
eMail: Keine URL: http://www.paraneua.de
Nachricht:
Negativ-Suggestionen sollen nach Willen der "Balfours" und ihren "jesuitisch-atheistischen" Brüderschaften mit und ohne Kopftuch in Ihrem und meinem Herzen wohnen?
Was tun gegen "Kakophonien", die zur unrechten Zeit unsre Renten erhöh'n?
Was tun gegen Kakerlaken-Politik,
die sich am Petersberg präsentiert sich schick?
Als Bioeule hab' ich erfahren,
dass biologische Kakerlaken einmal in einer Lieferung von Maiskörnern waren!
Und wenn das gesponserte, neufaschistische "Europa" auch nach seinen Tierschützern mit und ohne Brigit Bardots Herzweite ruft:
Hat Bioeule Maislieferungen samt Kakerlaken durch die Getreidemühle treiben gedurft?
Aber Sie wissen, bei des Max und Moritz' letzten Streich:
Wütender Müller bei skeptischen Dichtern auch wütender Bioeule gleicht!
Und welch' Wunder zeigte Wilhelm Busch?
Auch nach Mühlen-Zwängen blieb erhalten bildlich Mahl-Gedrusch!
Wenn wir Max und Moritz auf dem Petersberge sehen sitzen,
sollten keinesfalls wir sparen bei den Geistesblitzen!
Statt sich "jesuitisch"-atheistisch anzubiedern,
sollten wir befreien von Kakerlaken-Politik uns an Haupt und Gliedern!
Hat der aktuelle Sozio-Faschismus zwar auf unsere Entmutigung gesetzt,
heisst's nicht, dass Entmutigung man billig so nachschwätzt!
Neuer Hass auf "Juden-Amerika" ist der aktuelle Schlachtruf hör'n aus dem gesponsert Balfour-Lager mia'!
Diesen neuen alten Rassismus sollten wir gar eilends überfliegen,
weil wir sonst den Krebsghang kriegen!
Lassen wir moralisch kurz unsere Entrüstung,
um uns gegen Kakerlakentum uns sinnvoll aufzurüsten!
Denn der Feind wird ständig neu geriert,
grad, wo leidenschaftlich er wird anvisiert!
"Jesuitisch" - und dass sollten wir jetzt ruhig erfassen,
internationalem "Jesuitentum" ein internationaler Atheismus würde passen!
Weil ein Golem unbesetzt,
teuflisch wird nach Laune neu besetzt!
Wer ist international "Ahasverus"?
Krebsgang und der Weltverfrust!
Lernst von ewger Wiederkehr des ewig Alten,
musst mit Schopenhauer samt des Buddhas rundem Bauch im Herzen bald erkalten?
Doch wir hatten Rückert auch!
Von der "Wiederkehr" samt Reinkarnation schrieb der ja auch!
Doch ein wichtiger Satz hier heisst,
dass ein Weiser nicht ohne Irrtum reist!
Und er nennt dann auch gleich Narren,
die beim Irrtum "jesuitisch"?-"gnostisch"?-"fundamentalistisch" mit und ohne Schwan des "Lohengrin" verharren!
Gruß Paraneua-Bioeule!

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227
Datum: Montag, der 02. December, 2002 um 10 Uhr 34
"O Wunder, was will das bedeuten?" (ED 5750, Schott, Willi Drahts) (keine e-Mail / http://www.blitz-buch.de/Verklaghaferl) schrieb:

O Wunder, was will das bedeuten! aus Kein 02.12.02 - 10:31
eMail: Keine URL: http://www.
Nachricht:
Es ist schwierig, Noten für Adventslieder zu finden! Hier eines, das mir besonders gut gefällt! Klingt zweistimming auf dem kleinen Sauter-Klavier mit gedrücktem rechten Pedal (nein, das ist nicht kitschig oder entsetzlich, sondern hackbrettartig!) "O Wunder, was will das bedeuten? Liedersammlung zur Adventszeit, bearbeitet von Willi Drahts, ED 5750, Schott, Blockflöte (nichts für Sie?) lässt sich nach wie vor bei durchschnittlicher musikalischer Intelligenz mithilfe des Bodenmann Blockflöten-ABC's in verhältnismässig kurzer Zeit einstudieren!
Mit beliebigen Instumenten gut spielbar! Innovative, originelle Musiker finden sicher eine Variante, die auch die Jüngeren anzieht, ohne in billiges Marcusieren verfallen zu müssen! Für meine Alterslage ist dieses schlichte Heft durchaus genügend und vor allem - sehr aufbauend!
Ihre hin und wieder auch fröhlich auf der Geige kratzende Paraneua-Bioeule! (rechtslastig empfänglich bin ich auch weiter für Cesar Bresgens: Fein sein, beinander bleib'n, in dem viele einfach gesetzte zweistimmige alpenländische Weisen zu finden sind!)


226
Datum: Sonntag, der 01. December, 2002 um 08 Uhr 35
Viele Grüße An alle Familien in immer schwierigen und doch hoffnungsvollen Zeiten! (keine e-Mail / http://www.unsichtbarekirchechristi.de.tf) schrieb:

Ihre Bioeule mit dem gesamten Bioeulen-Netz!

225
Datum: Sonntag, der 01. December, 2002 um 08 Uhr 31
"Wir müssen Ihm entgegengeh'n!" (keine e-Mail / http://www.blitz-buch.de/Bioeule) schrieb:

181) Statt Nekrophilie samt schwarzem Zylinder und internationalem Assassinentum: aus Kein 01.12.02 - 8:18
eMail: Keine URL: http://www.bioeulereproduktivgesund.de.tf
Nachricht:
T. und M.: Philipp Nicolai 1599:
"'Wachet auf', ruft uns die Stimme
der Wächter sehr hoch auf der Zinne,
'wach auf, du Stadt Jerusalem.'
Mitternacht heißt diese Stunde,
sie rufen uns mit hellem Munde:
'Wo seid ihr klugen Jungfrauen?
Wohlauf, der Bräutgam kommt;
steht auf, die Lampen nehmt.
Halleluja.
Macht euch bereit zu der Hochzeit,
wir müssen ihm entgegengehn.'
Zion hört die Wächter singen:
das Herz tut ihr vor Freuden springen.
Sie wachet und steht eilends auf.
Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig,
von Gnaden stark,
von Wahrheit mächtig;
Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf.
'Nun komm, du werte Kron,
Herr Jesu, Gottes Sohn.
Hosianna.
Wir folgen all zum Freudensaal und halten mit das Abendmahl.'
Gloria sei dir gesungen:
Mit Menschen- und mit Engelzungen,
mit Harfen und mit Zimbeln schön.
Von zwölf Perlen sind die Tore:
An deiner Stadt; wir stehn im Chore:
der Engel hoch am Thron.
Kein Aug hat je gespürt,
kein Ohr hat mehr gehört
solche Freude:
Des jauchzen wir und singen dir
das Halleluja für und für."
Viele Sonntagsgrüße, liebe Leser!
Ihre Paraneua mit dem gesamten Bioeulen-Netz!


224
Datum: Mittwoch, der 27. November, 2002 um 00 Uhr 52
Renten, Generationen-Vertrag, Kriege, Nachkriegszeiten! (keine e-Mail / http://www.rudolfsteinerjetzt.de.tf) schrieb:

149) Rente, Generationenvertrag, Kriege, Nachkriegszeit! aus Kein 27.11.02 - 0:42
eMail: Keine URL: http://www.rudolfsteinerjetzt.de.tf
Nachricht:
Vielleicht haben Sie vor nicht allzu langer Zeit im im bayrischen Fernsehen eine Wirtschafts-Diskussion vor allem im Hinblick auch auf die Renten erlebt,
wo manches Erschreckende, manches sachlich Richtige, aber auch Wichtiges wurde versteckt?!
Zum Thema "Generationen-Vertrag"
wurde eingangs etwas flapsig gesagt:
Diejunge Generation habe ihn nie geschlossen!?
Dazu ist es jetzt durchaus in Zeiten drohender Kriegsgefahr zu wissen:
Ohne die selbstverständliche Erfüllung des "Generationen-Vertrages" nach den beiden grossen Kriegen,
wäre unser Land am Boden liegengeblieben!
Hier alterte nicht mit den Menschen das Geld!
Hier wurde die Notwendigkeit des Generationen-Vertrages instinktiv ergriffen und gefühlt!
Da wir als Kontrast-Programm demokratisch erwünschten Wirtschaftens den kapitalistischen "Balfourismus" haben,
könnte die augenblickliche Gefahr im Zusammenhang eines drohenden Krieges und eines vielleicht aufgelösten (über angeheizte "Elmar Brandt"-Stimmung?) Generationen-Vertrages fatale Folgen in einer "Nachkriegszeit"? tragen!
Wir kämen nicht mehr vom Boden auf!
Die "Balfours" sammelten uns mit öligem Lächeln auf!
Eine interessante und beunruhigende Begleiterscheinung in der betreffenden Diskussionsrunde konnte wenig ergötzen:
Warum liess man die Runde mit so wenigen kompetenten Leuten besetzen?
Zum Beispiel zur Familien-Frage:
Ein ganz wichtiger Posten im Familien-Budget kam (durfte nicht?) garnicht zur Sprache:
"Wohnen"! Wollte man hier die Kapitalisten schonen?
Und mit der Auslassung dieses so wichtigen Punktes
konnte die Diskussion nicht sich formen in etwas Stimmiges, Abgerundetes!
Dass hier durchaus ein Zusammenhang mit dem Reizthema "Renten" besteht,
mit Rudolf Steiners Ausführungen einen interessanten Zusammenhang eingeht:
Rudolf Steiner, Erste Seminarbesprechung, Dornach, 31. Juli 1922, TB 731:
"Frage: 'Kann der Staat, solange Vermögen da ist, dieses Vermögen durch die Geldvermehrung an sich reißen?'
Rudolf Steiner: 'Gewiß kann der Staat durch die Geldvermehrung existieren, aber wenn dieser Punkt erreicht ist, daß die Rente (Rente ist hier in weiterem als auch in unserem Sinn zu verstehen! Anm. Paraneua) aufgebraucht ist, wenn sie nicht künstlich erhalten wird, könnte er eigentlich wirtschaftlich nicht mehr bestehen, auch wenn er weitere Banknoten fabriziert, denn die weitere Banknotenfabrikation müßte dahin führen, daß jede Verdoppelung zu einer Steigerung ins Unendliche führen würde. Der Staat mußsich immer mehr und mehr abschließen.
Frage: 'Lebt der Staat nicht vom volkswirtschaftlichen Kapital selbst, das in den Unternehmungen drinnensteckt?'
Rudolf Steiner: 'Ja, aber von dem, was darin Rente ist.'
Frage: 'Ja, ich meine, er saugt das Kapital heraus. Das Kapital vermindert sich?'
Rudolf Steiner: 'Insofern das Kapital Rentencharakter trägt. Denn wenn derStaat es aufsaugt, dann trägt es diesen Charakter. Der staat kann gewiß leben, kann aber nicht mehr wirtschaften. Das ist keine Wirtschaft mehr. Er kann bloß leben von dem, was schon erwirtschaftet ist; er zehrt nur noch vom Alten. Man lebt tot die Rente. In Österreich müßte der Punkt längst erreicht sein, wo die Rente tot ist. In Deutschland ist es noch lange nicht so weit (dies wurde jetzt erreicht! Anm. Paraneua!) Ganz sicher könnte es in Deutschland auch nicht weitergehen, wenn nicht gewisse Zwangsgesetze da wären, zum Beispiel in bezug auf die Miete. Da zahlen sie eigentlich nichts - ich glaube etwa fünfundzwanzig Centimes für eine Dreizimmerwohnung. Nur dadurch lassen sich die Dinge halten, daß man gewisse Dinge umsonst hat. In Deutschland ist es auch so, daß man für seine Wohnung vielleicht nur ein Zehntel (1922 ist hier, wie es scheint, vorbei! Anm. Paraneua!) zahlt. Durch solche Dinge lassen sich in einer gewissen Gesellschaftsklasse, die überhaupt bis zu dem Punkt bezahlen kann, die Sachen halten. In Österreich ist es mit einer gewissen Gesellschaftsklasse so weit heruntergekommen, daß sie auch nicht mehr die fünfundzwanzig Centimes bezahlen kann. Leute, die ein Einkommen, sagen wir, von dreitausend Kronen hatten, konnten unter Umständen davon leben; heute ist das etwas über einen englischen Schilling. Nicht wahr, da kann man nicht leben!
Heute sind die wirtschaftlichen Erscheinungen tatsächlich so furchtbar, daß die Leute schon aufmerksam darauf werden könnten, daß man nun eigentlich die wirtschaftlichen Gesetze studiieren sollte, und zwar so, daß es praktisch etwas hülfe. Dieser Versuch ist 1919 gescheitert; damals ist aber die Valutamisere noch nichtauf der Höhe gewesen wie heute.
Wir könnten die Frage behandeln: Was heißt volkswirtschaftliches Denken? - Dann: Wie kommt man zu einem Begriff der Arbeit im volkswirtschaftlichen Sinn? - ...'
Auch zum römischen Wirtschafts-Verständnisd "Brot und Spiele", um den Überschuss an Kapital loszuwerden findet sich Schlüssiges in Dr.Rudolf Steiners Schriften! (Interessant ist es hier durchaus einmal unter dem Stichwort "Wirtschaft" in den schwarzen Register-Bänden zum Gesamtwerk ins Auge fallende Gesichtspunkt durchzugehen und, soweit erreichbar, in den Schriften nachzulesen!)
GrußParaneua! Gebt Balfourismus samt Irak-Krieg-Inszenierungen für falsche Geldschöpfung auf unsere Kosten keine Chancen!



223
Datum: Montag, der 25. November, 2002 um 13 Uhr 07
wahrheit schönheit kallias schiller zur vermeidung von pisatürmen! (keine e-Mail / http://www.google.de) schrieb:

Später dazu etwas! Gruß Paraneua!

222
Datum: Montag, der 25. November, 2002 um 08 Uhr 16
Ist Religion etwas von gestern? Johannes! (jokerbioeule1.de.vu (keine e-Mail / http://www.johanniskrautaktuell.de.vu) schrieb:


137) Fortsetzung von Eintrag 136: aus Kein 24.11.02 - 21:24
eMail: Keine URL: http://www.paraneua.de
Nachricht:
GA 100: Menschheits-Entwickelung und Christus-Erkenntnis, ISBN 3-7274-1000-0, Rudolf Steiner, S. 199:
"...Dem materialistischen Denken widerstrebt es, ein Wesen anzunehmen, welches alle Menschen überragt. Mehr sagt es ihnen zu, in Jesus von Nazareth nur einen edlen Menschen, den 'schlichten Mann' von Nazareth zu sehen. Beim Johannes-Evangelium ist der Standpunkt ganz unzulässig, in Jesus nur das zu sehen, was in jedem andern Menschen auch lebt. Die Seele des Christus in dem Leibe Jesu ist etwas ganz anderes. Das Johannes-Evangelium zeigt uns Christus nicht nur als überragendes menschliches Wesen, sondern als solches, das die ganze Erde umfaßt.
Wenn man das Johannes-Evangelium nicht dem Wortlaute, sondern dem Geiste nach übersetzt, so lauten die ersten vierzehn Verse folgendermaßen:
'Im Urbeginne war das Wort, und das Wort war bei Gott, und ein Gott war das Wort.
Dieses war im Urbeginne bei Gott.
Alles ist durch dasselbe geworden, und außer durch dieses ist nichts von dem Entstandenen geworden.
In diesem war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht schien in die Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht begriffen.
Es ward ein Mensch, gesant war er von Gott, mit seinem Namen Johannes.
Dieser kam zum Zeugnis, auf daß er Zeugnis ablege von dem Lichte, auf daß durch ihn alle glauben sollten.
Er war nicht das Licht, sondern ein Zeuge des Lichtes.
Denn das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen.
Es war in der Welt, und die Welt ist durch es geworden, aber dieWelt hat es nicht erkannt.
Zu den einzelnen Menschen, die Ich-Menschen, nahmen es nicht auf.
Die es aber aufnahmen, die konnten sich durch es als Gottes Kinder offenbaren.
Die seinem Namen vertrauten, sind nicht aus Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches und nicht aus menschlichem Willen, sondern aus Gott geworden.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnet, und wir haben seine Lehre gehört von dem einigen Sohne des Vaters, erfüllt von Hingabe und Wahrheit.'
Bei Johannes ist Wahrheit - ... aletheia -Manas, Hingabe - ... charis -Buddhi und Weisheit - ... sophia - Atma.
Schon das erste Wort wird von einem modernen Menschen in einem abstrakten Sinn genommen. Man denkt sich den Urbeginn als einen abstrakten Anfang. Um aber die richtige Bedeutung dieses Wortes zu erfassen, muß man sich vergegenwärtigen, was in der christlichen Geheimschule des Dionysius Areopagita darüber gelehrt wurde: Mineral, Pflanze, Tier und Mensch bilden die Entwickelungsreihe derjenigen Wesenheiten, welche den physischen Körper benötigen; darüber stehen Wesenheiten, die ohne einen solchen existieren. Dies sind die Engel, Erzengel, die Uranfänge oder Urbeginne, die Mächte, Gewalten, Herrschaften, Throne, Cherubim und Seraphim und immer höher hinauf.
Die Urbeginne sind also wirkliche Wesenheiten. Man bezeichnete mit diesem Namen diejenigen Wesenheiten, die im Anfan unserer Weltentwickelung so weit waren, wie die Menschheit in ihrer Entwickelung in der Vulkanphase sein wird. Betrachtet man im Lichte dieser Anschauung den ersten Vers: 'Im Urbeginne war das Wort - Logos...', so könnte man sich den Sachverhalt durch folgendes Gleichnis bildlich darstellen: Bevor man das Wort ausspricht, lebt das Wort in uns als Gedanke. Wird das Wort ausgesprochen, so wird die uns umgebende Luft in Schwingungen versetzt. Denken wir uns diese Schwingungen durch irgendeinen Vorgang zum Erstarren gebracht, so würden wir die Luft als Formen und Gestalten zu Boden fallen sehen. Wir würden die schöpferische Macht des Wortes mit unseren Augen wahrnehmen. Wirkt das Wort also bereits jetzt schöpferisch, so wird dies in Zukunft noch in viel stärkerem Maße der Fall sein. Der heutige Mensch besitzt Organe, die erst in der Zukunft zu ihrer vollen Bedeutung gelangen werden, und auch solche, die sich bereits in Dekadenz Befinden. Zu den letzteren gehören die Fortpflanzungsorgane, zu den ersteren das Herz und der Kehlkopf, die beide erst im Anfange ihrer Entwickelung stehen. Das Herz ist gegenwärtig ein unwillkürlicher Muskel, obwohl es quergestreift ist wie alle willkürlichen Muskeln. Diese Querstreifung ist bereits ein Fingerzeig, daß sich das Herz im Übergang von einem unwillkürlichen in ein willkürliches Organ befindet. Der Kehlkopf ist bestimmt, in einer fernen Zukunft das Fortpflanzungsorgan des Menschen zu werden, so paradox das auch klingen mag. So wie der Mensch durch die Sprache jetzt schon seine Gedanken in Luftschwingungen umsetzen kann, wird er dereinst sein eigenes Ebenbild durch das Wort schaffen können.
Die Urbeginne besaßen diese schöpferische Kraft bereits zu Beginn unserer jetzigen Weltentwickelung und können daher mit Recht als göttliche Wesenheiten angesehen werden. Zu Beginn der Erdenentwickelung wurde ein göttliches Wort ausgesprochen, und dies ist zu Mineral, Pflanze, Tier und Mensch geworden." Rudolf Steiner, Das Johannes-Evangelium, Basel, 16. November 1907.
Gruß Paraneua-Bioeule-Odermenning.de.vu-Johanniskrautaktuell.de.vu!

136) Sonntägliche Wortverarbeitung nach dem 23.11.: aus Kein 24.11.02 - 19:06
eMail: Keine URL: http://www.
Nachricht:
"Wer das moderne Geistesleben aufmerksam betrachtet, der wird finden, daß ein tiefer Zwiespalt in vielen Seelen Vorhanden ist. Sie bekommen schon in frühester Jugend statt einer einheitlichen Weltanschauung deren zwei: eine durch den Religionsunterricht und eine andere durch die Naturwissenschaft, wodurch sich bei ihnen von Anfang an Zweifel an der Richtigkeit der religiösen Überlieferungen einstellen.
Man könnte glauben, daß die Theosophie (nach dem Ausschluss aus der theosophischen Gesellschaft wegen seiner eindeutig christlichen Einstellung und der Ablehnung der Behauptung Krishnamurti sei eine Reinkarnation Christi gründete Steiner die anthroposophische Gesellschaft! Deshalb dürfte man auch in den früheren Schriften zur Vermeidung von Missverständnissen - "Theosophie" pflegte ja bald merkwürdige Beziehungen! Anm. Paraneua! - den "Theosophie" durch "Anthroposophie"ersetzen!)
ein neues Religionsbekenntnis zu den bereits bestehenden hinzubringen will. Dies ist aber nicht der Fall. Theosophie ist keine neue Religion, keine neue Sekte, sie ist mehr als Religion.
Es wird die Aufgabe dieser Vorträge sein, mit Hilfe der Theosophie zu zeigen, welche Bedeutuung eine religiöse Urkunde wie das Johannes-Evangelium besitzt. Gerade bei der Betrachtung dieses Evangeliums wird sich das Verhältnis der Theosophie zu den Religionsurkunden im allgemeinen zeigen. Sie dient zum Verständnis der Theosophie zu den Religionsurkunden im allgemeinen zeigen. Sie dient zum Verständnis der in der Welt bestehenden religiösen Strömungen. Derjenige, welcher die Theosophie kennt, nimmt das Christentum wie es ist, als eine Tatsache, welche für das gesamte Geistesleben der Menschheit von höchster Bedeutung ist. ... Man könnte die Theosophie mit der Philologie vergleichen. Auch die Philologie erlaubt uns, die christlichen Urkunden zu studieren. Die Theosophie jedoch führt uns in den Geist dieser Urkunden ein. Nicht derjenige ist der richtige Ausleger der Euklidischen Geometrie, der nur die griechische Sprache versteht, sondern derjenige, welcher die Kenntnis der geometrischen Tatsachen besitzt.
Theosophie soll dem modernen Menschen nicht eine neue Religion sein, sondern das Mittel, welches ihm das Christentum in seinem wahren Gehalte wieder näher bringt. Das Christentum ist der Gipfel aller Religionen. Alle anderen Religionen weisen nur auf das Christentum hin. Das Christentum ist die Religion aller Zukunft und wird von keiner andern abgelöst. Der in ihm sprudelnde Quell der Wahrheit ist unversieglich. Es ist so stark, daß es mit fortschreitender Entwickelung der Menschheit immer neue Seiten seines Wesens offenbaren wird. Die Theosophie soll uns das Christentum von einer neuen Seite zeigen.
Gegenüber den Religionsurkunden können vier verschiedene Standpunkte eingenommen werden: Erstens der Standpunkt naiven Glaubens, wobei der Mensch sich nur an die Worte hält, die ihm gegeben werden. Viele können diesen Standpunkt nicht mit ihrem modernen Denken vereinbaren, und sie nehmen dann den zweiten Standpunkt ein: den des Kritisierens, des Zweifelns, des Verwerfens. Dies ist der Standpunkt der gescheiten, aufgeklärten menschen. Religionswahrheiten sind ihnen ein überwundener Standpunkt. Viele von ihnen forschen weiter und finden, daß doch merkwürdig viel in diesen Religionsurkunden enthalten ist. Sie ringen sich durch zum dritten Standpunkt: dem der Symboliker. Diese Leute deuten viel oder wenig in die Religionsurkunden hinein, je nach ihrem Geist und Wissen. Viele ehemalige Freidenker in Deutschland haben sich zu diesem Standpunkt durchgerungen. (Bischof Kamphaus, Limburg: Auferstehung ist "Wort-Symbol"? Limburger katholische Kirchenzeitung!)! Durch die Theosophie endlich wird der vierte Standpunkt ermöglicht. Man lernt die Religionsurkunden wieder wörtlich nehmen. ...
Unter den vier Evangelien nimmt das Johannes-Evangelium einen ganz besonderen Platz ein. Während die drei Evangelien des Matthäus, Markus und Lukas uns ein geschichtliches Bild des Jesus von Nazareth geben, wird das Johannes-Evangelium als Apotheose, als ein wunderbares Gedicht angesehen. Es zeigt mehrfache Widersprüche gegenüber den Angaben der drei andern Evangelien; aber diese Widersprüche sind so offenbar zutage liegend, daß nicht angenommen werden kann, die alten Verteidiger des Johannes-Evangeliums hätten dieselben nicht wahrgenommen.
Gegenwärtig wird das Johannes-Evangelium am wenigsten als glaubwürdig angesehen. Der Grund liegt in der materialistischen Gesinnung unseres Zeitalters. Im 19. Jahrhundert ist die Menschheit materialistisch im Fühlen geworden und als Folge davon auch im Denken; denn wie der Mensch fühlt, so urteilt er. Materialismus ist nicht allein diejenige Weltanschauung, die in den Büchern von Büchner, Moleschott und Vogt zum Ausdruck kommt, sondern sogar diejenigen, die als Erklärer der religiösen Urkunden sich auf einen gewissen Standpunkt stellen wollen, tun dies in völlig materialistischen Weise. Als Beispiel könnte man den Streit anführen zwischen Karl Vogt und dem Göttinger Professor Wagner. Dieser Zeit ist seinerzeit in der 'Augsburger Zeitung' ausgefochten worden und völlig zugunsten des Karl Vogt ausgefallen. Dabei vertrat Wagner die Existenz der Seele, tat dies aber auch in völlig materialistischer Weise.
Dadurch, daß unsere Theologen ebenfalls materialistisch fühlen, entsprechen ihnen die drei Evangelien der Synoptiker besser, weil bei denselben eine materialistische Auslegung eher zulässig ist. ..." (Fortsetzung folgt!)
Gruß Paraneua-Bioeule-interkulturellergalilaeer.de.vu!




221
Datum: Sonntag, der 17. November, 2002 um 18 Uhr 11
"Letzter Platz" für Kirchen in FAZß (Feuilleton der aktuellen Ausgabe!) (keine e-Mail / http://www.blitz-buch.de/Paraneua) schrieb:

178.) Eintrag vom 17.11.2002 / 17:59
Name: "Letzter Platz" für die "ecclesia catholica romana"? (FAZ, Nr. 267, Feuilleton, S. 37!)
eMail: keine
URL: http://www.blitz-buch.deParaneua
Beitrag:
Liegt die Chance der Kirchen in ihrer Wirtschaftlichkeit?
Kein Aspekt ist dies, der die Vertreter der "ecclesia catholica" freut!
Aber, um einmal die "rechts"-lastige FAZ direkt zu fragen:
Sind FAZ-Feuilletonnisten Auftragsarbeiter, die den Auftrag haben eine "Deutsch-Orden"-orientierte "ecclesia teutonica" mit den nicht nur unter Trierer Röcken verschobenen Geldern für ein irdisches Zion und seine Akzeptanz bei der frisch überbügelten Bevölkerung haben?
Schauen Sie sich einmal das "Logengesicht" an bei dt.-orden.at!
(Oder über welche Internet-Adresse unsereins zur Zeit dorthin Zugang hat!)
Und ihren angeschlossenen "Marien-", "Elisabeths-" und "Michaels"-Verein!
Wahrscheinlich vermeldet Ihr nach Wahrheit suchendes Herz eine deutliche Pein!
Diese "Rom"-freie "ecclesia catholica" ist also auch nicht das Wahre!
Seine Politik nicht nur eifrigen Lesern im Bioeulen-Netz in seiner absichtsvollsten Güte eine erfahrbare!
Mal sehen was der beauftragte "Rechts"-Katholiker Christian Geyer zu sagen hat:
"Die Verhöhnung des Desasters" bei Harald Schmidt ist ihm zu platt?
Dass wir in einer weiteren Feuilleton-Überschrift dann haben den Gärtner als Bock:
Es meldete vor einiger Zeit das Logenblatt Kardinal Wetters in MKZ schon salonfähig bleibt im Bereiche der "Kirche" Antisemitismus light!?
Haben wir nicht den eigentlichen interkulturellen Ahasverus der Nationen,
dort wo "borstige Merowinger" "privatrechtlich" bringen Diözesen und Staatsgebiete um Milliarden und Millionen?
Es ist ja interessant bei den Spuren-Suchen,
bei Deutsch-Ordens-Verbindungen auf gewisse "nationalistisch"? belastete Krisengebiete wie Südtirol zu stossen!
"Un fiume amaro" in der Vertonung von Theodorakis mit Iva Zanicchi unser Leben durchfliesst?
Passen Sie auf, dass Ihr linkslastiges Herz für Bella Italia nicht rechtslastig fliesst!
Ist denn alles politisiert?
Werden über Protokolle wir schikaniert?
In der "Geschichte der Menschheit" von Rudolf Steiner auch hinsichtlich "Ku-Klux-Klan" zu lesen
erklärt die "komisch"-gefährliche Politik und hier hinterhältiges Wesen!
Aber auch andere Worte finden sich bei dem vielfach verleumdeten Vertreter und leidenschaftlichen Vertreter und Befürworter des interkulturellen Galiläerrtums:
"Man darf sich nicht täuschen lassen darüber, dass die Ecclesiacatholica non Romana eben doch in sich birgt lichtvolle ewige Weisheit. Und in dem hiesigen Theologenkurs, den ich abhalten durfte, zeigte es sich, daß aus jener protestantischen Sehnsucht, die sich da geltend machte nach einer Vertiefung des spirituellen Seite hin, ..., aus dem Intellektualismus heraus, es zeigte sich, daß einigen der Teilnehmer gegenüber das Wort: Ecclesia catholica non Romana geradezu wie eine Befreiung gewirkt hat. Denn wir sind heute durchaus auf dem Standpunkte, daß der Rationalismus ebenso überwunden werden muß wie das Welttum der römischen Kirche; daß die Menschheit wiederum sich zusammenfindenmuß in einem allgemeinen geistigen Leben, das aber nicht in Anspruch genommen werden darf durch irgendein weltliches (!!!) Herrschaftsgelüste... (GA 208, Rudolf steiner, S. 210)
Haben "Lehmänner" diesen Kurs in den letzten Jahren vertreten?
Leider wird sich in anbetracht der Mietlings-Positionen eine solch fromme Ansicht verbieten!
Wir haben in der Flügel-Politik der "Protokolle" die Politik des Diabolos:
Sie karrikiert und führt auif zynische weis' uns herum an der Nas'!
Das scheinbar überzeugte "Los-von-Rom" spricht auch bei Lehmännern einer wünschenswerten Spiritualisierung Hohn!
Wo Komödianten allerorten in immer ernsten Zeiten sind in absichtsvoller Bosheit zur Verwirrung uns bestellt:
Da wird der Wahrheits-Friedensweg von Balfours-adjudanten nicht gewählt!
Jetzt würd' ich Geyer Christian gern fragen:
Ob "rechts"-katholisch Ludendorffs behagen?
Sogar die "meso-amerikanische Astronomie für Magic-City hätt' ihre Renaissance mit Hinterland?
Auf Ihrer nächsten Party, wenn Sie essen:
Mexikanische Küche könnt' den Herzverpflanzern und "Rule Britannica" gut passen!?
Vielleicht, wenn Sie mehr für die regionale Küche schwärmen in den Zeiten von Protokollen:
Was ass Heinrich II. vor den Zeiten der Missbrauchs-Kirchenpolitik samt Mythenverbrauch: Ist sächsische Freistaats-Küche, was wir wollen?
Vor allem! Essen Sie spontan!
Bei Bioeule morgen sind die der Computer-Arbeit freundlichen und von Kindern sehr geliebten Pfannkuchen dran!
Zwei schwarze Hunde fressen auch davon!
Auf keinen falls mit einem Haps das dicke Schwein frisst morgen sie:
Tausch auch sie keinesfalls für Mac Donalds ein und Ketchup-Song samt Strips und Straps!
Gruß Paraneua-Bioeule, wieder enorm gedankenflüchtig!
177.) Eintrag vom 15.11.2002 / 11:28
Name: China und dasEnde des Kommunismus? Sie sollten mit Bioeule in Günter Weisenborns Buch: Auf Sand gebaut lesen,, auch zu ab S.256 behandeltem "jesuitischen "Wesen


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1692)
goten, die ich meine ...
aus
21.08.03 23:33
eMail: URL: http://www.paraneua.de/jupiter.htm

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167
Datum: Sonntag, der 10. November, 2002 um 18 Uhr 37
Rudolf Steiner gegen Balfours, Schopenhauer und Spengler! (keine e-Mail / http://www.blitz-buch.de/Kampfhund) schrieb:

Es schrieb Rudolf Steiner gegen Balfour, Schopenhauer und Spengler! no e-mail / http://www.paraneua.de
Eintrag vom 10.11.2002 / 14:41
Name: Irakkrieg-Androhung als Balfour-Strategie?
eMail: keine
URL: keine
Beitrag:
Es wurde schon überlegt, dass im Falle eines Atomschlages, der präventiv die Stärke einer Strahlung ähnlich wie beim Unglück? (war's eine Generalprobe?)von Tscho(e)rnobyl der Schaden kalkulierbar sei für Mittel-Europa! (Wie beruhigend!)
Vielleicht ist schon allein die Androhung eines solchen Präventivaktes als terroristischer Akt anzusehen, um den dritten Weltkrieg seit dem Kosovo-Desaster weiterzubewegen?
Es hiess ja auch gleichzeitig mit dem 11. September, dass Afghanistan im Rauch und Dunst der Düsenflugzeuge blind in die Luft geschossen habe und gleichzeitig jubiliert wurde, dass in dem für die Grossmächte freigehaltenen Korridor nicht nur Öl, sondern gewinnträchtige Drogen-Transporte nach dem Motto: "Gibst du mir, geb' ich dir!" flottgemacht wurden!
So gäbe in der Irrungs- und Wirrungspolitik ein bisschen Waffen-Inspektion und Drohung dem gewünschten Verlaufe von "Kriegen" den wichtigen Kick!?
Interessant auch bei Ahrimans zu lesen und schauen:
Hier sieht man Saddam Hussein nicht einfach nur trauern!
Was die Bevölkerung betrifft,
sonst in den Zeiten von Frieden sie ja über Bevölkerungspolitik sie zu dezimieren ist?
Oder sie zu gewöhnen: An Star-Trek-Illusionen!
Sagen wir jetzt wie Schopenhauer und Spengler zur Geschichte, dass sie sinnlos und erbärmlich ist?
Dass diese Situation auch für Sonntage gilt?
Vielleicht sind wir mit den Nachfolgern der Ludendorffs in heidnischen Kosmogonien befangen,
die vorn und hinten nicht als Hemd langen?
Aber ich lasse hier einen Berufeneren sprechen!
Ob wir in schwierigen Zeiten des Lebens, das auch in der Vergangenheit auf andere Weise schwierig war, pflegen wollen oder heilen unsere Gebrechen?:
"Versetzen Sie sich nur recht in das Entstehen einer heidnischen Kosmogonie. Es gibt ja allerdings heute vielfach die Vorstellung, daß diese heidnischen Kosmogonien Erdichtungen der Völker sind. Man hat die Vorstellung: So wie heute der Mensch seine Gedanken in Freiheit aneinanderkuppelt und wieder auseinanderreißt, so haben einstamals die Menschen ihre Kosmogonien ausgesponnen. Aber das ist ja nur eine verirrte Universitätsansicht und geht dieVernunft nichts an. Worum es sich handelt, das ist, daß der Mensch ganz so drinnenstand im Weltenschauen, daß er nicht anders konnte als in dieser Weise hinzuschauen auf den Weltenanfang, wie es sich ihm in der Kosmogonie, in den Mythen darstellte. Es war darin keine Freiheit, es war durchaus etwas, was sich dem Menschen mit Notwendigkeit ergab. Er mußte hinschauen auf den Erdenanfang; er konnte gar nicht anders, er konnte das nicht unterlassen. Das stellt man sich heute gar nichtmehr richtigvor, wie da der Mensch durch einen instinktiven Erkenntnisgehalt sich den Erdenanfang, in gewisser Weise auch das Erdenende, vor die Seele stellte.
So kann sich der Mensch heute das Mysterium von Golgotha nicht vor die Seele stellen. Das ist der große Unterschied beim Christentum gegenüber den alten Götterlehren. Wenn der Mensch den Christus finden will, dann muß er ihn in der Freiheit finden. Er muß sich frei zu dem Mysterium von Golgotha bekennen. Der Inhalt der Kosmogonien drängte sich dem Menschen auf. Das Mysterium von Golgotha drängt sich dem Menschen nicht auf. Er muß in einer gewissen Auferstehung seines Wesens in Freiheit an das Mysterium von Golgotha herankommen.
Zu einer solchen Freiheit wird der Mensch geführt durch das, was ich in diesen Tagen als die Aktivität des Erkennens bei anthroposophischer Geisteswissenschaft bezeichnethabe. Wenn ein Pastor meint, er könne die 'Akasha-Chronik' in einer 'illustrierten Prachtausgabe' empfangen, also, er könnesie so empfangen, daß er sich nicht in innerer Aktivität anzustrengen (vgl.: 'Der Erleuchtung ist es egal, woher sie kommt', Anm. Paraneua-Bioeule) brauchte um das, was zwar in Begriffen vor seine Seele treten muß, was aber zu Bildern werden muß (Dilemma der Folgen des häufigen Fernseh-Konsums! Anm. Paraneua-Bioeule), so zeigt er, da er nur veranlagt ist, dieser Pastor, für eine heidnische Erfassung der Welt, nichtfür eine christliche Erfassung; denn zu dem Christus muß der Mensch in innerlicher Freiheit kommen. Gerade wiesich der Mensch zu dem Mysterium von Golgotha stellen muß, gehört zu seinen intimsten Erziehungsmitteln zur Freiheit.
Der Mensch wird gewissermaßen schon durch das Mysterium von Golgotha, wenn eres richtig erlebt, losgerissen von der Welt. Was tritt denn da ein? Der Mensch kann jetzt in einer Scheinwahrnehmungswelt leben, denn in dieser Scheinwahrnehmungswelt wogt etwas auf, was ihn zu einem geistigen Sein führt, zu dem geistigen Sein, das garantiert ist in dem Mysterium von Golgotha. Das ist das eine. Das andere aber ist: Die Geschichte hat aufgehört, Sinn zu haben, weil Anfang und Ende weggefallen sind; sie bekommt wiederum einen Sinn, weil ihr dieser Sinn von der Mitte aus gegeben wird (so hätten Schopenhauer und Oswald Spengler nicht das letzte Wort bei der Geschichtsbetrachtung! Anm.
Paraneua-Bioeule). Man lernt erkennen, wie alles, was vor dem Mysterium von Golgotha liegt, hintendiert, hinzielt zu dem Mysterium von Golgotha, wie alles, was nach dem Mysterium von Golgotha liegt, ausgeht von diesem Mysterium von Golgotha. Die geschichte bekommt wieder einen Sinn, während sie sonst eine Scheinepisode ist ohne Anfang und Ende. Indem dem Menschen die äußere Wahrnehmungswelt als Schein gegenübertritt wegen seiner Freiheit, wird ihm die Geschichte, die das nicht darf, zu einer Scheinepisode; sie steht ohne Schwerpunkt da. Sie löst sich auf in Dunst und Nebel, was sie im Grunde genommen schon bei Schopenhauer theoretisch tat. Durch die Hinneigung zu dem Mysterium von Golgotha bekommt das, was sonst geschichtlicher Schein ist, innerliches Leben,geschichtliche Seele, und zwar eine solche, die verbunden ist mit alldem, was der Mensch im modernen Zeitalter braucht, was er braucht, weil er angewiesen ist darauf, daß sein Leben sich in Freiheit entwickelt. Wenn er durchgeht durch die Pforte des Todes, hat er sich hier die große Lehre der Freiheit entwickelt, Freiheitsentfaltung angeeignet. Das Bekenntnis zu dem Mysterium von Golgotha, das wirft hinein in das Leben das Licht, das sich ausgießen muß über alldem, was frei ist im Menschen. Und der Mensch hat die Möglichkeit, sich vor der Gefahr zu retten, daß er hier im Scheine die Veranlagung für die Freiheit hat, diese Freiheit aber nichtentwickelt, weil er den Instinkten, den Trieben sich hingibt, nach dem Tode daher der Notwendigkeit verfällt. Indem er nun ein religiöses Bekenntnis, das ganz anderer Art ist als die älteren religiösen Bekenntnisse, zu dem seinigen macht, indem er ein nur in der Freiheit lebendes religiöses Bekenntnis seine ganze Seele ausfüllen läßt, artet er sich zum Erleben der Freiheit um.
Das ist es nämlich, was im Grunde genommen nur wenigen Menschen der heutigen Zivilisation aufgegangen ist: daß erst die Erkenntnis in Freiheit, die Erkenntnis in Aktivität zu dem Christus, zu dem Mysterium von Golgotha führen kann. Den Menschen war die historische Nachrichtder Bibel gegeben ...
Gewiß, das Evangelium wird niemals seinen Wert verlieren. Es wird einen immer größeren Wert bekommen, aber zu dem Evangelium muß hinzutreten die unmittelbare Erkenntnis des Wesens des Mysteriums von Golgotha. Der Christus muß auch durch die Menschliche Kraft allein (sollten alle schriftlichen Zeugnisse verschwinden oder gänzlich gefälscht werden, was unwahrscheinlich ist,
Anm. Paraneua-Bioeule), nicht bloß durch die aus den Evangelien wirkende Kraft. erkannt, gefühlt, empfunden werden können. Das ist es ja, was für das Christentum durch die Geisteswissenschaft angestrebt wird. Die Geisteswissenschaft versucht, dieEvangelien zu erklären. Sie fußt aber nicht auf den Evangelien. Sie schließt nicht aus den Evangelien. Sie kommt gerade dadurch zu ihrer hohen Bewertung der Evangelien, weil sie gewissermaßen hinterher entdeckt, was alles in den Evangelien steckt ...
So hängen mit der ganzen neueren Menschheitsentwickelung auf der einen Seite die Freiheit, der Wahrnehmungsschein und auf der anderen Seite das Mysterium von Golgotha und der Sinn des geschichtlichen Werdens zusammen. Dieser Ablauf von allerlei Episoden, wie man ihn heute kennenlernt in der landläufigen gescvhichtlichen Darstellung, er bekommt eben erst Gewichtigkeit, wenn man das Mysterium von Golgotha in die geschichtliche Entwickelung hineinstellen kann.
Das wurde von vielen Leuten doch in der richtigen Weise empfunden, und sie haben das richtige Bild dafür gebraucht. Sie haben sich gesagt: Man hat einstmals hinausgeschaut indie Himmelsweiten, man hat die Sonne erblickt, wie sie heute erblickt wird, so daß es Physiker gibt, die da glauben, da draußen schwimme im Weltall ein großer Gasball. Ich habe es oft gesagt: Die Physiker würden sehr erstaunt sein, wenn sie einen Weltballon bauen könnten - und da, wo sie einen großen Gasballon vermuten, würden sie einen negativen Raum finden, der sie im Nu überhaupt nicht nurin das Nichts, sondern jenseits des Nichts hinüber, weit hinüber über die Sphäre des Nichts befördern würde. Das, was man da an materialistischen Kosmologien heute entwickelt, das ist ja pure Phantasterei. So hat man sich nicht vorgestellt in älteren Zeiten: die Sonne - ein Gasball, der da draußen schwimmt, sondern die Sonne war ein Geistwesen. Das ist sie auch für den wirklichen Weltanschauer heute noch: ein Geistwesen, das sich nur äußerlich in der Weise repräsentiert, wie das Auge eben die Sonne wahrnehmen kann. Und dieses zentrale Geistwesen empfand die ältere Menschheitals eins mit dem Christus. Die ältere Menschheit wies auf die Sonne, wenn sie von dem Christussprach. ..."
(vielleicht folgt bald eine Fortsetzung dieses Textes, der nachzulesen ist bei Rudolf Steiner: Anthroposophie als Kosmosophie, GA 207, Erster Teil, - S.183 und einige davor!)
Gruß Paraneua-Bioeule-Odermenning-jokerbioeule1.de.vu-jokerbioeule etc.!
10.11.2002 / 14:46 Uhr


166
Datum: Montag, der 04. November, 2002 um 10 Uhr 29
Test! (keine e-Mail / http://www.jokerbioeule.de.vu) schrieb:

Test!

165
Datum: Sonntag, der 03. November, 2002 um 06 Uhr 49
Sonnengesang des Echnaton (ich-en-aton)! (keine e-Mail / http://www.jokerbioeule1.de.vu) schrieb:

Sonnengesang des Echnaton!
eMail: keine
URL: http://www.internationalnachtigall.de.vu
Beitrag:
Nach Ariel und Willi Durant,S. 193:
"Du erscheinst schön im Horizonte des Himmels, du lebende Sonne, die zuerst lebte.
Du gehst auf am östlichen Horizonte und füllest jedes Land mit deiner Schönheit.
Du bist schön und groß und funkelst und bist hoch über jedem Lande.
Deine Strahlen, die umarmen die Länder, so weit du nur etwas geschaffen hast. Du bist Re und du erreichst ihr Ende und bezwingst sie für seinen lieben Sohn. Du bist fern, doch deine Strahlen sind auf Erden. Du bist vor ihrem Antlitz - dein Gehen.
Gehst du unter im westlichen Horizonte, so liegt die Erde im Dunkel, als wäre sie tot. Sie schlafen im Gemache mit verhülltem Haupt, und kein Auge sieht das andere. Würden alle ihre Sachen genommen, die unter ihrem Haupte liegen, sie merkten es nicht. Jeder Löwe kommt aus seiner Höhle heraus und alle Würmer, die beißen. Das Dunkel ist ..., die Erde schweigt, denn der die Erde geschaffen hat, ruht in seinem Horizonte.
Wenn es tagt und du aufgehst im Horizonte und leuchtest als Sonne am Tage, so vertreibst du das Dunkel und schenkst deine Strahlen. Die beiden Länder sind fröhlich und erwachen und stehen auf ihren Füßen, wenn du sie aufgerichtet hast. Sie waschen ihren Leib und nehmen ihre Kleider. Ihre Hände preisen deinen Aufgang. Das ganze Land tut seine Arbeit.
Alles Vieh ist zufrieden mit seinem Kraute, die Bäume und Kräuter grünen. Die Vögel fliegen aus ihren Nestern, und ihre Flügel preisen dein Ka. Alles Wild springt auf den Füßen; alles, was fliegt und was flattert, das lebt, wenn du für sie aufgehst.
Die Schiffe fahren herab und fahren wieder hinauf, und jeder Weg ist offen, weil du aufgehst. Die Fische im Strom springen vor deinem Antlitz; denn deine Strahlen sind innen im Meere. Der du die (Knaben?) in den Frauen erschaffst und den Samen in den Männern bereitest! Der du den Sohn im Leibe seiner Mutter ernährst und beruhigst, so daß er nicht weint, du Amme im Leibe. Der Luft gibt, um alles, was er gemacht hat, am Leben zu erhalten. Kommt er aus dem Leibe zur Erde (?) am Tage, wo er geboren ist, so öffnest du seinen Mund, wenn er reden will (?), und machst das, was es bedarf.
Das Junge im Ei redet (schon) in der Schale; du gibst ihm Luft in ihr, um es am Leben zu erhalten. Du machst ihm im Ei seine Kraft (?), um es zu zerbrechen. Es kommt aus dem Ei heraus, um zu reden -; und es geht auf seinen Füßen fort, wenn es aus ihm herauskommt.
Wieviel gibt es (noch), was du machtest und was vor (mir) verborgen ist, du einziger Gott, dem keiner gleichkommt.
Du hast die Erde nach deinem Wunsche geschaffen, du allein, mit Menschen, Herden und allem Wild, alles, was auf Erden ist und auf den Füßen geht und alles, was oben schwebt und mit seinen Flügeln fliegt.
Die Länder von Syrien und Nubien und das Land Ägypten - einen jeden setzest du an seine Stelle, und du machst, was sie brauchen. Ein jeder hat seine Nahrung, und seine Lebenszeit wird berechnet, Ihre Zungen sind in Reden getrennt, und ebenso ihre Gestalt; ihre Haut ist verschieden (denn?) du unterschiedest die Völker.
Du machst den Nil in der Unterwelt und führst ihn, wohin du willst, um die Menschen zu ernähren, wie du sie gemacht hast. Du bist ihrer aller Herr, der sich an ihnen ermüdet (hat), der Herr jeden Landes, der für sie aufgeht, und die Sonne des Tages mit großer Kraft.
Alle fernen Völker, du machst das, wovon sie leben. Du hast den Nil (auch) an den Himmel gesetzt, daß er zu ihnen herabsteige und Wellen schlage auf den Bergen wie ein Meer, um ihre Äcker in ihren Ortschaften zu benetzen. Wie vortrefflich sind deine Gedanken gemacht, du Herr der Ewigkeit! Den Nil am Himmel, den übergibst du den Fremdvölkern und allem Wild der Wüste, das auf den Füßen geht, und der (rechte) Nil, der kommt aus der Unterwelt für Ägypten.
Deine Strahlen säugen jedes Feld, und gehst du auf, so leben sie und gedeihen dir. Du machst die Jahreszeiten, um alles zu erhalten, was du geschaffen hast, den Winter, um sie zu kühlen, und die Glut, daß sie von dir kosten (?).
Du hast den Himmel fern gemacht, um zu ihm aufzugehen, daß du alles sehest, was du geschaffen hast.
Du bist allein, (aber) du gehst auf in deinen Gestalten als lebende Sonne, erscheinend, leuchtend, sich entfernend, wiederkehrend (?). Du machst Millionen Gestalten aus dir allein.
Städte, Ortschaften, Felder, Weg und Strom - jedesAuge schaut dich ihm gegenüber als die Tagessonne über der Erde.
Du bist in meinem Herzen, (doch?) niemand anders ist, der dich kennte als dein Sohn 'Neferchepru-re,der einzige des Re', den du deine Gedanken und deine Kraft begreifen ließest.
Der Erde ergeht es nach deinem Wink, denn du hast sie geschaffen; wenn du aufgehst, so leben sie, wenn du untergehst, so sterben sie. Du selbst bist die Lebenszeit; und man lebt durch dich. Die Augen schauen auf deine Schönheit, bis du untergehst; man legt alle Arbeit nieder, wenn du zur Rechten untergehst. Wenn du aufgehst, so läßt (du die) ... wachsen für den König, seit du die Erde gegründet hast. Du erhebst sie für deinen Sohn, der aus deinen Gliedern hervorgegangen ist, den König von Ober- und Unterägypten, der von Wahrheit lebt, den Herrn der Diademe 'Ich-en-aton', mit langem Leben, und für die große königliche Gemahlin, die er liebt, die Herrin beider Länder 'Nefer-nefru-re Nefret-itj', die da lebt und jung ist immer und ewiglich." Anm. Durant: " Die augenscheinliche Ähnlichkeit dieses Hymnus mit dem 104. Psalm behebt nahezu jeden Zweifel an den ägyptischen Einfluß auf den Hebräischen Dichter." Willi Durant: Kulturgeschichte der Menschheit, Bd 1, S. 193/194, Naumann und Göbel.
Gruß Nachtigall!


164
Datum: Freitag, der 01. November, 2002 um 08 Uhr 45
Mystische Rose! Ewiges Atom! (keine e-Mail / http://www.odermenning.de.vu) schrieb:

Klicken Sie im linken Frame bei "mystischerose"!
Gruß Paraneua!

163
Datum: Freitag, der 01. November, 2002 um 08 Uhr 43
Ewiges "Atom" , unser unverpflanztes Herz für die Zukunft! (keine e-Mail / http://www.odermenning.de.vu/mystischerose.htm) schrieb:

Gruß Paraneua, gern dieses Werk ihres Vaters Wilhelm Braun, Kunstmaler, 1906-1986 Kreuzau-München, betrachtend!

162
Datum: Freitag, der 01. November, 2002 um 08 Uhr 41
Russische Nachtigall! (keine e-Mail / http://www.odermenning.de.vu) schrieb:

Da man uns nach dem jetzt gepflegten Brauch
über Atavismen die Hölle uns schmackhaft will machen auch,
bleibe ich bei unserem christlichen Michaels-Vertrag!
Hölle, wo ist dein Stachel, Christus ist auferstanden aus dem Grab!
Herr Bethe hat Gott kein Haus geschaffen!
Das nekrophile Samhain lacht über Auferstehungs-Ideologien der "Pfaffen"!
Wer nicht für mich ist, ist gegen mich!
In aller Klarheit dies der interkulturelle Galiläer nicht nur für seine neuen "Galileis" spricht!
Die Evolution kennt durchaus Sprünge!
Doch Firma Samhain gegen "syptomatologische" Geschichtsbetrachtung der Geisteswissenschaft kämpft, dass der Einhalt gegen Krebsgang in die Geschichte gelinge!
Die PISA-Türme sind gewollt!
Universal dem Alzheimer für Weltbevölkerung als Gedächtnisverlust zugunsten Balfours Samhain Interesse wird gezollt!
Sie und ich! Wir rufen quer durch alle jesuitisch gewollten Verballhornungen unseres interkulturellen Glaubens an eine menschenwürdige Zukunft dem Mittler zu:
Wir glauben an das mystische Geheimnis unseres Herzens, das gibt keine Ruh!
Und will man uns noch so sehr die Herzen verpflanzen,
geschadet wird nicht der Hoffnung im Ganzen!
Wir bauen Gott ein Haus!
Eine andere Arbeit macht nur Hölle daraus!
Wir binden dort an, wo mam uns möchte von allen guten Geistern trennen,
die sich interkulturell zu den Menschen guten Willens bekennen!
Das Wesen des Menschen knüpft an den obersten Etagen des Kosmos an!
Erde, du unser lieber Stern, was hat man dir getan!
Schon unter Hitler wollte man uns mit gewissen arabischen Magien bedrängen!
Vor allem will man uns befreien von den Balfours lästigen Gewissens-"Zwängen"!
In Anmut und Würde halten Sie und ich dem Glauben an eine menschenwürdige Zukunft die Treue!
Jeden Tag uns die aufgehende Sonne der Gerechtigkeitfreue!
Gruß Nachtigall! (u.a. angeregt durch Rudolf Steiners GA 208, zweiter Teil, S.138ff.)

161
Datum: Donnerstag, der 31. Oktober, 2002 um 08 Uhr 13
Halloween-Nachtigall? Eine unverträgliche Mischung! (keine e-Mail / http://www.bioeule-aktuell.de.vu) schrieb:



Am 31.Oktober.2002/07:55 schrieb Nachtigall gegen Halloween! (http://www.odermenning.de.vu):
Es geschieht ja bekanntlich nichts ohne Grund! Deshalb ist symptomatologisch jeder geschichtlich-politische Befund! Wenn wir jetzt ein verordnetes "Halloween" als keltisch verordnetes Fest abzufeiern haben, gleichzeitig Strategen und Logen-Politiker zugunsten der Artus-Ritter-Runde die Ritter von Kiew zu Grabe tragen! Und unser von den Drewermännern als noch! "zu anthropozentrisch" dekreditierte Weltsicht wird zum Krug, der nach "Illuminaten-Jesuiten"-Willen bald? bricht! Die Loyalität des Ignatius von Loyola wird uns zum zukünftigen Sozialismus!? Hilf Himmel und Wulfila vor atheistischem "Ismus"! Der Hexensabbath ist uns verordnet! Johannes der "türkische" Botschafter hat über sein Konzil uns das Abschiednehmen vom Engelreich verordnet! Damit sind Pisa-Türme fast unausweichlich! Dafür installiert sich Jehovas Zeugentum für irische Reiche reichlich! Unsere CDU-CSU hat sich jesuitisch versündigt! Angela Merkel weiss genau, dass die Flügel-Politik je nach Dominanz für das Volk Unwissenheit in verschiedenen Prägungen verkündigt! Auf den römisch-vatikanischen Bildungs-Servern liegt das Menschheits-Kulturerbe in Speichern! Dort istes nach vielen gewollten "Brandstiftungen" (einschliesslich Goetheanum 1923!) nur mehr für Zugelassene zu erreichen! Wenn Pater Pieler in Limburg meint, dass es Russland "garnicht gibt"! ihn dies mit Russland-Zerstörern wie Putin vereint! Tschernobyl (oder Tschornobyls) bitterer Wermut war gegen die "Ritter von Kiew" gerichtet! Bis in Wladimirs Schwedenreich wurden Wirkungen des entfesselten Chaos gesichtet! Was ist zu tun? Michaels-Kräfte aktivieren ohne zu ruhn! Gruß Nachtigall-Paraneua-Bioeule-Odermenning-Johanniskraut! (Angeregt durch Geisteswissenschaft von Dr. Rudolf Steiner: Anthroposophie als Kosmosophie, Geschichtliche Symptomatologie, Die Sendung Michaels) Sie und ich! Allmählich wir längst verstanden haben, dass wir über eine Negativ-Umsetzung von Geisteswissenschaft spätestens seit dem Tod Rudolf Steiners 1925 (Umsetzung der Balfour-Akte 1926!) über Drewermänner und ihr Nixwerth-Vielwerth-"Illuminaten-Jesuitentum" den Menschen als "Erdkloss" zu Grabe tragen! Da Sie und ich dagegen stimmen, werden wir uns auf den interkulturellen Galiläer und seine zeitgemässen Galileis besinnen!


160
Datum: Dienstag, der 29. Oktober, 2002 um 11 Uhr 02
Nachtigall Aktuell! (keine e-Mail / http://www.internationalnachtigall.de.vu) schrieb:

Gruß Nachtigall-Paraneua!

159
Datum: Sonntag, der 27. Oktober, 2002 um 11 Uhr 04
Odermenning! (keine e-Mail / http://www.odermenning.de.vu) schrieb:

2744.) Name: Kürbus-Halloween auch in Bayern? Datum: Sonntag, der 27. Oktober, 2002 um 10 Uhr 58
Homepage: http://www.bioeule2002.de/stat E-Mail: keine e-Mail
Frage an den deutschen Bauernverband:
Warum liegen auch in Miesbach die neuheidnischen Kürbisse schon umereinand'?
Frage auch an Joachim Kardinal Meisner ganz schnell:
Wie weit reicht die nicht erst die über Johannes XXIII. angediente Liberalisierungs-Well'?
Frage an die Bockenförde-DoktorAngelikus-Crew:
Tagt mit Schuldigen nicht immer bezahltes Renegatentum?
Frage an Lorenzo Ravagli und das übrige unterwanderte "Anthroposophentum":
Was werden sechs Elohims äussern zu dem uns angedienten "Abrahamitentum"?
Wird umgangen so die "Chymische Hochzeit" für Jungfrau Sophia raffiniert und leis'?
Keine Kennung für Sieg der Sadduzäer-Weis'?
Wer sind und waren Lindenberg und Wehr von der protestantischen Riege?
Tragen und trugen sie versuchsweise nicht geisteswissenschaftliche Pilgerwege zu Grabe?
Dass dieBedrängnisse kommen müssen,
wird den Bedrängern keine Schuld (bis auf den letzten Heller!) erlassen!
Gruß Paraneua!




158
Datum: Samstag, der 26. Oktober, 2002 um 04 Uhr 59
Geist-Taube! (Aus News soeben importiert!) (keine e-Mail / http://www.bioeule.de) schrieb:

2732.) Name: Nein, mein neues Gästebuch von der "untitledframe-3.htm"-Seite gefällt mir auch nicht! Datum: Samstag, der 26. Oktober, 2002 um 04 Uhr 53
Homepage: http://www.bioeule.de E-Mail: keine e-Mail
Bestellt ist ein anderes!
Die Frage ist nur: Wann bekomme ich es!
Sie und ich! Wir verbinden uns in einem Netz, das die Möglichkeiten des Schildkröten-Wettrennen übersteigt!
Das mehr als des Teufels Zweiherreih' betreibt!
Da auch GOOGLE meine Brücken schon abschneidet,
werde ich als "reproduktiv gesunde" Bioeule im letzten Kapitel des Johannes-Evangeliums weiterarbeiten, damit man als Mensch nicht das Schicksal des Erdkloss erleidet!
Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte (vgl. Rudolf Steiner) sind größer als die "Rule Britannica" es möchte!
Das Goetheanum suggeriert zwar, dass Abrahams Schoss weiter bestimmt die Geschichte!
Auch Herr Scholl-Latour erhält in diesem Forum als einer der "wichtigsten Autoren unserer Zeit" Akzeptanz!
Ich las in einem seiner Bücher (ich finde die Stelle schon wieder!), dass er sich verbündet durch einen Fluch gegen die "Ungläubigen" mit den Kindern Allahs ganz!
So gehe' ich im Geiste nach Salzburg in die von der Handy-Führung ausgesparte Burg-Kapelle:
(Die groteske Elektronik-Führung - von Bioeule verweigert!- passt ganz zur Politik der sozio-"abrahamitische" Welle!)
Und glaube wie Tertullian an die "Absurdität"!
Dreieiniger Gott: Für die Menschheit wird's spät!
Und fühle im Schmerz des uns aufgezwungenen sozio-faschistischen Kulturverlustes:
Dass Paulus schon mehr als Abraham wusste!
Und ich sage wie vor dem Wahltheater:
"Sozial ist, wer wichtiges Wissen schafft!"
Das ist mehr als uns verheissen wird über des Golems Stoff und Kraft!
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heilgen Geistes Amen!
Heilige Namen - allzeit beisammen!
Denn keiner kommt zum Vater als durch MICH!
Diesen Logos ertrug die moderne Kirche in "Maria Königin" München-Grünwald nicht!
Er war nicht dumpf, wie die Tafel neben dem Eingang bescheidet:
Das Zelt Gottes manche Verdunkelung erleidet!
Ich könnte (wenn meine Scanner-Funktion ausnahmsweise nicht über meinen Anschlusswird gehackt!) zeigen, was des Kunstmalers Wilhelm Braun Aussage den Abrahamiten in lichtallergischen Zeiten bescheidet!
Aber im etwas herben Schmerz
verwandte mein Vater auch auf die Gestaltung des Chorfensters in erlaubten Horizontal-Linien sein Herz!
Sie brauchen etwas Zeit!
Dann aus den Farben und Linien das gezähmte Künstlertum macht das Licht uns zur Freud!
Doch das Fenster aus Betonglas über dem Taufstein ist geblieben!
Die Geist-Taube wird den "nachchristlichen" Zeitgenossen zu geistlichen Taten treiben!
Es kam ja eines Tages EINER, der taufte mit Feuer!
Doch kommt nur der gute Weizen in Manis Herbstlied auch in die Scheuer!
Gruß Paraneua-Bioeule!




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www.blitz-buch.de

1691)
atta unsar, 2.version?
aus
21.08.03 23:06
eMail: URL: http://www.google.de

Nachricht:

Πάτερ ἡμῶν ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς, ἁγιασϑήτω τὸ ὄνομά σου, (atta unsar þu in himinam,) weihnai namo þein. Pater noster qui in caelis es sanctificetur nomen tuum
ἐλϑέτω ἡ βασιλεία σου, γενηϑήτω τὸ ϑέλημά σου, qimai þiudinassus þeins. wairþai wilja þeins, veniat regnum tuum / fiat voluntas tua
ὡς ἐν οὐρανῷ ϰαὶ ἐπὶ γῆς. swe in himina jah ana airþai. sicut in caelo et in terra
Τὸν ἄρτον ἡμῶν τὸν ἐπιούσιον δὸς ἡμῖν σήμερον· hlaif unsarana þana sinteinan gif uns himma daga. panem nostrum supersubstantialem da nobis hodie
ϰαὶ ἄϕες ἡμῖν τὰ ὀϕειλήματα ἡμῶν, jah aflet uns þatei skulans sijaima, et dimitte nobis debita nostra
ὡς ϰαὶ ἡμεῖς ἀϕήϰαμεν τοῖς ὀϕειλέταις ἡμῶν· swaswe jah weis afletam þaim skulam unsaraim. sicut et nos dimisimus debitoribus nostris
ϰαὶ μὴ εἰσενέγϰῃς ἡμᾶς εἰς πειρασμόν, / ἀλλὰ ϱῦσαι ἡμᾶς ἀπὸ τοῦ πονηροῦ. jah ni brig(gais uns in fraistubnjai, ak lausei uns af þamma ubilin). et ne inducas nos in temptationem / sed libera nos a malo

Ende!

Gruß Paraneua-Bioeule!


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